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Stefan Jacobasch arbeitet als freier Wissenschaftsjournalist in Berlin und betreibt u.a. Scienceticker.info
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04.02.09 · 14:32 Uhr
Hörfunk-Tipp: Richtig essen, aber wie?
Kategorie: Kultur · Kommentare: 4
Die Redaktion von SWR 2 Wissen beschäftigt sich in einem schönen 28-minütigen Beitrag mit dem aktuellen Stand des wissenschaftlichen Streits um die richtige Ernährung. Was uns "Experten" als gesund empfehlen, ist ja nicht selten wechselnden Moden unterworfen. Da kann es nicht schaden, einige der größeren Trends mal näher unter Lupe zu nehmen und den Erkenntnisstand der modernen Wissenschaft (ein bißchen) in Frage zu stellen.
Der Audio-Beitrag erklärt unter anderem, warum man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man das oft propagierte "Fünf-mal-Obst-und-Gemüse-am-Tag" nicht einhält und warum Spaß am Essen mindestens so wichtig ist wie die Inhaltsstoffe einer Mahlzeit. Er macht klar, dass man bei normaler abwechslungsreicher Kost keine zusätzlichen Vitamine braucht und dass um irgendwelche "gesunden" Stoffe angereichertes "Functional Food" unsinnig ist.
Gut, das kann man alles schon wissen, aber auch gar nicht oft genug sagen. Wenn Sie sich also gerade eine halbe Stunde Zeit nehmen können, dann klicken Sie doch einfach mal hier zum Starten der MP3-Datei.
Autor: Stefan Jacobasch· 4 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (4)
Ich habe das auch gehört und überlegt, ob ich im Blog über den Podcast schreiben soll. Aber die Grundtendenz ist leider nicht die, dass man Ernährungstipps einfach ignorieren soll. Vielmehr werden einfach bestehende durch andere ersetzt. Das finde ich nicht wirklich sinnvoll.
@Horst: Die sich widersprechenden Thesen der Ernährungswissenschaftler werden im Beitrag doch ganz gut gegeneinander ausgespielt. Dass zum Schluss ein paar Tipps übrig bleiben, die durchaus sinnvoll sein können, finde ich in Ordnung. Warum sollte man Hinweise aus der Wissenschaft generell ignorieren?
Bedingt. Bei der Ernährung ist es sehr wichtig, dass man eher auf Signale von innen hört. Also dann und das isst, worauf man wirklich Hunger hat. Tipps von außen können das gehörig stören. Vor allem im Ernährungsbereich gibt es einfach jede Woche neue Erkenntnisse, die dann auch denen von vorheriger Woche widersprechen. Da finde ich es besser, jemanden zu raten, dass einfach komplett zu ignorieren.
Ich weiß auch, dass es etwas paradox klingt. Aber ich blogge gerade deswegen so viel über Ernährungs-News, weil ich will, dass niemand darauf hört. 8-)
@Horst:
Da stimme ich zu.
Das Problem am "Signal von innen" ist, dass dieses zwar von jedermann gehört, bzw. empfunden werden kann, es bei den meisten allerdings überlagert wird von den erwähnten "Ernährungstipps" oder von Beeinflussung durch Werbung und diversen Körpervorstellungen, deren Einfluss ebenfalls durch die mediale Welt weitergetragen wird (z. B. Diäten um seinen Körper zu "zähmen).
Ich finde ihre Theorie daher überhaupt nicht paradox, sondern sehr nachvollziehbar.
Motto: Setz dich hin, meditiere ne Runde, werde dadurch aufmerksam und stelle fest, wie viel Ballast der menschliche Verstand aufgebrummt bekommen hat. Befreie dich von diesem Ballast und fühle das Signal von innen, was zu tun ist.