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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
„Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.
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- Korrektor · 26.11.11 · 10:27 Uhr Warum ist es bei fast allen Gleichungen aus der Physik egal, ob die Zeit vorwärts oder rückwärts läuft?
- Markus · 18.10.11 · 17:00 Uhr Woher kommen Fruchtfliegen? Wie kommt es, daß von einem auf den anderen Tag riesige Mengen dieser Tiere in den Wohnungen erscheinen?
- hans · 11.10.11 · 12:46 Uhr Was ist der Mond? Ist er ein Stern, ein Planet, ein Fixstern? Und was unterscheidet die einzelnen von einander?
- marc hofmeister · 29.06.11 · 12:41 Uhr Kann man auf dem Mount Everest Eier kochen?
- Vierstein · 04.02.11 · 21:47 Uhr Kann die künstliche Veränderung der Halbwertszeit radioaktiver Elemente ein atomares Endlager überflüssig machen?
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Archiv September 2009
28. September 2009
Gibt es auch Schmetterlinge, die sich nicht verpuppen?
Kategorie: Umwelt
Auf eine Forschungsfrage von Karin Jobst antwortet Marc Scheloske:
Die Antwort auf diese Frage lautet ganz eindeutig: Nein. Es ist ja gerade eines der spannendsten Merkmale von Schmetterlingen, dass diese Insekten während ihrer Entwicklung die Verpuppung durchlaufen und während dieser Phase eine beeindruckende Gestaltumwandlung durchmachen.
Uns fasziniert doch genau diese Verwandlung von der oft schwerfälligen, gefrässigen Raupe in die filigran-schillernden Schmetterlinge, die mühelos durch die Luft schweben. Und das Verpuppungsstadium ist dabei der wesentliche Faktor.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 28.09.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
24. September 2009
Ist der Klimawandel wirklich direkt für das Aussterben von Arten verantwortlich?
Kategorie: Umwelt
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Klaus antwortet der Klimaforscher und ScienceBlogger Dr. Georg Hoffmann:
Die im Rahmen des IPCC AR4 durchgeführten Klimamodellläufe berechnen eine globale Klimaänderung zwischen ca. +2°C bis + 6°C bis 2100, je abhängig vom ausgewählten ökonomischen Szenario (Bevölkerungsentwicklung, Energiemix, etc.). Selbst wenn man sich auf die "realistischeren" Fälle beschränkt (ist nur meine Beurteilung, nichts offizielles), also vielleicht auf ein Erwärmungsintervall von +2-4°C global, sollte man die aktuelle Erwärmung mit anderen Klimaepochen vergleichen, um einen Eindruck davon zu bekommen, mit welcher erdgeschichtlichen Größenordnung wir es hier eigentlich zu tun haben.
So war die letzte Eiszeit (vor 20.000 Jahren) weltweit etwa 5°C kälter oder das Miozän (vor 20 Millionen Jahren) war nur +2°C wärmer. Trotzdem verbinden auch geologische Laien mit solchen Erdzeitaltern sofort eine im Vergleich zu heute vollkommen verschiedende Fauna und Flora, eben vom Mammut bis zum Riesenfaultier. Es ist somit sofort klar, dass der erdgeschichlich bedeutsame und vor allem geologisch blitzartige Klimawandel des kommenden Jahrhunderts eine oft unangepasste Tier- und Pflanzenwelt vorfinden wird. Die Erwärmung wird extrem schnell vor sich gehen. Wieviele Tier- und Pflanzenarten werden sich nicht anpassen können?
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 24.09.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare
21. September 2009
Warum ist es bei fast allen Gleichungen aus der Physik egal, ob die Zeit vorwärts oder rückwärts läuft?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 12
Auf eine aktuelle Forschungsfrage antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:
Zunächst einmal sollte man vorbemerken, dass in unserer makroskopischen Welt der Zeitpfeil nicht einfach umkehrbar ist. Die Gesetze der Thermodynamik sagen ganz klar und in Stein gemeißelt: Die Menge an Unordnung in einem geschlossenen System wird auf lange Sicht immer zunehmen. Dies passiert zumeist, weil Energie durch Reibung als Wärmeenergie "verloren" geht. So lässt sich auch die Richtung der Zeit definieren, die wir empfinden.
Aber richtig, in einem mikroskopischen System ist die Zeit umkehrbar, wenn wir keine Reibung annehmen. Man stelle sich eine Aufnahme von einem Billiardstoß vor, der mit einer Kamera aufgenommen und rückwärts abgespielt wird: Es ist genauso möglich und wird durch die gleiche Theorie beschrieben.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 21.09.09 · 11:00 Uhr· 12 Kommentare
17. September 2009
Warum wachsen Haare eigentlich nach?
Kategorie: Medizin · Kommentare: 2
Auf eine Forschungsfrage von Leonie Steiner antwortet Marc Scheloske:
Die Frage nach dem Sinn unserer Körperbehaarung lässt sich nicht so pauschal beantworten. Zunächst ist es ja so, dass Haare ein Teil der Haut sind und insofern auch (fast) überall am Körper wachsen. Ihre Funktion unterscheidet sich aber teilweise erheblich. Generell ist es so, dass Haare schädliche UV-Strahlung absorbieren und so vor schädlicher Sonneneinstrahlung schützen. Da Haare nur eine begrenzte Lebensdauer haben (max. 8 Jahre) ist es eben notwendig, dass neue Haare nachwachsen.
Abgesehen davon dienen Haare auch der Feuchtigkeitsregulierung, denn überschüssige Feuchtigkeit wird von den Haaren aufgenommen. An bestimmten Regionen erfüllen Haare dann aber auch noch andere Zwecke. Die Wimpern etwa dienen dem Schutz des Auges vor umherfliegendem Staub, die Nasenhaare fungieren als Filter und die Augenbrauen verhindern, dass uns Schweiß in die Augen fließt.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 17.09.09 · 12:00 Uhr· 2 Kommentare
14. September 2009
Bei einem Axolotl wachsen die verlorenen Körperteile wieder nach. Wie und warum funktioniert das?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 6
Auf eine Forschungsfrage von Marius Flörchinger antwortet Marc Scheloske:
Der Axolotl, eine Salamanderart aus Mexiko, ist tatsächlich ein wahrer Regenerationskünstler. Der Axolotl, der genaugenommen zur Gattung der Querzahnmolche gehört, kann nämlich verlorene Körperteile vollständig nachwachsen lassen. Egal ob ein Bein oder der Schwanz abgebissen wurde oder gar Organe beschädigt werden: durch seine bemerkenswerte Selbstheilungsfähigkeit stellt der Axolotl diese Körperteile innerhalb weniger Wochen wieder komplett her - ohne dass von der früheren Wunde noch etwas zu sehen wäre.
Diese Fähigkeit nimmt lediglich im höheren Alter ab. Und wenn dieser Reparaturmechanismus zu häufig in Anspruch genommen wird, dann werden häufig auch nur etwas kleinere Körperteile nachproduziert. Natürlich interessieren sich die Forscher für dieses Regenerationstalent. Was steckt dahinter?
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 14.09.09 · 12:00 Uhr· 6 Kommentare
10. September 2009
Wie schafft es der Mond, dass er das Meer mehrere Meter heben und senken kann?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Forscherlein antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:
Das Phänomen des periodisch steigenden und sinkenden Wasserspiegels der Meere nennt man "Gezeiten" und in der Tat ist der Mond dafür verantwortlich. Der genaue Grund ist allerdings etwas kompliziert.
So wie alle anderen Körper ziehen sich auch Mond und Erde gegenseitig gravitativ an. Das führt dazu, dass der Mond sich um die Erde bewegt - bzw. genauer: Erde und Mond bewegen sich um ihren gemeinsamen Massenschwerpunkt. Das ist ein Punkt, der noch innerhalb der Erde liegt.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.09.09 · 11:00 Uhr· 5 Kommentare
07. September 2009
Was macht Chilis eigentlich so scharf?
Kategorie: Umwelt
Auf eine Forschungsfrage von Alice antwortet Marc Scheloske:
Der Stoff, der den Chilischoten ihre Schärfe gibt, heißt Capsaicin. Dieses Capsaicin ist ein so genanntes Alkaloid und vor allem in den weißen Scheidewänden von Chilis konzentriert. (Ganz genau handelt es sich um ein Amid, das Chemiker als N-Vanillyl-8-methyl-6-(E)-noneamid bezeichnen.)
Diese Capsaicinoide reizen bei Menschen und anderen Säugern bestimmte Nozizeptoren der Schleimhäute und führen auf diese Weise zur bekannten Hitze- oder Schmerzempfindung. Die Schärfe wird also nicht über die Geschmacksrezeptoren wahrgenommen - deswegen stimmt es eben auch nicht, dass der normale Geschmack "abstumpft", wenn man Chilis ißt. Nur an die Schärfe gewöhnt man sich.
Nun stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser feurig-scharfen Stoffe. Die Antwort gibt die Verbreitungsstrategie der Chili-Pflanzen (die alle zur Gattung der "Capsicum anuum" gehören.) Denn die Chilis sind natürlich darauf angewiesen, dass ihre Samen verteilt und weiterverbreitet werden.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 07.09.09 · 14:00 Uhr· 0 Kommentare
03. September 2009
Wurden am Forschungszentrum CERN in Genf "Schwarze Löcher" erzeugt?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 8
Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Forscherlein antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:
Ja, prinzipiell besteht die Möglichkeit, dass am LHC schwarze Löcher entstehen. Allerdings nur unter ganz speziellen Bedingungen. Unser Universum müsste mehr als nur 3 Raumdimensionen haben, damit die schwarzen Löcher entstehen könnten. Diese zusätzlichen Dimensionen werden etwa von der Stringtheorie vorausgesagt. Aber obwohl die Stringtheorie seit knapp 30 Jahren existiert, konnte sie immer noch keine einzige experimentell bestätigte Vorhersage machen. Es ist also mehr als fraglich, dass unser Universum noch zusätzliche kompakte Raumdimensionen hat.
Aber selbst wenn es diese Raumdimensionen geben würde (was extrem unwahrscheinlich ist), dann gehen die allermeisten Versionen der Stringtheorie Dimensionen davon aus, dass diese Dimensionen viel kleiner sind, als sie es sein müssten, damit schwarze Löcher entstehen.
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 03.09.09 · 11:00 Uhr· 8 Kommentare
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