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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.

Hier gibt es weitere Forschungsfragen...

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Neues in der Kategorie Geistes- & Sozialwissenschaften

12. November 2009

Ist unser Wissen im Traum größer als bei wachem Bewusstsein?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von S. Bailer antwortet Marc Scheloske:

Die Erfahrung, dass man sich selbst im Traum überrascht, hat wohl jeder schon einmal gemacht. Man erwacht und stellt fest, dass man eben im Traum irgendeine Information parat hatte, von der man (im wachen Zustand) gar nicht ahnte, jemals davon gehört zu haben.

Die Schlußfolgerung, dass unser Wissen im Traum größer und umfassender wäre, als bei wachem Bewusstsein, ist allerdings sicher nicht korrekt. Dazu müssen wir uns kurz vergegenwärtigen, was wir in diesem Zusammenhang überhaupt unter Wissen verstehen wollen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.11.09 · 11:45 Uhr· 0 Kommentare

05. Oktober 2009

Inwiefern prägt die Muttersprache das Gehör? Oder: Hören Menschen unterschiedlicher Muttersprachen jeweils eine "andere" Musik?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin

Auf eine Forschungsfrage von Carolin Krahn mit der Zusatzbemerkung: "Die Frage ist nicht auf verschiedene Musikstile oder individuellen "Geschmack" ausgerichtet, sondern auf den Zusammenhang zwischen "Gehörbildung" und (Fremd-) Sprache(n)" antwortet Marc Scheloske:

Jüngere Untersuchungen zeigen recht deutlich, dass die Muttersprache bzw. dass das Aufwachsen in bestimmten Kulturkreisen unser Gehör prägt. Das ist eigentlich auch wenig erstaunlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Bedeutung der Spracherwerb für den Säugling hat und wie zentral für die Entwicklung die sprachliche Kommunikation und das Erlernen der Muttersprache ist.

Und Sprachen unterscheiden sich eben ganz erheblich. Das beginnt bei der Anzahl der verschiedenen Laute, die innerhalb einer Sprache gebraucht werden. (Die Zahl der Phoneme reicht von 13 Phonemen beim Hawaiischen bis zu über 100 Phonemen bei anderen Sprachen.) Noch wichtiger ist aber sicherlich der Unterschied hinsichtlich der Tonalität der Sprachen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

01. Oktober 2009

Realisieren zweisprachige Personen beim Sprechen unterschiedliche Aspekte ihrer Persönlichkeit und ihres Erlebens?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Auf eine Forschungsfrage von Birke antwortet Marc Scheloske:

Eine sehr kurze, aber sicher nicht zufriedenstellende Antwort könnte lauten: Es kommt darauf an.

Zunächst fällt aber auf, dass bereits in der Frage implizit die Bedeutung von Sprache für die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung vorausgesetzt wird. Diese Sichtweise befindet sich damit in bester (sprach-)philosophischer Tradition. Es ist ganz egal, ob wir hier George Herbert Mead herausgreifen, für den Sprache ein wesentlicher Aspekt der Identitätskonstitution war. Oder uns an Ludwig Wittgenstein erinnern, für den Sprache nicht weniger als der Ausdruck einer Lebensform war und der unmißverständlich zum Ausdruck brachte: „Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt"

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 01.10.09 · 12:15 Uhr· 1 Kommentar

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