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Neues in der Kategorie Kultur
17. September 2010
Internationales Reblaus-Symposium in Wien: Startschuss für Reblaus-Genom-Projekt
Kategorie: Kultur · Kommentare: 6
Die Reblaus gehört zwar zur Familie der Zwergläuse, die angerichteten Schäden sind dennoch riesengroß. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Reblaus aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt, 1863 wurde die Pflanzenlaus erstmals in Frankreich nachgewiesen und schon wenige Jahre später waren mehrere hunderttausend Hektar Rebfläche vernichtet. Die französische Regierung stellte übrigens schon 1870 eine Kommission zur Bekämpfung der Reblaus unter Vorsitz Louis Pasteurs zusammen. Und auch wenn seitdem 140 Jahre vergangen sind: die Reblaus stellt immer noch eine Bedrohung für den Weinbau dar.
Denn aufgrund ihrer unterirdischen Lebensweise ist die Bekämpfung der Reblaus schwierig (als einzige erfolgreiche Strategie hat sich der Anbau reblaustoleranter Pfropfreben durchgesetzt). Doch in den letzten Jahren wird weltweit ein vermehrtes Auftreten von aggressiven Reblausbiotypen berichtetet. Ab Sonntag findet nun in Wien ein Internationales Reblaussymposium statt. Die Experten aus Weinbau, Pflanzenschutz, Rebenzüchtung und Molekularbiologie diskutieren neue Forschungserkenntnisse, die im engen Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen. Außerdem soll auf der Tagung der Startschuss für ein internationales Reblaus-Genom-Projekt gegeben werden.
Autor: Marc Scheloske· 17.09.10 · 12:00 Uhr· 6 Kommentare
09. August 2010
Tatsache Evolution: Basiswissen zur Evolution bei youtube
Kategorie: Kultur · Kommentare: 31
Rund ein Drittel aller Bundesbürger zweifelt - wenn man einer Allensbach-Studie des Jahres 2009 glauben darf - an der Evolutionstheorie. Über die Gründe kann man spekulieren, oder ein aktuelles Kurzvideo weiterempfehlen, in dem einige Grundprinzipien der Evolution vorgestellt werden.
Darwin und die Evolutionstheorie gehören heute ja (glücklicherweise!) zum obligatorischen Schulstoff. Dennoch fällt es in der Diskussion immer wieder auf, dass es ganz gehörige Wissenslücken gibt. Und einige Mißverständnisse, wenn zum Beispiel mal wieder behauptet wird, daß (so die vermeintliche These Darwins) der Mensch vom Affen abstamme. Vermutlich ist dieser ziemlich populäre Irrtum auch einer der Gründe für die Skepsis, die man in manchen Milieus antrifft.
Da könnte das folgende Video für ein wenig mehr Sachlichkeit in der Diskussion sorgen. Was ist eigentlich die "Grundeinheit" der Evolution? Wieso ist die Redeweise von einer "Höherentwicklung" der Arten strenggenommen falsch? Welche Belege für die Evolutionstheorie liegen heute vor?
Autor: Marc Scheloske· 09.08.10 · 17:45 Uhr· 31 Kommentare
21. Juli 2010
SciCom 2010: Risikodiskurse und die Wissenschaft
Kategorie: Kultur
Sommer und Sonne sind ja toll. Wenn man irgendwo ein schattiges Plätzchen in einem Biergarten oder im Strandbad hat. Wer am Schreibtisch sitzt und schwitzt, der sehnt möglicherweise den Herbst herbei. Und im Herbst beginnt dann auch wieder die Konferenz- und Tagungssaison. Besonders freuen darf man sich dabei auf die SciCom 2010, die vom 10.-12. November in Wien stattfindet. Dort dreht sich dieses Jahr (fast) alles ums Risiko - und wie man über Risiken angemessen informiert und diskutiert.
Was unterscheidet gute von schlechter Risikommunikation? Was ist gelungene, was ist gescheiterte Risikommunikation?
Es gibt kaum eine Technologie, die nicht früher oder später in den Strudel eines Risikodiskurses gerät. Das Handy wird einmal als Auslöser für Hirntumore verdächtigt (und dann doch wieder freigesprochen), das andere Mal wird über den Zusammenhang von Tinnitus und Mobiltelefonen diskutiert. Beim ICE fokussieren die Diskussionen einmal auf defekte Radreifen (Stichwort Eschede), das andere Mal auf mangelhafte Klimaanlagen, die die Zugfahrt zum Saunatrip machen. Und von der Sicherheit (bzw. Unbedenklichkeit) von Medikamenten oder Impfungen brauchen wir an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.
Autor: Marc Scheloske· 21.07.10 · 15:45 Uhr· 0 Kommentare
04. Juli 2010
Wissenschaftsblog-Ranking Juni 2010
Kategorie: Kultur
Wenn es zur Zeit um Ranglisten, Plazierungen und Punkte geht, dann geht es wohl in 99% der Fälle um Fußball. Um das verbliebene 1% kümmern wir uns in diesem kurzen Info-Posting. Hier geht es nämlich um den aktuellen Stand in der deutschsprachigen Wissenschaftsblogosphäre.
Zwar spielen dabei weder Tore, noch fahrlässig vergebene Elfmeter eine Rolle, aber es gibt ganz sicherlich Favoriten für die vorderen Plätze des monatlichen Rankings und überraschende Newcomer. Die etablierten Blogs haben sich jedenfalls gut behauptet, dahinter gibt es - im Vergleich zum Vormonat - einige interessante Veränderungen.
Autor: Marc Scheloske· 04.07.10 · 22:00 Uhr· 0 Kommentare
11. Juni 2010
Alles könnte beim Alten bleiben: Bei der DLDwomen wird über die Zukunft der Medien spekuliert
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
Quo vadis, Medien - pardon, klassische Medien? Tageszeitungen. Magazine, TV, Radio. Und wohin werden sich die journalistischen Online-Medien entwickeln? Das sind Fragen, die sich viele Reporter, Redakteure und Verleger stellen.
Eine Podiumsdiskusssion in München zum Thema „The Future of Media" machte sich auf die Suche - nein, nicht nach Antworten, denn die kann zum heutigen Zeitpunkt niemand verlässlich geben, dafür ist zu vieles in Bewegung - aber nach Ansätzen zu möglichen Antworten. Und da die Runde sich bei der Konferenz DLDwomen traf, gab es auch eine passende Unterzeile: „From a Female Perspective". Jochen Wegner, Chef von Focus Online, hatte das Vergnügen, die durchweg weiblich besetzte Runde als Hahn im Korb zu moderieren.

Von Linda Abraham, die mit ihrem Unternehmen Comscore Statistiken über Online-Nutzung erhebt, war zu erfahren, dass Frauen etwas länger pro Tag online sind als Männer, im Netz mehr bei Einkäufen ausgeben, dafür aber zu gleichen Anteilen in sozialen Netzwerken aktiv sind.
Autor: Markus Thierbach· 11.06.10 · 08:30 Uhr· 3 Kommentare
03. Mai 2010
Die Wissenschaftsblog-Charts Mai 2010
Kategorie: Kultur
Blogs sind keine Insel. Blogs bauen Brücken und setzen Links. Auf spannende Texte, lesenswerte Studien und andere Blogs, die informative Inhalte bereithalten. Das gilt für wissenschaftliche Blogs genauso wie für alle anderen.
Und da die Links nicht von irgendeiner Maschine, sondern von bloggenden Wissenschaftlern gesetzt werden, hat die Anzahl der Querverweise und Links eine Bedeutung. Deswegen sind Blogcharts eben auch interessant. Man sollte sie nicht überbewerten, aber sie geben zumindest einen Eindruck darüber, welche Blogs populär sind - oder zumindest von anderen Bloggern verlinkt werden...
Welches sind derzeit die meistverlinkten Wissenschaftsblogs?
Nachdem die Wissenschaftsblog-Charts (hier im Wissenschafts-Café) auf der Basis von Technorati leider nicht mehr sinnvoll fortgeführt werden können, gibt es seit einigen Monaten aber eine andere Alternative. Wikio wertet ebenfalls die gegenseitige Verlinkung aus und berechnet daraus eine Rangliste (hier die Top-20 vom März).
Das Ranking für den Mai 2010 wird in den nächsten Tagen offiziell veröffentlicht. Heute gibt es hier bei Neurons schon die Liste der aktuellen Top-20 der deutschen Wissenschaftsblogs.
Autor: Marc Scheloske· 03.05.10 · 22:30 Uhr· 0 Kommentare
01. April 2010
Entwarnung: Betrieb am LHC geht weiter!
Kategorie: Kultur · Kommentare: 5
ScienceBlogs steht üblicherweise für knallhart recherchierte Beiträge. Doch ausgerechnet heute ist uns ein Fehler unterlaufen: wir haben irrtümlicherweise gemeldet, dass den Experimenten am Teilchenbeschleuniger LHC in Genf erneut eine Zwangspause bevorstehe. Das ist - wie wir nun zweifelsfrei in Erfahrung bringen konnten - nicht zutreffend. Es gibt keinen (!) Protonenmangel am CERN. Alle Physikfans dürfen Aufatmen! :-)
Es war gestern am späten Abend, als unser Autor Florian Freistetter nochmals die aktuelle Nachrichtenlage prüfte. Dabei wurde er (die genauen Umstände lassen sich derzeit nicht mehr rekonstruieren) auf eine Eilmeldung aus Richtung des CERN aufmerksam. Angeblich hatte man in der Euphorie über die erfolgreich verlaufenden Experimente nicht beachtet, dass die Protonenvorräte zur Neige gehen. Eine weitere Zwangspause für den pannenträchtigen LHC wäre unvermeidlich.
Autor: Marc Scheloske· 01.04.10 · 13:00 Uhr· 5 Kommentare
02. Februar 2010
FameLab Austria 2010: Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht
Kategorie: Kultur
Es gibt ein Geheimnis guter Wissenschaftskommunikation: Begeisterung. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, die zum Erfolg von Wissenschaftskommunikation beitragen, aber wenn ein Wissenschaftler von seiner eigenen Arbeit begeistert ist, dann ist das schon die halbe Miete. Wissenschaftsblogs sind dafür sicherlich ein wunderbares Beispiel. Wer mit viel Spaß und Lust kommuniziert, der schafft es vermutlich auch, dass der Funke überspringt und die Leser sich von der Begeisterung anstecken lassen.
Hinter dem internationalen Wettbewerb FameLab steckt genau dieselbe Idee: es werden junge wissenschaftliche Kommunikations-talente gesucht, die in kurzen Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen. Allerdings eben nicht bloggend, sondern live auf der Bühne.
FameLab: In 15 Ländern werden Talente der Wissenschaftskommunikation gesucht
Seit 2005 gibt es FameLab bereits. Und der Wettbewerb, dessen Konzept beim Cheltenham Science Festival entwickelt wurde und in Österreich von science2public durchgeführt wird, liegt voll im Trend: bei der Nerd Night in München gibt es zwar keine Jury, aber die Idee ist ganz ähnlich.
Autor: Marc Scheloske· 02.02.10 · 14:15 Uhr· 0 Kommentare
21. Dezember 2009
Termine: Jetzt Open-Access-Petition unterzeichnen und wissenschaftliche Blogposts für die Auslese nominieren
Kategorie: Kultur
Endspurt! Von Besinnlichkeit kann ja in der Adventszeit häufig kaum die Rede sein. Dafür sorgen jede Menge Termine und Fristen, die noch eingehalten werden müssen. Das ist in der Szene der Wissenschaftsblogs nicht anders.
Noch bis Heiligabend können (und sollen!) die besten wissenschaftlichen Blogartikel des Jahres ins Rennen um die "Auslese 2009" geschickt werden. Letztes Jahr wählte eine Jury aus 80 Vorschlägen die Best-Of des Jahres 2008. Und dieses Jahr geht der kleine Wettbewerb in die zweite Runde.

Deshalb liebe ScienceBlogs-Fans: stöbert doch noch ein wenig in Euren Lieblingsblogs und listet die zwei oder drei Artikel auf, die Euch am besten gefallen haben. Irgendwo zwischen Geschenkeverpacken, Lebkuchennascherei und Glühwein ist dafür doch sicher noch Zeit. Mehr Infos zur Auslese findet man hier.
Und, eine weitere Bitte: bis morgen (22.12.) kann man noch die Open-Access-Petition unterzeichnen, die von Lars Fischer initiiert wurde. Zuletzt war ein Interview mit Lars in der Zeit zu lesen, wo alle relevanten Punkte zur Sprache kommen. Im Moment sind etwas mehr als 23.000 Unterschriften zusammen. Aber da geht am letzten Tag doch noch was, oder?
Wir zählen auf Euch! :-)
Links:
- Auslese 2009 - Was waren die besten wissenschaftlichen Blogposts 2009?
- Open-Access-Petition an den Bundestag
Autor: Marc Scheloske· 21.12.09 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare
11. November 2009
Menschmaschinen in Informationshyperwelten
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 1
Das digitale Informationsschlaraffenland hat auch Schattenseiten. Nachrichtenportale, Blogs, Twitter - der moderne Informationsjunkie ist ohne diese parallelen Datenströme nicht mehr denkbar. Doch wie steht es um unsere (letztlich dann doch menschlichen) Ressourcen, mit diesem auf uns einstürzenden Informationsüberangebot umzugehen? Wie souverän sind wir noch? Wer sind die Herren im Universum des technologisch-induzierten Allwissens? FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sucht in einem neuen Buch nach Antworten auf diese Fragen.
Noch bevor Schirrmachers Buch im Regal steht, hat die Debatte rings um seine Überlegungen und Thesen begonnen. Ausgangspunkt ist Schirrmachers Beobachtung, dass wir mehr und mehr in quasi symbiotischer Einheit mit unseren digitalen Informationsagenten leben. Wir leben, handeln und denken ständig im Bezug auf Informationen und Impulse, die uns unsere Twitter-timeline, die Mailkorrespondenz oder der Newsticker vorgibt.
Auf der Debattenseite Edge.org liest sich das so:
We are apparently now in a situation where modern technology is changing the way people behave, people talk, people react, people think, and people remember. And you encounter this not only in a theoretical way, but when you meet people, when suddenly people start forgetting things, when suddenly people depend on their gadgets, and other stuff, to remember certain things. This is the beginning, its just an experience.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.11.09 · 11:30 Uhr· 1 Kommentar
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