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Christiane Hoffmann ist Kunsthistorikerin und spezialisiert auf Dienstleistungen die Künstler, Galeristen und Museen on- und offline unterstützen. Sie ist Inhaberin der Kunstagentur Hoffmann und betreibt zudem das Blog Kunstfreunde.
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11.06.08 · 10:17 Uhr
Man Ray: Unbekümmert, aber nicht gleichgültig in Berlin
Kategorie: Kultur
Unconcerned But Not Indifferent (Unbekümmert, aber nicht gleichgültig) lautet die Inschrift auf Man Rays Grabstein, die für den Titel der Ausstellung gewählt wurde.
Bildquelle:Café Man Ray, 1948 Café Man Ray, 1948
© Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Mit über 300 Stücke ist sie die erste ihrer Art, die Man Rays künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung setzt, aus denen er seine Inspiration schöpfte - seine Melone und seinen Spazierstock, Gegenstände aus den Regalen seines Studios in der Rue de Ferou in Paris, seine Sammlung erotischer Fotografien und Objekte, die er für seine bekannten Rayografien verwendete.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Entwicklung zahlreicher Motive und zeigt Man Rays gelegentliche Nutzung fotografischen Materials für Gemälde und Grafiken. Der Besucher hat auch die Möglichkeit sich ein Bild von Man Rays Leben und seinen schöpferischen Prozessen zu machen. So werden persönliche Gegenstände wie Schmuckstücke, die Man Ray für seine Frau Juliet anfertigte, private Briefe, Zeichnungen und Manuskripte, darunter zwei frühe Entwürfe von Man Rays Autobiografie, eine Formel für Fotochemikalien und eine Patentanmeldung für ein magnetisches Schachspiel gezeigt. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung bisher noch nie gezeigte Dokumente, die Man Ray als Quellenmaterial für seine Gemälde und Drucke verwendete, sowie Probeabzüge mit Anmerkungen Man Rays. Diese Gegenstände werden den Werken zugeordnet, auf die sie sich beziehen, und bieten somit eine neue Sicht auf Leben und künstlerisches Schaffen.
Der Aufbau von „Unbekümmert, aber nicht gleichgültig" folgt den vier Schaffensperioden von Man Ray: New York (1890-1921), Paris (1921-1940), Los Angeles (1940-1951), Paris (1950-1976). Den Auftakt bildet New York mit einer Sammlung von Abzügen aus Man Rays persönlichen Karteien, in denen er seine Frühwerke dokumentierte.
Diese Karteien, deren Originale nach Man Rays Tod aus seinem Studio gestohlen wurden, waren Gegenstand beträchtlicher Kontroversen und sind nie zuvor gezeigt worden. Soweit möglich, werden sie den Arbeiten zugeordnet, die sie dokumentieren. Aus den Jahren in Paris werden u. a. Man Rays Dokumentationen seiner eigenen Werke und die anderer Künstler, darunter Duchamp, Picasso, Miro und Leger gezeigt sowie ein
kleines Buch, das Man Ray über Rousseaus Werk anfertigte. Viele der Arbeiten
sind größtenteils unbekannt.
Autor: Christiane Hoffmann· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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