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26. Mai 2009
Famelab-Finale in Wien: Von Mikroorganismen, Rebläusen und der Bedeutung der Katalyse
Kategorie: Kultur
Gelegentlich kann man fast den Eindruck gewinnen, als sei Wissenschaft in Österreich höchstens ein Randthema. Und meist sind es negative Schlagzeilen - wie jüngst der angekündigte CERN-Ausstieg, der dann doch wieder revidiert wurde - die man aus Österreich vernimmt. Dabei gibt es natürlich ganz herausragende Forschung in Graz, Innsbruck oder Wien. Und auch in Sachen Wissenschaftskommunikation agiert man vorbildlich: wie Famelab, der Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler, wieder einmal bewiesen hat.
Nach verschiedenen Vorrunden stand vor einigen Wochen in Wien das diesjährige Finale auf dem Programm. Der Festsaal des Technischen Museums in Wien war der ideale Rahmen. Der britische Botschafter war genauso anwesend, wie Wissenschaftsminister Johannes Hahn.
Siegreicher Vortrag zur RNA-Interferenz
Am Ende konnte die junge Lucia Aronica die meisten Jurypunkte auf sich vereinen. In ihrer Präsentation "Die zwei Gesichter der RNA" erklärte sie die RNA-Interferenz, die einen natürlichen Mechanismus der Gen-Regulation in Pflanzen, Tieren und Menschen darstellt, mit dem "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Prinzip. Das heißt, neben den Genen bestimmen die Mikro-RNAs unsere individuellen Merkmale: bei Pflanzen unter anderem die Blütenbildung, bei Tieren die Fellfarbe und bei Menschen den Herzschlag, der uns am Leben erhält.
Autor: Marc Scheloske· 26.05.09 · 17:00 Uhr· 0 Kommentare
25. Mai 2009
Bilder der Forschung: Wettbewerb für Wissenschaftsfotografie
Kategorie: Kultur
Wie vielfältig und faszinierend Wissenschaft ist, kann täglich hier bei ScienceBlogs erlebt werden. Doch wie sehen die Objekte aus, mit denen die Forscher hantieren? Wie funktionieren die Arbeitsplätze, wie die Apparate und wer sind die Wissenschaftler in ihren Labors und Forschungsarbeitsplätzen? Wieso soll man sich von der Wissenschaft nicht auch ein Bild machen dürfen?
Um dieses Thema im ureigenen Sinne - um die Bilder von der Wissenschaft - geht es im Wettbewerb "Bilder der Forschung". Seit dem Start im Jahr 2005 ist der Preis zu einem der größten deutschen Wettbewerbe für Wissenschaftsfotografie geworden.
Autor: Marc Scheloske· 25.05.09 · 15:15 Uhr· 0 Kommentare
18. Mai 2009
WolframAlpha im ScienceBlogs-Testlabor
Kategorie: Technik · Kommentare: 1
Seit knapp zwei Tagen ist "Wolfram Alpha" nun online. Und wenn es nach dem Willen und den Ankündigungen von Stephen Wolfram geht, dann erleben wir mit dem Start von WolframAlpha den Beginn einer neuen Zeitrechnung der Online-Informationssuche. Grund genug für die Scienceblogger, sich diese selbsternannte Wissensmaschine einmal genauer anzusehen.
Die Berichterstattung im Vorfeld des Starts weckte große Erwartungen. Stephen Wolfram, ebenso talentierter Mathematiker wie Selbstdarsteller, hatte in unzähligen Interviews recht vollmundig angekündigt, daß man sich auf eine wirkliche Innovation freuen dürfe. Einerseits sei das System bereits so weit, daß es - das semantische Web lässt grüßen - die eingegeben Fragen der Nutzer zutreffend interpretieren könne, andererseits berechne man mittels "intelligenter" Algorithmen solche Antworten, für die man in früheren Zeiten wirkliche Experten gebraucht hätte.
Wie gut ist WolframAlpha? Welche Stärken und Schwächen hat es in verschiedenen Anwendungsfeldern?
Klingt vielversprechend. Doch Jürgen Schönstein, der vor sieben Jahren Stephen Wolfram persönlich kennengelernt hatte, war bereits vor dem Start von "WolframAlpha" etwas skeptisch. Ob die Antwort- bzw. Wissensmaschine die hochgesteckten Erwartungen würde halten können?
Autor: Marc Scheloske· 18.05.09 · 01:00 Uhr· 1 Kommentar
15. Mai 2009
Museum Brandhorst - Die Schlacht von Lepanto in einem Münchner Museum
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
Zu bunt, zu laut, zu schrill - sagen manche. Modern, herausfordernd, aufregend sagen die meisten!
Wie ein buntes Knallbonbon erscheint das Museum Brandhorst neben der weißgrauen Pinakothek der Moderne in der Maxvorstadt. Der Kommentar der mir bis jetzt am häufigsten zu Ohren gekommen ist, ist sicherlich: „Weißt Du, am Anfang fand ich das Gebäude ganz schrecklich, aber jetzt..."
Und wahrscheinlich müssen sich die Leute wirklich erst einmal an diesen außergewöhnlichen Baustil „gewöhnen". Im Gegensatz zu den puristischen oder minimalistischen Bauten, die von der Allgemeinheit als ein Beleg für die Fortschrittlichkeit des Architekten gesehen werden, ist das Museum Brandhorst eher eine Villa Kunterbunt - und das ist wirklich sehr erfrischend! Mit seiner beeindruckenden Fassade aus 36 000 verschiedenfarbigen Keramikstäben erinnert das von sauerbruch hutton entworfene Gebäudes an ein abstraktes Gemälde - die perfekte Heimat für die über 700 abstrakten Werke der Sammlung Brandhorst.
Autor: Laura Felten· 15.05.09 · 18:18 Uhr· 3 Kommentare
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