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Marcus Anhäuser ist freier Wissenschaftsjournalist. Normalerweise betreibt er seinen Blog Plazeboalarm hier auf Scienceblogs. Im Labortagebuch beschreibt er vier Wochen lang das tägliche Leben in einem Labor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden.
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Neues in der Kategorie Technik
28. Oktober 2009
Aufhübschen für die Evaluation
Kategorie: Technik · Kommentare: 4
Jetzt bin ich doch glatt ein kleines bisschen nervös. Grund: In diesen Tagen steht hier im MPI die dreijährliche Evaluation an. Wie gut wird hier gearbeitet? usw. Ein Komitee aus externen Wissenschaftlern von überall auf der Welt und Mitgliedern der Max-Planck-Gesellschaft beurteilen die Leistung des MPI. Sie schauen sich alles an, lassen sich alles erklären, diskutieren mit den Gruppenleitern und den Direktoren, lassen sich die wissenschaftliche Ausbeute erklären usw. usw.
Das geht schon seit Freitag so. Heute ist Vortragstag im Auditorium. Es gab nochmal einen Gesamtüberblick über das Institut (Was ist z.B. das Dresden-Modell? Wie steht das Institut im Vergleich zur Konkurrenz dar?) und einige Gruppenleiter präsentieren ihre Forschung. Iva Tolic, die hiesige Gruppenleiterin, ist gleich dran. Wir gehen natürlich alle gucken.
Das Eigenartige ist: Eigentlich gibt es keinen Grund nervös zu sein. Die Leute machen das, was sie immer tun: Sie präsentieren ihre Forschung. Aber selbst die Direktoren haben ein Kribbeln im Bauch.
Und wie das so ist: Wenn man sich präsentiert und Besuch bekommt, wirft man sich in Schale, hübscht sich ein bisschen auf. Auch das Labor. Ist ja auch eine gute Gelegenheit endlich mal die Einrisse in den Forschungspostern zu kleben, was man ja immer mal schon machen wollte. Alles wird gerade ausgerichtet, alte Poster werden durch neuere ersetzt. Das Tablett mit den ungespülten Gläsern endlich mal entsorgt ... Ihr kennt das.
Mit einem Pfund kann das MPI hier übrigens ziemlich wuchern: Das amerikanische Wissenschaftsmagazin "The Scientist" hat das Institut dieses Jahr gleich zweimal ausgezeichnet: Einmal, Anfang des Jahres, als bester nicht-US-Arbeitgeber für Postdocs und (vor knapp einem Monat ein paar Tagen) als bester akademischer Arbeitsplatz International.
Warum also sollte hier jemand nervös sein ... ;-).
(irgendwie habe ich mich wohl anstecken lassen)
Autor: Marcus Anhäuser· 28.10.09 · 13:45 Uhr· 4 Kommentare
09. Oktober 2009
Mac oder PC? Biologen lieben Äpfel, logisch
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 17
Das erste, was einem Journalisten wie mir auffällt, der seine Artikel seit Jahren auf einem Apple Laptop schreibt, ist die Dichte der Apple-Computer in den Labors und Büros hier im MPI. Hier arbeitet offenbar jeder mit Apple Computern. Auf den Arbeitsplätzen steht die (noch) aktuelle Generation der Alu-iMacs. Die weißen iMacs sind schon ausrangiert (hier stehen zwei auf der Fensterbank). Ansonsten: Wo man hinsieht, schreiben die Leute auf MacBooks, weiß und alufarben.
Autor: Marcus Anhäuser· 09.10.09 · 10:05 Uhr· 17 Kommentare
08. Oktober 2009
Räume, für jedes Etwas einen
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 4
Hier gibt es Räume, eine Menge Räume, da ist für jedes Ding etwas dabei.
Es gibt einen Kühlschrankraum, einen Zentrifugenraum, einen Elektrophoreseraum, ein Chemikalienlager, einen Kühlraum, einen Brutraum und den Raum für Videomikroskopie.
Es gibt einen Putzraum, einen WC-Vorraum Damen, einen WC-Vorraum Herren (jeweils mit anschließendem WC(-Raum)).
Und dann gibt es noch den Raum(?) HLS. Zumindest gibt es eine Tür mit einem Schild daneben, auf dem HLS steht. Ist vielleicht gar kein Raum. Mal reinschauen? Geht nicht. Die Tür hat einen Knauf und keine Klinke. Verschlossen.
Außerdem gibt's dann natürlich noch die Räume der Forschungsgruppen, die zu den Fensterseiten des Gebäudes hin ausgerichtet sind, und um den Kern, die Funktionsräume (siehe oben), herum liegen. Weil sich diese in der Mitte befinden, sind sie von zwei Seiten zu betreten. Zu den Forschungsgruppenräumen später mehr.
Nachtrag: Zwei Wissenschaftler gefragt, was hinter der HLS-Tür ist. "Keine Ahnung, habe ich mich noch nie gefragt."
Autor: Marcus Anhäuser· 08.10.09 · 12:50 Uhr· 4 Kommentare
Zerstören, aber richtig
Kategorie: Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 12
Wenn Wissenschaftler etwas machen, dann machen Sie es richtig. Zum Beispiel Zellen zerstören, um die DNS herauszubekommen. Davide Accardi, Doktorand aus Palermo, zeigt mir wie das geht.
Autor: Marcus Anhäuser· 08.10.09 · 10:30 Uhr· 12 Kommentare
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