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09.03.11 · 18:16 Uhr
Uni Münster: Spender müssen Geduld haben
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 5
vielleicht im nächsten Jahr...
Heute in "kaufen + sparen Die Zeitung am Mittwoch":
Der Ton wird schärferInstitut für Anatomie bekommt viele Körperspenden und muss manche auch zurückweisen
MÜNSTER. Annahmestopp in der Anatomie: Sehr viele Menschen wollen nach ihrem Tod ihren Körper der medizinischen Lehre zur Verfügung stellen. "Bei etwa 200 Vereinbarungen im Jahr machen wir derzeit Schluss", sagt Prof. Dr. Markus Missler (Foto), geschäftsführender Direktor am Institut für Anatomie. Dabei gibt es im Jahr viele Anfragen mehr.
"Wir vertrösten die Menschen dann auf das nächste Jahr", erklärt Missler.
Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern (La Bruyère).

Autor: Thilo· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (5)
Irre.
Tja... was macht man, wenn die Menschen schneller sterben, als die Studenten schnibbeln können? Man bittet die Leute, mit dem Sterben doch bitte noch mindestens ein Jahr zu warten ^^
Man bittet nicht, man hängt sie an Apparate und simuliert das Leben. Das wirkt sich dann auch auf die Statistik aus: höhere Lebenserwartung.
Gut, ich höre jetzt auf. Sonst wird mein Kommentar wieder gelöscht.
Allerdings hat mein Vater ganze fünf Jahre an medizinischen Apparaten gehangen – ohne das man mit ihm ein einziges Wort wechseln konnte. Er war schlicht nicht mehr bei Bewusstsein.
Mein Leiden sitzt seitdem im Hirn – ein Albtraum - und ich frage die Statistiker, ob die höhere Lebenserwartung nicht genau auf solche Effekte zurückzuführen ist? Die Medizin kann heuer fast jedes Leben – über Gebühr – verlängern. Insofern, Skrazor, hast Du erschreckenderweise recht.
Das ist kein neues Problem, bei Körperspenden werden an einigen Anatomischen Instituten die Bestattungskosten übernommen, sicher ein nicht unerheblicher Anreiz für viele Spender.
Und da die Körperspender sich zu Lebzeiten für eine Spende entscheiden, unabhängig vom möglicherweise nahenden Ableben, ist das Vertrösten aufs nächste Jahr gar nicht so makaber, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Ja sicher. Manchmal ist Wissenschaft wirklich gruslig. Nicht nur auf den ersten Blick.