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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.


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Archiv November 2011

25. November 2011

Prozentrechnung: PISA-Schock in der ZiB

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 79

Heute werfen wir einen kurzen Blick zurück auf die wichtigste Nachrichtensendung des ORF, die Zeit im Bild (ZiB), und zwar jene vom vergangenen Dienstag, dem 22.11.2011. Da wurde bitter beklagt, dass es beim gleichen Produkt zwischen Österreich und Deutschland mitunter gewaltige Preisunterschiede gibt. Das hatte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kürzlich herausgefunden und in seiner Zeitschrift "Konsument" publiziert.

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Autor: Ulrich Berger· 25.11.11 · 12:43 Uhr· 79 Kommentare

20. November 2011

BE-Fuelsaver: Kritisch gedacht hilft New Generation BIO

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 304

Die Firma New Generation BIO hat nach "vielen Jahren intensiver Forschung im Bereich der Energieschwingungen" ein tolles Spritsparprodukt entwickelt: den BE-Fuelsaver. Er sieht zwar aus wie ein billiger Metallstift und hat deshalb auch Kritik hervorgerufen, aber diese Kritiker verstehen einfach zuwenig von Quantendings! Es handelt sich bei dem Metallstift nämlich um einen "Schwingungsträger, der zur Anregung einer Plasmabildung im Treibstoff (im Brennraum) führt d.h. der Treibstoff wird so vorbehandelt, dass er in eine niedermolekulare ionisierte Gasketten aufgeschlüsselt wird." (Originalzitat, bei der Rechtschreibung hilft er offenbar nicht.)

Wer Sprit sparen kann, so dachte sich New Generation BIO Geschäftsführer Ing. Herbert Renner, kann auch Krebs und AIDS heilen. Ist ja logisch - alles Energieschwingungen! Wir freuen uns schon auf die vielen geheilten Patienten.

befs00.jpgDie Firma New Generation BIO ist sehr stolz auf die vielen Berichte, die ihre Spritspar-Erfindung im Frühjahr in den österreichischen Medien generiert hat. Sie hat extra eine Webseite eingerichtet, wo all diese Artikel abrufbar sind:

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Autor: Ulrich Berger· 20.11.11 · 01:05 Uhr· 304 Kommentare

06. November 2011

Hahns Blagiat und das typisch Österreichische an der ÖAWI

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 12

Johannes Hahn behält also seinen Doktorgrad (den vielzitierten "Doktortitel" gibt und gab es in Österreich nie). Hahn hat nämlich, so die Verlautbarung der Österreichischen Agentur für Wissenschaftliche Integrität (ÖAWI), auf die sich die Uni Wien beruft, kein Plagiat verfasst. Da es nun amtlich ist, dass Hahn kein Plagiat verfasst hat, nenne ich den Text, den er 1987 als Dissertation eingereicht hat, ein "Blagiat", was so eine Art weiche Form des Plagiats ist.

Ich versuche einmal, es positiv zu formulieren: Hahn hat fast 83% seiner Dissertation selbst verfasst. Den Rest hat er blagiiert, indem er auf drei verschiedene Weisen fremde Ideen als seine eigenen ausgegeben hat. Das kann man in Stefan Webers Gutachten (Teil 1, Teil 2) nachlesen, welches der ÖAWI auch vorlag. Und dazu muss man Stefan Weber nicht einmal blind vertrauen. Denn in dessen Gutachten sind die entsprechenden Stellen einander fein säuberlich gegenübergestellt, und was man dort sieht, lässt an der Abschreiberei keinen Zweifel aufkommen.

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Autor: Ulrich Berger· 06.11.11 · 00:54 Uhr· 12 Kommentare

05. November 2011

Die GAMED spielt Wissenschaft

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 49

Energiemedizin heute: Das Ionen Induktions Gerät PAPIMI® nach Prof. DDr.P.Pappas, Diagnostikum und Therapeutikum der Zukunft? - so der Titel eines Ende November stattfindenden Seminars (Teilnahmegebühren € 30,- pro Person) der GAMED, der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin. Das Ziel der PAPIMI-Magnetfeld-Behandlung, so die Ankündigung, sei "die Re-Induktion von Selbstheilungsvorgängen, sowohl in der Sport- und Rehabilitationsmedizin als auch zur Behandlung chronischer Infektionen, neurologischer Erkrankungen, von Autoimmunkrankheiten und Krebs." Eine Wundertherapie also, die alles kann.

Wer jetzt den Verdacht hegt, dabei handle es sich um pseudomedizinisches Quacksalber-Voodoo und Techno-Esoterik, der liegt goldrichtig. Tatsächlich hat die PAPIMI-Therapie, eine Erfindung eines griechischen Freie-Energie-Anhängers, es in den über 20 Jahren ihres Bestehens nicht geschafft, eine einzige klinische Studie hervorzubringen, die auch nur Spuren eines Wirknachweises enthielte. Ganz im Gegenteil: 2002 quälte man Ratten, um festzustellen, dass die Heilung von Knochenbrüchen durch PAPIMI bestenfalls verzögert(!) wird. 2004 quälte man abermals Ratten, um zum Ergebnis zu gelangen, dass PAPIMI zur Heilung von Schnittwunden genau gar nichts beiträgt. Dann ließ man das mit den Studien sein und setzte fortan auf Marketing via Heilsanekdoten, verbreitet auf "Seminaren" wie eben jenem der GAMED.

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Autor: Ulrich Berger· 05.11.11 · 10:55 Uhr· 49 Kommentare

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