Blog durchsuchen
Profil
Michael Pusler ist Markt- und Medienforscher in leitender Funktion. Er beschäftigt sich primär mit grundlegenden Fragen zum Mediennutzungs- und Verbraucherverhalten sowie zur Markenführung von Medienmarken. Zunehmend spielen dabei auch neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften sowie der Sozialforschung eine wichtige Rolle.
Letzte Einträge
- „Media - Währungsunion" - Forschungskorporationen für Märkte1 Kommentar· 28.07.11
- Medienkonvergenz und Crossmedia - vergleichen, was nicht vergleichbar ist?3 Kommentare· 03.05.11
- Trend Research - Forschung für die Zukunft1 Kommentar· 09.04.11
- Umfragen: weniger Empirie = mehr Datenmodellierung3 Kommentare· 01.02.11
- Debattenkultur ohne Debattenvolk(?)6 Kommentare· 17.01.11
Kommentare
- Andreas · 01.08.11 · 13:51 Uhr „Media - Währungsunion" - Forschungskorporationen für Märkte
- mike · 04.05.11 · 15:44 Uhr Medienkonvergenz und Crossmedia - vergleichen, was nicht vergleichbar ist?
- BreitSide · 09.04.11 · 23:19 Uhr Trend Research - Forschung für die Zukunft
- Mike · 16.03.11 · 11:17 Uhr Markt- und Sozialforschung wirbt in eigener Sache
- YeRainbow · 02.02.11 · 16:09 Uhr Umfragen: weniger Empirie = mehr Datenmodellierung
Kategorien
Archiv
- Juli 2011
- Mai 2011
- April 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
04.07.08 · 20:18 Uhr
Medien spiegeln den sozialen Wandel
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·ScienceBlogs Kategorien
Nicht zuletzt aufgrund fundamentaler technologischer und funktionaler Veränderun-gen im Medienbereich besitzt das klassische Modell der Massenkommunikation - Medien beeinflussen Massen und nicht umgekehrt - schon lange keine Gültigkeit mehr.
Das Schlagwort von der „Mediengesellschaft" wird häufig bemüht, beschränkt sich aber dennoch zumeist auf den wachsenden Einfluss der Massenmedien im Lebensalltag der Menschen. Dabei spielt die zwischenmenschliche Kommunikation („word of mouth") in der Mediengesellschaft (insbesondere die Thematisierung der Medieninhalte im Alltagsgespräch) bereits heute eine wichtige, in ihrer Bedeutung weiter zunehmende Rolle. Menschen tauschen sich über Gesehenes und Gelesenes aus, „inszenieren" sich neuerdings selbst (angefangen bei big brother bis hin zu den aktuellen Rate- und Casting-Shows in TV oder blogging-sites im Internet). Welche „Agenda" im Konzert der Medienangebote erfolgreich ist, welche Themen dominieren, darüber entscheiden auch, aber nicht alleine Quoten und Auflagen.
Themenkompetenz dominiert im Kampf um die Aufmerksamkeit allerdings gegenüber purer Vielfalt; Medien können nur dann glaubwürdig eine Agenda besetzen, wenn sie für den Leser/Seher/Hörer auch "für diese stehen", von ihm entsprechend wahrgenommen und akzeptiert werden. Diesen „Mehrwert" zu schaffen, eben nicht nur zu informieren oder zu unterhalten, macht den markenbildenden Charakter von Medienangeboten aus.
Wie kann man aber diesen Mehrwert einer (Medien-)Marke erkennen? Da sich der Markenwert nicht per se - wie oben angeführt - sondern vielmehr als Mehrwert zu den funktionalen oder emotionalen Leistungen eines Medienangebots ergibt, kann er sich nur `in den Köpfen` der Mediennutzer wiederfinden. Folglich müssen diese - mit ihren Nutzungsmotiven für die Medienwahl - berücksichtigt werden. Doch für die Markenbindung reicht dies allein nicht aus: Neben Nutzungsmotiven ist die Relevanz z. B. eines Zeitschriftentitels für die Identifikation und Beschreibung der relevanten Bedürfnisse sowie das Zufriedenstellen dieser Nutzungsbedürfnisse von entscheidender Bedeutung. Es gilt die Frage zu beantworten, warum bspw. jener Zeitschriftentitel genutzt, ein anderer aber vom Konsumenten abgelehnt wird. Dies lässt sich ebenso für andere Mediengruppen (TV, Online etc.) ausmachen.
Erklärungen hierzu finden wir im Gratifikationsansatz (Uses and gratfications-approach), der ursprünglich aus der Fensehforschung kommend bereits Mitte des letzten Jahrhunderts Eingang in die Medienforschung gefunden hat, dort aber leider immer noch nicht fester Bestandteil von Forschungsaktivitäten rund um Mediaentscheidungen ist.
Der Uses and Gratifications-Ansatz
Neben der redaktionellen Schwerpunktsetzung, die das ´Wesen´ einer Publikumszeitschrift oder allgemein eines Medienangebots ausmacht ist wesentlich, warum sich ein Käufer z. B. für einen Titel entscheidet, aus welchen Gründen der Leser einen Titel (regelmäßig) nutzt, und wie der Leser mit einzelnen Beiträgen bzw. mit Werbung umgeht. Voraussetzung hierfür sind bewusste psychologische Erwartungen, die Rezipienten in Bezug auf die Nutzung einzelner Medienangebote haben. In diesem Zusammenhang relevant ist auch, inwiefern solche Erwartungen nach einer Nutzung erfüllt oder enttäuscht werden.
Dabei kommt es darauf an, diejenigen Indikatoren zu identifizieren, die trennscharfe und differenzierende Beschreibungen liefern. Der Uses and Gratifications-Ansatz und die Weiterentwicklungen dieses Ansatzes bieten hierzu ein theoretisches Fundament, diese Indikatoren zu entwickeln http://www.marketingclubberlin.de/pdf-mcb/usp/usp-download/USP_08-1.pdf (S.14f.).
Autor: Michael Pusler· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Aufmerksamkeit· Gratifikationsansatz· Massenkommunikation· Mediengesellschaft· Medienmarke· Mediennutzer· Mediennutzung· Relevanz von Medien· Selbstinszenierung
Kommentar schreiben
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Risikowahrnehmung: Wenn man vor den falschen Dingen Angst hatAstrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Dr. h.c. im Sonderangebot für 39 Euro[sic]· 14.05.2012
- Pi auf dem Einrad!Astrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Die Erde dreht sich nicht um die Sonne...Astrodicticum Simplex· 12.05.2012
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Klimaschmock des Monats Mai 2012Primaklima· 20.05.2012
- Die kalte Sonne von Vahrenholt/Lüning: Le Trend, c'est moi!Primaklima· 16.05.2012
- Risikowahrnehmung: Wenn man vor den falschen Dingen Angst hatAstrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Der NRW Wahlkampf - eine Analyse mit Noten.Primaklima· 14.05.2012
ScienceBlogs.com
- Doubt and other products: The National Toxicology Program's Report on Carcinogens, bad for whose business?by Elizabeth Grossman As it pursues its anti-regulatory agenda the ...The Pump Handle· 22.05.2012 · 16:39 Uhr
- Weekend Recap: My Annular Eclipse Expedition!A little more persistence a little more effort and what ...Starts With A Bang· 22.05.2012 · 00:11 Uhr
- Water, waterThis image has been going around the intertubes recently I ...A Few Things Ill Considered· 21.05.2012 · 22:59 Uhr
- To be or not to be? The Prevention and Public Health Fundby Kim Krisberg We will pay for this by taking ...The Pump Handle· 21.05.2012 · 15:19 Uhr
- An important revelation regarding Heartland Gate (global warming denialism)Peter Gleick has been cleared of faking a key memo ...Greg Laden's Blog· 21.05.2012 · 12:52 Uhr
