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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.

Hier gibt es weitere Forschungsfragen...

Blogroll

Archiv November 2009

30. November 2009

Was versteht man unter dem Kartagener-Syndrom?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Jens antwortet Marc Scheloske:

Beim Kartagener Syndrom handelt es sich um eine angeborene Erkankung. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt; es müssen also beide Elternteile ein verändertes Gen weitergeben. Da bei den Betroffenen die reinigenden Cilien (Flimmerhärchen) der Atemwege nicht voll funktionstüchtig sind, leiden sie an chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung und chronischer Bronchitis. Gleichzeitig sind bei den Patienten die inneren Organe seitenverkehrt angelegt.

Herz und Magen liegen also spiegelbildlich rechts, die Leber links usw. Mediziner bezeichnen diese anatomische Besonderheit (die etwa bei einem von 8.000-25.000 Menschen auftritt) als "Situs inversus". Diese verkehrte Anordnung der Organe ist an sich nicht krankhaft. Allerdings treten bei den Betroffenen überdurchschnittlich häufig andere Fehlbildungen und Anomalien auf.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 30.11.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

26. November 2009

Gibt es um fast jeden Stern Kometen und Asteroiden?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Dik Jantke antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Kometen und Asteroiden sind ein Überbleibsel aus der Zeit der Planetenentstehung. Wenn sich um einen Stern Planeten bilden, dann entstehen die aus einer Scheibe voller Staub und Gas. Diese Teilchen klumpen immer mehr zusammen bis irgendwann aus Staubkörnern Planeten entstanden sind.

Die größeren "Bausteine" für die Planetenentstehung sind die Asteroiden. Aber nicht alle wurden verbraucht! In unserem Sonnensystem konnte sich in der Nähe des großen Jupiter kein weiterer Planet bilden und die Asteroiden sind übrig geblieben. Deswegen gibt es heute auch einen Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 26.11.09 · 11:00 Uhr· 2 Kommentare

23. November 2009

Woher weiß eine Schnecke oder Muschel, dass sie ihre Kalkschale nicht mehr größer bauen kann?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Helga Gebert antwortet Marc Scheloske:

Für das Wachstum eines Schneckengehäuses oder der Schale einer Muschel gibt es keine fixe Begrenzung oder ein Stoppsignal. Das lässt sich verstehen, wenn man sich die Bildung und Funktion eines Schneckengehäuses näher ansieht.

Die Schale der Schnecken ist quasi ein externes Skelett, das den weichen Körper des lebenden Tieres schützt. Diese Schale setzt sich hauptsächlich aus Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) zusammen und wird bereits im embryonalen Entwicklungsstadium der Schnecke gebildet. Wenn die Schnecke schlüpft steht ihr bereits ein winziges Gehäuse (Experten sprechen von "Protoconch") zur Verfügung.

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Autor: Marc Scheloske· 23.11.09 · 12:00 Uhr· 0 Kommentare

19. November 2009

Warum kann man die Atomkerne, die sich antriebslos bewegen, nicht als Energiequelle für unsere Welt nutzen?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Sunny antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Antriebslose Bewegung kann nur heißen, dass eine Kraft auf den Atomkern ausgeübt wurde und er sich jetzt im Vakuum befindet, frei von der Möglichkeit, durch Stöße mit anderen Teilchen in seiner Bewegung gestört zu werden. Unter diesen Umständen bewegt er sich nach den Newtonschen Gesetzen gleichförmig und geradlinig.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 19.11.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

12. November 2009

Ist unser Wissen im Traum größer als bei wachem Bewusstsein?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von S. Bailer antwortet Marc Scheloske:

Die Erfahrung, dass man sich selbst im Traum überrascht, hat wohl jeder schon einmal gemacht. Man erwacht und stellt fest, dass man eben im Traum irgendeine Information parat hatte, von der man (im wachen Zustand) gar nicht ahnte, jemals davon gehört zu haben.

Die Schlußfolgerung, dass unser Wissen im Traum größer und umfassender wäre, als bei wachem Bewusstsein, ist allerdings sicher nicht korrekt. Dazu müssen wir uns kurz vergegenwärtigen, was wir in diesem Zusammenhang überhaupt unter Wissen verstehen wollen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.11.09 · 11:45 Uhr· 0 Kommentare

09. November 2009

Warum weinen Tiere nicht?

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Sara antwortet Marc Scheloske:

Auch wenn die Krokodilstränen sprichwörtlich geworden sind - Tiere weinen nicht, wenigstens nicht aus Schmerz oder Trauer. Emotionale Tränen sind eine ausschließlich menschliche Eigenschaft.

Wobei man natürlich unterscheiden muß. Träne ist nicht gleich Träne. Denn rein physiologisch gesehen können natürlich auch andere Säugetiere "weinen", denn sie besitzen schließlich einen Tränenapparat, der zunächst einmal das Austrocknen des Auges verhindert. Und wenn ein Fremdkörper ins Auge gelangt, dann wird dieser mit Hilfe von Tränenflüssigkeit ausgespült. Diese reflektorischen Tränen - wie die Fachleute sagen - kennen wir ebenso vom Zwiebelschneiden oder bei Allergien.

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Autor: Marc Scheloske· 09.11.09 · 11:00 Uhr· 2 Kommentare

05. November 2009

Welches berühmte Gas gibt es auf dem Mond?

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Olga Wieser antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Die Erde ist von einer Hülle aus verschiedenen Gasen (hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff) umgeben. Der Mond ist ein Himmelskörper ohne solch eine Atmosphäre. Seine Masse ist zu gering, um die Gasatome festzuhalten. Die wenigen Teilchen, die der Mond bedingt festhalten kann, stammen vom Sonnenwind; dabei handelt es sich hauptsächlich um Helium, Wasserstoff, Neon und Argon.

"Gas", so wie wir es von der Erde typischerweise kennen, gibt es auf dem Mond also nicht. Aber Gas kann auch in anderer Form vorliegen - dazu gehört das Isotop Helium-3.

Und das ist tatsächlich "berühmt" und auf dem Mond vorhanden. Helium-3 ensteht in der Sonne und gelangt mit dem Sonnenwind ins Weltall. Die Atmosphäre der Erde schirmt uns aber vor dem Sonnenwind ab und das Helium-3 erreicht uns nicht.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.11.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

02. November 2009

Warum legt man die Mond-Umlaufbahn eines Satelliten nicht so, dass sie ganz knapp über ein interessantes Objekt verläuft?

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Rob Fürst antwortet Dipl.-Ing. Hannes Griebel, Raumfahr-Ingenieur am Europäischen Weltraum Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA:

In der Tat macht man das fast so: Nicht wenige Meter über der Oberfläche, aber immerhin mehrere Kilometer. LRO hat eine Bahnhöhe von ca. 50km, das ist auf der Erde gerade einmal der halbe Weg in den Weltraum (der per Definition bei 100km beginnt).

Darunter werden Missionen aber zunehmend schwieriger, und hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:

- Die Geschwindigkeit ist sehr hoch. In direkter Antwort auf die Frage nach der Kamera-Geschwindigkeit: ca. 1.7km/s beträgt die Fluggeschwindigkeit in einer niedrigen Mondumlaufbahn. Das bedeutet 17m in einer 1/100stel Sekunde! Will man nun ein Objekt in unmittelbarer Nähe photographieren, muss nicht nur der Camera-Chip (oder der Bild-Scanner, auch das gibt es) schnell genug sein, es muss auch der Computer das Bild genau zum rechten Zeitpunkt machen. Den wiederum muss man genau im Voraus bestimmen, und natürlich die Reaktionszeit des Systems kennen. Würde das Bild in diesem Szenario nur eine Sekunde zu spät aufgenommen (z.B. wegen einer geringen Ungenauigkeit in der Bahnbestimmung), läge das Objekt bereits weit hinter einem.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 02.11.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

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