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Lässige Texte über haarsträubende Wissenschaft und den ganzen Rest. Marcus Anhäuser betreibt Plazeboalarm seit April 2005. Er ist Wissenschaftsjournalist in Dresden und Leitender Redakteur von medien-doktor.de.

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23.06.09 · 11:50 Uhr

Der Weltuntergang ist nah ...

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 35

So etwas finde ich heute in meinem Briefkasten. Das wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Was soll man da noch sagen. Ich kann da einfach immer nur staunen.

Jehovas2.jpg

Auf der Rückseite gibt es die Termine zu Kongressen der Zeugen in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg und München.

Auch schön sind Statements wie:

"Im Bewusstsein des nahen Endes leben."

Brrr.

Man kann auch ankreuzen, ob man von jemandem besucht werden will, der einem die Bibel kostenlos näherbringt. Die beiden alten damen warn doch kürzlich erst hier ... (Nein, ich habe Sie nicht hereingelassen ...)

Das Copyright des ganzen Flyers liegt bei Watch Tower Bible and Tract Society of Pennssylvania.

Interessant: Auf den jeweiligen Kongressen werden die Vorträge auch in verschiedenen Sprachen angeboten. das variiert aber von Stadt zu Stadt:

Berlin (Olympiastadion!): Englisch, Polnisch, Russisch, Russisch Gebärdensprache)

Dortmund (Niederländisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch)

Frankfurt (Englisch, Französisch, Kroatisch/Serbisch und Persisch)

Hamburg (Chinesisch, Dänisch und Tamil)

Münschen (Olympiastadion) Griechisch, Italienisch, Türkisch

Und immer in den Stadien .... erstaunlich

 

Autor: Marcus Anhäuser· 35 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (35)

Kommentar-Direktlink Samin· 23.06.09 · 12:35 Uhr

Ach unsere (lokalen) Zeugen sind ehrlich gesagt recht genügsam. Zuspammen tun sie garnicht, geklingelt wird einmal und bei keiner Interesse lassen sie es auch..da hab ich schon Berichte über penetrantere Gesellen gehört.
Und hey...ich hab noch keine anderen gesehen die Bibeln verschenken (fyi: ich fühl mich verpflichtet mich über die Grundlage die ich denen streitig mache zu informieren, ich verlass mich dabei nicht allein auf EINE vorbelastete, parteiische Quelle [aka Atheistenberichte] sondern will BEIDE vorbelastete, parteiische Qeullen [aka Atheisten & Bibel] kennen..ansonsten komm ich mir schmutzig und heuchlerisch vor - nur damit keine Missverständnisse aufkommen)

Author Profile Page Jessica Riccò· 23.06.09 · 12:41 Uhr

Hmm... Wenn Interesse besteht gehe ich zum Münchner Termin und schreibe drüber?

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 23.06.09 · 12:46 Uhr

@Jessica
kann ich dir das zumuten ;-) ansonsten gerne. Ich habe auch schon überlegt, ob ich mir jemanden nach hause bestelle und das dann auf Video aufnehme, aber wenn die einen mal an der Angel zu haben glauben wird man die auch nicht mehr los, oder? Ach, nee ich hab da keinen Nerv drauf.

Kommentar-Direktlink Samin· 23.06.09 · 12:48 Uhr

Interesse besteht sicher - die Frage ist ob es interessant ist ;)
Bin leider noch nie dazu gekommen mir sowas anzusehen.

Author Profile Page Jessica Riccò· 23.06.09 · 12:55 Uhr

Naja die Esos hab ich auch überlebt. Ich stelle mir das ziemlich lustig vor und erinnere mich an zahlreiche Besuche zur meiner Studentenzeit... irgendwie haben die ein Faible für einsame, verunsicherte und gottsuchende Erasmusstudenten, zumindest setzten die immer voraus, dass ich (qua Nachname) sehr unglücklich in diesem mir so fremden Land sein muss.

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 23.06.09 · 13:02 Uhr

ich will dich nicht abhalten, aber nicht, dass du nachher bekehrst zurückkommst und sagst ich wär schuld.
als Datum steht hier nur: 9. bis 12. Juli. wahrscheinlich gibts in München schon Plakate oder die Website hilft weiter: watchtower.org

Kommentar-Direktlink ali· 23.06.09 · 13:22 Uhr

@Jessica Riccò

zumindest setzten die immer voraus, dass ich (qua Nachname) sehr unglücklich in diesem mir so fremden Land sein muss.

Sehr schön. Ich werde dafür ab und zu angefragt ob ich denn nicht für die Moschee spenden möchte, mich ganz Allah hingeben möchte oder Telefonkarten kaufen, mit denen man besonders günstig in den Nahen Osten telefonieren kann.

P.S. Hast du mal in einem "Wachturm" geblättert? Das ist wohl ein guter Vorgeschmack, was bei einer solchen Veranstaltung auf dich zu kommt. Willst du dir das wirklich antun?

Kommentar-Direktlink Phantomschmerz· 23.06.09 · 13:50 Uhr

Ich sage den Herren und Damen Jehova immer, dass ich meine Seele schon dem Teufel verkauft habe und mit jeder Bibel ein Lagerfeuer mache. Dann sind die ganz schnell weg!

Author Profile Page Jessica Riccò· 23.06.09 · 14:00 Uhr

@ali: Bisher noch nicht. Ich seh zwar jeden Morgen einen älteren Herrn an der U-Bahn-Station, der diese Zeitschrift verkauft, aber ich habe Angst, dass ich dann jeden Tag mit ihm reden muss, wenn ich einmal eine erwerbe. Vielleicht sollte ich einfach mal gezielt samstags in der Stadt nach denen Ausschau halten - oder gibts die vielleicht auch am Bahnhofskiosk?

Kommentar-Direktlink Feldspat· 23.06.09 · 14:06 Uhr

Religionen die glauben, dass die Welt bald unter geht und es auch noch kaum abwarten können sind mir schon immer die liebsten gewesen.

Mir wurde auch schon mal ein Wachturm in die Hand gedrückt. Darin gab es einen wirklich schönen Artikel zur Rolle der Frau in der Ehe, die man auch leicht mir Fußabtreter beschreiben könnte. Selbstverständlich alles höchst bibelkonform.

Kommentar-Direktlink Stefan· 23.06.09 · 14:20 Uhr

Also mich würde schon interessieren, wie man das Ende der Welt überleben kann. Es gibt im Grunde ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder man verhindert die Katastrophe, dann aber ist es nur eine schlappe Katastrophe, nicht der Rede wert oder man verlässt die Erde. Letzteres aber wäre Raumfahrt und Raumfahrt finde ich interessant. Also wenn die ein Programm zu einer Reise zum Mars ausarbeiten, bei dem nicht nur mein Geist/Seele, sondern wirklich mein Körper mit allem drum und dran mitfliegen darf, dann fände ich das cool.

Kommentar-Direktlink GeMa· 23.06.09 · 16:48 Uhr

Die Welt geht unter, aber wir haben ... Wurzelbürsten.
Und Badezusatz.
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/pappa-ante-portas,89602,ApplicationMovie.html?tab=Bilder

Kommentar-Direktlink Ronny· 23.06.09 · 16:52 Uhr

Besonders erheiternd finde ich den Hinweis: Keine Kollekte :)

Kommentar-Direktlink rolak· 23.06.09 · 17:12 Uhr

Das erstaunlichste an den Publikationen der Zeugen ist meineserachtens der seit Jahrzehnten immer gleiche Stil der Bebilderung - man müßte mal einen Test machen, ob diese Kunstwerke wirklich sicher erkennbar sind. Zumindest eben war wieder mein erster Gedanke: Z.J.^^

Nach einem Interview loswerden dürfte kein Problem sein - wenn es noch so ist wie früher (habe jetzt schon wieder 10 Jahre den gleichen Wohnsitz) dann werden Listen geführt, wer wann bei wem war und was er dort vorfand. Die machen diese Besuche ja nicht aus Spaß, sondern sammeln sich Pluspunkte für die andere Seite, sounsoviel Minuten == was auch immer. Falls ein eindeutiges 'nein' nicht reicht, kann man sich immer noch für einen der Auserwählten deklarieren (..seht ihr nicht das Zeichen..) und gut ist. Bis zum nächsten Umzug ;-)

Kommentar-Direktlink Alex· 23.06.09 · 20:16 Uhr

Interessant: Im Online-Wachtturm gibt es sogar eine Rubrik "Wissenschaft", und selbst zum Klimawandel haben sie eine Meinung. Sinnentstellend zusammengefasst lautet die: Die einen sagen so, die anderen so, aber Jehova wird das mit der Erderwärmung schon richten.

Kommentar-Direktlink stefan· 25.06.09 · 05:41 Uhr

Lest doch mal 2.Petrus 3:3 -13 in eurer Bibel, falls ihr eine habt.

Kommentar-Direktlink rolak· 25.06.09 · 06:16 Uhr

Hi Stefan, wolltest Du uns damit sagen, daß Weltuntergangsszenarien schon seit tausenden von Jahren ein echter Renner bei Glaubensgemeinschaften ist, förderlich der Werbung durch Verängstigung und dem Halten der Gemeinde?
In dem Petrusbrief-Ausschnitt werden doch nur ältere Prophezeiungen zitiert - da hättest Du besser die Originalquellen referenziert.

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 25.06.09 · 09:35 Uhr

nur für die, die keine Bibel bereit haben:
http://www.bibel-online.net/buch/61.2-petrus/3.html#3,3

Dort steht zum Beispiel:

Vers 10: "Es wird aber des HERRN Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen."

Warum soll das eigentlich so sein?

Kommentar-Direktlink Brights· 25.06.09 · 10:34 Uhr

Alles was ein Anfang hat, hat auch ein Ende.

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 25.06.09 · 11:13 Uhr

ach so...

Ja aber warum genau so? Okay: "Die Elemente werden vor Hitze schmelzen." Das klingt nach "Zu nah an der Sonne", also der Fall der erst in Milliarden(ß) von Jahren eintritt, wenn die Erde der Sonne so nahe gekommen ist (oder die Sonne sich derart aufgebläht hat, dass wir uns nicht mehr in der habitablen Zone befinden).

Aber das ist ja noch ein bisschen hin ...

Kommentar-Direktlink Stefan· 25.06.09 · 12:05 Uhr

Glaubst du wirklich das die Erde noch Milliarden von Jahren vor sich hat? Schau dich doch mal um auf unserem Planeten. Außerdem ging es in 2. Petrus 3 darum, ein gottgefälliges Leben zu führen, damit wir dem entgehen. In 2.Petrus ist von den letzten Tagen die Rede, damit sind nicht damalige Prophezeiungen gemeint. Siehe z.B. 2. Timotheus 3:1 - 5 ( Spiegel unserer Epoche )

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 25.06.09 · 12:12 Uhr

@Stefan
"Glaubst du wirklich das die Erde noch Milliarden von Jahren vor sich hat?"
Warum nicht, was spricht dagegen?

Kommentar-Direktlink Stefan· 25.06.09 · 16:40 Uhr

Dagegen spricht, das der Mensch dabei ist sich selber zu vernichten. Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder Gott greift sehr bald ein, wie es die Bibel sagt oder wir gehen alle drauf.

Kommentar-Direktlink knorke· 25.06.09 · 16:59 Uhr

@Stefan
also wenn nicht was Geologisches oder Kosmisches die Erde vorher zertrümmert, dann wirds wohl erst die Sonne hinbekommen. Da kann der Mensch wüten wie er will, die Erde an sich kriegt er sicher nicht so einfach klein. Die Erde, auf der er leben kann, jaaa die dürfte kein Problem sein. Noch ein paar Kuhfürze, ein paar Atommeiler, Überfischung und Wasserverschwendung, vielleicht hier noch eine Verwüstung und dort ein Wegbrechen von Eisbergen das lässt sich machen - das können übrigens die "Gottgefälligen" genauso gut wie die, die lieber mit ihrer Topfflanze reden, wie die, die sich als Atheisten bezeichnen würden oder die ... usw. usf. alle ganz gut.

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 25.06.09 · 17:14 Uhr

@Stefan
Wieso sind wir dabei uns selber zu vernichten? Woher nimmst Du den Pessimismus?

Kommentar-Direktlink klauszwingenberger· 26.06.09 · 12:39 Uhr

@Marcus Anhäuser:
Noch ca. 1 Mrd. Jahre, dann macht die Entwiclung der Sonne zumindest Leben auf der Erde unmöglich. Ist aber undramatisch, bis dahin gibt es längst keine Menschen mehr. Die Menschheitsgeschichte ist ca. 6000 Generationen lang. nochmal 200.000.000 Generationen wären da schon sehr ungewöhnlich. Ich habe offen gesagt andere Probleme.

@Stefan:
Darf ich mir diesen Gott wie einen TV-Gucker vorstellen, der nur dann, wenn es ihm zu bunt wird, zur Remote greift? Eigentlich hatte ich die Schöpfungsgeschichten dieser Welt eher so verstanden, dass das alles SEIN eigener Murks sei.

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 26.06.09 · 12:48 Uhr

@klauszwingenberger
danke für die Erklärung.

Kommentar-Direktlink H.M.Voynich· 27.06.09 · 05:15 Uhr

@klauszwingenberger?
Nur eine Milliarde? Ich dachte immer, wir hätten noch 4 bis 5 Milliarden Jahre vor uns, was die Lebensdauer der Sonne angeht?
200 Millionen weitere Generationen wären zwar wirklich ungewöhnlich, aber absolut nicht unmöglich. Wenn der Mensch sich nur lang genug vom Suizid abhält, um den Kosmos zu besiedeln, kann das Menschengeschlecht auch kosmische Katastrophen überleben - das Schicksal der Saurier kann uns erspart bleiben. Aber ich wage mir nicht vorzustellen, wie Menschen nach Millionen von Generationen aussehen werden, welches enorme Wissen sie angesammelt haben müssen, und was ich demgegenüber für ein primtiver Primat bin.

Kommentar-Direktlink Stefan· 28.06.09 · 07:11 Uhr

Mir sprechen hier zu viele von Milliarden von Jahren. Laut Aussage von Klimaforschern ist das Überleben auf unserer Erde schon in siebzig Jahren gefährdet. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Auf dem Einladungszettel stand: Wie man das Ende der Welt überleben kann. Das wäre wohl kaum möglich, wenn eine der vielen Katastrophen das Leben auf unserer Erde auslöschen würde.
In Psalm 37:9 heißt es: Denn die Übeltäter sie werden weggetilgt, Die aber auf Gott hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden.

Kommentar-Direktlink klauszwingenberger· 29.06.09 · 10:18 Uhr

@H.M.Voynich
Die 4-5 Mrd. Jahre beziehen auf den Zeitraum bis zum Ende des Hauptreihenstadiums. Schon viel früher wird die Sonne sich soweit aufblähen und ihre Leuchtkraft steigern, dass es für biologisches Leben nicht mehr zuträglich ist.

Dann mag es vielleicht einige geben, die auf Gott hofften und sich irgendwo weiter draußen sesshaft machten. Ob man die noch als Menschen bezeichnen kann, und ob die Spass am Besitz eines so abgesottenen und öden Felsklotzes haben werden, lassen wir mal offen.

Kommentar-Direktlink Bofrostmann· 02.07.09 · 19:05 Uhr

Übirgens kosten die Zeitschriften nichts (zu dem Mann an der U-Bahn). Hingehen, eine nehmen und weggehen. Kein Problem. Informieren sollte wohl nicht schaden.

Kommentar-Direktlink Werner Winkler· 23.10.09 · 11:52 Uhr

Der im Bild zu sehende "Weltuntergang" könnte (unbewusst?) Bezug nehmen auf die vor einigen zehntausend Jahren (müsste nachsehen, wann das war) sich ereignende Katastrophe, bei der durch einen Vulkanausbruch (Tamburo?) ein vulkanischer Winter eintrat, der fast alle Menschen ausrottete, weshalb wir heute vom genetischen Nadelöhr lesen - sprich: Dass damals nur um die 1000 Menschen überlebt haben, von denen wir alle heute abstammen und deren Erfahrungen und Ängste wir offenbar mit geerbt haben. Die waren aber sicher keine Zeugen Jehovas und gerettet hat sie sicher nicht ihr Glaube allein, sondern glückliche Zufälle - also z.B., dass sie sich in eine Höhle retten konnten, in der genügend Höhlenbären, Fledermäuse und eine Wasserversorgung waren, so dass das Geschehen draußen sie nicht hinwegraffte ...

Author Profile Page Marcus Anhäuser· 23.10.09 · 12:02 Uhr

@Werner Winkler

das mit dem vulkanischen Winter wissen Sie woher? Hätten Sie dazu einen Link ein wissenschaftliches Paper o.ä.?

deren Erfahrungen und Ängste wir offenbar mit geerbt haben
Was meinen Sie mit "geerbt", genetisch oder durch traditionelle Überlieferung (Wort, Schrift usw.)?

Kommentar-Direktlink Werner Winkler· 23.10.09 · 13:25 Uhr

Also über "vulkanische Winter" gibt es einen guten Beitrag auf Wikipedia, mit entsprechenden Links zu den historischen Ereignissen.

Ich habe mich da neulich nochmal eingelesen, als es in Indonesien Erdbeben gab, die ja häufig die Vorboten von Vulkanausbrüchen sind.

Interessant auch die Forschungen zum Supervulkan unter dem Yellowstone Nationalpark, wobei ich gestern las, dass Forscher in Norditalien die Reste eines alten europäischen Supervulkans gefunden haben.

Zum "Vererben": Hier könnte ich das Buch "Und die Sintflut gab es doch" empfehlen. Hier werden - wenn auch z.T. etwas reißerisch - Beispiele aufgeführt wie historische Ereignisse traumatischer Art sich auf verschiedenste Art überliefern. Man darf nicht vergessen, dass diese Geschichten in einer schriftlosen Zeit ereigneten und womöglich nur von wenigen Individuen gleichzeitig erlebt wurden. Schon die Enkel könnten es für Mythen gehalten haben ("Wenn du dein Mammut nicht aufisst, fällt dir der Himmel auf den Kopf.").

Vererbung auf epigenetischem Weg halte ich ebenfalls für denkbar, wobei ich da keine Quelle habe (oder vielleicht Bauer: Das Gedächtnis des Körpers - in der Richtung). Die starke Faszination von Meteoritengeschichten ("Armageddon") oder Vulkanausbrüchen (Eiffelvulkane) ebenso wie die aktuelle Pandemie-Hype-Sache deuten für mich darauf hin, dass hier "uralte" Ängste angesprochen werden und wir entsprechend bauchmäßig reagieren. Davon könnten die als Thema angeführten Zeugen Jehovas - wie andere Religionen oder Kulte auch - profitieren, vermutlich unabsichtlich, da aus meiner Beobachtung in solchen Kreisen (fast) alle als "Opfer" zu bezeichnen sind - nämlich einer "dummen Idee". Sprich: auch in der Watchtower-Society sitzen nicht die Verschwörer und überlegen, wie sie ihr Heftchen besser verkaufen können; die glauben wirklich daran und denken, sie tun der Menschheit etwas Gutes, wenn sie so warnen. Dass sie damit schwere psychische Schäden in der Persönlichkeit (vor allem bei Kindern) anrichten, nehmen sie offenbar billigend in Kauf oder übersehen es.

Zum Vergleich: Autounfälle gibt es erst seit ca. 120 Jahren, weshalb offenbar wenig Hemmung besteht, mit 250 km/h über eine Autobahn zu rasen, selbst bei Nacht ...

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 25.10.09 · 07:02 Uhr

@ Werner Winkler

Ja, das könnte alles durchaus passen. Jedenfalls sind Supervulkane neben sehr großen Meteroiten die größte Bedrohung der derzeitigen Ziv. Nach meiner Vermutung sogar größer als eine nukl. Auseinandersetzung zwischen zwei Supermächten. Logischerweise hapert es allerdings mit Belegen, und alle Berechnungen können nur begrenzt überzeugen. Mit SEHR viel gutem Willen könnte man sogar die Nibiru-Märchen (u.ä. Blödsinn) vom Weltuntergang dahin gehend interpretieren.

Nur als kleine Anmerkung zum genetischen Flaschenhals: Je nach Quelle haben wohl 10x - 100x mehr Menschen die Katastrophe überlebt, was, sofern richtig, aber auf gar keinen Fall etwas daran ändern würde, dass der Flaschenhals extrem eng war.

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