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Ludmila Carone hat in ihrem Leben Raumsonden nach ihrem Willen tanzen lassen, extrasolare Planeten mitentdeckt und die dynamische Entwicklung von Planetensystemen simuliert.

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05.07.09 · 07:02 Uhr

Man könnte es eine Karte nennen

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 2

Ich nenne es Kunst. Die NASA nennt es das Global Digital Elevation Model (GDEM) und verteilt es kostenlos.

Es handelt sich um eine topographische Karte der Erde zwischen dem nördlichen 83. Breitengrad und dem südlichen 83. Breitengrad. Es ist die bislang kompletteste zusammenhängende Karte der Erde und löst die Karte der Shuttle Radar Topography-Mission der NASA ab.

Sie besteht aus 1,3 Millionen Stereo-Paar-Bildern. Stereobilder sind Aufnahmen desselben Ortes aus leicht unterschiedlichen Winkeln. So ergibt sich eine 3D-Ansicht. Aufgenommen wurden die Bilder vom japanischen Instrument ASTER (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer) an Bord des Erdbeobachtungssatelliten Terra (1).

Aster_death_valley.jpg
Das hier ist ein Bild des Death Valley in Kalifornien auf der Basis der GDEM-Daten.

LA_basin.jpg
Hier hätten wir den Großraum Los Angelos. Was für ein Moloch.

Wahrscheinlich denken die meisten hier direkt an bessere Daten für Google Earth. Man kann aber auch Gletscher überwachen, was für Ökologen und Klimaforscher nicht ganz unwichtig ist. Oder diese Karte mit anderen z.B. geologischen Karten abgleichen. Die Flüsse im Amazonas untersuchen. Und. Und. Und.

Die Daten können hier runtergeladen werden: NASA - WIST

Quelle: NASA - Press Releases
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(1) Von Terra stammten auch das Wärmebild des Sarychev-Ausbruchs.

 

Autor: Ludmila Carone· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Tags: · · · · ·

Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Olaf Lehsmayer· 09.07.09 · 01:38 Uhr

Na ich mag gar nicht wissen wie groß die Datenmengen sind, die alleine durch dieses Projekt zusammengekommen sind - das wird sich mit Sicherheit im Terabyte-Bereich bewegen. Es ist echt erstaunlich, was alles schon möglich ist. Das hätte man mal jemandem vor 100 Jahren erzählen sollen und man wäre für verrückt erklärt worden. Dennoch freut es mich, dass "wir" schon zu derartigem in der Lage sind.

Liebe Grüße!

Kommentar-Direktlink H.M.Voynich· 09.07.09 · 19:02 Uhr

Wieso Google Earth? Wenn schon, dann NASA World Wind ;)
Die könnten besseres Material aber auch dringend gebrauchen, außerhalb Amerika ist die Auflösung bisher grauenhaft.

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