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Christiane Hoffmann ist Kunsthistorikerin und spezialisiert auf Dienstleistungen die Künstler, Galeristen und Museen on- und offline unterstützen. Sie ist Inhaberin der Kunstagentur Hoffmann und betreibt zudem das Blog Kunstfreunde.
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22.11.08 · 20:34 Uhr
Wie sieht Schmerz aus - Kunst und Wissenschaft
Kategorie: Kultur · Kommentare: 5
Kunst ist ja eine Wissenschaft und Wissenschaft hat ganz oft auch mit Kunst zu tun. Aber die klassische Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft ist nicht automatisch der Bereich Life-Science oder artverwandtes. Der Kölner Künstler und Forscher Karsten K. Panzer "PerZan" hat mit seinen Projekten "iGene" und "gen Esthetics" eine die Kunst und Wissenschaft verbindende Metasprache entwickelt, die beeindruckend und visionär zu gleich ist.
Bildquelle: PerZan, Farbkreis: PerZan Hepatitis B - Gen
Der Künstler konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Farbe und die Anwendung ihrer Gesetzmäßigkeit. Diese überträgt er auf grundlegende Bereiche der menschlichen Existenz. Die Welt der Gene eben.
Er entwickelt über sein dreidimensionales Farbsystem einen verbindlichen, binären Struktur-Algorithmus und damit eine transdisziplinäre Schnittstelle zwischen der biologischen Erbinformation des genetischen Codes, der physikalischen Information von Farbe und Licht sowie der binär-funktionalen Wissensorganisation des altchinesischen Yi Jing. (Zitat)
Spannend ist, dass der Künstler nicht die Kunst für sich schafft, sondern den offenen Diskurs mit allen Wissenschaften und elementaren Systemen aus Medizin, Genetik, Informatik oder aus Neurologie und Hirnforschung, aber auch aus der Geistes- und Kunstgeschichte sucht.
Vielleicht hat PerZan mit diesem Ansatz und seinen häufigen Ausstellungen schon viel für die Kommunikation zwischen den Disziplinen getan.
Auch einige Wissenschaftler wie die Wissenschaftsjournalistin Dr. Barbara Hobom oder Christian Hoppe, Uni Bonn sind als Stimme zu Karsten K. Panzers arbeiten zu lesen.
Wer mehr wissen möchte, dem sei die informative und farbige Seite von PerZan empfohlen.
Autor: Christiane Hoffmann· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (5)
Was ist denn ein dreidimensionales Farbsystem?
Und was ist denn das Hepatitis B Gen?
Es gibt ja die 3 Primärfarben Rot(R),Grün/Gelb(G) und Blau(B) - kurz RGB-Farben genannt. Aus diesen 3 Farben kann man theoretisch ( und praktisch) jede andere erdenkliche Farbe herstellen, also "mischen". Will man diese eigentlich "unendliche" Farbskala" einmal konkret erfahren und sich vorstellen wie sie sich zusammensetzt, muss man diese Farben nach einem System ordnen. Da Farben ja auch räumlich wirken und sich ausbreiten, kann man diese so strukturieren, idass man Rot, Grün und Blau in ein 3D Koordinatensystem ( quasi Höhe x Breite x Tiefe) packt, wobei je eine Achse dem Rot, eine dem Grün und eine dem Blau zugeschrieben wird. Jetzt müssen in diesem 3D Raum theoretisch alle denkbaren Mischfarben gefunden werden können.
Hepatitis ist eine gefährliche Leberentzündung, die durch vielerlei Ursachen, oft aber durch einen Virus hervorgerufen wird. Um die schädliche Wirkung diesen Virus zu erkennen und möglicherweise zu bekämpfen, erforscht man sein Genom, das ist die Gesamtheit seiner Gene. Ein diesbezüglich wichtiges Gen des Virus-Kerns von Hepatitis C ist hier gemeint.
Sorry, ich weiß schon, daß Künstler lieber ihre Arbeit für sich sprechen lassen statt sie zu erklären. Aber interessieren würde es mich jetzt schon: kann man kurz erklären, wie die Farben der Gene zustandekommen?
Es gibt ja die bekannte Farbtheorie von Kandinsky, über die dann z.B. auch Farben geometrischen Formen zugeordnet werden. Aber das läßt sich sicher nicht auf Gene anwenden?