Archiv August 2009

25. August 2009

Die Qual der Tarifwahl: Interview mit Dr. Susanne Stingel

Kategorie: Kultur

Welcher Tarif ist für mich der günstigste? Kommt ein Flatrate-Angebot in Frage oder sind Volumentarife besser geeignet? Solche Fragen beschäftigen Privatkunden ebenso wie Unternehmen. Susanne Stingel hat über solche Fragen ihre Doktorarbeit geschrieben und wurde für ihre Arbeit mit dem Förderpreis der Vodafone-Stiftung für Forschung ausgezeichnet.

Frau Dr. Stingel hat uns netterweise einige Fragen beantwortet:
Susanne_Stingel.jpg

Frage: Sehr geehrte Frau Dr. Stingel, Sie haben sich in ihrer Dissertation mit der Frage beschäftigt, wie und wo in Unternehmen über die Auswahl von Mobilfunktarifen entschieden wird und welche Präferenzen festzustellen sind. Gibt es hier möglicherweise Unterschiede im Hinblick auf Geschäftskunden aus unterschiedlichen Branchen oder ist vielleicht die Unternehmensgröße ein entscheidender Faktor?

Susanne Stingel: Das ist eine interessante Frage, die Raum für weitere Forschungsarbeiten bietet. Denn im Rahmen meiner empirischen Analyse konnte ich diese Fragen leider nicht detailliert untersuchen - hierfür sind wesentlich größere Datensätze erforderlich. In Expertengesprächen hat sich jedoch gezeigt, dass größere Unternehmen die Tarifwahl häufig professioneller durchführen als kleinere.

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Autor: Marc Scheloske· 25.08.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

19. August 2009

Flatrate-Bias, oder: Die Verlockung der Pauschaltarife

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Wenn es eine Hitliste der Begriffe geben würde, die in den letzten Jahren immer populärer wurden, dann wäre mit Sicherheit "Flatrate" dabei. Die Flatrate hat Karriere gemacht. Dabei gibt es das zugrundeliegende Prinzip natürlich schon länger. Aber gerade im Feld der Mobilkommunikation und Kommunikationstarife forschen Ökonomen über die zugrundeliegenden Effekte. Den "Flatrate-Bias" beispielsweise.

Eine "Flatrate" ist ja zunächst einmal nichts anderes als ein Pauschaltarif. Der Kunde zahlt für die Nutzung einer bestimmten Dienstleistung oder eines Produkts eine fixe Gebühr pro Zeiteinheit. So einfach. Das kennen wir von der Monatskarte für den ÖPNV oder eben neuerdings von Angeboten der Telekommunikationsdienstleister.

Der „Flatrate-Bias"

Und prinzipiell sind Flatrates natürlich eine feine Sache: anstatt für jede einzelne Fahrt mit U-Bahn oder Bus einzeln zu bezahlen, entrichtet man eben den Obulus für die Zeitkarte und fährt dann den ganzen Monat. Doch wenn man sich die Nutzungsmuster von Pauschalangeboten genauer ansieht, so trifft man recht häufig auf einen interessanten Effekt: den sog. Flatrate-Bias. Kurz: ökonomisch betrachtet nutzen nicht alle Kunden das Angebot wirklich aus - wer nicht wirklich häufig mit dem öffentlichen Nahverkehr fährt, wäre möglicherweise mit Einzelfahrscheinen dennoch günstiger unterwegs gewesen...

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Autor: Marc Scheloske· 19.08.09 · 17:00 Uhr· 10 Kommentare

14. August 2009

Die Emanzipation der Webnutzer: Wer besucht welche Online-Angebote?

Kategorie: Kultur

Online2009.jpgIm Durchschnitt sind deutsche Internetnutzer 136 Minuten online. Pro Tag! Doch welche Anwendungen sind am populärsten? Welche Websites, welche Portale, welche Tools sind am attraktivsten? Und welche Nutzergruppen tummeln sich auf welchen Seiten?

Bereits gestern wurden hier einige Ergebnisse der jüngsten ARD-/ZDF-Onlinestudie vorgestellt; dabei wurde deutlich, dass vor allem die tägliche Nutzungszeit zunimmt. Doch die Studie liefert auch Antworten auf die Frage, welche Angebote von wem am stärksten genutzt werden.

Die Nutzungsmuster sind durch einen deutlichen Alters- bzw. Generationenbias geprägt. Und hierbei zeigt sich ein eindeutiger Trend: Online-Communitys stehen bei den 14-19jährigen hoch im Kurs (79% sind dort aktiv), bei den über 60jährigen sind das nur 8%.

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Autor: Marc Scheloske· 14.08.09 · 21:00 Uhr· 0 Kommentare

13. August 2009

Immer mehr, immer länger: Neue Zahlen zur Online-Nutzung

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften

Online.jpgDas Internet ist - im besten Sinne - alltäglich geworden. Wir sind immer häufiger und immer länger online. Das ist eines der wenig überraschenden Ergebnisse der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie. Interessant wird es, wenn man sich die detaillierte Studie genauer ansieht und dabei nach Nutzungsmustern und dem Alter der Internetnutzer unterscheidet.

Letzte Woche wurden die jüngsten Ergebnisse der 13. ARD/ZDF-Onlinestudie bekanntgegeben, die wie keine andere Untersuchung die Karriere des Internets nachzeichnet. Für die Studie wurden 1806 vollständige Interviews (1212 mit Online-Nutzern, 594 mit Offline-Nutzern) geführt.

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Autor: Marc Scheloske· 13.08.09 · 12:00 Uhr· 0 Kommentare

06. August 2009

Rekord: Mehr als 4 Milliarden Handynutzer weltweit

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 1

Die Kommunikation ist mobil. Die Zahl der Handy-Nutzer steigt immer weiter an und wird vermutlich noch dieses Jahr die 4-Milliarden-Marke übertreffen. In den Industrienationen hat sich das Wachstum des Handy-Marktes freilich verlangsamt; die höchsten Zuwachsraten vermelden die Schwellen- und Entwicklungsländer, das zeigen die aktuellen Daten des European Information Technology Observatory (EITO).

In Westeuropa und den USA übersteigt die Zahl der Handy-Verträge schon seit fast zwei Jahren die Zahl der Einwohner. Der Trend geht einfach zum Zweithandy, so dass auch die kleine Zahl der Handyverweigerer aufgewogen wird. In der EU steigt die Zahl der Mobilfunkanschlüsse 2009 nach der EITO-Prognose um 4 Prozent auf 641 Millionen.

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Autor: Marc Scheloske· 06.08.09 · 15:00 Uhr· 1 Kommentar

03. August 2009

Das Internet wird lebendig: Immer mehr aktive Nutzung von Web-Angeboten

Kategorie: Kultur

Webnutzung.jpgDas Internet gehört für immer mehr Menschen zum ganz normalen Lebensalltag. Diese Erkenntnis liefert eine aktuelle repräsentative Befragung: fast die Hälfte aller deutschen Internetnutzer sind in einem sozialen Netzwerk aktiv und 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen - die aktive Nutzung des WWW nimmt offenbar zu.

Erstaunlich ist, dass fast zwei Drittel der Internetnutzer zu Protokoll gaben, bereits selbst Daten ins Netz geladen und bereitgestellt zu haben. Damit übertrifft diese Zahl - wenn man den Ergebnissen der aktuellen Emnid-Befragung (im Auftrag von Vodafone) glauben schenken mag - sogar die Zahl der E-Mail-Nutzer. Möglicherweise müßte man genauer hinsehen, wie die Frage formuliert war - dennoch zeichnet sich ein Trend ab: das Internet wird als Sphäre begriffen, die zum Mitmachen einlädt. Ist das schon Prodnutzung im Sinne von Jan Schmidt und Tina Guenther?*

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Autor: Marc Scheloske· 03.08.09 · 10:15 Uhr· 0 Kommentare

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