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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.
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29.07.08 · 14:00 Uhr
Die Meereis-Simulation 2007
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Ich hatte ja schon mehrfach davon berichtet, dass die Seeeis-Experten sehr von dem, was 2007 passierte, überrascht waren. Das Arktische Sommer-Meereis hatte zu dem relativ langsamen und stetigen Trend im Juli/August/September plötzlich und völlig unvorhergesehen zusätzliche 1 Mill. km2 verloren. Kein Modell hatte diesen fast wolkenlosen Sommer und die entsprechenden Windfelder über der Arktis berechnet, die letztlich für den Sprung 2007 verantwortlich waren.
Eine andere Frage aber ist, ob die modernen Meereis-Modelle wenigstens im Nachhinein das Phänomen verstehen können. Oder anders formuliert, wie sehr sind denn die beobachtbaren Wind, Wolken und Temperaturfelder verantwortlich für den Eisrückgang 2007? Das, was diese atmosphärischen Felder nicht erklären können, wären dann die echten Lücken in unserem Verständnis und in unseren Modellen. In dem bereits einmal zitierten informellen Paper meine ehemaligen Kollegen vom Max-Planck, Ralf Döscher, Michael Karcher and Frank Kauker, wird auf eine Simulation der Universität Washington (Autor Jinlun Zhang) hingewiesen, die genau so einen Hind-Cast durchgeführt hat und die ganz anständig mit den beobachteten meteorologischen Gröeszen eine Rekordschmelze simulieren. Die Modelle enthalten also durchaus die nötige Physik, um das Jahr 2007 zu analysieren.

Zum Vergleich kann man sich hier die Animation der täglichen Satellitenbilder auf Cryosphere anschauen. Achtung, Riesenfile.
Autor: Georg Hoffmann· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
WETTERLAGENSIMULATION
Physikalische Simulationen mögen je Einsatzgebiet ihre Berechtigung haben - auch wenn sie, wie im vorliegenden Falle Szenarien nicht "verstehen".
Angesichts deutlicher Erfolge möchte ich an dieser Stelle auf statistische "Simulationen" aufmerksam machen.
Für Mitteleuropa gibt es eine solche, die die Wetterlagen dort mit sehr überdurchschnittlichen Treffern bereits sehr frühzeitig beschreiben kann.
Folgender Link führt zum entsprechenden Forum:
http://www.wzforum.de/forum2/list.php?27
VG.
m.
Ralf
ich glaube, es ist schwer in der Arktis und fuer das Seeeis ein rein statistisches Modell zu entwickeln, da die Beobachtungen fuer klassische downscaling Techniken zu kurz sind."Wetterlagen" sind schlecht definiert, Winde und Ozeanstroeungen kaum bekannt etc.
Diese Forward Simulation, wenn auch nicht perfekt, scheint mir schon ein ziemlicher Erfog.
Georg