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Peter Artmann ist Biologe, promoviert an der Medizinischen Hochschule Hannover, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und als Webdesigner.
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19.11.08 · 12:27 Uhr
Europäische Vergleichsstudie: Ärzte
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) hat eine internationale Vergleichsstudie über das deutsche Gesundheitssystem veröffentlicht
Mit überraschendem Ergebnis.

Die Ergebnisse (hier die "echte" Studie) lassen sich knapp in zwei gute und zwei schlechte Nachrichten zusammenfassen:
Zuerst die schlechten Nachrichten:
- Die ärztlichen Sprechstunden sind in Deutschland pro Patient um 30 % kürzer als im europäischen Durchschnitt und damit die kürzesten in Europa.
- Deutsche zahlen im europäischen Vergleich die höchsten Preise für Medikamente in Europa.
Da kann man nur gute Besserung wünschen.
Aber dann die guten Nachrichten:
- Deutsche Patienten sind am drittbesten vor privaten Zuzahlungen geschützt (nur Briten und Niederländer haben es besser).
- Deutsche haben gemeinsam mit Niederländern den besten Zugang zu medizinischer Notfallversorgung.
Das IQWiG schreibt: Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt.
aber gleichzeitig:
"Wir müssen es höher bewerten, wenn Ärzte sich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen und sich in Forschungsfragen anhand objektiver Quellen auf dem Laufenden halten", sagt Institutschef Peter Sawicki.
Das Medlog fragt sich, warum ärztliche Zeit immer nur im Zusammenhang mit Fortbildungen (dieses elende Punktesystem) benannt wird und dem Zuhören nicht ein größerer Raum und eigenständiger Wert zuerkannt wird.
Autor: Peter Artmann· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (1)
Die Briten sind am besten vor "privaten Zuzahlungen" geschützt ???
ich lach mich schief, Na dann auf ins hervorragende englische Gesundheitssystem !
ich kenn Leute , die sind mit akutem Bauch nach Österreich geflogen, damit sie sich
nicht in einem staatlichen englischen Spital operieren lassen müssen.
Vielleicht ist es besser in England ausschließlich privat versicherter Lord zu sein