Blog durchsuchen
Profil
퀘 스 너 틸 로 wohnt in Seoul und arbeitet über
geometrische Topologie.
Letzte Einträge
- Wut und Haß8 Kommentare· 03.06.12
- Topologie von Flächen CCXXII0 Kommentare· 01.06.12
- Friedrich Hirzebruch 1927-20121 Kommentar· 29.05.12
- Topologie von Flächen CCXXI2 Kommentare· 25.05.12
- 25000 Unterzeichner gesucht6 Kommentare· 23.05.12
Kommentare
- Goethe · 03.06.12 · 23:21 Uhr Wut und Haß
- Wilhelm Leonhard Schuster · 03.06.12 · 11:46 Uhr Millionen oder Milliarden?
- Thilo · 01.06.12 · 20:03 Uhr Erfolgreiche Geschäftsmodelle
- Thilo · 31.05.12 · 17:19 Uhr Bubblesort im Volkstanz
- maxfoxim · 29.05.12 · 23:32 Uhr Friedrich Hirzebruch 1927-2012
Blogroll
- ScienceBlogs.de
- ScienceBlogs.com
- Mathematics Websites
- Mathematics Journals
- arXiv
- Mathblogging.org
- Terence Tao: What's new
- Images des Mathematiques
- Geometry and the Imagination
- Low dimensional Topology
- n-category cafe
- secret blogging seminar
- God Plays Dice
- Combinatorics and more
- The accidental mathematician
- Annoying precision
- Gödels lost letter
- XOR's Hammer
- Frank Morgan
- 360
- Area 777
- Ian Agol's Research Blog
- Links to Low-dimensional Topology
- Mathematical Reviews
- Zentralblatt
- Thilo Kuessner
Kategorien
Archiv
- Juni 2012
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
28.01.12 · 13:05 Uhr
Wissenschaftler aller Länder vereinigt euch!
Kategorie: Politik · Kommentare: 14
Boykottaufruf gegen Elsevier.
Bisher 1147 Unterschriften hat ein von Timothy Gowers organisierter Boykottaufruf gegen den Wissenschaftsverlag Elsevier.
The Cost of Knowledge
Researchers taking a stand against Elsevier.Academics have protested against Elsevier's business practices for years with little effect. The main objections are these:
|
|
|
Quelle: http://thecostofknowledge.com/index.php, dort kann man auch unterschreiben (d.h. seine Teilnahme am Boykott erklären).
Worum geht es? Elsevier verkauft seine Zeitschriften an Universitätsbibliotheken zu weit überhöhten Preisen, obwohl ihnen bei der Produktion der Zeitschriften kaum Kosten entstehen. Denn weder die Autoren noch die Gutachter noch die Herausgeber der Fachzeitschriften werden für ihre Arbeit bezahlt. (Jedenfalls nicht von Elsevier, natürlich stehen die Herausgeber, Gutachter und Autoren auf der Gehaltsliste ihrer jeweiligen Institute.) Auch Druckkosten sind niedrig, seitdem Autoren ihre Arbeiten als fertige Pdf's einreichen. Es gibt also (außer dem Namen der jeweiligen Zeitschrift) keine Rechtfertigung für die hohen Preise.
Kritik daran ist schon seit Jahren immer wieder öffentlich geäußert worden (z.B. erklärte das Herausgerbergremium von "Topology" seinen geschlossenen Rücktritt), geändert hat sich aber nichts. Deshalb geht es bei der aktuellen Aktion jetzt nicht mehr nur um eine Unterschriftensammlung, sondern um einen Boykottaufruf: Wissenschaftler sollen nicht mehr bei Elsevier veröffentlichen und sie sollen für Elsevier nicht mehr als Gutachter oder Herausgeber tätig sein. Kurz: sie sollen keine kostenlosen Tätigkeiten mehr für Elsevier ausführen, solange sich diese auf Kosten der öffentlichen Hand (i.W. der Universitätsbibliotheken) bereichern.
(Natürlich darf man Elsevier-Zeitschriften trotzdem noch lesen und zitieren.)
Initiator Timothy Gowers stellt unter der Überschrift "Elsevier- my part in its downfall" ('mein Anteil beim Untergang von Elsevier') seine Gedanken zum Boykottaufruf dar (mit bisher 164 Leserkommentaren). John Baez hat unter dem Titel "Ban Elsevier!" ebenfalls einen längere Darstellung des Problems und möglicher Lösungen, und eine längere Diskussion gibt es auch noch auf slashdot.org.
Ältere Artikel:
Hohe Zeitschriften-Preise
Chaos bei Elsevier
Nichts gelernt bei Elsevier
Doch kein Aprilscherz IV
Autor: Thilo· 14 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- Nach der Apokalypse: Was passiert, wenn der Weltuntergang nicht kommt?Astrodicticum Simplex· 28.05.2012
- Der Schatten des Mondes und der Ring aus FeuerAstrodicticum Simplex· 22.05.2012
- Wissenschaftsjournalismus: Wer ist wichtig genug, um Nachrichten mit Sperrfrist lesen zu dürfen?Astrodicticum Simplex· 30.05.2012
- Der Venustransit 2012: Astrologie und selektive WahrnehmungAstrodicticum Simplex· 01.06.2012
- Wenn schwarze Löcher zusammenstoßen...Astrodicticum Simplex· 27.05.2012
Top5
- WSC - Tag 3: Anleitung zur Subversion, Missbrauch der Wissenschaft gegen Frauen... und James Randi!Kritisch gedacht· 22.05.2012
- Nach der Apokalypse: Was passiert, wenn der Weltuntergang nicht kommt?Astrodicticum Simplex· 28.05.2012
- Der Venustransit 2012: Astrologie und selektive WahrnehmungAstrodicticum Simplex· 01.06.2012
- Ein Krawumm geht um die Welt (6): James Randi!Astrodicticum Simplex· 21.05.2012
- Rauchende Sonnenschirme, Chemtrails und andere zusammenhanglose Fotos aus WienAstrodicticum Simplex· 24.05.2012

Kommentare (14)
Ich kann die Kritikpunkte nachvollziehen. Die "bundles" finde ich eine gute Sache, da so auch unpopulärere Titel verlegt werden. Wie im Buchandel werden so weniger massentaugliche Titel kreuzfinanziert. Oder irre ich da?
Eine gute Sache. Gibt es im Internet eine Liste welche wissenschaftlichen Fachzeitschriften von Elsevier verlegt werden? Waere gut zu wissen welche Journale davon betroffen waeren.
rolak·
28.01.12 · 15:36 Uhr
Kein Problem, Joe.@ GM:
Von Massentauglichkeit würde ich da nicht sprechen. Es geht ja nicht um Privatkunden, sondern um Institutsbibliotheken, und die werden ihre Gründe haben, wenn sie manche Zeitschriften eigentlich nicht bestellen wollen.
Wie ist eigentlich Elseviers Politik was das verbreiten von Papern betrifft? Wir haben ja oft die Pdfs unserer Paper auf unseren persönlichen Webseiten zum runterladen. Oft sehe ich auch, dass Leute für Ihre Seminare die Pdfs der relevanten Literatur zum download auf ihrer Website haben - das sind dann nicht mal Paper, die die Leute selber geschrieben haben. Oder Arbeitsgruppen, die für ihre Journal Clubs die pdfs auf die Website stellen, etc. Wenn alle das konsequent machen würden, würde ein Abo dieser Journals bald überflüssig werden, zumindest soweit es die mehr oder weniger aktuellen Jahrgänge betrifft. Geht Elsevier gegen so was vor?
Scheint hohe Wellen zu werfen, Artikel zum Thema auf Forbes.com:
http://www.forbes.com/sites/timworstall/2012/01/28/elseviers-publishing-model-might-be-about-to-go-up-in-smoke/
Wer eine Sonderausgabe (z.B. Konferenz Proceedings) dort bekommt, zahlt für jedes abgenommen Stück, nur einige wenige ca. 10 bekommt man umsonst. Dafür darf man als Gasteditor die gesamte Arbeit erledigen, d.h. die Papers dort ins System einspeisen (bzw. die Autoren instruieren), Referees suchen etc.
Das Layout ist inzwischen weltweit out-gesourced, das bedeutet, dass Software oder Leute - wahrscheinlich mit anderem kulturellen Hintergrund - Adressangaben u.ä. so verunstalten, dass für die Aufbereitung der einleitendenden Seiten Zeit und Energie verschwendet wird. Das Gleiche gilt erst recht für wissenschaftliche Inhalte.
Über die letzten Jahre ist zudem die Qualität von Druck, Satz und Papier bei dem von mir genutzten Journal stark abgefallen.
Eine derartige Sonderausgabe wird den Abonennten ganz regulär verrechnet.
Es ist verständlich, wenn Verlage in Hinblick auf elektronische Medien optimieren müssen, aber zum einen darf dabei die Qualität nicht an jedem Ende leiden und zum anderen verdient Elsevier da ja auch mit.
Inzwischen naehert sich die Zahl der Teilnehmer der 2000: http://thecostofknowledge.com/index.php
Douglas Arnold: More reasons to support the Elsevier boycott
Die Zahl der Unterzeichner hat inzwischen ubrigens die 5000 uberschritten.
Mehr zu den Hintergrunden des Boykotts auf http://gowers.files.wordpress.com/2012/02/elsevierstatementfinal.pdf und einiges zu aktuellen Entwicklungen auf http://gowers.wordpress.com/2012/02/08/a-more-formal-statement-about-mathematical-publishing/#more-3986
Passend dazu die Cartoons von spiked math: http://spikedmath.com/480.html und http://spikedmath.com/481.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/debatte-um-wissenschaftsverlag-akademischer-fruehling-11649380.html
Arnold & Cohn: Mathematicians take a stand
Und inzwischen sind es mehr als 10.000 Boykotteure, davon immerhin 1890 aus der Mathematik.