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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.

Hier gibt es weitere Forschungsfragen...

Blogroll

Archiv August 2009

31. August 2009

Wie kann man den Strombedarf decken und gleichzeitig wirkungsvoll die CO2-Emission verringern?

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 41

Auf eine Forschungsfrage von Laura antwortet ScienceBlogger Christian Reinboth:

Eine vergleichsweise einfach erscheinende Frage, auf die es jedoch keine einfache Antwort gibt. Klar ist, dass uns allein schon die Verantwortung für zukünftige Generationen angesichts der möglichen Folgen des anthropogenen Klimawandels dazu verpflichtet, die gegenwärtigen CO2-Emissionen zu reduzieren. Klar scheint aber auch zu sein, dass sich der momentane Energiebedarf westlicher Industrienationen wie der unseren nicht kurzfristig nur über alternative Energiequellen decken lassen wird. Sinnvoll wäre daher meines Erachtens nach eine Doppelstrategie, die zum einen den weiteren Ausbau und die Erforschung regenerativer Energietechniken vorsieht, zum anderen aber dem wichtigen Aspekt der Energieeffizienz zu mehr Aufmerksamkeit verhilft.

Regenerative Energiequellen wie Solar- und Windenergie, Wasserkraft oder Erdwärme können uns zeitlich nahezu unbegrenzt ein Vielfaches der Energiemenge liefern, die wir benötigen, um unseren gegenwärtigen Energiebedarf zu decken. Zum Vergleich: Die Energiemenge, die allein Deutschland jedes Jahr durch die Sonneneinstrahlung erreicht, liegt bei 380 Billionen Kilowattstunden, der Primärenergiebedarf unseres Landes beträgt dagegen nur etwa 4 Billionen Kilowattstunden - gerade etwas mehr als ein Hundertstel der verfügbaren Solarenergie. Der weltweite Energiebedarf liegt zur Zeit bei knapp 120 Billionen Kilowattstunden. Dies bedeutet, dass - zumindest in der Theorie - bereits ein Drittel der hierzulande verfügbaren Solarenergie ausreichen würde, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit zu decken.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 31.08.09 · 11:00 Uhr· 41 Kommentare

27. August 2009

Was ist der Mond? Ist er ein Stern, ein Planet, ein Fixstern? Und was unterscheidet die einzelnen von einander?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Auf eine Forschungsfrage von Marius Flörchinger eine Expertenantwort von ScienceBloggerin Ludmila Carone:

Kurze Antwort auf die erste Frage: Nein, Jein, Nein ;-)

Jetzt die ausführlichere Antwort:

Fixstern ist eigentlich ein Begriff, der wissenschaftlich veraltet ist. Er stammt noch aus der Antike, als man vom Sternenhimmel nicht viel mehr beobachten konnte als Sonne, Mond und sehr viele leuchtende Punkte am Himmel, die man dann Sterne nannte. Die antiken griechischen Gelehrten wussten aber, dass es unter diesen leuchtenden Lichtpunkten Unterschiede gibt. Die allermeisten schienen fest am Sternenhimmel zu stehen, die wurden dann Fixsterne genannt. (Der Sternenhimmel insgesamt bewegt sich zwar scheinbar für einen irdischen Betrachter, aber die meisten Sterne bewegen sich nicht im Bezug zueinander.) Einige wenige Lichtpunkte vollführten seltsame Schleifen am Himmel, bewegten sich also sehr wohl in Bezug zu den anderen Sternen. Die wurden dann folgerichtig "Wanderer" genannt bzw. Planeten.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 27.08.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

24. August 2009

Könnte es sein, daß Faultiere, die ja "verkehrt herum" hängen, die Welt auf den Kopf gestellt sehen, wenn sie am Boden sind?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Auf eine Forschungsfrage von Kerstin Willemeit eine Expertenantwort von ScienceBlogger Alexander Knoll:

Zunächst haben Faultiere sehr schlechte Augen, sie sind sehr kurzsichtig. Man könnte auch sagen, dass der Sehsinn nicht zu ihren wichtigeren Sinnen zählt. Und auch den Waldboden besuchen Faultiere nur sehr selten; nur etwa einmal pro Woche verlassen sie die Bäume kurz, um zu defäkieren oder um den Baum zu wechseln.

Davon abgesehen gibt es aber eine sehr einfache und überraschende Lösung für das Problem, wie herum Faultiere die Welt sehen. Das Faultier hat zwei Halswirbel mehr als andere Säugetiere, was es ihm erlaubt seinen Hals um mehr als 180° zu verdrehen. Wenn ein Faultier also kopfunter hängend an einem Ast entlangkrabbelt, dann verdreht es seinen Hals so, dass der Kopf wieder aufrecht ist (also Kinn zum Boden)!

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 24.08.09 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare

20. August 2009

Hat die Anzahl der Menschen auf der Erde Einfluss auf die Umlaufbahn der Erde um die Sonne?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 11

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Helga Gebert antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Eine grobe Überschlagsrechnung, unter der Annahme, dass auf der Erde 7 Milliarden Menschen leben und jeder 100 kg wiegt, ergibt ein Gesamtgewicht der Menschen auf der Erde von 700 Millionen Tonnen.

Das klingt zwar viel - hat aber auf die Bahn der Erde keine relevante Auswirkung. Die Erde selbst wiegt 6000000000000000 Millionen Tonnen! Also 6000 Millionen Millionen Millionen Tonnen! Das Gewicht der Menschen macht nur 0,0000000000001 Prozent der Gesamtmasse aus.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 20.08.09 · 11:00 Uhr· 11 Kommentare

17. August 2009

Ist der Fehler am Forschungszentrum CERN in Genf jetzt behoben?

Kategorie: Technik

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Katharina antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Die Frage bezieht sich offensichtlich auf den neuen Teilchenbeschleuniger LHC. Es sollte aber angemerkt werden, dass das nicht alles ist, was am CERN passiert.

Aber, um die Frage zu beantworten, ja die Reparaturen sind fast abgeschlossen. Im letzten Jahr wurde einer der supraleitenden Magneten gequencht (er ist aus der supraleitenden Phase gesprungen, was zur rapiden Temperaturerhöhung führte). Die elektrische Leitung, über die in solch einem Fall eigentlich der Strom abgeführt werden soll, hatte versagt, was zu einer Explosion (durch erwärmendes Helium) und zum Austritt von Helium in den Tunnel führte.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 17.08.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

13. August 2009

Gibt es im Jahr 2020 noch Nationalstaaten?

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 5

Auf eine Forschungsfrage von Brighteye antwortet der ScienceBlogger und Politologe Ali Arbia:


Um es gleich vorweg zu nehmen: In die Zukunft sehen kann ich nicht (sonst würde ich wohl Lotto spielen). Trotzdem wage ich ein Voraussage und die kurze Antwort heisst: "Ziemlich sicher ja". Die längere Antwort ist jedoch etwas komplizierter.

Der Kern der Frage ist, was man unter einem "Nationalstaat" versteht. Es gibt ganz unterschiedliche Definitionen. Einig scheint man sich zu sein, dass die Idee des Nationalstaates eng mit dem 1648 mit dem Westfälischen Frieden in Europa geschaffenen internationalen Staatensystem verbunden ist. Die Innovation war damals, dass jeder Staat für seine inneren Angelegenheiten (bedeutete vor allem die Wahl der Staats-Konfession) ohne äussere Einmischung selbst verantwortlich sein soll (Souveränität).

Um die Definition zu vervollständigen, muss dieses Staatskonzept nun noch mit der Idee einer 'Nation' verbunden werden. Dazu wird häufig eine gewisse Einheitlichkeit der Bevölkerung (z.B. Sprache, Ethnie, Geschichte) als Kriterium benutzt. Doch dies trifft auf die meisten Staaten kaum zu (ein Paradebeispiel wäre die Schweiz). Eine gängige Definition geht darum meist einfach vom "Wunsch, zusammen leben zu wollen" (Ernest Renan) aus.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 13.08.09 · 11:00 Uhr· 5 Kommentare

10. August 2009

Wie verteidigt man sich gegen einen Hai?

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 5

Auf eine Forschungsfrage von Caro antwortet Marc Scheloske:

Zunächst muss eine Sache festgestellt werden: das Risiko, Opfer eines Haiangriffs zu werden, ist absolut minimal. Jedes Jahr gehen Milliarden Menschen schwimmen, tauchen oder surfen - und dabei kommt es weltweit durchschnittlich zu etwa 60-80 Haiunfällen. Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden, ist deutlich höher.

Und noch einige grundsätzliche Vorbemerkungen: Kommt es doch zu einem Unfall mit einem Hai, dann gibt es verschiedene Erklärungen. Oft hört man, dass der Hai einen schwimmenden Menschen mit einem Seehund oder eine Robbe verwechselt. Das ist aber - so sind sich Experten einig - zu einfach gedacht. Haie haben eine Vielzahl hochentwickelter Sinnesorgane und erkennen den Unterschied sehr wohl.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 10.08.09 · 11:00 Uhr· 5 Kommentare

06. August 2009

Stimmt es, dass je weiter Galaxien von uns entfernt sind, desto größer ihre Fluchtgeschwindigkeiten sind?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Auf eine aktuelle Forschungsfrage antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

1929 hat der amerikanische Astronom Edwin Hubble festgestellt, dass sich eine Galaxie um so schneller von uns entfernt, je weiter sie weg ist. Geschwindigkeit v und Entfernung D hängen dabei über die so genannte Hubble-Konstante H zusammen:

v = H x D

Aktuelle Messungen geben einen Wert von 74,2±3,6 km pro Sekunde pro Megaparsec für H an.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 06.08.09 · 11:00 Uhr· 2 Kommentare

03. August 2009

Gibt es eine Maximaltemperatur?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Eine Forschungsfrage von Marian.

Und Marian ergänzt: Da es ja eine Maximalgeschwindigkeit gibt (Lichtgeschwindigkeit), müsste es ja auch eine Maximaltemperatur geben, da Temperatur ja Schwingungen um den Atomkern sind. Wenn also die Schwingungen Lichtgeschwindigkeit haben, müsste das ja dann die Maximaltemperatur sein, oder?

Darauf eine Expertenantwort von ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Grundsätzlich ist es kein schlechtes Konzept, Temperatur als Bewegung von Teilchen zu verstehen. In einem Festkörper ist auch die Schwingung der Atomkerne um die Ruhelage ein Maß für die Temperatur. Eigentlich bestimmt man die Temperatur aber als mittlere Energiedichte. Man kann es sich schon bei Luftmolekülen vorstellen: Haben diese mehr Bewegungsenergie, flitzen sie schneller herum und treffen häufiger auf Hindernisse (z.B. unsere Haut) - das Ergebnis: eine höhere Temperatur.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 03.08.09 · 11:00 Uhr· 5 Kommentare

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