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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.


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gwup | die skeptiker



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Archiv September 2008

19. September 2008

Quacksalberei auf Ö1 - ein offener Brief

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 66

... von Krista Federspiel.


An die Wissenschaftsredaktion von Ö1 / Radiokolleg

ORF, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien


Sehr geehrte Sendungsmacher!

Ö1 verbreitet unter dem Deckmantel von Wissen Aberglauben! Eine Werbesendung für fragwürdige Medizin und Quacksalberei - entspricht das dem Bildungsauftrag?

Diese Woche lief im Radiokolleg unter dem Titel „Befinden versus Befund" ein Beitrag von Eveline Schütz - offenbar als Werbung für Außenseitermedizin. Gegenstatements kamen nicht zur Sprache.

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Autor: Ulrich Berger· 19.09.08 · 14:49 Uhr· 66 Kommentare

15. September 2008

Der Gabriel-Chip - eine österreichische Tragikomödie

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 63

Der neue "Skeptiker" ist eben erschienen. Er enthält zwei frei zugängliche Artikel zum Thema - Google aufgepasst - LHC, CERN, Schwarze Löcher und Weltuntergang, und auch ansonsten ist er wie immer lesenswert. (Das sagen übrigens auch andere.) Der dort abgedruckte vierte Teil meiner Serie Alternativwissenschaft in Österreich ist leider nicht online zugänglich. (Sehr wohl aber die Teile 1, 2 und 3.) Da ich ihn Nicht-Skeptiker-Abonnenten nicht vorenthalten will, steht er nun auch hier (Achtung: Überlänge, sechs DIN A4-Seiten). Er behandelt die Vorgänge rund um den sogenannten Gabriel-Chip, der böse Handystrahlen neutralisieren soll, und wie dieser zu seinem ominösen "amtlichen Wirknachweis" kam. (Die meisten Quellen sind bzw. waren im Netz zu finden, doch auf eine nachträgliche Verlinkung habe ich aus Bequemlichkeit verzichtet.)


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Autor: Ulrich Berger· 15.09.08 · 16:37 Uhr· 63 Kommentare

06. September 2008

...und wieder mal "belebtes" Wasser...

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 39

Fast könnte einem der kauzige Tiroler mit Grundschulabschluss und österreichischem Ehrenkreuz für Wissenschaft ja leid tun: Nachahmer von Johann Granders "Wasserbelebung" gibt es nämlich inzwischen genügend. Und meine Kritik an der garantiert wirkungslosen Grander-"Technologie" wird von vielen missverstanden: Zahlreiche Leser meiner Homepage möchten nämlich gerne von mir wissen, welche andere Art der Wasserbelebung ich empfehle. Waaaaah!!

Die Firmen LWS (Living Water Systems) und/oder EuroAqua machen es mit der Narasan-"Technologie" besonders schlau. Ihr bescheinigen gar gerichtlich beeidete Sachverständige (!) hervorragende Wirkung, darunter auch, dass das behandeltn Wasser rechtsdrehend ist (und es ist allen Ernstes der echte physikalische Begriff gemeint!).

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Autor: Erich Eder· 06.09.08 · 21:02 Uhr· 39 Kommentare

01. September 2008

Die Sprache der Astrologen

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 21

Der beste Startpunkt für eine Analyse der Sprache der Astrologie ist der Barnum-Effekt. Die GWUP meint dazu:
Darunter versteht man die Tendenz, allgemeine und vage gehaltene Aussagen als für einen persönlich zutreffend zu betrachten. Typische Barnum-Aussagen wären "Sie neigen zur Selbstkritik" oder "Zuweilen haben Sie ernste Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen oder das Richtige getan haben". Fast 100% von beliebig befragten Personen bejahen diese Aussagen.
Wer es wissenschaftlicher haben will, der sollte Katja Furthmann oder Andreas Hergovich konsultieren und hier nicht mehr weiterlesen. Die folgenden Betrachtungen sind nämlich völlig unwissenschaftlich, betreffen nicht den Inhalt sondern die äußere Form astrologischer Sprache und verdanken sich einer reinen Koinzidenz.

Vergangenen Freitag publizierte der Astrologe Markus Termin in seinem Blog einen Eintrag mit dem Titel "Offener Brief an Dr. Ulrich Berger". Der Inhalt ist nicht weiter aufregend, interessant fand ich aber, dass er gezählte 641 Wörter in einem einzigen Absatz vereinte. Und das ist nicht einmal Rekord, denn in seiner seltsamen Analyse von Florian Freistetter reiht er ganze 785 Wörter aneinander, ohne einmal die Return-Taste zu drücken.

Einen Tag darauf sendet mir mein Bullshit-Alarm Google-alert für "Astrologie" eine frisch in die Welt gesetzte und wahrlich skurrile Pressemeldung des Deutschen Astrologenverbandes. Auch hier spielt der Inhalt keine Rolle, aber die Form sticht ins Auge. Die Hervorhebungen sind allerdings von mir...

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Autor: Ulrich Berger· 01.09.08 · 20:38 Uhr· 21 Kommentare

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