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Julia Offe ist Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Sie promovierte am Zentrum für Molekulare Neurobiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Heute forscht sie als wissen-schaftliche Mitarbeiterin der Uni Hamburg an den molekularen Grundlagen der Evolution von Symbiosen. Außerdem sucht und entwickelt sie neue Formate der Wissenschaftskommunikation.

Archiv Juli 2010

23. Juli 2010

Bringen Glücksbringer Glück?

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 13


Helfen Hasenpfoten beim Golfspielen? Wird man mit abgegrabbelten Kuscheltieren in der Hand besser im Memory? Dieser Fragen hat sich die Wissenschaft jetzt endlich angenommen.

Kölner Forscher veröffentlichten gerade die Ergebnisse von mehreren Experimenten, mit denen sie rausfinden wollten, ob und wie Glücksbringer oder Glücksversprechen Versuchspersonen helfen, Aufgaben zu bewältigen.

Am Anfang erklären sie, wer die besonders abergläubischen Teile der Bevölkerung sind -

it is not surprising that superstitious beliefs are particularly prevalent in two groups whose members regularly engage in performance tasks--namely, athletes and students

Die Autoren beschreiben Fälle berühmter abergläubischer Sportler wie Michael Jordan oder Serena Williams, die ohne ihre Glücksbringer kein wichtiges Spiel bestreiten. Bei den beiden sind es bestimmte Kleidungsstücke, die ihren Erfolg sichern sollen.

Funktioniert das auch bei unbedarften Versuchspersonen? In der aktuellen Studie erklärten die Forscher einen Golfball zum Glücksbringer. Vier Fünftel der Teilnehmer hatten vorher angegeben, an „Glück" zu glauben.Und jetzt sollten sie Golf spielen.

While handing the ball over to the participants, the experimenter said, "Here is your ball. So far it has turned out to be a lucky ball" (superstition-activated condition) or "This is the ball every- one has used so far" (control condition). Finally, participants performed the required 10 putts from a distance of 100 cm.

Und siehe da: die Glücksbälle trafen besser!

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Autor: Julia Offe· 23.07.10 · 01:30 Uhr· 13 Kommentare

17. Juli 2010

Akupunktur - keine Hilfe auf dem Weg zum Kind

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 9

Erleichtert Akupunktur die Geburt? Erhöhen ein paar Nadeln an der richtigen Stelle gar die Chance, durch IVF schwanger zu werden? Diesen Fragen gingen jetzt Forscher in mehreren Studien nach, die in letzter Zeit veröffentlicht oder neu ausgewertet wurden.

Wer ein Kind erwartet, kommt heutzutage an der Akupunktur nur schwer vorbei. Einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin setzen Hebammen oder Ärzte gerne das erste Mal die Nadeln, deren Wirkung die Geburt schneller und weniger schmerzhaft machen soll.
Und der Glaube an die Akupunktur als Weg zur sanften Geburt hat in den prenzlauerbergisierten Teilen der deutschen Großstädte in den letzten Jahren rasant um sich gegriffen.

Höchste Zeit also für eine systematische Analyse.

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Autor: Julia Offe· 17.07.10 · 00:05 Uhr· 9 Kommentare

02. Juli 2010

TCM am UKE

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 42

Ich wähne mich in Wochenendanfangsstimmung, schlage die Zeitung auf und was muss ich lesen: einen Bericht über das neue Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin, das am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf soeben eröffnet wurde. Die Hälfte der Kosten trägt immerhin eine private Krankenversicherung, aber die anderen beiden Viertel zahlen das UKE und die Stadt Hamburg, also auch ich.

Wollen wir doch mal sehen, was die da so machen. Vielleicht gibt es Hoffnung, dass die Forscher mit ein paar guten Studien die Spreu der TCM vom Weizen (jajaja, ich weiß, diese Studie mit der Akupunktur - da half es ein bisschen, aber nicht sehr nachhaltig) endgültig trennen können.


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Autor: Julia Offe· 02.07.10 · 17:00 Uhr· 42 Kommentare

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