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Lässige Texte über haarsträubende Wissenschaft und den ganzen Rest. Marcus Anhäuser betreibt Plazeboalarm seit April 2005. Er ist Wissenschaftsjournalist in Dresden und Leitender Redakteur von medien-doktor.de.

Neues in der Kategorie Kultur

08. Februar 2012

Making of eBook: '2012 - Keine Panik'

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 16

Florian Freistetter hat ein Buch geschrieben. Ich hab's produziert. Wie sich das für eine moderne Medienproduktion gehört, erzähle ich hier, wie das Endprodukt entstand. Hier also das "Making of '2012 - Keine Panik''.

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Autor: Marcus Anhäuser· 08.02.12 · 08:00 Uhr· 16 Kommentare

30. August 2011

GEO: Warum eine Jahreszahl bei Studien so wichtig ist

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

Allein der Umstand, dass ich mich nach über einem halben Jahr jetzt endlich mal wieder hier melde, zeugt vielleicht davon, wie ärgerlich ich das Folgende finde. Und ich schicke gleich ein fettes "'tschuldigung" an Ulrich Berger rüber, (der - und all die anderen, Linklisten hier und hier)- in der GEO-Alternativmedizin-Story so viel Aufwand betreibt), dass ich mich gerade so schamlos bei ihm bediene.

(Ich poste das hier mal unter "Kultur", weil sonst Ulrichs Beitrag in der Medizin-Scheine nach unten rutscht, und das wäre nun wirklich unangemessen).

Gerade erst hat Ulrich einen Dialog zwischen ihm und der GEO-Autorin Petra Thorbrietz auf seinem Blog gepostet, in dem die Autorin u.a. auf seine Fragen auf der Facebook-Seite antwortet. (Dafür erst mal meinen Respekt an die Autorin.)

Das aus meiner Sicht dickste Ding kommt gleich zu Anfang und es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wichtig es ist in Artikeln und Beiträgen zu erklären, woher das Wissen stammt, das ein Journalist berichtet (das klappt nicht immer, immer wieder wird es von Redakteuren auch schon mal rausgestrichen, weil es den Text weniger gut lesbar macht).

Es reicht selten aus, zu schreiben "zeigten Studien", und wenn man ein solche Aussage liest, sollten sofort die Alarmglocken läuten. Vor allem, wenn es um zentrale Studien geht, die als Kronzeugen für eine Behauptung herhalten müssen.

Das aktuelle Beispiel zeigt das ganz deutlich. Ich kopiere deshalb einfach mal Ulrichs Passage dazu hier herein ... damit es mal irgendwo schön separat steht. Die Links habe ich raus gelassen, wer zu den Studien möchte, sollte sowieso rüber zu Ulrich Bergers Beitrag wechseln. Es ist seine Arbeit.

(Kurze Erklärung: Im Text taucht bei Ulrich die Aussage auf: "eine odds ratio von 2,45". Das ist die statistische Zahl auf die sich die Aussage bezieht, dass der Homöopathieffekt mehr als doppelt so hoch ist wie ein Placeboeffekt.).

Außerdem bedeutet:
PT (GEO): Aussage der Autorin im GEO-Artikel
UB (FB): Kritische Anmerkung/Richtigstellung von Ulrich Berger auf Facebook
PT (FB): Autorin antwortet darauf auf Facebook
UB (aktuell): Ulrich Berger antwortet auf Autorin


PT (GEO): Nach Metaanalysen vieler kontrollierter Studien ist der Homöopathie-Effekt mehr als doppelt so hoch wie die allein durch ein Placebo erklärbare Genesung.

UB (FB): Das ist falsch. Die state-of-the-art Metaanalyse von Shang et al (2005) sagt: Kein signifikanter Unterschied zwischen Homöopathie und Placebo in den großen und methodisch guten Studien.

PT (FB): Zur Homöopathie: Das Zitat mit dem doppelt so hohen Effekt als Placebo stammt von Edzard Ernst: Praxis Naturheilverfahren. Evidenzbasierte Komplementärmedizin..., Springer 2001, S. 64. Es gibt mehrere einander widersprechende Metanalysen zur Homöopathie. In demselben Jahr der von Ihnen zitierten Studie hat zum Beispiel auch eine von Befürwortern zitierte von Sosie Kasab ((Quelle: „Cochrane Database of Systematic Reviews", 2009, Issue 2, CD004845) (AP)) .

Eine detaillierte Analyse und Bewertung kann so ein Übersichtskasten wie der in GEO nicht leisten. Ich habe aus der Zusammenfassung des der Komplementärmedizin durchaus kritisch gegenüberstehenden Edzard Ernst zitiert (siehe sein Buch Trick or Treatment), der dort auf die Widersprüchlichkeit der Studienlage eingeht. Das gibt völlig korrekt auch die Überschrift von GEO wieder: „Beliebt, aber umstritten".

UB (aktuell): Edzard Ernst beschrieb in seinem "Praxis Naturheilverfahren" (2001) den damaligen Stand, der wiederum auf der damals noch aktuellen Metaanalyse von Linde (1997) beruht, welche ein odds ratio von 2,45 für Homöopathie gegen Placebo angibt. Diese Metaanalyse ist heute längst überholt, was auch von Linde selbst eingestanden wurde. U.a. aus diesem Grund gibt es auch bereits seit 2005 eine Neuauflage von "Praxis Naturheilverfahren", in der das von Ihnen verwendete Zitat nicht mehr vorkommt. Edzard Ernst selbst nennt die 2001er-Auflage seines Werks "hoffnungslos veraltet". Ich vermute, Sie kennen eigentlich den aktuellen Stand der Dinge, weil Sie auch "Trick or Treatment" zitieren, das erst 2008 erschienen ist und den ganzen Sachverhalt detailliert beschreibt.

Sie zitieren also 2011 bewusst (?) den Stand von 1997, als ob in Sachen Homöopathie seither nichts mehr geschehen wäre, und da frage ich mich schon: Warum eigentlich? Vielleicht doch deshalb, weil es Ihnen so besser ins Konzept passt?

Die Arbeit von Kassab et al (2009) wiederum, die Sie anführen, ist nicht, wie Sie behaupten, eine Metaanalyse, sondern ein systematischer Review. Noch dazu - darauf hat auch Michael Horak schon hingewiesen - ist sie dafür bekannt, dass darin lediglich zwei ganz bestimmte Formen von sog. Pseudohomöopathie für eine ganz bestimmte Indikation untersucht wurden. (Ringelblumensalbe gegen Dermatitis? Wenn das Homöopathie wäre, dann müsste nach dem Simile-Prinzip Ringelblumensalbe beim Gesunden einen Hautausschlag hervorrufen!) Als Beleg für "einander widersprechende Metaanalysen" in der Homöopathie ist sie denkbar ungeeignet.

Nocheinmal: Was Homöopathie als Gesamtsystem betrifft, so ist die aktuelle state-of-the-art Metaanalyse Shang et al (2005). Diese Arbeit zu ignorieren und stattdessen mit einem völlig veralteten Zitat zu arbeiten, ist für GEO-Standards ein schwerer journalistischer Patzer.


Dass es mal wieder um Homöopathie geht, ist vielleicht sympthomatisch, aber eigentlich auch schon wieder egal. Für mich hat es was von einem Schulbuchbeispiel dafür, wie wichtig es ist, dass in journalistischen Beiträgen klar wird, woher das Wissen stammt.

Wie letztlich die Aussage auf die überholte Studie in den Artikel gelangte (ob mit Jahreszahl oder ohne) und warum die GEO-Redaktion/Dokumentation das ganze Ding durchgegangen ist, ist noch ein mal eine andere Geschichte, aus der man vielleicht auch noch was lernen kann.

Und schon bin ich wieder weg.


Autor: Marcus Anhäuser· 30.08.11 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

23. Januar 2011

Liebe Telepolis-Redaktion, Entschuldigung abgelehnt ... (Update 25.1.)

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 14

...Mann...

"Wir verstehen es zwar nicht, aber egal, wir bringen es trotzdem mal," so könnte man die eigenartige Erklärung der Telepolis-Redaktion zusammenfassen, mit der sie sich vorab dafür entschuldigt, dass auf Ihren Seiten der "der LHC-könnte-die-Welt-zerstören"-Professor Otto Rössler seine bekannt kruden eigenartigen Thesen verbreiten kann. Im Original liest sich das so:

"Da die Redaktion unschlüssig war, ob wir den Text von Prof. Dr. Otto Rössler veröffentlichen sollen, weil wir nicht wirklich beurteilen können, ob die von ihm gemachten Annahmen plausibel sind ... (...)"

(bitte Update 25.1. lesen, das führt das Ganze dann ad absurdum.)

Das ist ja nett. Kann ich mir das ausborgen? Das erspart mir künftig einiges an Arbeit. Immer dann, wenn ich nicht so richtig verstehe, was ein Wissenschaftler da erklärt (und das passiert einem Wissenschaftsjournalisten immer wieder mal), setze ich einfach einen Disclaimer vor den Artikel, damit die Leser Bescheid wissen:

"Ich verstehe nicht ganz, was er erforscht hat, aber es klingt irgendwie interessant und es hat etwas mit Weltuntergang zu tun, also wollte ich es Ihnen nicht vorenthalten."

Das ist gerade in diesem Fall ja auch ein echter Dienst am Telepolis-Leser. Dann können die nämlich in einigen Jahren, wenn die Erde auf zwei Zentimeter geschrumpft sein wird (O-Ton Rössler), wenigstens sagen: "Mann, die von Telepolis, die hatten den richtigen Riecher. Hätten doch nur mehr damals den Mut gehabt, dem einsamen Rufer in der Wüste Gehör zu verschaffen."

Kommt Jungs. Macht Eure Hausaufgaben, anstatt Euch schon vorher für den Quatsch zu entschuldigen, der dann auf Eurer Seite vezapft wird.

(via Florian).


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Update:
Der Autor des ergänzenden Begleitartikels (zu Rösslers Beitrag) findet, er hat einen Fehler gemacht und hat die Telepolis-Redaktion gebeten, seinen Text wieder aus dem Netz zu nehmen, wie er hier bei Florian in den Kommentaren und als E-Mail an mich (in cc) und Florian schreibt.

Update 25.1.:
Wissenschaftsjournalist Harald Zaun hat seinem begleitenden Artikel zu Rösslers Thesen einen zweiten folgen lassen (der erste ist nach wie vor online). Schon die Überschriften verdeutlichen die Verschiebung seiner Sichtweise die unterschiedlich Gewichtung im Artikel:
Beitrag 1: "Das Unmögliche überdenken - warum nicht?!".
Beitrag 2: "Das Doomsday-Szenarium geht nicht von Genf aus."

Im ersten Beitrag gibt es leider noch keinen Hinweis, dass der Autor einen zweiten ergänzenden Beitrag hinzugefügt hat. Vielleicht will die Redaktion ihre Leser nicht zu sehr verwirren.

Seinen ersten Beitrag kommentiert er wie folgt:

"So wollen wir abschließend - sine ira et studio - die Äußerung eines übereifrigen Autoren [er spricht von sich selbst, Anm. von mir], der als Folge eines temporären geistigen Blackouts kürzlich doch glattweg behauptet hatte, dass "jede noch so abstruse Idee" es zunächst einmal verdient habe, "von allen Seiten gründlich durchleuchtet zu werden", tunlichst und schnell ad acta legen. Wir wollen ihm [er spricht von sich selbst] hier nach einigem Überlegen die Stirn bieten und indes damit kontern, dass wohl eher das Gegenteil der Fall sein sollte: Abstruse Ideen sollten vielleicht doch besser dem Papierkorb anvertraut werden. Denn auch Papier ist bisweilen ungeduldig."

Quod erat demonstrandum ...


Autor: Marcus Anhäuser· 23.01.11 · 21:44 Uhr· 14 Kommentare

13. Juli 2010

Nachschlag und Links zum Blue Moon Talk mit Holgi (Nachtrag 2)

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 21

So, vollbracht. War gar nicht so schlimm wie ich dachte. Holger hat aber auch einfach ein sehr nette Art mit einem ins Gespräch zu kommen. Ich wollte es erst nicht glauben, aber zwei Stunden sind schneller vorbei als man denkt. Und natürlich fielen mir all die Antworten und Dinge, die ich noch sagen wollte zur Wissenschaft, der Medizin und dem Journalismus darüber nachher auf der Rückreise nach Dresden ein.

Zum Beispiel so was wie, dass sich gute Wissenschaft und Wissenschaftler eben dadurch auszeichnen, dass sie sich und ihre Ergebnisse immer selbst in Frage stellen. Dass sie wissen, dass ihr Wissen immer nur vorläufig ist usw. und viele andere Dinge mehr ... aber egal ...

Wer es sich anhören will, kann das im Podcast tun, findet sich hier auf der Blue Moon-Seite und hier der direkte Link zum Herunterladen. (Nachtrag: nur bis zum 20.7. verfügbar, siehe Kommentare).

Im Verlauf des Gesprächs haben wir einige Artikel und ein Buch erwähnt, da wollte ich noch die Links zu nachliefern:

Das tolle Buch von Gerd Gigerenzer heißt Das Einmaleins der Skepsis. (Link führt auf die Amazon-Seite.) Ist so eines der Bücher, das einem das Gefühl vermittelt: "Ja, jetzt habe ich es verstanden." Gerade was den Umgang mit den vermaledeiten Prozentangaben angeht.

Wir haben kurz noch die 10 Hinweise für Quacksalberei erwähnt. Ich habe meine vom empfehlenswerten Verbrauchermagazin "Gute Pillen-Schlechte Pillen". Die entsprechen denen des arznei-telegramms, was nicht verwundert, weil die Macher des a-t auch GPSP machen; mit anderen zusammen.

Die erste Version stammt wohl von Stephen Barrett vom Quackwatch. Esowatch hat sie ins Deutsche übersetzt und ergänzt.

Das Projekt Medien-Doktor, das ich am Ende noch erwähnte, ist gerade in der Entstehung. Es geht um die systematische Beurteilung medizinjournalistischer Texte in deutschsprachigen Medien, die dann auch online veröffentlicht werden (die Beurteilungen). Es geht darum, herauszufinden, wie gut die medizinjournalistische Berichterstattung bei uns ist, und zu zeigen, wo die tollen Artikel zu finden sind, und an welchen Stellen es immer wieder hakt.

Das Projekt wird sich dann auf dieser Webseite befinden: http://www.medien-doktor.de. Dort gibt bisher aber nur eine Pressemitteilung. Wir haben gerade erst angefangen.

Ein Vorbild für unseren Medien-Doktor stammt z.B. aus Amerika. Gary Schwitzers healthnewsreview.org. Ursprünglich kommt die Idee aus Australien.

Das Musikstück am Ende der Sendung (es wurde weniger getanzt als ich dachte ;-) stammt von der Hamburger Band Nationalgalerie, die es leider nicht mehr gibt. Der Titel des Stücks war: Entmaterialisieren. Schöne rockige Abgehnummer, (Lyrics hier). Der Sänger Nils Frevert machte dann alleine weiter, toller Singer-Songwriter.

Hab' ich was vergessen?

Ach so: Es heißt natürlich: Der Blog. ;-)

Nachtrag 1:
Im Verlauf der Sendung kamen wir kurz auf einen meiner alten Artikel zu sprechen, in dem ich beschreibe, was mit dem Körper unter extremen Bedingungen (Hitze, Kälte, Trockenheit usw.) passiert. Wer sich dafür interessiert: Findet sich hier auf meiner alten Webseite (alt deswegen, weil ich eine Neue baue, an die Alte kann ich leider nicht mehr updaten ...)

Nachtrag 2:
Da fällt mir ein: Wir hatten auch noch kurz über Vitamin C gesprochen und wie es Roche in den 30er Jahren schaffte, die Welt davon zu überzeugen, dass man damit gesund bleibt. Hatte ich ich hier bei mir als Beitrag, von dort geht es auch zu dem Beitrag in der Baseler Zeitung.


Autor: Marcus Anhäuser· 13.07.10 · 11:54 Uhr· 21 Kommentare

12. Juli 2010

In eigener Sache: Bin heute im Radio bei Holgi

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 14

Kurzer Programmhinweis in eigener Sache: Holger Klein hat mich in sein Studio bei Fritz (RBB) eingeladen. Zwei Stunden Talkradio mit mir und Holgi ab 22:00 Uhr bis Mitternacht in der Sendung Blue Moon.

Themen: Wissenschaft, Medizin und der Journalismus darüber. Vielleicht kann ich erklären wie das alles so funktioniert mit dem Wissenschafts- und Medizinjournalismus und wie man die guten von den schlechten Beiträgen trennt.

Ich freue mich schon und bin ganz aufgeregt ...

Livestream und Podcast der Sendung gibts auch. Alle Infos hier auf der Blue Moon-Seite.

Den Livestream gibts hier: http://www.fritz.de/livestream/livestream.html

Holger Klein ist der hier.

Florian war auch schon mal da. Und Tobias von Weitergen hat auch schon mal mit dem RBB telefoniert und Wissenschaft erklärt.


Autor: Marcus Anhäuser· 12.07.10 · 10:46 Uhr· 14 Kommentare

12. April 2010

Journalisten: Die Zukunft wird rosig ...

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 7

Die Vorstellung vieler Journalisten von ihre Zukunft ist düster. Die Verlage scheinen die Zeichen der Zeit auch (noch) nicht zu verstehen. Da ist man doch froh für jedes kleine Licht, das einem einen Funken Hoffnung für diese ach so düstere Zeit verspricht.

So eines sah ich am Wochenende, ganz unverhofft, hier in Dresden, im Hygienemuseum, in der Ausstellung Arbeit. Sinn und Sorge.

Dort gibt es eine Menge Zahlen und Statistiken zum Thema Arbeit. In einer Ecke fand ich die Folgende (Bild unten, zum Vergrößern anklicken). Der Titel: Arbeitskräftemangel.

Eine Prognose, welche Arbeitskräfte in zwanzig Jahren besonders gesucht sind, weil sie an allen Ecken und Enden fehlen als Folge der demographischen Entwicklung (fehlender Nachwuchs mangels Geburten).

Und siehe da. In der Zukunft wird es an Journalisten fehlen (siehe Pfeil), oder um genau zu sein, werden laut Experten angeblich eine Menge Menschen fehlen, die "künstlerisch, journalistisch tätig sind".

Ich fange gar nicht erst an, die Statistik zu hinterfragen (Quelle, was sollen die Zahlen aussagen usw. ...)

Mangel.jpg

(zum Vergrößern anklicken)


Autor: Marcus Anhäuser· 12.04.10 · 16:01 Uhr· 7 Kommentare

17. März 2010

Ich hab' die Zukunft der Wissenschaftsmagazine gespürt (Nachtrag)

Kategorie: Kultur·Technik  ·  Kommentare: 12

Manchmal gibt es diese Momente, in denen man ganz doll merkt: Das ist es! Völlig klar! So geht's! Ganz sicher! Das ist es! So gings mir heute. Ich hatte eine Eingebung. Kurz gesagt: Ich habe die Zukunft der Wissenschaftsmagazine gespürt, gesehen, ge-was-weiß-ich-was ... Sie war groß und bunt und voller Interaktion - wie diese alten "Pop up"-Bücher

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Autor: Marcus Anhäuser· 17.03.10 · 12:32 Uhr· 12 Kommentare

09. März 2010

Wie Peter Moosleitners interessantes Magazin mein Leben veränderte

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 23

Na, dann trage ich auch noch mein Scherflein bei zur ungeplanten SB-Serie: "Welche Medien mein wissenschaftliches Weltbild formten." Ich geb's zu: Abgesehen von Löwenzahn, Hoimar von Ditfurth, Sendung mit der Maus und Horst Stern hat eine Zeitschrift ganz entscheidend zu meiner Bildung beigetragen: Peter Moosleitners interessantes Magazin: P.M.

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Autor: Marcus Anhäuser· 09.03.10 · 08:12 Uhr· 23 Kommentare

17. Februar 2010

Was ist eigentlich die Vorstufe zum *facepalm*?

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 16

Wir kennen ihn alle, den *facepalm*, in vielerlei Ausführung.

Aber manchmal ist diese Geste der Verzweiflung einen Tick zu übertrieben. Es muss noch etwas davor geben. Der *facepalm* steht eigentlich am Ende, oder sagen wir, kurz davor, bevor der Kopf mit Hand vollends auf den Tisch knallt. Da geht dann gar nichts mehr.

Aber damit fängt es ja nicht an, es gibt noch etwas davor, bevor die Hand zum Gesicht fährt. Der erste Moment, wenn jemand etwas schreibt in den Kommentaren und Du denkst nur: "Der hat ja wohl gar nichts verstanden." oder "Och, nee, nicht schon wieder so einer."

Ich hätte einen Kandidaten für diese *facepalm*-Vorstufe.

Es ist mein derzeitiges Lieblingsbild. Es stammt aus dem neuen Martin Scorsese-Film mit Leonardo DiCaprio Shutter Island.

Ich nenne das Bild (hier der entscheidende Ausschnitt) "nerv". Gerne in englisch ausgesprochen, mit einem leichten ö-Einschlag.

nerv.png

Ich finde, es bringt diesen Zustand wunderbar zum Ausdruck, wenn jemand etwas gesagt hat, und alle denken nur:

"Oh, Mann" (der Polizist im Hintergrund).

"Sag' mal, merkt er's noch?" (der Kollege links)

"Mann (WTF), hat er denn gar nichts verstanden, von dem was ich erklärt hab'. Wofür habe ich mir hier eigenltich den Mund fusselig geredet/die Finger wund geschrieben (Nachtrag: ..., der Arsch."?)" (DiCaprio)

Vor allem mag ich DiCaprios zerknirscht-genervtes Gesicht. Es gibt so herrlich einfach dieses Gefühl wieder, dass man hat, nachdem man sich ein paar Stunden die Nacht mit einem Artikel um die Ohren geschlagen hat. Und dann kommt jemand, und macht mit einem Satz alles zunichte.

Wunderbar, oder?

Also bitte. Wem danach ist, wem der *facepalm* eine Stufe zu viel ist, der verlinke doch einfach auf dieses Bild ;-), auf den *nerv*.

Nachtrag: Nein, ich habe den Film noch nicht gesehen (lief gerade erst auf der Berlinale, glaub' ich.) Ich mag aber die Kombination Scorsese-DiCaprio.


Autor: Marcus Anhäuser· 17.02.10 · 16:22 Uhr· 16 Kommentare

13. Februar 2010

In eigener Sache: Top Ten

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 14

Das Medium Magazin hat wieder die Journalisten des Jahres wählen lassen.

Bildschirmfoto 2010-02-13 um 11.19.31.png

Begründung der Jury:

Bildschirmfoto 2010-02-13 um 11.19.46.png

Das mit dem Labortagebuch freut mich ja. Haben offenbar mehr mitbekommen als ich erwartet hatte.

Danke und Glückwunsch an die Kollegen, insbesondere die Jungs von Stationäre Aufnahme.


Autor: Marcus Anhäuser· 13.02.10 · 11:35 Uhr· 14 Kommentare

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