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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.


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gwup | die skeptiker



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Archiv Mai 2010

30. Mai 2010

Germanische Neue Medizin: Was tun?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 127

Anlässlich der Dokumentation im Bayerischen Fernsehen und der Kommentarschlacht bei Florian drüben ein paar lose Anmerkungen zur Germanischen Neuen Medizin (GNM):

Ein paar Mal bin ich bereits gefragt worden, wie die GNM und Herr Hamer aus wissenschaftlicher Sicht denn zu bewerten seien. Dazu folgendes:

1. Man muss zuerst einmal ganz klar festhalten, dass aus wissenschaftlicher Sicht Herr Hamer ein Irrer ist. Aus nichtwissenschaftlicher Sicht übrigens auch. Ich weiß, der Ausdruck "Irrer" ist nicht politisch korrekt. Aber er ist im Fall von Hamer angemessen.

2. Seine monströse Schöpfung, die GNM, ist in all ihren Aspekten eine dermaßen verblödete Theorie, dass sich eine seriöse medizinisch-wissenschaftliche Betrachtung aus heutiger Sicht verbietet. Alle Fakten sind längst bekannt, all der argumentative Müll der GNM ist längst widerlegt. Die GNM heute erneut ernsthaft zu diskutieren hieße, sie unnötig aufwerten. Sie verdient den Status der Flacherde-Theorie.

3. Ernst zu nehmen gilt es dagegen das Phänomen der GNM-Anhänger, die GNM-"Stammtische" organisieren und die GNM damit weiterverbreiten und am Leben erhalten. Dieses Phänomen lässt sich meines Erachtens am besten in Form einer Analogie aus der Epidemiologie begreifen:

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Autor: Ulrich Berger· 30.05.10 · 18:59 Uhr· 127 Kommentare

28. Mai 2010

Neues vom Markt für Voodoo-Technik: AlphaPrevent von BiCoTec

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 38

Biophysikalischer Hokuspokus in der Steiermark

Gestörte Entstörung

Mit Unterstützung offizieller Stellen vertreibt die Grazer Firma BiCoTec einen skurrilen Schutzschild gegen Elektrosmog.


alphaprevent.gif

(Dieser Artikel wurde im Laborjournal 5/2010 veröffentlicht.)

Nachtrag aufgrund wiederholter Anfragen: Das in diesem Artikel krtisierte TGM-Gutachten findet sich hier.




Autor: Ulrich Berger· 28.05.10 · 16:52 Uhr· 38 Kommentare

25. Mai 2010

Anna hilft

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 39

Die homöopathische Praxis Zenz kümmert sich auch um äußerst seltene Erkrankungen...

zenzfuss.png


Autor: Ulrich Berger· 25.05.10 · 23:29 Uhr· 39 Kommentare

23. Mai 2010

Homöopathische Überdosis: How I survived Sulphur C1000

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 210

Vergessen Sie den 10:23 'overdose' event, der am 30. Jänner in Großbritannien stattgefunden hat! Die ultimative homöopathische Überdosis setzte es vergangenen Mittwoch im Wiener Resselpark. Neben einer Handvoll heroischer freiwilliger Probanden von den Wiener Skeptikern - darunter auch meine Wenigkeit - trafen sich dort trotz strömenden Regens am späten Nachmittag einige Dutzend Bildungshungrige zum Vortrag und Happening von und mit Science Buster Heinz Oberhummer.

AutoCollage_12_Bilder.jpgHeinz hatte im Rahmen der Woche der freien Bildung einen Vortrag inklusive "homöopathischem Vollrausch" angekündigt. Immerhin hatte er an diesem Tag auch Geburtstag! Während wir Versuchskaninchen also insgesamt zweimal jeweils ca. 15 Globuli der homöopathischen Hochpotenzen Sulphur C1000, Irgendwas C200 und Nochwas C100* einnahmen, pipettierte und schüttelte Heinz eine C12-Potenz von 80%igem Stroh-Rum** nach der Mehrglas-Methode.

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Autor: Ulrich Berger· 23.05.10 · 22:38 Uhr· 210 Kommentare

18. Mai 2010

Österreich enträtselt die Welt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 16

Wie Wissenschaft funktioniert, lässt sich eigentlich ganz einfach erklären: Es gibt tausende Rätsel. Jeden Tag werden ein paar davon durch Wissenschaftler gelöst. Meistens durch Österreicher.

Z.B. gestern, am 17. Mai, haben ein paar Salzburger Wissenschaftler das Geheimnis der Mona Lisa gelüftet. Die Tiroler wollten da nicht nachstehen und lösten schnell das Rätsel der Kugelblitze.

orfat.png
Für morgen ist die Pressekonferenz eines burgenländischen Wissenschaftlerteams angekündigt, das den Mord an JFK geklärt hat (die Verhaftung des Täters steht kurz bevor), und am Freitag endet die Sperrfrist für jenes Vorarlberger Science-Papier, das die Frage nach dem Sinn des Lebens abschließend beantwortet.



PS: Eine der beiden oben verlinkten Arbeiten wird von ORF.at übrigens völlig falsch dargestellt. Welche? ein Rätsel!

[Nachtrag vom 21.05.2010:] Salzburger Kugelblitz-und-UFO-Forscher schlagen zurück und kritisieren die Kugelblitz-Theorie der Innsbrucker. Diese wehren sich. Der ORF berichtet über den aktuellen Stand des Scharmützels. Naht ein Sommerloch?

Autor: Ulrich Berger· 18.05.10 · 18:55 Uhr· 16 Kommentare

17. Mai 2010

Christian Köberl über Naturwissenschaft, Esoterik und Kometen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 71

Prof. Christian Köberl, der neue Generaldirektor des Naturhistorischen Museums in Wien, ist Astrogeologe und Impaktforscher. Was das genau ist, kann Florian Freistetter sicher besser erklären als ich. Vorgestern gab Köberl den Oberösterreichischen Nachrichten ein interessantes und lesenswertes Interview. Hier ein Auszug. Dort der Volltext.

OÖN: Wie erklären Sie sich, dass viele Menschen die geringe Gefahr, die von Kometen ausgeht, als bedrückender empfinden als eine viel wahrscheinlichere Gefahr, etwa den Klimawandel?

Köberl: Das lässt sich vielleicht dadurch erklären, dass die Menschen sich wenig für Naturwissenschaften interessieren, was mich sehr betrübt. Denn Naturwissenschaften sind etwas sehr Spannendes. Wenn man sich da ein paar Grundkenntnisse erwirbt, versteht man die Welt viel leichter. Hingegen sieht man sehr viel Esoterik - Homöopathie, Leute mit Wünschelruten etc. Das sind oft dieselben Leute, die mit dem Auto fahren, den Fernseher aufdrehen, das Mobiltelefon verwenden - alles Dinge, die auf den Errungenschaften der Naturwissenschaften basieren.

OÖN: Aber gibt es - um ein beliebtes Argument von Esoterikern zu verwenden - nicht noch hunderttausend Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht erklären können?

Köberl: Vor hundert Jahren waren es zweihunderttausend Dinge. Man hat zum Beispiel nicht gewusst, warum man krank wird. Dann hat man Bakterien entdeckt, später Viren. Man hat Penicillin entwickelt, so dass man etwas dagegen tun konnte. Das sind alles Errungenschaften von Biologie, Physik und Chemie.


Autor: Ulrich Berger· 17.05.10 · 00:19 Uhr· 71 Kommentare

08. Mai 2010

Hyoscyamus: eine Collage

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 37

                 Redaktion: neural1.jpg

[...]

                Claus Fritzsche:

neural2.jpg

[...]

neural4.jpg



neural5.jpg


Quellen:

Neuraltherapie Blog

Globulissimo Homöopathie Online-Shop


Autor: Ulrich Berger· 08.05.10 · 22:35 Uhr· 37 Kommentare

07. Mai 2010

Heinz Oberhummer im Hangar 7

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 28

Gestern Abend war unser Präsident Heinz Oberhummer in Servus-TV zu Gast in der Diskussionssendung "Talk im Hangar 7". Thema der Sendung war "Tolle Theorien - wieviel Unvernunft verträgt die Wissenschaft?"

Heinz zur Seite standen Gerhard Vollmer aus dem GWUP-Wissenschaftsrat sowie GWUP-Physiker Markus Pössel. Auf der Seite der Unvernunft fanden sich der Alienist Erich von Däniken und der Astrounloge Winfried Noé. Wie üblich irgendwo dazwischen war Anomalist und Ex-Skeptiker Edgar Wunder zu verorten.

Highlight der Sendung war natürlich die historisch erstmalige Erwähnung der GkD in einer TV-Sendung - allerdings unter der Bezeichnung "österreichische Skeptikerorganisation", was auch nicht schlecht klingt. Die weiteren Highlights verrate ich jetzt nicht, denn selbst wenn Sie die 90minütige Sendung gestern verpasst haben sollten, dann können Sie sie dem Internet sei Dank jederzeit hier ansehen.

Autor: Ulrich Berger· 07.05.10 · 18:16 Uhr· 28 Kommentare

06. Mai 2010

VGSE: Do your Econ PhD in Vienna!

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 11

The deadline for your application is June 1, 2010. So if you would like to start your PhD studies in economics in autumn 2010 and spend three years in the world's most livable city, then hurry up and submit your application package to the

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Autor: Ulrich Berger· 06.05.10 · 16:09 Uhr· 11 Kommentare

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