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25.03.09 · 20:08 Uhr
Wenn das Edu im Edutainment bestenfalls drittrangig ist
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Hach, *Achtung Ironie!* ich "liebe" ja diese Unwissenssendungen von Aiman Abdallah, dem Aiman Abdallah des Wissenschaftsjournalismus.
Aber es gibt da ein Gegenmittel:
Das hier ist auch sehr geil:
Der beste Satz ist ja immer noch:
"Faszinierend! Könnten die Illuminaten damit zu tun haben?"
Stimme aus dem Off: "Nein! Ganz bestimmt nicht!"
Ich hätte das bitte bei jeder Sendung ;-)
Und was habe ich letztens wieder bei einer solchen "Wissenssendung" beim Durchzappen gesehen? "Jumbo brät den größten Vogel!" Oder war es das größte Omelette? Frikadelle? Die größte Pommes, die man sich durch die Nase ziehen kann?
Es hatte jedenfalls mit Fressen zu tun. Unter Essen verstehe ich zumindest Genuss und Qualität. Genau das vermisse ich auch bei diesen komischen Wissenssendungen auf den privaten.
Nur "Clever!" schau ich ab und an ganz gerne.
Autor: Ludmila Carone· 7 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (7)
"Nur "Clever!" schau ich ab und an ganz gerne"
Clever find ich auch gut - da wird wenigstens tatsächlich irgendwas erklärt!
Sie, Madam, haben gerade das Internet gewonnen!
Schade, dass sich "Galileo" so verschlechtert hat. Vor 5 Jahren hab ich es noch regelmäßig gesehen, da war es noch richtig gut. Wenn ich es jetzt hin und wieder sehe, kann ich nur mehr den Kopf schütteln.
Im Übrigen find ich auch heute noch die "Sendung mit der Maus" gut, da kommen auch oft interessante Themen.
Aber Galileo ist zumindest immer für einen Lacher gut. Da gab es zum Beispiel die "Stahlatome", und in der Animation ordneten sich dann beim Härten von Stahl die Stahlatome und die Kohlenstoffatome um - immer ein Stahlatom neben einem Kohlenstoffatom....
wikipedia
Fakt ist, dass immer mehr immer Öfter über Galileo gelästert und geschimpft wird. Etwa beim Steffan Niggemeier. Eigendlich bei allen. Es ist unter Bloggern quasi chic geworden.
Zu recht, auch wenn ich es langsam nicht mehr hören kann.
Gerne darf man allgemein über den Quellbegriff "Infotainment" lästern, der eigentlich interessante Themen zu einem halben Spielfilm mit subjektiven Spekulationen und Bilderflut verkommen lässt.
Ob das "Ausbruch des Supervulkans" ist, oder "Meteorit - Killer aus dem Weltall".
Wobei, Kronzuckers Kosmos wird nach der siebten "So wird Dosensuppe gemacht"- Sequel auch ziemlich öde.
Lösung: Leute, kauft euch Bücher und schaltet Dokus ab, sobald der Inhalt mehr von Schauspielern, als von Informationen bestimmt wird.
Und Galileo war schon immer das Infotainment des Entertainment- Interessierten.
@Constantin:
Die Sendereihe "Galileo" hat sich auch nach meinem Empfinden verschlechtert. Und das sogar signifikant. Diese Einschätzung meinerseits beruht allerdings auf Erinnerungen, da ich schon seit vielen Monaten kein Privatfernsehen mehr gesehen habe.
Ihren Ursprung hat die Sendung "Galileo" nach meiner Erinnerung anscheinend in der ebenfalls von Pro7 entwickelten Reihe "Welt der Wunder", die (wie ich glaube, mich zu erinnern) zumindest zeitweise auch von Aiman Abdallah moderiert wurde. (Da habe ich leider keine genauen Erinnerungen mehr - das liegt alles lange zurück, ist ja auch nicht so wichtig. Mir fehlt da außerdem der Überblick, da ich schon länger selbst keinen Fernseher mehr besitze).
Jedenfalls war mir sehr schnell schon damals (vor ca. zehn Jahren?) "Welt der Wunder" zu blöd, da es m.E. deutlich mehr Entertainment als Education war. Schlimmer war es dann von Beginn an bei Galileo. Aber auch dort sank das Niveau dann nach meinem Empfinden merklich. "Galileo" ist m.E. ein Format, bei dem Schleichwerbung und vorgebliche Sensationen im Zusammenhang mit vermeintlicher Wissenschaftlichkeit präsentiert wird. Von Dingen wie z.B. der Suche nach "Deutschlands größtem Schnitzel" (oder wie immer das auch genau hieß) abgesehen. In meinen Augen lächerlich, sich "Wissensmagazin" zu nennen. Auf die Gewinnspielfragen, die vor den Werbeblöcken eingeblendet wurden und für jeden halbwegs interessierten Menschen wohl eher als primitiv zu bezeichnen sind, möchte ich auch gar nicht weiter eingehen.
In diesem Zusammenhang möchte ich aber mal sagen, dass ich sehr froh bin, dass es ScienceBlogs.de gibt und auch Wissenschaftler, die dort schreiben. Wünschen würde ich mir nur, dass die Wissenschaftler, die auf ScienceBlogs.de Einträge publizieren, dabei auch so oft wie möglich im Hinterkopf behalten, dass es viele Nichtwissenschaftler gibt, die sich für verschiedenste hier relevante Thematiken interessieren und darüber mehr erfahren wollen, ohne ein Studium in der jeweiligen Fachrichtung absolviert zu haben.
Für mich persönlich ist es sozusagen eine Königsdisziplin, wenn Wissenschaftler Nichtwissenschaftlern Fachwissen auf allgemeinverständliche Weise näher bringen. Ich halte das sogar für eine wissenschaftliche Pflicht, da sich nach meinem Empfinden sonst (verallgemeinert) Aberglauben immer mehr durchzusetzen scheint. Mir fehlt(e) schon in der Schule die Erziehung das erworbene Wissen auch kritisch zur Anwendung zu bringen. Während manchen dies (aus welchen Gründen auch immer) gelingt, scheint mir Kritikfähigkeit (inkl. nachvollziehbarer Begründung, inkl. Selbstkritik) allgemein eher gering ausgeprägt zu sein.
Ich weiß, das war jetzt ein sehr weiter und gewagter Spannungsbogen meines Kommentars hier. Anscheinend musste ich mir das mal von der "Seele" schreiben.