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Marcus Anhäuser ist freier Wissenschaftsjournalist. Normalerweise betreibt er seinen Blog Plazeboalarm hier auf Scienceblogs. Im Labortagebuch beschreibt er vier Wochen lang das tägliche Leben in einem Labor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden.
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- Wissenschaftlersprech live4 Kommentare· 27.11.09
- Das Kind hat einen Namen, aber es wird nicht mehr gebraucht6 Kommentare· 26.11.09
- Geschwindigkeitsrausch in Pixel pro Minute0 Kommentare· 25.11.09
- Minus zwanzig Grad ist einfach zu warm11 Kommentare· 24.11.09
- Aus dem Leben eines Doktoranden 15 Kommentare· 23.11.09
Kommentare
- Stefan Taube · 16.07.10 · 22:55 Uhr Wissenschaftlers weiße Kittel
- Xenia · 04.03.10 · 17:30 Uhr Die Neue im Labor: Was einst Kontamination war ...
- ToniM · 12.02.10 · 09:47 Uhr Mac oder PC? Biologen lieben Äpfel, logisch
- Marcus Anhäuser · 28.11.09 · 10:46 Uhr Wissenschaftlersprech live
- Marcus Anhäuser · 27.11.09 · 12:24 Uhr Das Kind hat einen Namen, aber es wird nicht mehr gebraucht
27. November 2009
Wissenschaftlersprech live
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Wenn zwei Wissenschaftler sich über ein gemeinsames Projekt unterhalten, dann kann es sein, dass man nichts versteht. Mal zuhören, wie sich das anhört? Bitte schön, ich hab's aufgenommen.
Autor: Marcus Anhäuser· 27.11.09 · 12:40 Uhr· 4 Kommentare
26. November 2009
Das Kind hat einen Namen, aber es wird nicht mehr gebraucht
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 6
Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet immer wieder auch. Man macht und tut und am Ende stellt sich raus: War alles für die Katz'. Kein Problem: Dann versucht man es eben auf anderem Wege.
Autor: Marcus Anhäuser· 26.11.09 · 15:25 Uhr· 6 Kommentare
25. November 2009
Geschwindigkeitsrausch in Pixel pro Minute
Kategorie: Naturwissenschaften
Für die Mitarbeiter hier sind manche Arbeitsschritte nicht besonders spannend, eher Routine. Für mich natürlich nicht. Oder weiß jemand wie man die Geschwindigkeit misst, mit der Mikrotubuli wachsen?
Autor: Marcus Anhäuser· 25.11.09 · 12:25 Uhr· 0 Kommentare
24. November 2009
Minus zwanzig Grad ist einfach zu warm
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 11
Etwas einfrieren ist nun wirklich kein Problem. Tür auf, hinein mit dem Gefriergut, Tür zu. Doch wenn es um Zellen geht, die man wieder zum Leben erwecken will, da ist es nicht ganz so einfach. Man muss den richtigen Schrank erwischen.
Autor: Marcus Anhäuser· 24.11.09 · 10:00 Uhr· 11 Kommentare
23. November 2009
Aus dem Leben eines Doktoranden 1
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Manuel: "Oh, die Sonne scheint ja mal, der Himmel ist blau."
Ich: "Das war gestern (Sonntag, Anm. von mir) aber auch so."
Manuel: "Ich war gestern den ganzen Tag im Labor."
Ich: "Oh."
Manuel: "Und am Samstag auch."
Ich: "Oh."
Manuel: "Aber es hat sich gelohnt. Ich habe richtig gute Ergebnisse bekommen. So müssten Wochenenden immer sein."
Autor: Marcus Anhäuser· 23.11.09 · 10:58 Uhr· 5 Kommentare
Ein Bild von einer Zelle
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
Wissenschaftliche Fachartikel und Poster können ganz schöne Bleiwüsten sein. Jede Grafik ist da willkommen, die einem etwa die beschriebenen Prozesse in einer Zelle veranschaulicht. Wir sind eben Augentiere. Ivas Arbeitsgruppe gönnt sich deshalb Ivana, die sich exklusiv um die Grafiken kümmert. Ein Blick auf ihre Arbeit.
Autor: Marcus Anhäuser· 23.11.09 · 09:30 Uhr· 3 Kommentare
20. November 2009
Wissenschaftlers weiße Kittel
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Wie stellt man sich Wissenschaftler vor, den klassischen Laborwissenschaftler? Irgendwie mit weißem Kittel. Ich will nicht unken, aber die sehe ich hier relativ selten. Manchmal, wenn ich durch die Gänge streiche, dann stehen die schon mal irgendwo in einem Labor. Aber sonst?
Ich habe mich in den letzten Wochen so daran gewöhnt, dass hier Wissenschaftler eher selten mit Kitteln zu sehen sind, dass ich heute ganz überrascht war, einen zu sehen.
In der Lobby unten, wo auch Stühle und Tische stehen, wo man nach dem Essen gerne sitzt, um noch einen Kaffee zu trinken, stand plötzlich eine Frau.
Mit weißem Kittel. Weißen Hosen. Und weißen Schuhen.
Eine Labor-Wissenschaftlerin wie sie im Buche steht ...
Nö. War gar nicht aus dem Institut.
War aus der benachbarten Uniklinik. Eine Ärztin.
HatDie essen hier in der Kantine zu Mittag gegessen.
Ob das ihr Ausgehkittel war?
Foto: Wikipedia
Autor: Marcus Anhäuser· 20.11.09 · 16:40 Uhr· 8 Kommentare
19. November 2009
Es ist noch nicht zu Ende ...
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
... nach der kurzen Unterbrechung (u.a. wg. einer Konferenz und einer Waschmaschine, (... fragt nicht ...)) habe ich noch ein paar Dinge aus dem Labor zu erzählen. Also seid gespannt, es geht bis zum Ende nächster Woche.
Ich möchte noch aus dem Leben eines Doktoranden berichten, eine Kollektion von Grafiken zeigen, etwas zu den Methoden hier erklären und mehr.
Bleibt also gespannt an den Empfangsgeräten und wundert Euch nicht, wenn ein Ruf eines Postdocs durch's Labor erschallt wie:
"Wer hat die fission yeast nur auf minus 20 Grad gelagert statt auf minus 80!"
Autor: Marcus Anhäuser· 19.11.09 · 11:20 Uhr· 4 Kommentare
07. November 2009
Biologen und Physiker: Zwei Welten in einem Labor (Nachtrag 24.11.)
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Biologen und Physiker stehen für zwei Arten, die Welt zu erforschen. Hier im Labor treffen sie aufeinander. Kann das gut gehen? Der ideale Wissenschaftler wäre wohl eine Kreuzung aus beidem.
Autor: Marcus Anhäuser· 07.11.09 · 12:30 Uhr· 3 Kommentare
04. November 2009
Die Neue im Labor: Was einst Kontamination war ...
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
... das ist ab sofort ihr Forschungsobjekt. Petrina Delivani (33) ist die Neue hier im Labor. Seit Montag arbeitet sie als dritter Postdoc im Tolic-Lab. Vor ihrer Babypause hatte sie bis zum September 2007 in Dublin an Apoptose, dem programmierten Zelltod, gearbeitet; nicht an Hefezellen, sondern an menschlichen und anderen Säugerzellen. Hefezellen haben da eher gestört.
Autor: Marcus Anhäuser· 04.11.09 · 15:20 Uhr· 2 Kommentare
02. November 2009
Gebt dem Kind einen Namen!
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 23
Es gibt einen neuen Spalthefe-Zellstamm auf diesem Planeten. Er hat nur noch keinen Namen. Also sind alle aufgerufen, diese neue Zelllinie zu taufen. Vielleicht fällt Euch ein phantasievollerer Titel als "XY 123" ein. Vorschläge werden ab sofort entgegen genommen.
Autor: Marcus Anhäuser· 02.11.09 · 12:46 Uhr· 23 Kommentare
30. Oktober 2009
Strike: Meschugge Mikrotubuli
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Das Kreuzen hat funktioniert. Nicola hat letztlich vier Kandidaten unter den 44 Kulturen gefunden, die vielversprechende Zellen mit veränderten Mikrotubuli samt Farbstoff zeigen.
Autor: Marcus Anhäuser· 30.10.09 · 16:00 Uhr· 3 Kommentare
29. Oktober 2009
Wie man Spaltpilze festklebt
Kategorie: Naturwissenschaften
Die Spalthefe-Zellen hatten ihren Sex und haben Nachwuchs bekommen: winzige Sporen. Die nutzt Nicola nun, um wieder Zellkolonien entstehen zu lassen. An denen überprüft er, ob die Zellen die Eigenschaften der Elternstämme geerbt haben und damit für die Untersuchungen geeignet sind.
Autor: Marcus Anhäuser· 29.10.09 · 17:05 Uhr· 0 Kommentare
28. Oktober 2009
Aufhübschen für die Evaluation
Kategorie: Technik · Kommentare: 4
Jetzt bin ich doch glatt ein kleines bisschen nervös. Grund: In diesen Tagen steht hier im MPI die dreijährliche Evaluation an. Wie gut wird hier gearbeitet? usw. Ein Komitee aus externen Wissenschaftlern von überall auf der Welt und Mitgliedern der Max-Planck-Gesellschaft beurteilen die Leistung des MPI. Sie schauen sich alles an, lassen sich alles erklären, diskutieren mit den Gruppenleitern und den Direktoren, lassen sich die wissenschaftliche Ausbeute erklären usw. usw.
Das geht schon seit Freitag so. Heute ist Vortragstag im Auditorium. Es gab nochmal einen Gesamtüberblick über das Institut (Was ist z.B. das Dresden-Modell? Wie steht das Institut im Vergleich zur Konkurrenz dar?) und einige Gruppenleiter präsentieren ihre Forschung. Iva Tolic, die hiesige Gruppenleiterin, ist gleich dran. Wir gehen natürlich alle gucken.
Das Eigenartige ist: Eigentlich gibt es keinen Grund nervös zu sein. Die Leute machen das, was sie immer tun: Sie präsentieren ihre Forschung. Aber selbst die Direktoren haben ein Kribbeln im Bauch.
Und wie das so ist: Wenn man sich präsentiert und Besuch bekommt, wirft man sich in Schale, hübscht sich ein bisschen auf. Auch das Labor. Ist ja auch eine gute Gelegenheit endlich mal die Einrisse in den Forschungspostern zu kleben, was man ja immer mal schon machen wollte. Alles wird gerade ausgerichtet, alte Poster werden durch neuere ersetzt. Das Tablett mit den ungespülten Gläsern endlich mal entsorgt ... Ihr kennt das.
Mit einem Pfund kann das MPI hier übrigens ziemlich wuchern: Das amerikanische Wissenschaftsmagazin "The Scientist" hat das Institut dieses Jahr gleich zweimal ausgezeichnet: Einmal, Anfang des Jahres, als bester nicht-US-Arbeitgeber für Postdocs und (vor knapp einem Monat ein paar Tagen) als bester akademischer Arbeitsplatz International.
Warum also sollte hier jemand nervös sein ... ;-).
(irgendwie habe ich mich wohl anstecken lassen)
Autor: Marcus Anhäuser· 28.10.09 · 13:45 Uhr· 4 Kommentare
Wie man Spaltzellen zu sexuellen Handlungen zwingt
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Schon mal aufgefallen? Der Zellkern einer Zelle sitzt im Normalfall immer schön in der Mitte. Wie schafft die Zelle das? Postdoc Nicola Maghelli versucht das heraus zu finden. Dafür muss er die Zellen aber erst mal zu sexuellen Handlungen zwingen, was ziemlich einfach ist.
Autor: Marcus Anhäuser· 28.10.09 · 12:04 Uhr· 5 Kommentare
27. Oktober 2009
Du willst etwas untersuchen? Dann hau es raus!
Kategorie: Naturwissenschaften
Wie kann man den Einfluss einer Sache auf eine andere in einem so kleinen Lebewesen wie der Spalthefe untersuchen? Indem man dieses etwas weglässt oder verändert und sich dann die Effekte ansieht.
Autor: Marcus Anhäuser· 27.10.09 · 14:36 Uhr· 0 Kommentare
26. Oktober 2009
Dieses multilinguale Sprachdings hier
Kategorie: Kultur · Kommentare: 5
Da man nie weiß, welcher Nationalität jemand angehört, dem man hier im Institut begegnet (z.B. im Aufzug), spricht man sich erst mal auf Englisch an. Das führt manchmal zu eigenartigen Situationen. Wie gerade eben.
Einer der Computertechniker erklärt Falk etwas an seinem Computer. Sie sprechen Englisch miteinander, obwohl beide Deutsche sind. Erst als Bernhard fragt: "Warum redet ihr eigentlich Englisch?", stocken beide und reden auf Deutsch weiter.
Schon eigenartig dieses Sprachdings.
Autor: Marcus Anhäuser· 26.10.09 · 15:36 Uhr· 5 Kommentare
Diese winzigen Zellen: Und ich, fett und breit wie ein Gebirge
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Kann man eigentlich vermitteln, wie klein diese Zellen sind, mit denen hier im Labor gearbeitet wird? Ich zoome sie mal gedanklich auf unsere Größe und mich zoome ich um den selben Faktor ...
Autor: Marcus Anhäuser· 26.10.09 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare
23. Oktober 2009
MPI-Essen ist immer noch lecker
Kategorie: Kultur · Kommentare: 3
Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen gutem Kantinen/Mensa-Essen und wissenschaftlichen Erfolgen? Wahrscheinlich eher indirekt. Aber eines scheint auch nach 15 Jahren noch so zu sein: Die Wissenschaftler an einem MPI können sich auf's Mittagessen freuen.
Autor: Marcus Anhäuser· 23.10.09 · 14:00 Uhr· 3 Kommentare
22. Oktober 2009
Das Kommen und Gehen, das Forschen, das Reden und Trinken
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Ich bin hier nicht in einer Bank oder im Büro einer Verwaltung. Verbrächte ich dort meine Zeit, könnte man sich recht gut vorstellen wie der Tagesablauf, die Dynamik innerhalb des Büros aussieht. Das ist wahrscheinlich recht vorhersehbar. Hier im Labor sieht das alles etwas anders aus.
Autor: Marcus Anhäuser· 22.10.09 · 11:15 Uhr· 4 Kommentare
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