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Lässige Texte über haarsträubende Wissenschaft und den ganzen Rest.
Marcus Anhäuser betreibt Plazeboalarm seit April 2005. Er ist Wissenschaftsjournalist in Dresden und Leitender Redakteur von medien-doktor.de.
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21.01.09 · 10:05 Uhr
Obamas Versprechen an die Wissenschaft
Kategorie: Politik · Kommentare: 15
"We will restore science to its rightful place ..."Barak Obama, 20. Januar 2009, Washington
Zusatz: Bemerkenswert auch folgender Satz, angesichts der Atheisten-Diskussionen (Dawkins und Co., die darauf verweisen, dass man als Nichtgläubiger auch schon mal diskriminiert wird in den USA ...)
"We are a nation of Christians and Muslims, Jews and Hindus - and non-believers."Barak Obama, 20. Januar 2009, Washington
Autor: Marcus Anhäuser· 15 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (15)
Mir fielen diese zwei Stellen auch besonders auf. Ich glaube aber auch, dass die Rede so konzipiert war, dass für jeden etwas drin steckte und es schwer zu sagen ist, ob es was bedeutet. Aber das ist schon eine Leistung.
Obama hat auf jeden Fall schon rein Personell gezeigt, dass er eine andere Einstellung zur Wissenschaft hat als sein Vorgänger.
'dass man als Nichtgläubiger auch schon mal diskriminiert wird in den USA'
Nicht nur in den USA ;) Versucht mal in Deutschland als Krankenpfleger in der ambulanten Pflege als Konfessionsloser eine Stelle zu kriegen. Alle großen Arbeitgeber dort sind kirchlich und nehmen nur Bewerber mit christlichen Konfessionen...
Aber die Sätze hören sich gut an, hoffen wir dass auch etwas dahinter steckt....
@Kathy
Wir haben die Hoffnung gewählt ... ;-)
Was heißt denn "Alle großen Arbeitgeber" bei der Krankenpflege seien kirchlich? Heißt das, solche Einrichtungen gibt es nicht vom Staat? Wiederlegt das gar Dawkins, weil DOCH die religiösen sich mehr in der Krankenpflege einsetzen als die Atheisten, die ja angeblich genauso "moralisch" sind? Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, es ist sicher unfair als konfessionsloser von der Stelle ausgeschlossen zu sein, ich habe von so etwas auch schon gehört. Aber wir müssen uns auch bewußt sein, dass kirchliche Einrichtungen viele soziale Dienste übernehmen, gerade bei dem Religions-bashing, was ja grad in ist.
Sorry, dass der Kommentar nichts mit dem Originalpost zu tun hat, aber ich wollte gern auf den Kommentar antworten.
Gibt es da nicht ein Grundgesetz dass Diskrimination des Glaubens verbietet? Nicht-Glauben ist ja immerhin die präziseste Form des Glaubens -oder? Braucht keine Dogmen als Voraussetzung und ist doch ganz einfach.
@ Ortholog:
Nö, das heißt nur dass die kirchlichen Anbieter jeden Zentimeter des Marktes relativ hart verteidigen und es privaten Anbietern sehr schwer gemacht wird da Fuß zu fassen (klappt nur in größeren Städten). zB. muss der MDK bei der Diakonie die Überprüfungen lange vorher anmelden, bei unserem kleinen privaten Pflegedienst können sie jederzeit vor der Tür stehen. Dazu kommt, dass leider halt 'die Diakonie' oder 'die Caritas' geflügelte Worte sind und diese deshalb von Suchenden meistens zuerst anvisiert werden (und aus eigener Arbeitserfahrung weiß ich, dass Krankenhäuser ambulante Pflege auch eher an die großen krichlichen Organisationen vermitteln als an kleine Pflegedienste)
Und man darf nicht ausser acht lassen, dass die 'kirchlichen' Pflegedienste nur zu minimalsten Anteilen von den Kirchen bezahlt werden sondern genau so wie alle anderen auch von den Kranken- und Pflegekassen...
Wenn man dann noch bedenkt dass die Arbeitnehmer bei kirchlichen Organisationen oft schlechter bezahlt sind als in privaten (kann ich leider nur mit Eigenerfahrungen belegen...) und der Service für Patienten da meistens schlechter ausfällt (da wird jede Handbewegung abgerechnet, nur mal eben gratis den Müll rausbringen obwohl die Mülltonne direkt am Weg liegt, gibts da meistens nicht...) bleibt da nicht viel von der 'Christlichen Nächstenliebe' übrig.
Zum Glück wachsen die privaten Pflegedienste zumindestens in größeren Städten langsam aber sicher... vor allem durch die Patienten die enttäuscht von den christlichen Diensten abziehen weil sie endlich eine andere Möglichkeit haben.
Obama sagt: "Wir haben uns an diesem Tag versammelt, weil wir die Einheit und Entschlossenheit gewählt haben - und nicht die Zwietracht oder den Konflikt." ;-)
Danke für die ausführliche Antwort! Ich denke, dass sich die christlichen Pflegedienste eh ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie die Mitarbeiter nach Konfession auswählen und der Anteil dieser Menschen zurückgeht. Ich würde das nur nicht unbedingt Diskriminierung der Bewerber nennen.
@Marcus
Hehe. "Obama sagt" klingt wie "Buddha sagt...". Wetten wir finden seiner Rede etwas das 90% aller Situationen abdeckt. *gg* Könnte zum Volkssport werden.
Nur mal zur Genauigkeit. Man spricht von "konfessionellen" Arbeitgebern. Nach § 118 Absatz 2 BetrVG ist die Anwendung des Betriebsverfassungsgesetzes in allen seinen Teilen für „Religionsgemeinschaften und ihre karitativen und erzieherischen Einrichtungen unbeschadet“ ihrer „Rechtsform“ komplett ausgeschlossen. Das ist also ein Schutz dieser Arbeitgeber, der noch weit über den Tendenzschutz aus § 118 Absatz 1 BetrVG hinausgeht. Dazu gehört auch das Recht, die Mitarbeiter nach Konfession auszuwählen auch ist eine sofortige Kündigung bei Kirchenaustritt rechtens. Da Pflegekräfte gesucht sind, wird das in der Regel nicht so eng gesehen. jedoch müssen sich die Mirarbeiter verpflichten, dass die persönliche Lebensführung nicht der der Kirche bzw. des Träger widerspricht.
Nicht zu vergessen "Konfuzius sagt".
@David
Konfuzius sagt, du sollst ali das letzte Wort überlassen.
P.S.: Obama und Buddha stimmen dem übrigens zu.
;-)
@strappato
schüttelst Du sowas aus dem Ärmel? Da kann kein Journalist mithalten ;-)
@Ali
yep, einen Messias braucht man auch als Ungläubiger ;-)
http://www.kurier.at/kult/288598.php