Blog durchsuchen
Profil
Ludmila Carone ist Planetologin an der Universität zu Köln in der Abteilung Planetenforschung des Rheinischen Instituts für Umweltforschung.
Letzte Einträge
- In eigener Sache: Erst mal Blogpause16 Kommentare· 19.02.11
- 9 Million Bicycles - jetzt wissenschaftlich korrekt14 Kommentare· 28.01.11
- Das Projekt aus der Hölle12 Kommentare· 24.01.11
- Kepler-10b und CoRoT-7b: (vielleicht) eine Klasse für sich33 Kommentare· 14.01.11
- Kölner Schneemenschen6 Kommentare· 11.01.11
Kommentare
- Sim · 05.02.12 · 12:25 Uhr Was war vor dem Universum?
- JTPG · 19.01.12 · 23:47 Uhr In eigener Sache: Erst mal Blogpause
- Rainer · 16.12.11 · 21:21 Uhr Pink ist doof
- xxx · 07.12.11 · 12:13 Uhr Quallen-Porno
- xxx · 05.12.11 · 18:13 Uhr Desaster-Porno!
Blogroll
Deutsche Wissenschaftsblogs- Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
- Wissenswerkstatt
- Evil under the Sun
- Begrenzte Wissenschaft
- Klimakrise
- Kosmologs
- ScienceBlogs.de
- ScienceBlogs.com
- Holiday Junction
- Chemiestudent Online
- Esowatchblog
- Bad Astronomy Blog
- Bad Science
- Built on Facts
- Planetary Society Weblog
- Real climate
- Cosmic Variance
- Pharyngula
- Overcoming Bias
- Modern Mechanix
- Backreaction
- Denialism Blog
- Built on Facts
- Not exactly rocket science
- Cosmos 4 U
- Cocktail Party Physics
- Cognitive Daily
- Female Science Professor
- Not Exactly Rocket Science
- On Becoming a Domestic and Laboratory Goddess
- Sciencebased medicine
Kategorien
Archiv
- Februar 2011
- Januar 2011
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
24.07.08 · 16:19 Uhr
Wissenschaftskommunikation: Vertikal-horizontal
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 2
In den letzten beiden Beträgen habe ich zunächst versucht darzulegen, wie der Wissenschaftler an sich derzeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und anschließend genau dieses Bild zur Disposition gestellt.
Gerade die wissenschaftliche Blogosphäre erscheint mir da sehr aufschlussreich und hier insbesondere die beiden großen Wissenschaftsportale: Scilogs und Scienceblogs.
Bei den Scilogs beschleicht mich in vielen Fällen der Eindruck, dass das Medium Blog als virtueller Hörsaal verwendet wird und das steht für eine Form des Dialoges, den ich in meinem ersten Beitrag erläutert habe. Nennen wir das mal "vertikale Wissenschaftskommunikation". Hier stellt sich der Wissenschaftler als Autorität auf einer Art Podest der Öffentlichkeit.
Bei den Scienceblogs wiederum herrscht meiner Meinung nach gerade eine etwas andere und für den deutschen Raum gänzlich neue Form der Kommunikation vor: Nennen wir das mal "horizontale Wissenschaftskommunikation". Ich sehe darin eine Art wissenschaftliches Gespräch auf Augenhöhe mit den Lesern. Ich finde Björn Krögers Bild vom Dialog am Cafetisch dazu sehr schön und passend. Auch weil ich einen guten Kaffee und gute Cafes sehr schätze. Tatsächlich macht das Internet und hier insbesondere die wissenschaftlichen Blogs diese Art der Kommunikation erst möglich. Wir stellen hier sozusagen unsere Cafetische auf und jeder Mensch mit Internetzugang hat prinzipiell die Möglichkeit sich dazu zu setzen und sogar seinen Senf abzugeben.
Und ja, ich denke, es ist eine Generationenfrage. Nicht von ungefähr bloggen bei den Scilogs "gestandene Wissenschaftler" während bei den Scienceblogs eher die "jungen Wilden" den Ton angeben.
Weil wir, die "jungen Wilden", nämlich glauben, dass es mal an der Zeit ist, was Neues zu probieren. Weil wir nämlich sehen, dass in der Öffentlichkeit einiges schief läuft. Das Denksystem "Wissenschaft" verliert mehr und mehr an Bedeutung, obschon wir unseren Lebensstandard in weiten Teilen darauf zurückführen können und wir sehen die Nachwuchsprobleme in unseren Fachbereichen, die unter anderem davon herrühren, dass der Beruf "Wissenschaftler" inzwischen sehr unattraktiv zu sein scheint. Kein Wunder, wenn der in Medien und Popkultur als autistisches, schrulliges Wunderkind oder aber als Autorität und weiser alter Mann dargestellt wird. Gerade für Frauen kann so etwas nur abschreckend wirken. Wenn man nicht gerade in seinem näheren Umfeld Beispiele hat, die einem zeigen, dass diese Bilder Zerrbilder sind. Nicht von ungefähr finden sich unter den weiblichen Physikstudentinnen überdurchschnittlich viele Töchter bzw. Schwestern von Physikern und Ingenieuren. Mir fällt spontan keine einzige Kommilitonin ein, die nicht in dieser Hinsicht familiär vorbelastet gewesen ist.
Vor allem ältere Wissenschaftler und das ältere Publikum werden das vermutlich anders sehen und sich ganz und gar nicht mit der horizontalen Kommunikation anfreunden können und die vertikale Form bevorzugen. Auch weil es dazu nötig ist, eine gewisse persönliche Note mit einzubringen. Aber ich sehe in der wissenschaftlichen Plauderei auf Augenhöhe langfristig gesehen das größere Potential.
Autor: Ludmila Carone· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr binAstrodicticum Simplex· 01.02.2012
Top5
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- The Festival Recognizes Our First "Featured Fan"!The Festival will be here in April and we thought ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 11.02.2012 · 14:22 Uhr
- Great Plains Emerging Diseases ConferenceI ...Aetiology· 10.02.2012 · 14:25 Uhr
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr


Kommentare (2)
Interessant, Deine Gedanken zu dieser Thematik zu lesen. Und mit Deiner Feststellung, daß wissenschaftliche Blogs eine neue Variante der Wissenschaftskommunikation darstellen, stimme ich ja sowieso zu 100% überein.
Ja, genau darum geht es. Um den Dialog, um Kommunikation im Wortsinn, also nicht die Monologe, die einen kompetenen Sprecher und viele, passive Rezipienten voraussetzen.
In einem Punkt muß ich Dir allerdings aus meiner Sicht etwas widersprechen - denn auch die SciLogs sind nicht durch eine "vertikale" Kommunikationsstruktur geprägt. Ich selbst spreche ja sonst von einer "Demokratisierung von Wissenschaftskommunikation" und einem Ende der "Asymmetrie" bzgl. der Rollen von Sprechern und Zuhörern. Und diese Asymmetrie wird durch das Blogformat aufgelöst - das trifft auch für die Scilogs zu, auch wenn (hier hast Du recht) es drüben weniger wild zugeht.
Bei den SciLogs findet eher die Kammermusik statt. Durchaus hörens- bzw. lesenswert. Hier bei den ScienceBlogs ist dann eben eher der Ort für den Rock'n'Roll.
Yeah, let´s rock!
@Ludmilla
Viele der "ehrwürdigen" Generation haben aber oft noch nicht einmal eine vertikale Kommunikation sondern eher einen punktuellen Monolog