Neues in der Kategorie Politik

07. September 2010

Bürgerkonferenz "Energienutzung der Zukunft": Jetzt am 21. Tisch mitdiskutieren!

Kategorie: Politik

Welche Energieressourcen stehen uns in 20 oder 50 Jahren zur Verfügung? Welche Kriterien muss eine ökologisch und sozial verträgliche Energienutzung in der Zukunft erfüllen? Welche Technologien sind vielversprechend, welche wirtschaftlich sinnvoll, welche zu riskant? Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema "Energie" beschäftigt sich eine Bürgerkonferenz am 25. und 26. September in Berlin. Und für den sog. 21. Tisch sind noch einige Plätze frei!

200 Teilnehmer diskutieren über die Energienutzung von morgen und erarbeiten ein Empfehlungspapier.

Auch in diesem Herbst - soviel ist sicher - wird wieder über die Energienutzung von morgen und übermorgen diskutiert werden. Gerade schlägt der Streit um den Atomkompromiss der Bundesregierung hohe Wellen. In ein paar Wochen wird dann vielleicht wieder stärker über die ökologischen Aspekte einzelner Energieformen debattiert.

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Autor: Marc Scheloske· 07.09.10 · 16:00 Uhr· 0 Kommentare

03. Dezember 2009

Zukunftspreis für Anti-Thrombose-Tablette mit Wirkstoff Rivaroxaban

Kategorie: Medizin·Politik

In Europa sterben jährlich etwa doppelt so viele Menschen an einer Thrombose wie an Prostatakrebs, Brustkrebs, AIDS und Verkehrsunfällen zusammen. Doch die gängigen Medikamente zur Thrombose-Prophylaxe haben allerhand Nachteile - der neu entwickelte Wirkstoff Rivaroxaban ist hier eine echte Innovation; dessen Entwicklung wurde gestern durch die Verleihung des Zukunftspreises des Bundespräsidenten ausgezeichnet.

Rund zehn Jahre lang hat ein großes Team um die Mediziner Dagmar Kubitza und Frank Misselwitz, sowie die Biologin Elisabeth Perzborn an dem neuen Wirkstoff geforscht. Am 30.9.2008 wurde Rivaroxaban (Markenname Xarelto) erstmalig von der Europäischen Kommission zugelassen: nach großen chirurgischen Eingriffen (Hüftgelenksoperationen u.ä.) wird der Wirkstoff bereits eingesetzt. Die Besonderheit an dem neuen Medikament ist die Verfügbarkeit in Tablettenform. Die Heparinspritze ist nicht mehr notwendig.

Für diese Entwicklung wurden die drei Bayer-Wissenschaftler nun mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten belohnt; die 250.000 Euro Preisgeld werden die Dagmar Kubitza, Frank Misselwitz und Elisabeth Perzborn übrigens in eine gemeinnützige Stiftung überführen, so haben sie bereits im Vorfeld angekündigt.

Hier die drei ausgezeichneten Forscher:

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(v.l.n.r) Dr. med. Dagmar Kubitza, Dr. med. Frank Misselwitz, Dr. rer. nat. Elisabeth Perzborn (Bild: Ansgar Pudenz/Dt. Zukunftspreis)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 03.12.09 · 13:15 Uhr· 0 Kommentare

26. Oktober 2009

Medizinische Trends des 21. Jahrhunderts: Start des "Life Science Dialogue Heidelberg"

Kategorie: Medizin·Politik

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus? Wie organisiert eine immer älter werdende Gesellschaft ihr Gesundheitssystem? Wie kann es gelingen eine hochtechnologisierte und individualisierte Medizin bezahlbar zu machen? Und wie gehen wir damit um, wenn uns künftig ein simpler Gencheck das Wissen über Krankheitsdispositionen liefert? Das sind nur einige der Fragen, denen sich der "Life Science Dialogue Heidelberg" widmet. Am vergangenen Donnerstag gab es den feierlichen Startschuß für diese Gesprächsplattform.

Stephan_Sigrist.jpgZweimal pro Jahr sollen künftig rund 20 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenkommen, um sich in informellen Kamingesprächen über Trends und Herausforderungen im Gebiet der Lebenswissenschaften auszutauschen. Interdisziplinarität ist einer der Leitgedanken der Veranstaltungsreihe. Mit Schubladendenken kommt man eben schlicht nicht weiter; das betonte auch Dr. Arend Oetker in seinem kurzen Grußwort, als er feststellte:

"Wir brauchen die Kooperation über Disziplingrenzen hinweg. Der Austausch ist kein Wert an sich, sondern ergibt sich zwingend aus den Problemen, die nicht mehr mit Schubladendenken beantwortbar sind."

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Autor: Marc Scheloske· 26.10.09 · 08:45 Uhr· 0 Kommentare

20. Januar 2009

Wahlkampf und Politik 2.0: DLD-Studie zeigt Potential des Online-Wahlkampfs

Kategorie: Politik

Es muß lange her sein, daß Gerhard Schröder Kanzler war. "Zum Regieren brauche ich nur BILD, BamS und Glotze", gab der Basta-Kanzler zu Protokoll und erscheint damit heute wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit. Innerhalb weniger Jahre hat sich der Schlüssel zum politischen Erfolg digitalisiert. Heute wäre für Schröder mit seiner damaligen Haltung kaum mehr als eine Karriere in der niedersächsischen Provinzpolitik denkbar.

Die Möglichkeiten der politischen Kommunikation und Mobilisierung von Wählern im und durch das Internet sind riesengroß - das belegt auch die aktuelle Internet-Politics-Studie, die nun im Vorfeld des DLD veröffentlicht wurde.
White_House.jpg
Barack Obama, der charismatische Menschenfischer, hat es vorgemacht: er hat den Wahlkampf geradezu mustergültig auf das Internet ausgeweitet. Zur Motivation seiner Anhänger und Wahlhelfer, zur Akquise von Spenden und zur Popularisierung seiner Botschaften nutzte Barack Obama ein ganzes Arsenal an Online-Tools. Egal ob Facebook, Twitter, Flickr, YouTube oder MySpace - Barack Obamas Team setzte von Beginn auf Online-Informationskanäle. Am Ende hatte Obama etwa bei Facebook rund 3,8 Millionen Unterstützer - John McCain sah auch hier mit seinen gerade einmal 600.000 Fans alt aus.

Dort hingehen, wo die Wähler sind

Es wäre vermessen, wenn man für den erfolgreichen Wahlkampf von Barack Obama allein die (richtige!) Nutzung des Internets verantwortlich machte. Noch werden Wahlkämpfe nicht allein im Netz gewonnen, aber man kann hier entscheidenden Boden und Sympathien verlieren. Das Internet spielt - sowohl wenn es um die Diskurshoheit im politischen Gefecht, als auch den kleinteiligen Dialog mit den einzelnen Wählern geht - eine immer größere Rolle.

Zu diesem Ergebnis kommt auch die DLD-Studie, die auf Initiative von Dr. Marcel Reichart erstellt wurde. Der zurückliegende US-Wahlkampf wurde analysiert und das Potential des Online-Wahlkampf für Deutschland ausgelotet. Das Autorenteam um Marcel Reichart kommt für die Bundestagswahl zum Schluß:

Wer die Wahl 2009 gewinnen will, muss cybergen sein und sich in die Herzen der Wähler surfen, bloggen, SMSen und twittern.

Eine These, die jüngst durch die Landstagswahl in Hessen durchaus Bestätigung fand. Die überzeugende Internetkampagne von SPD-Kandidat Thorsten Schäfer-Gümbel bewahrte die SPD vor einem noch schmerzhafteren Absturz. Und Schäfer-Gümbel - der sich als "TSG" in kürzester Frist viele Sympathien erarbeitet - setzte explizit auf seine Internetkampagne. Und er illustrierte damit, daß auch in Deutschland der Dialog mit den Wahlbürgern über Twitter, Blogs und Social Networks gelingen kann.

Der politische Dialog wird online geführt

Es sind also im wesentlichen zwei Aspekte, die eine Trendwende für die politische Kommunikation markieren. Erstens ist das Internet inzwischen zum wichtigsten Informationsmedium avanciert. Und zweitens hat sich die Erwartungshaltung der Bürgerinnen an die Politiker in den letzten Jahren deutlich verändert: heute ist tatsächliche Dialogfähigkeit gefragt. Und wo sollte die anders stattfinden, als im Social Web?

Es wird also spannend, wie sich die Internet-Aktivitäten der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl weiter entwickeln. Klar ist, daß sich die Wahlkämpfer kaum erlauben können, die Möglichkeiten des Internet nicht zu nutzen.

Weitere Details und eine Analyse der Online-Aktivitäten der deutschen Parteien finden sich in der DLD-Studie (Download als PDF), oder hier:

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Autor: Marc Scheloske· 20.01.09 · 23:35 Uhr· 0 Kommentare

13. Oktober 2008

Wirtschaftsnobelpreis 2008 an Paul Krugman

Kategorie: Politik

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreisträger. Am heutigen Montag wurde der Nobelpreisreigen des Jahres 2008 beendet: in Stockholm wurde vor wenigen Minuten bekannt, daß Paul Krugman mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wird.

Mit Paul Krugman wird ein Wirtschaftswissenschaftler geehrt, der sich wie kaum ein anderer in öffentliche Debatten einmischt und auch vor provokanten Thesen nicht zurückschreckt. Der 55jährige Ökonom und erfolgreiche Sachbuchautor gilt als Begründer der "Neuen Ökonomischen Geographie". Er ist als regelmäßiger Kolumnist der New York Times seit vielen Jahren auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Paul_Krugman02.jpgPaul Krugman, der bereits kurz nach seiner Promotion im Beraterstab von Ronald Reagan tätig war und später auch Bill Clinton in Wirtschaftsfragen beriet, ist nach Stationen am MIT und Stanford heute Professor in Princeton. Gleichzeitig hat sich Krugman einen Namen als einer der profiliertesten Wirtschaftsblogger gemacht.

In seinem NYT-Weblog hatte er zuletzt im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Finanzkrise heftige Kritik an der US-Regierung und Notenbankpolitik geübt. Das hilflose Krisenmanagement der Bush-Administration veranlasste ihn zur Aussage, die USA seien "zu einer Bananenrepublik verkommen."

Wirtschaftsnobelpreis an einen Kritiker der Bush-Regierung

Paul Krugman wird nun mit dem Wirtschaftsnobelpreis für seine "Analysen der Handelsmuster und Räume wirtschaftlicher Aktivität" gewürdigt. Die Entscheidung des Stockholmer Komitees, ausgerechnet in der derzeitigen Phase Paul Krugman zu ehren, ist durchaus pikant. Denn Krugman hatte als einer der ersten vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems gewarnt.

Schon vor 3 Jahren hatte er darauf hingewiesen, daß sich die Immobilienspekulanten auf sehr dünnes Eis begeben würden und die Immobilienkäufe teilweise mit fragwürdigen "chinesischen Krediten finanziert" seien. Aber - so Krugmans Kritik - solange die Gier als Motivation handlungsleitend sei, dürfe man sich über die Irrationalität der Finanzwelt nicht wundern.

Zuletzt hatte Krugman nicht ausgeschlossen, daß die aktuelle schwere Krise sich zu einer gesamtwirtschaftlichen Depression entwickeln könne.

Wirtschaftsnobelpreis seit 1969

Der Wirtschaftsnobelpreis ist der einzige der Nobelpreise, der nicht von Alfred Nobel persönlich gestiftet wurde. Die Preisvergabe für eine herausragende Leistung im Gebiet der Wirtschaftswissenschaften wird erst seit dem Jahr 1969 vergeben - damals hatte sich die Schwedische Reichsbank anläßlich ihres 300jährigen Bestehens zu dieser Preisvergabe entschlossen.

Offiziell lautet der Titel der landläufig als Wirtschaftsnobelpreis bezeichneten Ehrung deshalb auch "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel". Das Nominierungsverfahren, die Kriterien der Preisvergabe und das Preisgeld entsprechen aber demjenigen der anderen "echten" Nobelpreise. Auch die Preisverleihung findet am 10. Dezember, am Todestag Alfred Nobels, in Stockholm gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen statt.



Autor: Marc Scheloske· 13.10.08 · 13:06 Uhr· 0 Kommentare

10. Oktober 2008

Friedensnobelpreis 2008 an Martti Ahtisaari - Krisenmanager und Diplomat

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 3

Es gibt wohl keinen anderen Preis, der eine so hohe Symbolkraft hat wie der Friedensnobelpreis. Nach dem Willen des Stiftungsgründers Alfred Nobel soll der Preis derjenigen Person oder Institution verliehen werden, die sich um die Menschenrechte, die Völkerverständigung oder den Frieden auf Welt am meisten verdient gemacht hat. Wie soeben in Oslo bekanntgegeben wurde, geht der Friedensnobelpreis 2008 an den finnischen Diplomaten Martti Ahtisaari

Martti_Ahtisaari.jpgMartti Ahtisaari hatte bereits in den 80er Jahren als Krisenmanager im Dienste der UNO gewirkt, damals in Namibia. Für diesen Einsatz war er bereits im Vorjahr einer der Nominierten für den Friedensnobelpreis.

Als größter Erfolg in Ahtisaaris Laufbahn gilt die Beendigung des Bürgerkriegs in der indonesischen Unruheprovinz Aceh, dort vermittelte der Finne im Jahr 2005 mit großem Geschick zwischen der Regierung und der Separatistenbewegung "Freies Aceh".

Nachdem er sich die letzten beiden Jahre mit ganzer Kraft für die serbische Provinz Kosovo eingesetzt hatte, die unter UNO-Verwaltung steht, wird Martti Ahtisaari also dieses Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, für den er schon mehrmals heiß gehandelt wurde. Der sozialdemokratische Politiker, der zwischen 1994 und 2000 das finnische Präsidentenamt bekleidete, wird für seine "wichtigen Bemühungen ausgezeichnet, auf verschiedenen Kontinenten über drei Jahrzehnte hinweg, internationale Konflikte zu lösen."

Nobelpreisschicksal: Die Favoriten gehen leer aus

Damit sind die Favoriten, die im Vorfeld gehandelt wurden, wieder nicht zum Zug gekommen. Insider hatten gemunkelt, daß die chinesischen Dissidenten Gao Zhisheng und Hu Jia gute Chancen haben sollten. Und insofern war die gestrige Aussage eines chinesischen Regierungssprechers, daß es sich bei Hu Jia um einen "Kriminellen" handele, mit großer Irritation aufgenommen worden.

Außerdem galten der vietnamesische Mönch Thich Quang Do und die tschetschenische Anwältin Lidia Jussupowa als heiße Anwärter auf den Friedensnobelpreis.

Hintergründe zum Friedensnobelpreis

Die Auswahl der Preisträger trifft, anders als bei den fünf weiteren Nobelpreisen, das Norwegische Nobelkomitee. Deshalb wird der Preis auch im Rathaus von Oslo verliehen - diese Besonderheit erklärt sich übrigens ganz einfach: vor 100 Jahren waren Norwegen und Schweden vereinigt und die ganzen außenpolitischen Regierungsgeschäfte wurden in Stockholm getätigt. Nobel glaubte deshalb, daß das norwegische Parlament (das lediglich innenpolitische Kompetenzen hatte) unabhängiger und weniger von äußeren Einflüssen beeinträchtigt sei.

In den letzten Jahren hatte sich das fünfköpfige Komitee, dessen Mitglieder vom norwegischen Parlament, dem Storting, ernannt werden, mit seinen Entscheidungen klar gesellschaftlich- politisch positioniert. 2007 wurden der frühere US-Vizepräsident Al Gore und der UN-Klimarat ausgezeichnet - sie erhielten den Preis für ihr Engagement vor den globalen Gefahren des Klimawandels zu warnen.

2006 war der Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus aus Bangladesh und die von ihm gegründete Grameen Bank ausgezeichnet worden. Dies war als Signal für alternative Wirtschafts- und Finanzstrukturen verstanden worden.

Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet einer Million Euro (zehn Millionen Kronen) dotiert. Er wird traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht. Letzter deutscher Preisträger war 1971 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt.



Autor: Marc Scheloske· 10.10.08 · 11:04 Uhr· 3 Kommentare

15. September 2008

Neues Blog für SB: WissenschaftlerInnen aufgepasst!

Kategorie: Politik

wissenschaftlerin200.jpgHeute mal ein Hinweis in eigener Sache: Auf scienceblogs.de/for-women-in-science/ beginnt heute ein neuer Blog, der sich mit der Situation von Forscherinnen in Deutschland befasst. Besondere Beachtung finden dabei die Belastungen von Müttern in der Wissenschaft.

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Autor: Jessica Riccò· 15.09.08 · 18:02 Uhr· 0 Kommentare

20. August 2008

Wissenschaft auf dem Prüfstand: Die Anti-Doping-Agentur für die Forscher

Kategorie: Politik

Gleich könnte er Gold holen, Gold bei Olympia. Dass der Marathonläufer vorher noch etwas Sibutramin zu sich nimmt, das wird schon niemand merken. Wenn jetzt nur niemand von der WADA mehr spontan zur Dopingkontrolle kurz vor dem Wettkampf reinschaut, hoffentlich, hoffentlich...

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Autor: Jessica Riccò· 20.08.08 · 11:55 Uhr· 0 Kommentare

18. August 2008

Bello è impossibile - Olympia schafft schlechte PR

Kategorie: Politik·Themenwoche

Ein Nachtrag zu meinem Artikel von letztem Mittwoch: Offenbar kann die Olympiade per se das Ansehen des Gastgeberländer nachhaltig schädigen. Das zumindest besagt eine Studie der Wirtschaftshochschule Handelshøyskolen in Oslo.

Für die Studie wurden insgesamt 430 Studenten in zwei Gruppen zu ihren Einschätzungen zu England und Italien befragt - eine vor, eine im Anschluss an die Olympischen Winterspiele. Die Olympiade wurde in der Umfrage nicht erwähnt. Jedoch wurden die Studenten gebeten, ihr generelles Interesse an Sport mitzuteilen. Dadurch sollte eingeschätzt werden können, welche Teilnehmer die Olympischen Spiele aktiv mitverfolgen und welche nicht.

rom270.jpgWährend die Meinungen zu England sich im Laufe der Zeit änderten, ließ sich bei den sportbegeisterten Befragten ein rasanter Abstieg ihrer Italien-Liebe beobachten: Nach den Winterspielen waren sie weniger bereit, italienische Produkte zu kaufen, in Italien Urlaub zu machen und schätzten auch Italiener als generell unsympathische, schlechte Organisatoren ein.

"Der Wandel könnte auch am schlechten Abschneiden des norwegischen Teams liegen," schätzt der Marketingprofessor und Leiter der Studie Geir Gripsrud ein.

Armes China, das vor der Olympiade ja auch nicht die Reputation eines Urlaubslandes Nr 1 hatte... denn wie der Kölner Stadt-Anzeiger nun berichtet, leidet die Börse in Shanghai bereits am "Olympia-Fluch": Der Shanghai Composite Index steht dort so tief wie seit 19 Monaten nicht mehr. Das sei oft während der Olympischen Spiele der Fall, erklärt Philip Wyatt, Analyst für die Schweizer Großbank UBS in Hongkong.


Autor: Jessica Riccò· 18.08.08 · 09:19 Uhr· 0 Kommentare

13. August 2008

Peking, 1936: Eine Olympiade und ihre Metaphern

Kategorie: Politik·Themenwoche

War das heutige China eigentlich schon vor den Olympischen Spielen gleichbedeutend mit dem Dritten Reich? Ich hatte es als - sicher menschenrechtsverletzenden und totalitären - eigenständigen Staat in Erinnerung. Aber jetzt, da die Welt genauer nach Peking schaut, sprudeln die Metaphern in Massen durch die Medien.

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Autor: Jessica Riccò· 13.08.08 · 20:05 Uhr· 0 Kommentare

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