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Marcus Anhäuser betreibt Plazeboalarm seit April 2005. Er ist Wissenschaftsjournalist in Dresden und Leitender Redakteur von medien-doktor.de.
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05.02.08 · 21:03 Uhr
Smoking, Lies and The Nanny State
Kategorie: Kultur · Kommentare: 1
Schnell, schnell, die Kinder sind im Bett, ich habe nur noch heute Abend Zugang zu einem DSL-Anschluss und es kribbelt ungemein in den Fingern ... Joe Jackson hat uns so manchen Abend gerettet. Jetzt erfreut er uns mit einem neuen Album. Noch spannender ist aber die Entdeckung, dass er mit derselben Verve eine Schrift verfasste gegen die Antiraucher-Kampagnen, durchaus mit Sinn für wissenschaftliche Methodik (was man von Promis wirklich selten behaupten kann).
Gleich vor weg: Wir lieben Jacksons Musik (die klassischen, instrumentalen Sachen lassen wir jetzt mal beiseite), wir lieben seine Agggressivität und Energie seit über zwanzig Jahren). Wir haben das neue Album noch gar nicht gehört, aber beim Herumstöbern auf seiner Homepage, entdeckten wir einen interessante Geschichte:
Joe Jackson ist ein leidentschaftlicher Antiraucher-Kampagnen-Skeptiker.
Er hat ein ganzes Buch darüber verfasst, warum er das ganze Antiraucher-Dings für völlig übertrieben hält. Eines der Hauptargumente lautet zusammengefasst: Die wissenschaftlichen Belege für die gesundheitliche Risiken durch das Rauchen sind dünn und maßlos übertrieben.
Findet sich in dieser Schrift, die man als pdf herunterladen kann:
Smoking, Lies and The Nanny State
Mhm.
Okay, auch wenn wir den ganzen Beitrag studierten, ließen wir uns auch von unserem Lieblings-Altrocker-New-Wav-Swinger-ChaChaCha-Punk nicht überzeugen, das Rauchen niemanden umbringt.
Nur: Wir haben das Ding überflogen, und wir dachten: "Respekt, Alter". Für einen Promi ein Ernst zu nehmendes Schriftstück. (Promis haben sich inzwischen den Ruf ganz allgemein erworben, eigentlich das Gegenteil von Wissenschaftsexperten zu sein, siehe (wie auch schon im letzten Jahr) hier.)
Unsere Zeit ist knapp, wir hadern mit dem fremden Computer an dem wir sitzen. Also schließen wir hier unser kurzes Intermezzo und legen Euch das Stück des Herrn Jackson ans Herz (die Musik sowieso)
Durchforstet es und teil uns mit, was ihr davon haltet. Er macht aus uns keinen Raucher, aber er zeigt uns, dass man auch von Promis manchmal durchaus wissenschaftlich durchdachtes Zeug hören kann.
Und das war´s auch schon wieder in diesem völlig neuen Leben, ab morgen dann aus dem Osten der Republik endgültig mit 56k Modem ... (nicht weil Osten, sondern Übergangswohnung).
Gehabt Euch wohl.
Autor: Marcus Anhäuser· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (1)
Wem die 20 Seiten von Jackson zu lang sind, der kann auch folgenden Artikel von Beda Stadler lesen - der geht glatt als Kurzfassung durch:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mythos_passivrauchen/
Und zu Jackson: Ja, Respekt! Sehr gut geschrieben. Ein paar einzelne Argumente sind etwas konstruiert bis tendenziös, aber insgesamt ist der Beitrag sehr empfehlenswert.
potential conflict of interest: smoker