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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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06.11.08 · 14:53 Uhr

Doch das Falsche studiert? Teil II: Das Trinkgeld der Lap Dancer und der Homo Sapiens des Pleistozän.

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Ich schwöre, ich höre mit diesem Beitrag auf mit dieser kleinen Serie, aber nach meinem letzten Post habe ich noch ein weiteres Paper, diesmal aus "Human Evolution and Behaviour", zugesandt bekommen, das nicht minder einer Betrachtung wert ist, als es das Playmate Curve Paper ist. Diesmal gehen die Autoren Miller, Tybur und Jordan, noch einen Schritt weiter, nämlich in die Praxis. In sicher mühseligen und sowohl körperlich als auch finanziell aufwendigen Studien versuchten die Autoren herauszubekommen, ob Frauen Männern tatsächlich um die Zeit des Eisprungs herum attraktiver erscheinen. 18 Lap Dancer und nicht Lab Dancer (dank an Ulrich) wurden befragt (Eisprung, Menstruation, Trinkgeld ) und statistisch ausgewertet. Der pekuniäre Unterschied ist brutal. Eine Eisprung Lap Dance Schicht von 5 Stunden brachte 335$ Trinkgeld, während eine Menstruations Schicht lediglich auf 185$ kam. Das gesamte Paper findet sich hier respektive hier und eine schöne Analyse hier.
Auch in diesem Fall frage ich mich wieder nach meiner Berufswahl, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich selbst die mageren 185$ ertanzen könnte. Miller, Tyburg und Jordan arbeiten jedenfalls am Institut für Psychologie in Albuquerque und nicht in Las Vegas.

 

Autor: Georg Hoffmann· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Trackbacks (1)


Kommentare (8)

Kommentar-Direktlink ali· 06.11.08 · 15:37 Uhr

Hatten wir auch schon bei Chris und meiner Wenigkeit.

Das reicht schon bald zu einer Themenwoche...

Kommentar-Direktlink Ulrich· 06.11.08 · 18:36 Uhr

18 Lab Dancer wurden befragt

Hmmm. Haben die im Labor vorgetanzt?? ;-)

Kommentar-Direktlink Georg Hoffmann· 06.11.08 · 18:45 Uhr

@Ullrich
Nein, es handelte sich um Hessinnen.

Kommentar-Direktlink Ulrich· 06.11.08 · 19:36 Uhr

Jetzt steh ich auf der Leitung. Und der link zur französischen(!) Wikipedia hilft mir auch nicht weiter...

Kommentar-Direktlink G· 06.11.08 · 20:12 Uhr

@Ulrich
Sorry, dummer Witz.
Das mit dem frz. Wikipedia ist hingegen durchaus witzig. Sie ist durchdrungen mit Erklaerungen zu "pikanten" Themen waehrend die deutsche Wikipedia eher solide bleibt und die "gesellschaftliche Relevanz" von Lap Dancing anzweifelt. Dabei gab es eine sehr schoene Scene dazu in "Lost in Trandlation".

Kommentar-Direktlink adenosine· 07.11.08 · 07:34 Uhr

Na ja, für den Betrieb der Zivilisation reicht es aus, wenn ca. 5 % der Bevölkerung die technischen Grundlagen verstehen. Der Rest muss die Technik nur bedienen können und kann sich mit anderen Sachen beschäftigen.

Kommentar-Direktlink Damhán alla· 12.11.08 · 14:59 Uhr

unglaublich. da frage ich mich - ohne leider gerade die zeit zu haben, das paper im gesamten zu lesen - hat man die damen ebenfalls nach beschwerden während der finanziell nicht so ertragreichen tage befragt? und: warum fallen mir solche studien nicht ein?

Kommentar-Direktlink Eddy· 14.11.08 · 01:26 Uhr

Da sieht man wieder wie wichtig das Checken von Links ist! 18 Befragungen erschien mir unmöglich und :

"Eighteen dancers recorded their menstrual periods, work shifts, and tip earnings for 60 days on a study web site. A mixed-model analysis of 296 work shifts (representing about 5300 lap dances) showed an interaction between cycle phase and hormonal contraception use."

Das klingt schon eher, bei allem Skeptizismus, ein wenig nach Wissenschaft!

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