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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
„Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.
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- Markus · 18.10.11 · 17:00 Uhr Woher kommen Fruchtfliegen? Wie kommt es, daß von einem auf den anderen Tag riesige Mengen dieser Tiere in den Wohnungen erscheinen?
- hans · 11.10.11 · 12:46 Uhr Was ist der Mond? Ist er ein Stern, ein Planet, ein Fixstern? Und was unterscheidet die einzelnen von einander?
- marc hofmeister · 29.06.11 · 12:41 Uhr Kann man auf dem Mount Everest Eier kochen?
- Vierstein · 04.02.11 · 21:47 Uhr Kann die künstliche Veränderung der Halbwertszeit radioaktiver Elemente ein atomares Endlager überflüssig machen?
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Archiv Oktober 2009
29. Oktober 2009
Wie entsteht ein Ohrwurm?
Kategorie: Kultur·Medizin · Kommentare: 3
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Forscherlein antwortet Marc Scheloske:
Ohrwürmer sind ziemlich hartnäckige Biester. Wenn sie sich erst einmal festgesetzt haben, dann wird man sie häufig nur schwer wieder los. Die Ohrwurmforschung - es gibt tatsächlich Psychologen und Neurowissenschaftler, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen - hat jedenfalls herausgefunden, dass eigentlich alle Menschen für dieses Phänomen anfällig sind. In Befragungen geben mehr als 95% zur Auskunft, dass sich bei Ihnen von Zeit zu Zeit eine Melodie im Kopf festsetzt, die dort in einer Endlosschleife abgespielt wird.
Doch wie kommt der Ohrwurm dahin? Was zeichnet ihn aus? Wer ist besonders anfällig für diesen auditiven Plagegeist? Die Ohrwurmforschung hat noch viele offene Fragen zu beantworten. Klar ist, dass eigentlich jedes Musikstück ein Ohrwurmpotential hat.
Besonders chancenreich sind allerdings Lieder, die eine simple Grundstruktur aufweisen und idealerweise eingängige, sich häufig wiederholende Textpassagen und Rhythmen haben. Und je näher ein Musikstück an den (kulturell geprägten) musikalischen Konventionen dran ist, desto besser. Wenn mit einem Lied noch bestimmte Emotionen verbunden sind, dann ist die Ohrwurmgefahr besonders hoch. (Manchmal genügt nämlich schon die Erinnerung an eine bestimmte Situation und schon ist der Ohrwurm präsent.)
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 29.10.09 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare
26. Oktober 2009
Wieso heißen die kleinen Bäume im Hochwald Oskar?
Kategorie: Umwelt
Beate ergänzt ihre Forschungsfrage mit dem Zusatz: Gibt es einen Zusammenhang mit Oskar aus der "Blechtrommel"?
Hier die Antwort von Marc Scheloske:
Ein sogenanntes "Oskar-Syndrom" gibt es tatsächlich. Man könnte vielleicht vermuten, dass damit das Verhalten eines saarländischen Politikers beschrieben wird, aber dem ist nicht so. Als Oskar-Syndrom bezeichnen Forstexperten eine frühe Stagnation des Baumwachstums.
Dafür gibt es mehrere Gründe: manchmal ist das Wild dafür verantwortlich, dass Bäume kein altersgemäßes Wachstum zeigen. Dann nämlich, wenn durch Wildbiss die Triebe immer wieder eingekürzt werden. Durch diese Schädigung gibt es Bäume, die zwar zwanzig Jahre alt, aber kaum einen Meter hoch sind.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 26.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
22. Oktober 2009
Was sind Leptonen?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 1
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Christoph Haje antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:
Leptonen sind eine Klasse von Elementarteilchen, deren berühmtester Vertreter das Elektron ist. Es gibt sechs Leptonen in drei Generationen. Die erste Generation bildet das bekannte Elektron und das Elektron-Neutrino. Neutrinos sind besonders leichte Teilchen, die fast nie mit Materie reagieren da sie nur über die Schwache Kraft wechselwirken. Die schwereren Generatioen bilden das Myon und das Tau, und ihre jeweiligen Neutrinos. Das Myon und Tau sind nicht stabil und zerfallen in leichtere Teilchen, z.B. das Myon in Elektron und zwei Neutrinos.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 22.10.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar
19. Oktober 2009
Kann man auf dem Mount Everest Eier kochen?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 14
Nina und Britta ergänzen ihre Forschungsfrage mit dem Zusatz: Obwohl die Gerinnungstemperatur von Ovalbumin über der Siedetemperatur von H2O in dieser Höhe liegt. Hier die Antwort von Marc Scheloske:
Es ist tatsächlich so, dass der erfolgreiche Bergsteiger auf dem Gipfel des Mount Everest auf ein frisch hartgekochtes Ei verzichten muß. Durch den geringen Luftdruck in Höhen über 8000 Meter (etwa 0,3 bar auf dem Everest-Gipfel) liegt nämlich der Siedepunkt des Wassers ebenfalls deutlich niedriger als auf Meereshöhe. Bereits bei rund 70°C beginnt Wasser unter diesen Bedingungen zu kochen.
Für die Eierzubereitung hat das folgende Konsequenzen: das Eiweiß (und das ist die entscheidende Komponente in diesem Fall) besteht zu einem Großteil aus Wasser und zu rund 10% aus Proteinen. Das sind vor allem das Conalbumin und das Ovalbumin. Das Conalbumin beginnt bei etwa 61,5°C zu gerinnen, beim Ovalbumin liegt diese Schwelle allerdings bei 84,5°C. Erst ab dieser Temperatur setzt die Denaturierung der langen Eiweißmoleküle ein.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 19.10.09 · 11:00 Uhr· 14 Kommentare
15. Oktober 2009
Warum fliegen die Mücken überhaupt zum Licht?
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 1
Auf eine Forschungsfrage von Marius Flörchinger antwortet Marc Scheloske:
Die Tatsache, dass viele Insekten (v.a. Nachtfalter) geradezu magisch von künstlichen Lichtquellen angezogen werden, hat sich ja längst im Sprachgebrauch niedergeschlagen. Warum die Motten aber das Licht umkreisen, ist nicht zweifelsfrei geklärt.
Die meisten Fachleute sehen die Ursache jedoch in einer simplen, aber tragischen Verwechslung bzw. Irreführung der nachtaktiven Insekten. Denn von Natur orientieren sich die Nachtfalter und andere Insekten am nächtlichen Mondlicht. Der Mond dient ihnen in gewisser Weise als Kompass. Und die Position des Mondes bleibt eben weitgehend stabil, so dass die Falter (um etwa geradeaus zu fliegen) immer einen konstanten Winkel zu dieser Lichtquelle einhalten.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 15.10.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar
12. Oktober 2009
Können Teilchen in einem Medium wie z.B. Wasser, in dem die Lichtgeschwindigkeit reduziert ist, diese überschreiten? Welche Auswirkungen hat dies?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Constantin Cristof antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:
Ja, das können sie. Unerreichbar ist lediglich die Vakuumgeschwindigkeit des Lichts. Tritt ein Teilchen in ein Medium ein, mit einer Geschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit in diesem Medium, so kommt es zu einem Effekt ähnlich dem Überschnallknall bei Kampfflugzeugen.
Es wird eine kegelförmige Lichtwellenfront ausgesandt, dies bezeichnet man als den Cerenkov-Effekt.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.10.09 · 11:00 Uhr· 8 Kommentare
08. Oktober 2009
Warum sehen Dinge, die sehr weit weg sind, sehr klein aus (wie z.B. Sterne)?
Kategorie: Naturwissenschaften
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von A. Wellmann antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:
Entfernte Gegenstände erscheinen uns deswegen kleiner, weil sie unter einem kleineren Gesichtswinkel erscheinen. Der Gesichtswinkel ist der Winkel, der zwischen zwei Lichtstrahlen liegt, die von den gegenüberliegenden Enden eines Gegenstandes zum Auge führen.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 08.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
05. Oktober 2009
Inwiefern prägt die Muttersprache das Gehör? Oder: Hören Menschen unterschiedlicher Muttersprachen jeweils eine "andere" Musik?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin
Auf eine Forschungsfrage von Carolin Krahn mit der Zusatzbemerkung: "Die Frage ist nicht auf verschiedene Musikstile oder individuellen "Geschmack" ausgerichtet, sondern auf den Zusammenhang zwischen "Gehörbildung" und (Fremd-) Sprache(n)" antwortet Marc Scheloske:
Jüngere Untersuchungen zeigen recht deutlich, dass die Muttersprache bzw. dass das Aufwachsen in bestimmten Kulturkreisen unser Gehör prägt. Das ist eigentlich auch wenig erstaunlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Bedeutung der Spracherwerb für den Säugling hat und wie zentral für die Entwicklung die sprachliche Kommunikation und das Erlernen der Muttersprache ist.
Und Sprachen unterscheiden sich eben ganz erheblich. Das beginnt bei der Anzahl der verschiedenen Laute, die innerhalb einer Sprache gebraucht werden. (Die Zahl der Phoneme reicht von 13 Phonemen beim Hawaiischen bis zu über 100 Phonemen bei anderen Sprachen.) Noch wichtiger ist aber sicherlich der Unterschied hinsichtlich der Tonalität der Sprachen.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
01. Oktober 2009
Realisieren zweisprachige Personen beim Sprechen unterschiedliche Aspekte ihrer Persönlichkeit und ihres Erlebens?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 1
Auf eine Forschungsfrage von Birke antwortet Marc Scheloske:
Eine sehr kurze, aber sicher nicht zufriedenstellende Antwort könnte lauten: Es kommt darauf an.
Zunächst fällt aber auf, dass bereits in der Frage implizit die Bedeutung von Sprache für die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung vorausgesetzt wird. Diese Sichtweise befindet sich damit in bester (sprach-)philosophischer Tradition. Es ist ganz egal, ob wir hier George Herbert Mead herausgreifen, für den Sprache ein wesentlicher Aspekt der Identitätskonstitution war. Oder uns an Ludwig Wittgenstein erinnern, für den Sprache nicht weniger als der Ausdruck einer Lebensform war und der unmißverständlich zum Ausdruck brachte: „Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt"
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 01.10.09 · 12:15 Uhr· 1 Kommentar
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