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Neues in der Kategorie Kultur
02. Februar 2010
FameLab Austria 2010: Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht
Kategorie: Kultur
Es gibt ein Geheimnis guter Wissenschaftskommunikation: Begeisterung. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, die zum Erfolg von Wissenschaftskommunikation beitragen, aber wenn ein Wissenschaftler von seiner eigenen Arbeit begeistert ist, dann ist das schon die halbe Miete. Wissenschaftsblogs sind dafür sicherlich ein wunderbares Beispiel. Wer mit viel Spaß und Lust kommuniziert, der schafft es vermutlich auch, dass der Funke überspringt und die Leser sich von der Begeisterung anstecken lassen.
Hinter dem internationalen Wettbewerb FameLab steckt genau dieselbe Idee: es werden junge wissenschaftliche Kommunikations-talente gesucht, die in kurzen Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen. Allerdings eben nicht bloggend, sondern live auf der Bühne.
FameLab: In 15 Ländern werden Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht
Seit 2005 gibt es FameLab bereits. Und der Wettbewerb, dessen Konzept beim Cheltenham Science Festival entwickelt wurde und in Österreich von science2public durchgeführt wird, liegt voll im Trend: bei der Nerd Night in München gibt es zwar keine Jury, aber die Idee ist ganz ähnlich.
Autor: Marc Scheloske· 02.02.10 · 14:15 Uhr· 0 Kommentare
21. Dezember 2009
Termine: Jetzt Open-Access-Petition unterzeichnen und wissenschaftliche Blogposts für die Auslese nominieren
Kategorie: Kultur
Endspurt! Von Besinnlichkeit kann ja in der Adventszeit häufig kaum die Rede sein. Dafür sorgen jede Menge Termine und Fristen, die noch eingehalten werden müssen. Das ist in der Szene der Wissenschaftsblogs nicht anders.
Noch bis Heiligabend können (und sollen!) die besten wissenschaftlichen Blogartikel des Jahres ins Rennen um die "Auslese 2009" geschickt werden. Letztes Jahr wählte eine Jury aus 80 Vorschlägen die Best-Of des Jahres 2008. Und dieses Jahr geht der kleine Wettbewerb in die zweite Runde.

Deshalb liebe ScienceBlogs-Fans: stöbert doch noch ein wenig in Euren Lieblingsblogs und listet die zwei oder drei Artikel auf, die Euch am besten gefallen haben. Irgendwo zwischen Geschenkeverpacken, Lebkuchennascherei und Glühwein ist dafür doch sicher noch Zeit. Mehr Infos zur Auslese findet man hier.
Und, eine weitere Bitte: bis morgen (22.12.) kann man noch die Open-Access-Petition unterzeichnen, die von Lars Fischer initiiert wurde. Zuletzt war ein Interview mit Lars in der Zeit zu lesen, wo alle relevanten Punkte zur Sprache kommen. Im Moment sind etwas mehr als 23.000 Unterschriften zusammen. Aber da geht am letzten Tag doch noch was, oder?
Wir zählen auf Euch! :-)
Links:
- Auslese 2009 - Was waren die besten wissenschaftlichen Blogposts 2009?
- Open-Access-Petition an den Bundestag
Autor: Marc Scheloske· 21.12.09 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare
11. November 2009
Menschmaschinen in Informationshyperwelten
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 1
Das digitale Informationsschlaraffenland hat auch Schattenseiten. Nachrichtenportale, Blogs, Twitter - der moderne Informationsjunkie ist ohne diese parallelen Datenströme nicht mehr denkbar. Doch wie steht es um unsere (letztlich dann doch menschlichen) Ressourcen, mit diesem auf uns einstürzenden Informationsüberangebot umzugehen? Wie souverän sind wir noch? Wer sind die Herren im Universum des technologisch-induzierten Allwissens? FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sucht in einem neuen Buch nach Antworten auf diese Fragen.
Noch bevor Schirrmachers Buch im Regal steht, hat die Debatte rings um seine Überlegungen und Thesen begonnen. Ausgangspunkt ist Schirrmachers Beobachtung, dass wir mehr und mehr in quasi symbiotischer Einheit mit unseren digitalen Informationsagenten leben. Wir leben, handeln und denken ständig im Bezug auf Informationen und Impulse, die uns unsere Twitter-timeline, die Mailkorrespondenz oder der Newsticker vorgibt.
Auf der Debattenseite Edge.org liest sich das so:
We are apparently now in a situation where modern technology is changing the way people behave, people talk, people react, people think, and people remember. And you encounter this not only in a theoretical way, but when you meet people, when suddenly people start forgetting things, when suddenly people depend on their gadgets, and other stuff, to remember certain things. This is the beginning, its just an experience.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.11.09 · 11:30 Uhr· 1 Kommentar
22. Oktober 2009
Life Science Dialogue Heidelberg: Interdisziplinäre Kamingespräche
Kategorie: Kultur · Kommentare: 1
Die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können längst nicht mehr innerhalb der alten etablierten akademischen Disziplinen und Strukturen beantwortet werden. Die Nobelpreisverleihung - bei der fast jedes Jahr "gelernte" (Bio-)Chemiker die Medizinnobelpreise mitnehmen - ist nur ein Indiz dafür.
Wissenschaft muß ihre Disziplingrenzen überschreiten, sie muß neugierig sein auf die Konzepte und Methoden der Kollegen, nur so kann sie erfolgreich sein.
Solche Überlegungen stehen u.a. auch hinter dem "Life Science Dialogue Heidelberg" der heute abend im festlichen Rahmen des Heidelberger Schlosses beginnt. Für Idee und Organisation zu dieser neuen Veranstaltungsreihe zeichnen die Dr. Rainer Wild Stiftung und W.I.R.E verantwortlich. Das Ziel ist die Förderung des transdisziplinären Dialogs und des Austauschs zwischen Wissenschaft und Politik bzw. Industrie. Ein hehres Anliegen also.
Zum Start der "Kamingespräche zur Zukunft von Medizin, Gesundheit und Ernährung" stehen heute abend zwei interessante Vorträge auf dem Programm. Bei beiden geht es um neue, vielleicht unkonventionelle Ansätze, die die Medizin der Zukunft prägen könnten.
Autor: Marc Scheloske· 22.10.09 · 11:30 Uhr· 1 Kommentar
13. Oktober 2009
Sichtbare Wissenschaft: Preisverleihung des Wettbewerbs "Bilder der Forschung"
Kategorie: Kultur
Wissenschaft hat letztlich einen quasi-magischen Wesenskern. Schließlich macht sie Unsichtbares sichtbar. Wissenschaft liefert uns immer neue Einblicke in bislang unbekannte Bereiche. Sie eröffnet uns den Blick in winzigkleine Dimensionen (wenn sie etwa die Elektronenwolke im Atom porträtiert) und in die unvorstellbaren Weiten des Weltalls (wo sie gigantische kosmische Donuts ausfindig macht).
Solche Visualisierungen wissenschaftlicher Erkenntnis sind natürlich faszinierend. Kein Wunder, daß die Wissenschaftsphotographie viele Fans hat. Einige der besten Wissenschaftsphotos werden jedes Jahr innerhalb des Wettbewerbs "Bilder der Forschung" ausgezeichnet, der gemeinsam von FOCUS und dem vfa (Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde.
"Gute Wissenschaft beschäftigt sich mit demjenigen, was sie nicht sieht"
Gestern abend fand in München die feierliche Preisverleihung statt. Den unterhaltsamen Festvortrag steuerte Wigald Boning bei. Und Boning erklärte dem Publikum an einigen Beispielen, was die allermeisten Forscher sicher bestätigen können: jede gute Wissenschaft muß darauf achten, was man nicht sieht bzw. was man nicht erwartet hat. Und die große Kunst bei alldem sei (hier trennt sich dann vermutlich die Spreu vom Weizen), zu erkennen, daß man etwas wichtiges "Unsichtbares" nicht sehe - um dann umso genauer hinzusehen.
Autor: Marc Scheloske· 13.10.09 · 12:45 Uhr· 0 Kommentare
18. August 2009
Raumfahrt hautnah: Tickets für die "Lange Nacht der Sterne 2009" zu gewinnen
Kategorie: Kultur · Kommentare: 20
Im Mai war ScienceBlogger Florian Freistetter im europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt zu Gast und hat live den Start der ESA-Satelliten Herschel und Planck verfolgt. Florian war damals begeistert. Jetzt haben 20 ScienceBlogs-Fans ebenfalls die Gelegenheit das ESA-Gelände und die Kontrollzentren aus der Nähe zu erleben. ScienceBlogs verlost 2x10 Tickets für die „Lange Nacht der Sterne 2009" im ESOC und bei EUMETSAT.
Am 4. September öffnet das Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt seine Pforten. Ab 18 Uhr können die Besucher direkt vor Ort sehen, wo und wie die Satelliten der ESA gesteuert werden; etwa die Raumsonden, die unsere Nachbarplaneten Mars und Venus erforschen oder den Satelliten Rosetta auf der Jagd nach dem Kometen Churyumov-Gerasimenko und natürlich auch die im Mai gestarteten Super-Teleskope Herschel und Planck, über die bei ScienceBlogs schon so viel zu lesen war.
Die offiziell verfügbaren Tickets waren im Juni innerhalb weniger Tage vergriffen. Aber für ScienceBlogs-Leser gibt es jetzt die Chance einige der begehrten Eintrittskarten zu ergattern.*
Autor: Marc Scheloske· 18.08.09 · 22:00 Uhr· 20 Kommentare
26. Mai 2009
Famelab-Finale in Wien: Von Mikroorganismen, Rebläusen und der Bedeutung der Katalyse
Kategorie: Kultur
Gelegentlich kann man fast den Eindruck gewinnen, als sei Wissenschaft in Österreich höchstens ein Randthema. Und meist sind es negative Schlagzeilen - wie jüngst der angekündigte CERN-Ausstieg, der dann doch wieder revidiert wurde - die man aus Österreich vernimmt. Dabei gibt es natürlich ganz herausragende Forschung in Graz, Innsbruck oder Wien. Und auch in Sachen Wissenschaftskommunikation agiert man vorbildlich: wie Famelab, der Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler, wieder einmal bewiesen hat.
Nach verschiedenen Vorrunden stand vor einigen Wochen in Wien das diesjährige Finale auf dem Programm. Der Festsaal des Technischen Museums in Wien war der ideale Rahmen. Der britische Botschafter war genauso anwesend, wie Wissenschaftsminister Johannes Hahn.
Siegreicher Vortrag zur RNA-Interferenz
Am Ende konnte die junge Lucia Aronica die meisten Jurypunkte auf sich vereinen. In ihrer Präsentation "Die zwei Gesichter der RNA" erklärte sie die RNA-Interferenz, die einen natürlichen Mechanismus der Gen-Regulation in Pflanzen, Tieren und Menschen darstellt, mit dem "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Prinzip. Das heißt, neben den Genen bestimmen die Mikro-RNAs unsere individuellen Merkmale: bei Pflanzen unter anderem die Blütenbildung, bei Tieren die Fellfarbe und bei Menschen den Herzschlag, der uns am Leben erhält.
Autor: Marc Scheloske· 26.05.09 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare
25. Mai 2009
Bilder der Forschung: Wettbewerb für Wissenschaftsfotografie
Kategorie: Kultur
Wie vielfältig und faszinierend Wissenschaft ist, kann täglich hier bei ScienceBlogs erlebt werden. Doch wie sehen die Objekte aus, mit denen die Forscher hantieren? Wie funktionieren die Arbeitsplätze, wie die Apparate und wer sind die Wissenschaftler in ihren Labors und Forschungsarbeitsplätzen? Wieso soll man sich von der Wissenschaft nicht auch ein Bild machen dürfen?
Um dieses Thema im ureigenen Sinne - um die Bilder von der Wissenschaft - geht es im Wettbewerb "Bilder der Forschung". Seit dem Start im Jahr 2005 ist der Preis zu einem der größten deutschen Wettbewerbe für Wissenschaftsfotografie geworden.
Autor: Marc Scheloske· 25.05.09 · 15:15 Uhr· 0 Kommentare
15. Mai 2009
Museum Brandhorst - Die Schlacht von Lepanto in einem Münchner Museum
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
Zu bunt, zu laut, zu schrill - sagen manche. Modern, herausfordernd, aufregend sagen die meisten!
Wie ein buntes Knallbonbon erscheint das Museum Brandhorst neben der weißgrauen Pinakothek der Moderne in der Maxvorstadt. Der Kommentar der mir bis jetzt am häufigsten zu Ohren gekommen ist, ist sicherlich: „Weißt Du, am Anfang fand ich das Gebäude ganz schrecklich, aber jetzt..."
Und wahrscheinlich müssen sich die Leute wirklich erst einmal an diesen außergewöhnlichen Baustil „gewöhnen". Im Gegensatz zu den puristischen oder minimalistischen Bauten, die von der Allgemeinheit als ein Beleg für die Fortschrittlichkeit des Architekten gesehen werden, ist das Museum Brandhorst eher eine Villa Kunterbunt - und das ist wirklich sehr erfrischend! Mit seiner beeindruckenden Fassade aus 36 000 verschiedenfarbigen Keramikstäben erinnert das von sauerbruch hutton entworfene Gebäudes an ein abstraktes Gemälde - die perfekte Heimat für die über 700 abstrakten Werke der Sammlung Brandhorst.
Autor: Laura Felten· 15.05.09 · 18:18 Uhr· 3 Kommentare
02. April 2009
Wer gewinnt den Scienceblogs-Preis beim Famelab-Finale?
Kategorie: Kultur
In zwei Tagen ist es soweit: die 10 Finalisten des österreichischen Famelab-Wettbewerbs präsentieren ihre 5-Minuten-Vorträge vor der Fachjury in Wien. Die ersten fünf Kandidaten haben wir bereits vorgestellt. Und hier sind die weiteren Teilnehmer im Profil.
Wer hat das vielversprechendste Thema, das sich für einen pfiffigen Wissenschaftsvortrag eignet? Noch können Wetten angenommen werden. Übrigens: am Samstag wird im Technischen Museum in Wien auch der Scienceblogs-Preis für die beste Science-Performance verliehen. Der Preisträger wird natürlich - ganz nach dem Web2.0-Prinzip - vom Publikum bestimmt.
Hier die fünf Finalteilnehmer, die das Feld komplettieren:

Lucia Aronica, 27 (IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie) blickt optimistisch in die Zukunft der Medizin: Mit Hilfe der RNAi versucht sie völlig neuartige Medikamente für bislang schwer zu behandelnde Krankheiten - wie Aids, Diabetes und Krebs - zu entwickeln.

Andrea Wolkerstorfer, 30 (Onepharm R&D GmbH) sucht nach einem tauglichen Rezept gegen Übelkeit. Unglaublich aber wahr: Der Verzehr von zwei Kilogramm Lakritze pro Tag würde der Influenza vorbeugen. Um uns alle vor Übelkeit zu bewahren, sucht Andrea Wolkerstofer nach Wegen, das Lakritze-Extrakt direkt auf Zellebene einzusetzen.
Autor: Marc Scheloske· 02.04.09 · 12:00 Uhr· 0 Kommentare
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