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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.

Hier gibt es weitere Forschungsfragen...

Blogroll

Neues in der Kategorie Medizin

30. November 2009

Was versteht man unter dem Kartagener-Syndrom?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Jens antwortet Marc Scheloske:

Beim Kartagener Syndrom handelt es sich um eine angeborene Erkankung. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt; es müssen also beide Elternteile ein verändertes Gen weitergeben. Da bei den Betroffenen die reinigenden Cilien (Flimmerhärchen) der Atemwege nicht voll funktionstüchtig sind, leiden sie an chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung und chronischer Bronchitis. Gleichzeitig sind bei den Patienten die inneren Organe seitenverkehrt angelegt.

Herz und Magen liegen also spiegelbildlich rechts, die Leber links usw. Mediziner bezeichnen diese anatomische Besonderheit (die etwa bei einem von 8.000-25.000 Menschen auftritt) als "Situs inversus". Diese verkehrte Anordnung der Organe ist an sich nicht krankhaft. Allerdings treten bei den Betroffenen überdurchschnittlich häufig andere Fehlbildungen und Anomalien auf.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 30.11.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

29. Oktober 2009

Wie entsteht ein Ohrwurm?

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Forscherlein antwortet Marc Scheloske:

Ohrwürmer sind ziemlich hartnäckige Biester. Wenn sie sich erst einmal festgesetzt haben, dann wird man sie häufig nur schwer wieder los. Die Ohrwurmforschung - es gibt tatsächlich Psychologen und Neurowissenschaftler, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen - hat jedenfalls herausgefunden, dass eigentlich alle Menschen für dieses Phänomen anfällig sind. In Befragungen geben mehr als 95% zur Auskunft, dass sich bei Ihnen von Zeit zu Zeit eine Melodie im Kopf festsetzt, die dort in einer Endlosschleife abgespielt wird.

Doch wie kommt der Ohrwurm dahin? Was zeichnet ihn aus? Wer ist besonders anfällig für diesen auditiven Plagegeist? Die Ohrwurmforschung hat noch viele offene Fragen zu beantworten. Klar ist, dass eigentlich jedes Musikstück ein Ohrwurmpotential hat.

Besonders chancenreich sind allerdings Lieder, die eine simple Grundstruktur aufweisen und idealerweise eingängige, sich häufig wiederholende Textpassagen und Rhythmen haben. Und je näher ein Musikstück an den (kulturell geprägten) musikalischen Konventionen dran ist, desto besser. Wenn mit einem Lied noch bestimmte Emotionen verbunden sind, dann ist die Ohrwurmgefahr besonders hoch. (Manchmal genügt nämlich schon die Erinnerung an eine bestimmte Situation und schon ist der Ohrwurm präsent.)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 29.10.09 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare

05. Oktober 2009

Inwiefern prägt die Muttersprache das Gehör? Oder: Hören Menschen unterschiedlicher Muttersprachen jeweils eine "andere" Musik?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin

Auf eine Forschungsfrage von Carolin Krahn mit der Zusatzbemerkung: "Die Frage ist nicht auf verschiedene Musikstile oder individuellen "Geschmack" ausgerichtet, sondern auf den Zusammenhang zwischen "Gehörbildung" und (Fremd-) Sprache(n)" antwortet Marc Scheloske:

Jüngere Untersuchungen zeigen recht deutlich, dass die Muttersprache bzw. dass das Aufwachsen in bestimmten Kulturkreisen unser Gehör prägt. Das ist eigentlich auch wenig erstaunlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Bedeutung der Spracherwerb für den Säugling hat und wie zentral für die Entwicklung die sprachliche Kommunikation und das Erlernen der Muttersprache ist.

Und Sprachen unterscheiden sich eben ganz erheblich. Das beginnt bei der Anzahl der verschiedenen Laute, die innerhalb einer Sprache gebraucht werden. (Die Zahl der Phoneme reicht von 13 Phonemen beim Hawaiischen bis zu über 100 Phonemen bei anderen Sprachen.) Noch wichtiger ist aber sicherlich der Unterschied hinsichtlich der Tonalität der Sprachen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

17. September 2009

Warum wachsen Haare eigentlich nach?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 2

Auf eine Forschungsfrage von Leonie Steiner antwortet Marc Scheloske:

Die Frage nach dem Sinn unserer Körperbehaarung lässt sich nicht so pauschal beantworten. Zunächst ist es ja so, dass Haare ein Teil der Haut sind und insofern auch (fast) überall am Körper wachsen. Ihre Funktion unterscheidet sich aber teilweise erheblich. Generell ist es so, dass Haare schädliche UV-Strahlung absorbieren und so vor schädlicher Sonneneinstrahlung schützen. Da Haare nur eine begrenzte Lebensdauer haben (max. 8 Jahre) ist es eben notwendig, dass neue Haare nachwachsen.

Abgesehen davon dienen Haare auch der Feuchtigkeitsregulierung, denn überschüssige Feuchtigkeit wird von den Haaren aufgenommen. An bestimmten Regionen erfüllen Haare dann aber auch noch andere Zwecke. Die Wimpern etwa dienen dem Schutz des Auges vor umherfliegendem Staub, die Nasenhaare fungieren als Filter und die Augenbrauen verhindern, dass uns Schweiß in die Augen fließt.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 17.09.09 · 12:00 Uhr· 2 Kommentare

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