Blog durchsuchen
Profil
Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
„Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.
Letzte Einträge
- Können Kaninchen schreien? Und wenn ja, ist es dann für den Menschen hörbar?0 Kommentare· 11.12.09
- Wie heisst die nächstgrößere Bezeichnung nach den Galaxienhaufen?3 Kommentare· 07.12.09
- Woher kommen Fruchtfliegen? Wie kommt es, daß von einem auf den anderen Tag riesige Mengen dieser Tiere in den Wohnungen erscheinen?4 Kommentare· 03.12.09
- Was versteht man unter dem Kartagener-Syndrom?1 Kommentar· 30.11.09
- Gibt es um fast jeden Stern Kometen und Asteroiden?2 Kommentare· 26.11.09
Kommentare
- Korrektor · 26.11.11 · 10:27 Uhr Warum ist es bei fast allen Gleichungen aus der Physik egal, ob die Zeit vorwärts oder rückwärts läuft?
- Markus · 18.10.11 · 17:00 Uhr Woher kommen Fruchtfliegen? Wie kommt es, daß von einem auf den anderen Tag riesige Mengen dieser Tiere in den Wohnungen erscheinen?
- hans · 11.10.11 · 12:46 Uhr Was ist der Mond? Ist er ein Stern, ein Planet, ein Fixstern? Und was unterscheidet die einzelnen von einander?
- marc hofmeister · 29.06.11 · 12:41 Uhr Kann man auf dem Mount Everest Eier kochen?
- Vierstein · 04.02.11 · 21:47 Uhr Kann die künstliche Veränderung der Halbwertszeit radioaktiver Elemente ein atomares Endlager überflüssig machen?
Blogroll
-
Websites
- Forschungsexpedition
Kategorien
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
03.08.09 · 11:00 Uhr
Gibt es eine Maximaltemperatur?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Eine Forschungsfrage von Marian.
Und Marian ergänzt: Da es ja eine Maximalgeschwindigkeit gibt (Lichtgeschwindigkeit), müsste es ja auch eine Maximaltemperatur geben, da Temperatur ja Schwingungen um den Atomkern sind. Wenn also die Schwingungen Lichtgeschwindigkeit haben, müsste das ja dann die Maximaltemperatur sein, oder?
Darauf eine Expertenantwort von ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:
Grundsätzlich ist es kein schlechtes Konzept, Temperatur als Bewegung von Teilchen zu verstehen. In einem Festkörper ist auch die Schwingung der Atomkerne um die Ruhelage ein Maß für die Temperatur. Eigentlich bestimmt man die Temperatur aber als mittlere Energiedichte. Man kann es sich schon bei Luftmolekülen vorstellen: Haben diese mehr Bewegungsenergie, flitzen sie schneller herum und treffen häufiger auf Hindernisse (z.B. unsere Haut) - das Ergebnis: eine höhere Temperatur.
Bewegen wir uns jetzt zu höheren Temperaturen, ist es nicht mehr so einfach, von kinetischer Energie zu sprechen. Schauen wir uns den Zustand kurz nach dem Urknall an: Dort ist die Temperatur/Energiedichte so hoch, dass man keine Trennung
Energie/Materie mehr ziehen kann. Erst mit der Zeit und mit der Ausdehnung kommt es überhaupt dazu, dass sich Materie bilden kann, ohne sofort wieder zu zerfallen.
10 Sekunden nach dem Urknall bilden sich Neutronen und Protonen, und somit leichte Atomkerne. Aber es können noch keine stabilen Atome entstehen - die Kernteilchen stecken in einer heißen elektromagnetischen Strahlung fest, die die Temperatur bestimmt. Erst nach 10 000 Jahren ist das Universum so abgekühlt, dass die Energiedichte der Strahlung kleiner wird, als die der Materie - und erst nach 400 000 Jahren können sich Atome bilden, da nicht mehr jedes Photon sofort wieder absorbiert wird.
Die so entkoppelte Strahlung findet man heute noch - durch die Ausdehnung des Universums sind es heute Photonen im Mikrowellenbereich, die von diesem Zeitpunkt übrig geblieben sind - die kosmische Hintergrundstrahlung. Da schließt sich der Kreis, denn die Energiedichte dieser ältesten Photonen kann man bestimmen und der Energieverteilung (dem Spektrum) eine Temperatur bestimmen - unser Universum hat eine Temperatur von 2,7 K.
| » Dr. Joerg Rings ist Physiker und bloggt bei Diax's Rake |
Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr binAstrodicticum Simplex· 01.02.2012
Top5
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- The Festival Recognizes Our First "Featured Fan"!The Festival will be here in April and we thought ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 11.02.2012 · 14:22 Uhr
- Great Plains Emerging Diseases ConferenceI ...Aetiology· 10.02.2012 · 14:25 Uhr
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr

Kommentare (5)
Hallo zusammen
Ich vermisse hier die eigentliche Antwort auf die Frage: Die höchste erreichbare Temperatur ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand die Planck-Temperatur in Höhe von 1,4 x 10^32 Kelvin. Man erhält sie zum Beispiel direkt aus der Planck-Energie in Höhe von 1,2 x 10^19 GeV. Diese Planck-Werte waren wohl typische in einer frühsten Phase der Entwicklung des Universums, die Planck-Ära genannt wird.
Die Zahlenwerte der Planck-Skala erhält man durch Gleichsetzen charakteristischer Längenskalen der Relativitätstheorie und der Quantentheorie, nämlich von Gravitationsradius und Compton-Wellenlänge.
So ist formal ein Temperaturbegriff definierbar, der abseits der Interpretation von Teilchenbewegungen steht.
Beste Grüße,
Andreas
So einfach scheint die Frage nicht zu sein: http://www.aip.org/pnu/2007/split/843-1.html
Die spezielle Relativitaetstheorie stellt jedenfalls nicht, wie vom Frager impliziert, eine Maximaltemperatur bereit: Genau genommen entspricht naemlich die Temperatur der mittleren Energie pro Freiheitsgrad (etwa: Bewegungsrichtung). Diese Energie kann Bewegungsenergie sein. Nichtrelativisitsch ist diese E=1/2 m v^2, allerdings gibt es relativisitische Korrekturen zu dieser Formel, die es zulassen, dass die Bewegunsenergie beliebig gross wird, selbst wenn die Geschwindigkeit beschraenkt ist.
Erst die Quantengravitation macht moeglicher Weise, wie Andreas schreibt, Einschraenkungen: Man muss da die Gravitationsruekwirkung der Energie (=Masse) beruecksichtigen, die bei hohen Temperaturen zusammen kommt. Details haengen aber von der konkreten Verwirklichung ab. In der Stringtheorie gibt es auch eine Temperatur, ueber die man nicht weiter aufwaermen kann ("Hagedorntemperatur"), da die Waermekapazitaet hier unendlich wird (man braucht unendlich viel Waerme, um die Temperatur weiter zu steigern). Der Grund dafuer liegt in der exponentiell wachsenden Zahl der angeregten Schwingungszustaende des Strings, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Hagedorn
@Karl Mistelberger
Ich möchte ein Beispiel aus der relativistischen Astrophysik kurz skizzieren.
Da gibt es Materiescheiben (Akkretionsscheiben), die um Schwarze Löcher kreisen. Das Temperaturprofil dieser Scheibe kann man gut modellieren, indem man die Scheibe in dünne Ringe teilt und jedem Ring eine feste Temperatur zuschreibt. Mit kleiner werdendem Abstand zum zentralen Schwarzen Loch werden die Temperaturen der Ringe immer höher. Ein entfernter Beobachter misst nun die Überlagerung der Schwarzkörperspektren der Ringe, wobei jeder Ring eine andere Temperatur hat. Das Resultat ist ein modifiziertes Schwarzkörperspektrum und als Modell "fest verdrahtet" in Beobachtersoftware, um die Scheibenparameter zu fitten.
Der Punkt ist nun, dass das Temperaturprofil der Scheibe anders ausschaut, je nachdem unter welchem Winkel der Beobachter auf die Scheibe schaut. Denn durch den Doppler-Effekt gibt es eine Blauverschiebung der Strahlung aus den Bereichen, die auf den Beobachter zu rotieren. Umgekehrt gibt es eine Doppler-Rotverschiebung in den Zonen, die sich vom Beobachter wegbewegen.
Besonders heiße Zonen werden sichtbar, falls die Relativgeschwindigkeit zwischen Scheibe und Beobachter nahe der Lichtgeschwindigkeit liegt. Dieser Effekt heißt Beaming und wird tatsächlich beobachtet. Besonders kalt erscheinen die Zonen in unmittelbarer Nähe um das Loch, denn dort gewinnt die Gravitationsrotverschiebung. Die Strahlung wird hier verschluckt. Die beobachtete Temperatur der Scheibe wird hier null.
Fazit: Ein Beobachter, der mit seinem Teleskop die Scheibe räumlich auflösen kann, sieht unterschiedlich heiße Bereiche der Scheibe - in Übereinstimmung mit der Relativitätstheorie.
Beste Grüße,
Andreas
Bei Wiki und anderen Publikationen im Internet stört es mich immer sehr wenn hquer statt h angenommen wird. Bei einem relativistischen Teilchen ist wie folgt anzusetzen:
E = 3*k*T und Planckenergie E = sqrt(h*c^5/G)
mfg
Peter