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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
„Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.
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Neues in der Kategorie Umwelt
26. Oktober 2009
Wieso heißen die kleinen Bäume im Hochwald Oskar?
Kategorie: Umwelt
Beate ergänzt ihre Forschungsfrage mit dem Zusatz: Gibt es einen Zusammenhang mit Oskar aus der "Blechtrommel"?
Hier die Antwort von Marc Scheloske:
Ein sogenanntes "Oskar-Syndrom" gibt es tatsächlich. Man könnte vielleicht vermuten, dass damit das Verhalten eines saarländischen Politikers beschrieben wird, aber dem ist nicht so. Als Oskar-Syndrom bezeichnen Forstexperten eine frühe Stagnation des Baumwachstums.
Dafür gibt es mehrere Gründe: manchmal ist das Wild dafür verantwortlich, dass Bäume kein altersgemäßes Wachstum zeigen. Dann nämlich, wenn durch Wildbiss die Triebe immer wieder eingekürzt werden. Durch diese Schädigung gibt es Bäume, die zwar zwanzig Jahre alt, aber kaum einen Meter hoch sind.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 26.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
15. Oktober 2009
Warum fliegen die Mücken überhaupt zum Licht?
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 1
Auf eine Forschungsfrage von Marius Flörchinger antwortet Marc Scheloske:
Die Tatsache, dass viele Insekten (v.a. Nachtfalter) geradezu magisch von künstlichen Lichtquellen angezogen werden, hat sich ja längst im Sprachgebrauch niedergeschlagen. Warum die Motten aber das Licht umkreisen, ist nicht zweifelsfrei geklärt.
Die meisten Fachleute sehen die Ursache jedoch in einer simplen, aber tragischen Verwechslung bzw. Irreführung der nachtaktiven Insekten. Denn von Natur orientieren sich die Nachtfalter und andere Insekten am nächtlichen Mondlicht. Der Mond dient ihnen in gewisser Weise als Kompass. Und die Position des Mondes bleibt eben weitgehend stabil, so dass die Falter (um etwa geradeaus zu fliegen) immer einen konstanten Winkel zu dieser Lichtquelle einhalten.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 15.10.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar
28. September 2009
Gibt es auch Schmetterlinge, die sich nicht verpuppen?
Kategorie: Umwelt
Auf eine Forschungsfrage von Karin Jobst antwortet Marc Scheloske:
Die Antwort auf diese Frage lautet ganz eindeutig: Nein. Es ist ja gerade eines der spannendsten Merkmale von Schmetterlingen, dass diese Insekten während ihrer Entwicklung die Verpuppung durchlaufen und während dieser Phase eine beeindruckende Gestaltumwandlung durchmachen.
Uns fasziniert doch genau diese Verwandlung von der oft schwerfälligen, gefrässigen Raupe in die filigran-schillernden Schmetterlinge, die mühelos durch die Luft schweben. Und das Verpuppungsstadium ist dabei der wesentliche Faktor.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 28.09.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
24. September 2009
Ist der Klimawandel wirklich direkt für das Aussterben von Arten verantwortlich?
Kategorie: Umwelt
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Klaus antwortet der Klimaforscher und ScienceBlogger Dr. Georg Hoffmann:
Die im Rahmen des IPCC AR4 durchgeführten Klimamodellläufe berechnen eine globale Klimaänderung zwischen ca. +2°C bis + 6°C bis 2100, je abhängig vom ausgewählten ökonomischen Szenario (Bevölkerungsentwicklung, Energiemix, etc.). Selbst wenn man sich auf die "realistischeren" Fälle beschränkt (ist nur meine Beurteilung, nichts offizielles), also vielleicht auf ein Erwärmungsintervall von +2-4°C global, sollte man die aktuelle Erwärmung mit anderen Klimaepochen vergleichen, um einen Eindruck davon zu bekommen, mit welcher erdgeschichtlichen Größenordnung wir es hier eigentlich zu tun haben.
So war die letzte Eiszeit (vor 20.000 Jahren) weltweit etwa 5°C kälter oder das Miozän (vor 20 Millionen Jahren) war nur +2°C wärmer. Trotzdem verbinden auch geologische Laien mit solchen Erdzeitaltern sofort eine im Vergleich zu heute vollkommen verschiedende Fauna und Flora, eben vom Mammut bis zum Riesenfaultier. Es ist somit sofort klar, dass der erdgeschichlich bedeutsame und vor allem geologisch blitzartige Klimawandel des kommenden Jahrhunderts eine oft unangepasste Tier- und Pflanzenwelt vorfinden wird. Die Erwärmung wird extrem schnell vor sich gehen. Wieviele Tier- und Pflanzenarten werden sich nicht anpassen können?
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 24.09.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
07. September 2009
Was macht Chilis eigentlich so scharf?
Kategorie: Umwelt
Auf eine Forschungsfrage von Alice antwortet Marc Scheloske:
Der Stoff, der den Chilischoten ihre Schärfe gibt, heißt Capsaicin. Dieses Capsaicin ist ein so genanntes Alkaloid und vor allem in den weißen Scheidewänden von Chilis konzentriert. (Ganz genau handelt es sich um ein Amid, das Chemiker als N-Vanillyl-8-methyl-6-(E)-noneamid bezeichnen.)
Diese Capsaicinoide reizen bei Menschen und anderen Säugern bestimmte Nozizeptoren der Schleimhäute und führen auf diese Weise zur bekannten Hitze- oder Schmerzempfindung. Die Schärfe wird also nicht über die Geschmacksrezeptoren wahrgenommen - deswegen stimmt es eben auch nicht, dass der normale Geschmack "abstumpft", wenn man Chilis ißt. Nur an die Schärfe gewöhnt man sich.
Nun stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser feurig-scharfen Stoffe. Die Antwort gibt die Verbreitungsstrategie der Chili-Pflanzen (die alle zur Gattung der "Capsicum anuum" gehören.) Denn die Chilis sind natürlich darauf angewiesen, dass ihre Samen verteilt und weiterverbreitet werden.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 07.09.09 · 14:00 Uhr· 0 Kommentare
31. August 2009
Wie kann man den Strombedarf decken und gleichzeitig wirkungsvoll die CO2-Emission verringern?
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 41
Auf eine Forschungsfrage von Laura antwortet ScienceBlogger Christian Reinboth:
Eine vergleichsweise einfach erscheinende Frage, auf die es jedoch keine einfache Antwort gibt. Klar ist, dass uns allein schon die Verantwortung für zukünftige Generationen angesichts der möglichen Folgen des anthropogenen Klimawandels dazu verpflichtet, die gegenwärtigen CO2-Emissionen zu reduzieren. Klar scheint aber auch zu sein, dass sich der momentane Energiebedarf westlicher Industrienationen wie der unseren nicht kurzfristig nur über alternative Energiequellen decken lassen wird. Sinnvoll wäre daher meines Erachtens nach eine Doppelstrategie, die zum einen den weiteren Ausbau und die Erforschung regenerativer Energietechniken vorsieht, zum anderen aber dem wichtigen Aspekt der Energieeffizienz zu mehr Aufmerksamkeit verhilft.
Regenerative Energiequellen wie Solar- und Windenergie, Wasserkraft oder Erdwärme können uns zeitlich nahezu unbegrenzt ein Vielfaches der Energiemenge liefern, die wir benötigen, um unseren gegenwärtigen Energiebedarf zu decken. Zum Vergleich: Die Energiemenge, die allein Deutschland jedes Jahr durch die Sonneneinstrahlung erreicht, liegt bei 380 Billionen Kilowattstunden, der Primärenergiebedarf unseres Landes beträgt dagegen nur etwa 4 Billionen Kilowattstunden - gerade etwas mehr als ein Hundertstel der verfügbaren Solarenergie. Der weltweite Energiebedarf liegt zur Zeit bei knapp 120 Billionen Kilowattstunden. Dies bedeutet, dass - zumindest in der Theorie - bereits ein Drittel der hierzulande verfügbaren Solarenergie ausreichen würde, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit zu decken.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 31.08.09 · 11:00 Uhr· 41 Kommentare
10. August 2009
Wie verteidigt man sich gegen einen Hai?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 6
Auf eine Forschungsfrage von Caro antwortet Marc Scheloske:
Zunächst muss eine Sache festgestellt werden: das Risiko, Opfer eines Haiangriffs zu werden, ist absolut minimal. Jedes Jahr gehen Milliarden Menschen schwimmen, tauchen oder surfen - und dabei kommt es weltweit durchschnittlich zu etwa 60-80 Haiunfällen. Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden, ist deutlich höher.
Und noch einige grundsätzliche Vorbemerkungen: Kommt es doch zu einem Unfall mit einem Hai, dann gibt es verschiedene Erklärungen. Oft hört man, dass der Hai einen schwimmenden Menschen mit einem Seehund oder eine Robbe verwechselt. Das ist aber - so sind sich Experten einig - zu einfach gedacht. Haie haben eine Vielzahl hochentwickelter Sinnesorgane und erkennen den Unterschied sehr wohl.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.08.09 · 11:00 Uhr· 6 Kommentare
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