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Marcus Anhäuser ist freier Wissenschaftsjournalist. Normalerweise betreibt er seinen Blog Plazeboalarm hier auf Scienceblogs. Im Labortagebuch beschreibt er vier Wochen lang das tägliche Leben in einem Labor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden.
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07.10.09 · 10:35 Uhr
Dieser kurze Moment der totalen Stille
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Ich war meine erste Stunde im Labor, das ich die nächsten vier Wochen täglich besuche. Nach ein wenig Anfangskonversation war es plötzlich mucksmäuschen still. (Abgesehen vom ständigen Blasen der Klimaanlage, dass man aber nach kurzer Zeit nicht mehr hört.) Wir saßen zu viert an den Schreibtischen. Jeder starrte auf seinen Bildschirm. Man hätte eine Nadel fallen hören können. Erster Gedanke: "Klar, ich bin natürlich ein Fremdkörper."
Ob Sie jetzt überlegen, ob und was sie sagen sollen? Ob Sie gerade überlegen, ob das tatsächlich eine so gute Idee war, sich einen Journalisten ins Labor zu holen? "Wird morgen im Blog stehen, was ich heute gesagt habe?"
Ein Kollege kam rein, verwickelte zwei der drei anderen in ein Gespräch. Ich begann wieder zu atmen, entspannte mich.
Wir werden das Kind schon schaukeln ... :-)
Nachtrag 8.10.:
So schnell geht das, gestern gab's immer wieder diese Momente der Stille. Doch das war die pure Arbeitsstille ... Ich atme durch ;-)
Autor: Marcus Anhäuser· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
Arbeitsstille, wie angenehm. Ich habe eine Zeit lang in einem Labor gearbeitet, wo den ganzen Tag SWR3 aus dem Radio plärrte. Das grenzte schon an Tirequälerei. Ich habe nämlich einen anderen Musikgeschmack...
Stimmt, zum Arbeiten sehr angenehm. Musik hört hier keiner. Höchstens mal auf einem iPod.