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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.
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08.04.09 · 15:19 Uhr
"Newton" im Quotensumpf: ORF sendet Telepathie
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 22
Wer zufällig vor ein paar Tagen die Shaolin-Folge von "Galileo Mystery" auf ProSieben gesehen hat und das fertige Produkt mit dem dazugehörigen Insider-Bericht von Dr. Hümmler vergleicht, der bekommt einen interessanten Einblick in die Mechanismen des Quoten-TV. Allerdings: ProSieben ist ein Privatsender, die dürfen das. Der ORF dagegen ist ein öffentlich-rechtlicher Sender mit Bildungsauftrag. Mit "Newton" hat er eine eigene Wissenschaftssendung. Zumindest wird das behauptet. Jetzt gibt es erste Hinweise darauf, dass wir es in Zukunft mit einer Art "Newton Mystery" zu tun haben könnten. Lesen Sie dazu unserenGastbeitrag von Florian Aigner.
„Neues aus der Welt der Wissenschaft" - das ist die prächtigstrahlende Tagline des ORF-Wissenschaftsmagazins Newton. Dass es dem ORF in Wirklichkeit nicht darum geht, die umwälzendsten Neuigkeiten der aktuellen akademischen Forschung zu präsentieren, kann man ja noch verstehen. Auch ein öffentlicher Fernsehsender will gute Einschaltquoten haben und verlegt sich gerne auf peppiges Infotainment. Dass die massentauglichen Themen nicht unbedingt die wissenschaftlich gehaltvollsten sind, ist klar. Wenn man auf der Suche nach Massentauglichkeit aber plötzlich die Wissenschaft völlig aus den Augen verliert und sich in tiefdunkelster Esoterik verirrt, hat man irgendetwas dramatisch falsch gemacht.
Am Samstag, dem 4. April wurde in „Newton" das Thema „Telepathie" behandelt. Können Menschen einander telepathisch Gedanken mitteilen? Spüren wir, wenn wir von hinten angestarrt werden? Solche Fragen sind zweifellos eine wissenschaftliche Untersuchung wert - und sie wurden auch schon oft genug sorgfältig wissenschaftlich untersucht. Ein echter Hinweis auf die Existenz irgendwelcher übersinnlichen Kräfte fehlt freilich nach wie vor, aber davon lässt sich die Newton-Redaktion im ORF nicht ablenken. Vom seriösen Overvoice des Beitrages wird eine überraschende Revolution des wissenschaftlichen Weltbildes durch die Telepathie verkündet, also muss es wohl stimmen. Einige querköpfig-konservative Skeptiker mag es zwar geben, die Telepathie noch immer nicht akzeptieren, aber im Grunde, so die zentrale Aussage des ORF-Beitrages, sei übersinnliche Informationsübertragung eine nachgewiesene Tatsache.
„Ein Experiment deutscher Forscher hat nun vor kurzem die Wissenschaft aufgerüttelt und veranlasst, Telepathie ernst zu nehmen" schreibt der ORF auch im Internet. Gemeint ist eine deutsche Studie des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene", in der telepathische Gedankenübertragung untersucht wurde: Testpersonen - die Gedankensender - sahen sich kurze Videoclips an, deren Bilder sich dadurch in die Köpfe anderer Testpersonen - Gedankenempfänger - übertragen sollten. Die Empfängerpersonen wurden danach mit vier Filmen konfrontiert, von denen einer der zu übertragene Videoclip war. Sie wurden aufgefordert, die Ähnlichkeit der Filme mit ihren „empfangenen" Gedanken zu bewerten. Bei vier Filmen ist damit zu rechnen, dass in einem Viertel der Fälle der richtige Film an erster Stelle gereiht wird. Tatsächlich war das bei 120 Versuchen in 32% aller Fälle so. Damit wurde der Erwartungswert um beinahe zwei Standardabweichungen übertroffen - das ist ganz nett, aber alles andere als ein wissenschaftlicher Beweis. Sieht man sich die Zahlen genauer an, stellt man fest: In fast genau der Hälfte der Fälle wurde die richtige Lösung auf den Plätzen 1 und 2, in der anderen Hälfte der Fälle auf den Plätzen 3 oder 4 gereiht. Die Behauptung, es handle sich hier um wissenschaftlich nachgewiesene Telepathie löst sich ganz von selbst fast so rückstandsfrei in Luft auf wie der öffentliche Bildungsauftrag des Staatssenders ORF.
Auch der britische Ex-Wissenschaftler Rupert Sheldrake darf in so einer Sendung nicht fehlen. Sheldrake war Biochemiker und Zellbiologe, bis er sich der Esoterik zuwandte und die „morphogenetischen Felder" erfand, die angeblich Lebewesen und Natur unsichtbar miteinander verbinden. Unsere Gedanken, meint Sheldrake, reichen aus unserem Körper hinaus und sind ganzheitlich miteinander verbunden. Dass seine spektakulären Behauptungen (etwa über Hunde, die spüren, wann ihr Herrchen nach Hause kommt, oder die Fähigkeit zu fühlen, dass man von hinten angestarrt wird) zwar tatsächlich gut überprüfbar sind, bisher aber keineswegs bestätigt werden konnten, ist offenbar weder für Sheldrake selbst noch für die Newton-Redaktion ein Problem.
Dass der ORF in seiner Sendung auch Skeptiker zu Wort kommen lässt, verkommt zur reinen Kosmetik. „Skeptiker und revolutionäre Weiterdenker, sowie ein bekannter Mentalist geben Einblick, wie unterschiedlich die Auffassung über den menschlichen Geist sein kann", findet der ORF. Skeptiker sind also die konservativen Blockierer, während ihnen die „revolutionären Weiterdenker" schon meilenweit voraus sind? Die Sendung könnte kaum parteiischer sein. Am Ende verabschiedet sich die zuckersüß dauerlächelnde Newton-Moderatorin, indem sie das Thema für nächste Woche nicht vorliest, sondern den Zusehern „per Telepathie sendet". Hurra.
Dass der ORF dem ihm gesetzlich vorgeschriebenen Bildungsauftrag nicht nachkommt, ist traurig. Dass der ORF aber nun sogar aktiv die Verdummung der Bevölkerung vorantreibt, indem er wissenschaftlich widerlegte Esoterik propagiert, ist gefährlich. Jedes Formel-1-Rennen, jede billige Kommerzmusikshow, jeder Zoom ins Champagnerglas einer Opernballübertragung ist intellektuell redlicher als eine angebliche Wissenschaftssendung, die Wissenschaft von Aberglauben nicht unterscheiden kann.
Autor: Ulrich Berger· 22 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
Der ORF, der Mentalist und die Wissenschaft · Astrodicticum Simplex · 11.09.09 · 07:10 Uhr
In Österreich sind manche Dinge anders. Zum Beispiel das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Sowas gibt es zwar offiziell und sogar mit "Bildungsauftrag" per Gesetz - aber wenn man genau hinschaut, sieht man oft keine großen Unterschiede zum Privatfernseh... ...mehr
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Kommentare (22)
Auch wenn ich die Meinung teile, dass Newton kein Wissenschaftsmagazin ist und am untesten Level agiert so ist mir die Conclusio schleierhaft. Ich habe keineswegs den Eindruck gewonnen, als wäre die Sendung zu dem Schluss gekommen, dass es Telepathie gibt, wohl aber, dass es Leute gibt die versuchen sich damit wissenschaftlich zu beschätigen.
Die Tricks von dem (pseudo Chris Angel gestyltem) Mentalisten waren plumt - aber er ist auch ein mentalist, vertritt also sicher nicht nicht die These, dass er das über Telepathie wargenommen hat. Philippe Leick (GWUP) hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet & die Verschränkung von Markoteilchen/Personen/... dementiert. Natürlich hätte Leick das auch zynischer sagen können, genauso wie der Neurologe (?) den unwahrscheinlichsten Konjunktiv statt der schlichten Negation vorgezogen hat, aber zumindest bei Leick wäre ich (kenne nur seine blog-Kommentare) von etwas anderem überrascht gewesen.
(an dieser Stelle wäre es nett, wenn Philipe Leick auch eine Wortmeldung abegeben könnte, in wie fern sein Beitrag gekürzt war oder er etwas anderes sagen hätte wollen o.ä. manipulativ gewirkt wurde)
Alles in Allem bin ich unschlüssig, ob man als Skeptiker gut damit fährt, eine Programmänderung einzufordern. Bei kritischeren Themen vielleicht, in dem Fall: nein!
Es wurden weder große wissenschaftliche Belege präsentiert noch wird sich de rZuschauer von "und ganze 70% der Frauen haben laut einer Umfrage gesagt, dass sie selbst schon mal an eine Person gedacht haben und kurz darauf ist das wirklich eingetroffen" beeindrucken lassen.
Sein wir doch froh, dass Skeptiker zu Wort kommen! Die Gegenposition einzunehmen führt vermutlich eher zum gegenteiligen Effekt, dass keine Skeptiker befragt werden.
Eine Sache verstehe ich nicht. Wie ist das mit den Filmen gemeint:
"Sieht man sich die Zahlen genauer an, stellt man fest: In fast genau der Hälfte der Fälle wurde die richtige Lösung auf den Plätzen 1 und 2, in der anderen Hälfte der Fälle auf den Plätzen 3 oder 4 gereiht."
Ansonsten bin ich ohne Ansehen der Sendung geneigt, dem Tenor des Blogeintrages zuzustimmen. Im Internet stand zu der Sendung also
„Ein Experiment deutscher Forscher hat nun vor kurzem die Wissenschaft aufgerüttelt und veranlasst, Telepathie ernst zu nehmen"
Und dann läßt man noch einen Biomorphgenetiker zu Wort kommen. Ich weiß noch, wie ich früher über solche Sendungen gedacht habe: 1. Ich war hellauf begeistert, und 2. Wenn es Leute gibt, die sowas behaupten, dann mag da vielleicht was dran sein.
Das läßt zu viel Freiraum, denke ich. Warum geht man in so einer Sendung nicht mal zu einem seriösen Physiker, erklärt ihm, was morphogenetische Felder sein sollen, und nimmt dann seine Reaktion auf. Ich kann mir vorstellen, dass der Physiker dann erstmal das Paper dazu lesen will und den Wirkmechanismus sehen möchte ;)
@Christian soweit ich das verstanden habe wurde nicht nur gefragt welcher Film es war sondern die Filme wurden sortiert (von ganz sicher bis mit Sicherheit nicht) - So hat man 2-mal ausicht auf Erfolg - wenn schon nicht der 1.platz richtig getippt wurde dann vieleicht die ersten beiden. (das wär auch ne Sensation)
Zur Studie:
Der tatsächlich gezeigte Film wurde in 32% der Fälle auf Platz 1 gereiht, nicht in 25%, wie statistisch zu erwarten gewesen wäre. Dafür - und das wird natürlich nicht gleich erwähnt - war der richtige Film nur selten auf Platz 2 zu finden, und die Hälfte der Probanden reihte ihn an dritter oder vierter Stelle (jeweils ca. 25%). Aus jeder inkonklusiven Statistik kann man irgendwie einen einzelnen Zahlenwert herausziehen, der gerade in den Kram passt.
Zur Neutralität:
Es stimmt, dass Skeptiker zu Wort kamen - und alles was Herr Leick gesagt hat, war gut und richtig. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass die Sendung objektiv war. Wenn im Internet steht und bei der Sendung gesagt wird, dass ein neues "Forschungsergebnis" nun Telepathie plausibel macht, dann ist das einfach falsch - auch wenn ein Alibi-Skeptiker zu Wort kommen darf.
Außerdem: Selbst wenn Telepathie und Wissenschaft gleichberechtigt als gleichbedeutende Sichtweisen präsentiert worden wären, hätte das nicht genügt. Berichterstattung, die Wissenschaft und Unfug gleich viel Gewicht gibt, ist verzerrend. Manchmal ist eine Meinung eben eindeutig fundierter als eine andere, nicht jede Meinung ist gleich viel wert. Ein Journalist muss das erkennen und in den richtigen Kontext setzen. Wenn ich eine Sendung mache, in der ich behaupte, Linz sei die Hauptstadt von Nepal, dann habe ich etwas grob falsch gemacht - auch wenn ich alibihalber einen Geographen zu Wort kommen lasse, der darauf hinweist, dass er das eigentlich anders sieht. Man erzeugt das Bild, dass diese Frage wissenschaftlich umstritten sei, dass beide Meinungen in ähnlichem Maß glaubwürdig seien - und das ist manchmal einfach nicht wahr.
Philippe Leick·
08.04.09 · 23:34 Uhr
Gewiss - das wäre aber nicht meine Art gewesen. Gerade in einer Fernsehsendung ist es wichtig, selbstsicher, aber nicht dogmatisch oder zynisch aufzutreten. Letzteres hätte dem Regisseur aber sicher gefallen, er wollte von mir ein Statement, in dem ich Walter von Lucadou klar widerspreche. Wie im nächsten Kommentar erklärt, habe ich die besprochene Newton-Sendung nicht gesehen. Ich gehe aber davon aus, dass mein Kommentar der gleiche ist wie der aus "Alles Fauler Zauber". Bei dieser Sendung wurde gekürzt (bei den Dreharbeiten hat der Regisseur, Claus Hanischdörfer, mir insgesamt knapp 10 Fragen gestellt, nur eine Antwort wurde gesendet) - aber die Aussage, die es in den Film geschafft hat, gibt meine Position gut wieder. Mit "Alles fauler Zauber" war ich dementsprechend zufrieden. Schade war nur, dass die Fragen und meine Antworten größtenteils nur einmal gedreht wurden - mit ein paar mehr Versuchen hätte ich es bestimmt geschafft, mich nicht zu versprechen!Mir ist gar nicht bekannt, an einer Sendung namens "Newton" für den ORF mitgearbeitet zu haben.
Insofern weiß ich gar nicht, was ich gesagt haben soll oder ob ich überhaupt richtig identifiziert worden bin.
Letztes Jahr habe ich an einem Film für den SWR teilgenommen. "Alles Fauler Zauber" war ein ziemlich guter und skeptischer Film, der im Januar ausgestrahlt wurde. Interessenten finden Links auf dem GWUP-Blog oder auf You-Tube.
Nach kurzer Web-Recherche konnte ich feststellen, dass meine Aussagen in "Newton" aus "alles Fauler Zauber" stammen. Der ORF bzw. die für "Newton" zuständigen Redakteure haben mich jedenfalls nicht nach meinem Einverständnis gefragt.
In "Alles Fauler Zauber" kamen die Experimente mit den vier Filmen und der 32%-Trefferrate auch vor. Eine Erklärung für den Befund gab es nicht, dort wurden die Ergebnisse aber auch nicht als Beweis für Telepathie verkauft. Es wäre sicher interessant, die Veröffentlichungen zu dieser Studie genauer zu lesen.
Für "alles Fauler Zauber" bin ich zur schwachen Quantentheorie und den Theorien Walter von Lucadous befragt worden. Von der Studie, um die es hier geht, hat man mir damals nichts gesagt. Das ist aber OK, schließlich bin ich in "alles Fauler Zauber" auch im richtigen Kontext zitiert worden. Etwas unglücklich bin ich nur mit dem Sprecher, der mir in den Mund gelegt hat, dass man "Verschränkung schon bei Atomen nicht mehr beobachten könne". Das habe ich so nicht gesagt und ist streng genommen auch nicht korrekt - in jüngster Zeit haben einige Forscher nämlich - natürlich mit erheblichem Aufwand - das Gegenteil demonstriert.
Meine Ansichten zur "schwachen Quantentheorie" dürften hier weitestgehend bekannt sein. Um es sehr knapp zusammenzufassen: im großen und ganzen eine interessante philosophische Spekulation, im jetzigen Stadium aber keine wissenschaftliche Theorie - jedenfalls nicht, wenn damit Teleptahie oder Homöopathier erklärt werden sollen.
PS: ich würde mich freuen, die hier besprochene "Newton"-Folge sehen zu können. Hier in Stuttgart kann ich leider kein ORF empfangen.
Die Studie, von der hier die Rede ist, gibt es übrigens hier:
http://www.anomalistik.de/images/stories/pdf/sdm/ejpv22-1_puetz%20et%20al.pdf
@Philippe Leick: Ist leider etwas spät, aber gestern um 14:00 ward es bei 3sat wiederholt - allerdings ohne in die dortige Mediathek einzufließen. Gemerkt hatte ich es nämlich nur zufällig (durch Einschalten des 'falschen' Kanals) und über andere Wiederholungen ist mir nichts bekannt. =»Sendung, =»PL-Zitat
Ich möchte, um Missverständnisse zu vermeiden, noch einmal klarstellen, dass meine Kritik an der Sendung keine Kritik an Philippe Leick war. Wie bereits erwähnt fand ich seine Aussagen gut und richtig, und ich war froh, dass durch ihn die skeptische Seite wenigstens auch zu Wort kommen durfte. Doch das ändert an meiner Ablehnung der Sendung nichts. Vollkommen richtige Wortmeldungen können leider nicht verhindern, dass der Grundtenor einer Sendung in eine komplett falsche Richtung geht.
Florian: ich habe deinen Beitrag auch keinesfalls als Kritik an mir verstanden!
Ich finde es auch wichtig, dass zu solchen Sendungen klar Stellung genommen wird. Dass unter der Rubrik "Wissenschaft" im öffentlich-rechtlichen Fernsehen allerlei Unsinn verkündet wird, ist höchst bedenklich. Nach Lektüre deines Beitrags scheint offensichtlich, dass die Newton-Redaktion ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat - von einer gründlichen Recherche kann wohl nicht die Rede sein.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass "Newton" Filmmaterial aus dem sehr skeptischen Film "alles Fauler Zauber" übernommen hat. Wirklich zum lachen finde ich es aber nicht.
Wenn es auch nur Bruchteile von Prozent Belege für Telepathie gibt, muss man diese Fälle weiterverfolgen, weil diese Technik (eventuell) sehr wichtig für die zukünftige Entwicklung der Menschheit sein könnte.
http://www.geocities.com/hoefig_de/MaterialPl/Parapsychologie.htm
Sogar wenn es sehr sehr unwahrscheinlich sein sollte, dass diese Leute echte Psychokinese nachweisen können, oder wenn diese Ergebnisse komplett gefälscht sein sollten, muss man diese Spur trotzdem unbedingt weiterverfolgen. Die Zukunft der Menschheit könnte einmal davon abhängen .... ;-)
Ich meine, man hat ja nichts zu verlieren. Und sollte man der Öffentlichkeit diese wunderbaren Eventualitäten wirklich ganz verschweigen?
Moin Eddy! Ohne mir mal das Material angeschaut zu haben: Die Leute, die meinen Telepathie oder ähnliches geschafft zu haben, können einen nachvollziehbaren Versuchsaufbau vorschlagen bzw. selber machen. Wenn es wiederholbare Ergebnisse geht, gehen sie damit zu James Randi und holen sich das Geld seiner Challenge ab (1 Mio Dollar, wenn ich mich nicht irre) und/oder lassen andere Gruppen die Versuche wiederholen. Wenn es tatsächlich so etwas wie einen telepathischen Effekt geben sollte, dann würden sich sofort so ziemlich alle Wissenschaftler auf der Welt, die da irgendwie drin Aktien hätten (Das wären so ziemlich alle Fachrichtungen ...) draufstürzen und dran Forschen. Für mindestens ein Jahr würde Telepathie alle anderen Themen aus den Wissenschaftsfeuilletons verdrängen. Es würden ein Haufen Fachjournale aus dem Boden sprießen (Journal of Thelepathy, Frontiers in Parapsychology etc ...). Das wär so groß, dass kann man sich gar nicht vorstellen!
Aber bis dahin kann man nicht ohne einen geglückten Versuch, ohne eine Theorie oder einen Wirkmechanismus dahinter, also ohne jeden Hinweis darauf wo die Reise hingehen soll drauflos forschen. Jeder Durchbruch in den Wissenschaften bis heute hatte Vorläufer, sei es theoretischer Natur oder experimentelle Hinweise, nichts kam aus dem blauen Dunst.
da gibt´s wahrscheinlich stichhaltigeres für die kalte Fusion ...
off-topic:
Aigner hat nichts mit unsere no-GM-Mais-Aigner zu tun, nehme ich an, oder?
fein, dass die gute Frau Inama jetzt noch ne Show über den "Mentalisten" moderiert. Und da wundert sich unsereins, warum Wissenschaftler in Österreich ungefähr den selben Stellenwert haben wie Klofrauen.
also habe die sendung nicht gesehen kann also nichts dazu sagen,bin selbst telepath und es ist sehr belastend.am schlimmsten ist es das die sogenannte wissenschaft das gerne sofort in die esoterische ecke stellt.meiner erfahrung nach ist diese art der kommunikation unabhängig von der entfernung zum empfänger und vermutlich überlichtschnell.ja,ja ich weiss einstein hat bereits erklärt warum das nicht geht.das gilt aber nur für teilchen mit masse.und nachweisen kann man es nicht da die information meinen kopf nie verlässt also der raum nicht durchquert wird,vielmehr wird die distanz zwischen sender und empfänger übersprungen,daher auch meine vermutung der über-lichtgeschwindigkeit da keine lineare durchquerung des raums vollzogen wird und nebenbei bemerkt die erdkrümmung auch keine rolle spielt,also auch eine direkte übertragung von information nach amerika möglich ist,was ja radiowellen und ähnliches bereits ausschliesst.da liegt auch das problem der wissenschaft,sie kann nichts messen .und was physiker nicht messen können glauben sie nicht.wie das nun genau funktioniert kann ich beim besten willen auch nicht erklären.aber am wahrscheinlichsten ist eine kurzzeitige synchronisation bestimmter hirnareale zwischen sender und empfänger.denke ich beispielsweise an die farbe blau,feuern im meinem gehirn bestimmte synaptsen.ebenso beim empfänger der dann unwillkürlich ebenfalls an die farbe blau denkt.also eine art verschränkung zweier gehirne.da dem menschen aber,wenn er nicht hochkonzentriet ist eine menge gedanken durch den kopf gehen,kann es zu überschneidungen kommen,was meiner meinung nach der grund ist warum es die wissenschaft nicht schafft solche versuche zu wiederholen.da aber das menschliche gehirn grundsätzlich gleich aufgebaut ist,was ja auch nur logisch ist ,den sonst könnte niemand etwas von einem anderen lernen.man hat ja bereits nachgewiesen das bei einem lernprozess beim schüler wie beim lehrer die selben hirnareale aktiv sind.telepathie funktioniert genauso nur das ich dazu nichts artikulieren muss.
@ blake:
Woher wissen Sie, dass Sie "Telepath sind"?
@ blake
Orthographie, Grammatik und Groß-, kleinschreibung sind für Telepathen, neben der tatsächlich stattfinden Realität, oder so grausamen Dingen wie der Logik (Allein beim Überfliegen ihres Kommentars fällt auf, dass sie sich mindestens dreimal selbst widersprechen) auch ziemlich überflüssige Konstrukte, da sie ja Informationen nicht mehr verschriftlichen müssen, nicht?
Bullet·
09.03.11 · 11:58 Uhr
DAS nenn ich mal eine stichhaltige Argumentation. "Grundsätzlich gleich" - natürlich. Mikroprozessoren sind ja im Vergleich zu Gehirnen beklagenswert simpel aufgebaut und bei der Fertigung wiederum unglaublich viel exaktere Kopien ihrer selbst. Trotzdem gibt es gerade in der Prozessorfertigung unglaublich hohe Ausschußraten, weil die auf exakte Kopien getrimmte Fertigung eben doch nicht *exakte* Kopien hervorbringt. Deswegen ist ein Gehirn, bei dem von Anfang an die Hardware immer wieder umgebaut wird, um auf den aktuellen Input optimiert zu werden, nach nur wenigen Jahren etwas völlig anderes als zu Beginn. Wie soll da noch eine Übertragung funktionieren? (Von Feldstärken fang ich mal gar nicht erst an...) Da ist nix "esoterisches" ... ein menschliches Gehirn ist einfach nicht dazu ausgerüstet.blake schreibt
das ist verständlich, aber dagegen gibt es Meikamente.
@blake
Du bist Telepath, ok. Jetzt meine Frage: Wieso bist du noch nicht reich ? Wieso versteckst du dein Talent vor der Welt ? Wieso hast du noch keinen Nobelpreis ?
Telepathie wiederholt vorgeführt wäre DER Renner !
Erklärs mir wieso das alles nicht passiert ?
Telepathie wäre ausgesprochen nützlich bei Poker, Preisskat und ähnlichen Freizeitvergnügen.
(Wobei, einige Spieler solcher Spiele besitzen eine erstaunliche "table presence"
http://www.bridgevaria.com/index.php/ed-hoogenkamp-about-the-game-of-bridge/354-table-presence-at-bridge hat aber nichts mit Telepathie zu tun; evtl. etwas mit Empathie.)