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Ulrich Berger, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaft- ler, ist Professor für VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Vorsitzender der GkD sowie Mitglied im Wissenschaftsrat und im Vorstand der GWUP. Auf Kritisch gedacht bloggt er über Pseudowissenschaft und verwandte Themen.


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gwup | die skeptiker



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Archiv August 2008

29. August 2008

Fixmeier lässt mich rätseln

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 41

Die Webseite von Fixmeier ist gerade eben erst online gegangen und schlägt bereits Wellen. Fixmeier verspricht Abhilfe bei Problemen mit langsamen DSL-Leitungen. Z.B. so:

Elektro-Smog destabilisiert Ihren Datenverkehr? Die FIX-MAGIC-RAUFASERTAPETE absorbiert die Strahlen und neutralisiert den DSL-Raum.

Klingt nach esoterischer Voodoo-Technik, oder? Aber schauen Sie einmal, wie es weiter geht:

Ihre Leitung ist überlastet und verspannt? Das FIX-MASSAGEÖL sorgt bereits nach kurzer Anwendung für langfristige Linderung.

Massageöl für die Leitungen? Das klingt dann schon eher nach einem Hoax, als nach der üblichen pseudowissenschaftlich untermauerten Kundenabzocke. Und der Rest der Produktpalette ebenfalls:

Ihre Daten fließen einfach zu langsam? Die FIX-DATENBESCHLEUNIGUNGS-SCHLEUDER sorgt mit wenigen Kurbelumdrehungen für schnellen Datenstrom.

In Ihren Kupferkabeln kommt es aufgrund von schlechter Datenqualität zu Frequenz-überlagerungen und Datenblockaden? Die FIX-KABEL-BESCHWÖRUNGSFLÖTE trennt die Frequenzbänder durch Hochfrequenztöne und begradigt die Leitungen.

Ihre Wände sind von Datenverwinkelungen und Triangelverkürzungen befallen und drohen Instabil zu werden? Die FIX-KABELKLATSCHE gewährleistet durch Punktschockentladung eine schnelle Aufspaltung der Datenblockade und führt zu einer vollflächigen Neuformatierung.


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Autor: Ulrich Berger· 29.08.08 · 12:55 Uhr· 41 Kommentare

27. August 2008

Geistheilung am WIFI? Ein offener Brief von Krista Federspiel

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 26

Erinnern Sie sich noch? Vergangenen November startete das Wiener Wirtschaftsförderungsinstitut, das WIFI-Wien, eine Astrologie-Ausbildung. Kein Witz! Die Astronomen der Kuffner Sternwarte wehrten sich und organisierten - durch uns unterstützt - einen Protest. Die Medien sprangen auf, das WIFI schaffte es bis auf James Randis Webseite und machte sich international zum Gespött. Trotz angeblich starker Nachfrage wurde im April entschieden, den Verdummungskurs nicht weiter anzubieten. Ein kleiner Sieg der Vernunft, der aber nicht einmal bis zum WIFI-Niederösterreich reichte, wo man immer noch Astrologen un- statt ausbildet.

Das Wiener WIFI hat zwar auf die Astrologie verzichtet, bietet aber immer noch eine Reihe von Kursen an, die mit Bildung nichts zu tun haben. Die Sicht der Wirtschaftskammer ist offenbar, dass die bloße Existenz von Nachfrage alleine bereits das Anbieten von Kursen für jedweden pseudowissenschaftlich fundierten Plunder rechtfertigt. Bedenklich wird das alles, wenn es sich um Kurse handelt, deren Absolventen in den medizinischen Bereich hineinpfuschen wollen. Die Medizinjournalistin Dr. Krista Federspiel, Mitglied der Gesellschaft für kritisches Denken, hat dies zu einem offenen Brief veranlasst.

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Autor: Ulrich Berger· 27.08.08 · 15:40 Uhr· 26 Kommentare

25. August 2008

Lob unseres Wissenschaftsministers

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 27

Es ist ein ewiges Auf und Ab. Gestern erst tadelten wir den Standard für den Abdruck von esoterischem Feng-Shui-Schmarrn, heute loben wir den Standard für den Abdruck eines absolut lesenswerten Offenen (Leser-)Briefes an Wissenschaftsminister Johannes "Gio" Hahn. Inspiriert wurde der Offene Brief durch Günter Traxlers "Blattsalat" im Standard, der sich wiederum beim Artikel von Christa Karas in der Wiener Zeitung bediente, welche sich ihrerseits auf die skurrile Reaktion Hahns auf jene parlamentarische Anfrage bezüglich der Aberkennung des Grander'schen Esoterikkreuzes... aber genug davon, das wissen Sie ja alles schon!

Der Leserbrief stammt übrigens nicht von irgendwem, sondern von unserem geschätzten Stammkommentator Dr. Edmund Berndt. Wir bedanken uns ganz herzlich für die mediale Unterstützung!

(Für Großansicht bitte anklicken!)


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Autor: Ulrich Berger· 25.08.08 · 19:02 Uhr· 27 Kommentare

24. August 2008

"Chinesische Wissenschaft" im Standard - unreines Qi aus dem Klo

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 33

Dem aktuellen Wochenend-Standard liegt wie immer der ImmobilienStandard bei. Der besteht aus ein paar Blättern Immobilien-Anzeigen, denen vorne mit zwei Seiten Text eine kleine Einleitung gegönnt wird. Diesmal hat sich der Architekt und Publizist Wojciech Czaja entschieden, die Titelseite der Beilage mit Feng-Shui-Verblödung zu füllen.

lambda-fox.jpgUnter dem Titel Mit dem Qi ab durch die Mitte bekommen die Leser dort eine unkritische Wiedergabe der Meinungen eines Feng-Shui Beraters und zweier Architekten vorgesetzt, unterbrochen durch ebenso unkritische Feng-Shui-PR des Autors selbst. Über all dem prangt in der Printausgabe riesengroß ein Bild des Hochfrequenz- Breitbandmessgerätes namens Lambda-Fox RFA3 vor dem Hintergrund eines lichtdurchfluteten Wohnraums. Der Subtext des Arrangements scheint zu lauten: ACHTUNG: Überall lauert ELEKTROSMOG! Die zugehörige Bildunterschrift besagt jedenfalls: "Feng-Shui ist keine Hexerei, sondern physikalisch messbar." Ja, klar, und der Papst ist Buddhist.

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Autor: Ulrich Berger· 24.08.08 · 16:18 Uhr· 33 Kommentare

21. August 2008

Nature: something, it seems, is rotten in the state of Austria

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 12


Der Standard über das gestern (20.8.) erschienene Editorial in Nature:
Dem Universitätsrat der Med-Uni Innsbruck rät "Nature", "sorgfältig nachzudenken, bevor er seine Drohung wahr werden lässt, den Rektor unter diesen Umständen zu feuern".

Der Standard über die heutige (21.8.) Entscheidung des Unirats der Med-Uni Innsbruck:
Der Rektor der Medizinischen Fakultät Innsbruck Univ.-Prof. Clemens Sorg ist nach einer Sitzung des Universitätsrates am Donnerstag mit sofortiger Wirkung abberufen worden.

Morgen berichten vermutlich alle großen österreichischen Zeitungen über das Nature-Editorial, das sich dem neuesten Medizinskandal an der MedUni Innsbruck widmet. Der Standard, die Wiener Zeitung und TT.com haben ihre Kommentare bereits online.

Was niemand hat, ist der Volltext des Editorials. In diesem speziellen Fall, so finde ich, geht das Recht auf Information vor. Ich tue das nicht gern, weil es eine Copyrightverletzung darstellt, aber ich kopiere das jetzt einfach hierher und hoffe, dass der Verlag nicht allzu kleinlich ist.

Ansonsten: Ohne Worte...


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Autor: Ulrich Berger· 21.08.08 · 17:43 Uhr· 12 Kommentare

18. August 2008

Sommerrätsel reloaded: Wir sind in der KLEINEN ZEITUNG!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Also bitte, wir sind es ja gewohnt, andauernd in den traditionellen Medien zelebriert zu werden. Das war schon so, als die Wiener Zeitung unser Engagement wider den PISA-Schock in der Arztpraxis in einem Artikel würdigte, es setzte sich fort mit dem ORF-Report, der unserem Bemühen in Sachen Grander ein filmisches Denkmal setzte (Erich Eder im weißen Laborkittel!), und am vergangenen Freitag berichtete Christa Karas von der Wiener Zeitung mit Hinweis auf die Gesellschaft für kritisches Denken über die Nachwehen der Ehrenkreuzverleihung an den Wasserbeleber.

Und seit gestern sind wir sogar weltberühmt in Klagenfurt! Wie versprochen, hatte ich nach der Auflösung unseres Sommerrätsels einen Leserbrief an die Kleine Zeitung geschickt. Zu meiner Überraschung hat diese in der gestrigen Ausgabe unter dem Titel "Entdröselung des Rätsels" nun nicht nur meinen Leserbrief veröfentlicht, sondern auch auszugsweise die von unseren fleißigen Kommentatoren gemeinschaftlich erarbeitete Auflösung. Der Ruhm von Lars Fischer, Retter der Kleinen Zeitung, dürfte sich damit auch in die hintersten Winkel des südlichsten österreichischen Bundeslandes verbreiten...

Und hier der Beweis:

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Autor: Ulrich Berger· 18.08.08 · 13:52 Uhr· 10 Kommentare

13. August 2008

Sommerrätsel gelöst, KLEINE ZEITUNG gerettet!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 13

Da sich die seit Tagen knisternde Spannung, die wir mit unserem Sommerrätsel erzeugt hatten, inzwischen ins Unerträgliche gesteigert hat, ist es Zeit, das Rätsel aufzulösen.

Unsere Stammleser erinnern sich: Am Donnerstag der vergangenen Woche ging unser durch zwei Leserbriefe in der Kleinen Zeitung inspiriertes Sommerrätsel online. Herr Samonig hatte in seinem Leserbief ein physikalisches Phänomen geschildert:

Gegenstände, die man an einem Faden aufhängt, beginnen zu rotieren. Dies kann mit einer Kaffeeschale demonstriert werden: [...] Der Drehsinn - vom Aufhängepunkt aus betrachtet, gegen den Uhrzeiger - ändert sich nicht, wenn man den Faden umdreht. Der Effekt ist dort und da wohl schon beobachtet worden, ich bin mir aber nicht sicher, ob er in der physikalischen Fachliteratur Beachtung gefunden hat. Um Hinweise wird gebeten.
Herr Rittmann hatte wenige Tage später in einem Leserbrief folgende Erklärung angeboten:
Der Auslöser für den beschriebenen Effekt ist die so genannte "Coriolis-Kraft". [...]
Wir haben festgehalten, dass das beschriebene Phänomen tatsächlich existiert und daran vier Fragen angeschlossen:
  1. Stimmt es, dass sich die Drehrichtung der Kaffeeschale nicht ändert, wenn man den Faden umdreht?
  2. Stimmt es, dass die Drehung von oben betrachtet stets gegen den Uhrzeigersinn erfolgt?
  3. Ist die Erklärung von Herrn Rittmann korrekt?
  4. Falls nein, wie lautet die korrekte Erklärung für das beschriebene Phänomen?
Die meiner bescheidenen Meinung nach richtigen Antworten auf diese Fragen sind die folgenden:

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Autor: Ulrich Berger· 13.08.08 · 20:39 Uhr· 13 Kommentare

09. August 2008

Granderwasser: Wissenschaftsministerium beharrt auf Ehrenkreuz für Esoterik

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 42

Es kam, wie wir es im Grunde erwartet hatten, und der Standard und Florian haben bereits gestern darüber berichtet: Das Wissenschaftsministerium hat die letzten zwei Monate intensiv über der von uns unter Federführung von Erich Eder initiierten und schließlich von Parlamentariern von vier Parteien eingebrachten parlamentarischen Anfrage gebrütet. Jetzt wurde amtlicherseits der Beschluss gefasst und per Anfragebeantwortung deponiert, Johann Grander sein zu Unrecht verliehenes Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst NICHT abzuerkennen.

Die Begründung: Johann Grander ist kein Kindermörder.

Nun ist dies zwar unbestritten, hört sich als Begründung allerdings etwas merkwürdig an. Bevor Sie jetzt protestieren, die schriftliche Antwort von BM Johannes Hahn werde hier etwas tendenziös verkürzt wiedergegeben, lassen Sie mich erklären:

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Autor: Ulrich Berger· 09.08.08 · 23:10 Uhr· 42 Kommentare

07. August 2008

Unser Sommerrätsel - die KLEINE ZEITUNG braucht Ihre Hilfe!

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Geschätzte Leserinnen und Leser!

Neuerdings, das wissen natürlich zumindest die Österreicher unter Ihnen, wird via Leserbrief ans Kleinformat Politik gemacht. Im schönen Kärnten, wo ich eben auf Kurzurlaub war, wird ebenfalls Politik gemacht, ganz komische meistens, aber das ist hier nicht das Thema. In Kärntens größtem Kleinformat, in der Kleinen Zeitung, wird auf der Leserbriefseite nämlich jetzt auch Physikunterricht gemacht. Dieser ist noch ... sagen wir mal, ausbaufähig, liefert uns aber gerade deshalb Anlass für unser (von kamenin inspiriertes) Sommerrätsel Physik-im-Alltag.

Unter dem Titel "Rotationen" formuliert Mag. Robert Samonig aus Klagenfurt am 2. August eine Anfrage per Leserbrief an die Kleine Zeitung:

Gegenstände, die man an einem Faden aufhängt, beginnen zu rotieren. Dies kann mit einer Kaffeeschale demonstriert werden: Man befestigt den Faden am Henkel und hält dann das Ganze wie ein Pendel. Um sicherzugehen, dass menschliche "Biofelder" keine Rolle spielen, kann man den Faden an einem Balken oder an einer Decke befestigen und weggehen. Der Drehsinn - vom Aufhängepunkt aus betrachtet, gegen den Uhrzeiger - ändert sich nicht, wenn man den Faden umdreht. Der Effekt ist dort und da wohl schon beobachtet worden, ich bin mir aber nicht sicher, ob er in der physikalischen Fachliteratur Beachtung gefunden hat. Um Hinweise wird gebeten.

Wir wollen die Bemerkung über die "Biofelder" hier nobel ignorieren und zuerst einmal ganz klar darauf hinweisen, dass eine an einem Bindfaden aufgehängte Kaffeeschale tatsächlich für gewöhnlich um die Fadenachse zu rotieren beginnt.

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Autor: Ulrich Berger· 07.08.08 · 18:09 Uhr· 11 Kommentare

Lob der Krankheit? ScienceFlops in den ScienceBlogs

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 53

Dies ist ein Gastbeitrag von Wolfgang Maurer   (Anm. UB)

wolfgang_maurer.jpg

Mag. DDr. Wolfgang Maurer
Impfwesen
Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Medizinische Universität Wien
  

 

Bert Ehgartner hat Publizistik studiert und nennt sich jetzt Medizinjournalist. Bert behauptet, streng evidenzbasiert zu arbeiten, wie es ja heutzutage in der wissenschaftlichen Medizin üblich ist. Das behauptet er auch über sein neues Buch „Lob der Krankheit", welches er auch auf seinem gleichnamigen Blog bewirbt.

In der Internet-Community ist Bert als Impfgegner bekannt, er ist in der Vergangenheit auch bei sogenannten „Impfsymposien" des Impf"kritikers" und gelernten Milchwirts Hans Tolzin aufgetreten. Tolzin hat in der Öffentlichkeit bereits verkündet, dass Homosexualität heilbar ist, dass Poliomyelitis wahrscheinlich durch das Pestizid DDT verursacht wird und ähnlichen Unsinn. Bert hält auch beim nächsten „Impfsymposium 2009" des Milchwirtes einen Vortrag, bei dem er sein Buch bewerben wird.

Ich habe dieses Buch kürzlich gelesen und hier sind einige meiner Eindrücke:

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Autor: Ulrich Berger· 07.08.08 · 12:54 Uhr· 53 Kommentare

02. August 2008

Äther, ATOX, Aquapol (und Einstein natürlich!)

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 108

Anlass dieses Beitrags ist, dass sich Herr Dr. Alexander Tarasov in unserem Vorgänger-Blog zu Wort gemeldet hat. Zur Erklärung: Herr Tarasov ist der Erfinder des ATOX-Biocomputers, eines Voodoo-Gerätes, das von der kleinen Kärntner Firma ATOX Systemtechnik GmbH vertrieben wird. Über ATOX hatte ich im Standard bereits in Zusammenhang mit dem Homöopathen Prof. Michael Frass berichtet und zuletzt anlässlich der neuen Werbeoffensive via Skispringer Thomas Morgenstern.

ATOX ist hier aber nur am Rande Thema, denn eigentlich geht es um den Äther, jene unsichtbare Füllmasse des Universums, die im 19. Jahrhundert als Ausbreitungsmedium für elektromagnetische Wellen galt. Dieser Äther taucht in esoterischen und Voodoo-Technik-Kreisen in letzter Zeit immer öfter auf - zumindest in Österreich.

Das ist auf den ersten Blick seltsam, denn heutzutage lernt man bereits in der Schule, dass der Äther ein überholtes Konzept aus der Physik sei, das nach dem Experiment von Michelson und Morley 1887 nicht mehr lange haltbar war und mit Einsteins spezieller Relativitätstheorie 1905 endgültig zum alten Eisen gelegt worden war.

Herr Tarasov meint dagegen, an mich gerichtet:

Der Bereich, in dem wir real etwas erreicht haben, hängt unmittelbar mit dem Äther zusammen. Sogar Einstein hat letzendlich ausgeführt, dass „Raum ohne Äther undenkbar sei". Also, existiert der Äther, und zwar unabhängig davon, ob Sie ihn anerkennen wollen oder nicht.

Also wie jetzt? Hat Einstein tatsächlich gesagt, der Raum sei ohne Äther undenkbar? Und von welchem Äther spricht Herr Tarasov hier eigentlich?

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Autor: Ulrich Berger· 02.08.08 · 20:35 Uhr· 108 Kommentare

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