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Im Jahr der Jubiläen lädt das Wissenschaftsjahr 2009 zur
Forschungsexpedition Deutschland" ein und zeigt welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen - gestern, heute und in Zukunft.

Hier gibt es weitere Forschungsfragen...

Blogroll
11. Dezember 2009

Können Kaninchen schreien? Und wenn ja, ist es dann für den Menschen hörbar?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Marius Flörchinger antwortet Marc Scheloske:

Kaninchen sind keineswegs so ruhig, wie sie zunächst erscheinen. Zwar kommunizieren sie untereinander (und auch mit den Menschen) überwiegend über ihre Körpersprache und bestimmte Verhaltensweisen, aber sie geben in bestimmten Situationen auch Laute von sich.

Das reicht von leisem Brummen, über Knurren, bis zu fauchenden Geräuschen oder lauten Schreien (die sehr wohl für den Menschen hörbar sind).

Das auffälligste Verhalten, das Kaninchen zeigen, ist sicherlich das laute Aufstampfen oder Klopfen, wenn sie besonders aufgeregt und verängstigt sind oder ihre Artgenossen warnen wollen. Sehr viel unauffälliger ist ein sehr leises Fiepen, das Kaninchen von sich geben, wenn sie sich unwohl und bedrängt fühlen. Unüberhörbar ist da schon das Fauchen, das häufig das letzte Warnsignal vor einem Angriff des Kaninchens ist.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.12.09 · 16:00 Uhr· 0 Kommentare

07. Dezember 2009

Wie heisst die nächstgrößere Bezeichnung nach den Galaxienhaufen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von John Bielemeier antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Sieht man von Atomen, Molekülen und Staubkörner ab, so sind die kleinsten astronomischen Objekte die Asteroiden und Kometen. Gemeinsam mit Planeten und Monden umkreisen sie einen Stern und bilden damit ein Planeten- oder Sonnensystem.

Die Sterne selbst existieren auch nicht isoliert, sondern sind in Galaxien organisiert. Eine typische Galaxie wie die Milchstrasse besteht dabei aus einigen Milliarden Sternen. Die Galaxie, in der sich unsere Sonne befindet heisst "Milchstrasse".

Aber selbst die Galaxien sind nicht willkürlich im Universum verstreut, sondern haben sich in Galaxienhaufen angeordnet. Unsere Milchstrasse ist neben der Andromedagalaxie das größte Mitglied eines Galaxienhaufens mit dem Namen "Lokale Gruppe".

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 07.12.09 · 14:00 Uhr· 3 Kommentare

03. Dezember 2009

Woher kommen Fruchtfliegen? Wie kommt es, daß von einem auf den anderen Tag riesige Mengen dieser Tiere in den Wohnungen erscheinen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von beate F. antwortet Marc Scheloske:

Die kleinen, lästigen Fliegen, die in der Küche das Obst umschwirren sind, das vorweg, strenggenommen gar keine Fruchtfliegen, sondern Taufliegen (Drosophiliden). Sie werden umgangssprachlich häufig auch Obst-, Essig- oder Gärfliegen genannt.

In der Küche sind Taufliegen jedenfalls der Alptraum. Doch was die Hausfrau und den Hausmann fluchen lässt, das sorgt bei Forschern für glänzende Augen: Denn Taufliegen haben eine sehr hohe Reproduktionsrate und lassen sich leicht züchten.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 03.12.09 · 12:00 Uhr· 4 Kommentare

30. November 2009

Was versteht man unter dem Kartagener-Syndrom?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Jens antwortet Marc Scheloske:

Beim Kartagener Syndrom handelt es sich um eine angeborene Erkankung. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt; es müssen also beide Elternteile ein verändertes Gen weitergeben. Da bei den Betroffenen die reinigenden Cilien (Flimmerhärchen) der Atemwege nicht voll funktionstüchtig sind, leiden sie an chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung und chronischer Bronchitis. Gleichzeitig sind bei den Patienten die inneren Organe seitenverkehrt angelegt.

Herz und Magen liegen also spiegelbildlich rechts, die Leber links usw. Mediziner bezeichnen diese anatomische Besonderheit (die etwa bei einem von 8.000-25.000 Menschen auftritt) als "Situs inversus". Diese verkehrte Anordnung der Organe ist an sich nicht krankhaft. Allerdings treten bei den Betroffenen überdurchschnittlich häufig andere Fehlbildungen und Anomalien auf.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 30.11.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

26. November 2009

Gibt es um fast jeden Stern Kometen und Asteroiden?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Dik Jantke antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Kometen und Asteroiden sind ein Überbleibsel aus der Zeit der Planetenentstehung. Wenn sich um einen Stern Planeten bilden, dann entstehen die aus einer Scheibe voller Staub und Gas. Diese Teilchen klumpen immer mehr zusammen bis irgendwann aus Staubkörnern Planeten entstanden sind.

Die größeren "Bausteine" für die Planetenentstehung sind die Asteroiden. Aber nicht alle wurden verbraucht! In unserem Sonnensystem konnte sich in der Nähe des großen Jupiter kein weiterer Planet bilden und die Asteroiden sind übrig geblieben. Deswegen gibt es heute auch einen Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 26.11.09 · 11:00 Uhr· 2 Kommentare

23. November 2009

Woher weiß eine Schnecke oder Muschel, dass sie ihre Kalkschale nicht mehr größer bauen kann?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Helga Gebert antwortet Marc Scheloske:

Für das Wachstum eines Schneckengehäuses oder der Schale einer Muschel gibt es keine fixe Begrenzung oder ein Stoppsignal. Das lässt sich verstehen, wenn man sich die Bildung und Funktion eines Schneckengehäuses näher ansieht.

Die Schale der Schnecken ist quasi ein externes Skelett, das den weichen Körper des lebenden Tieres schützt. Diese Schale setzt sich hauptsächlich aus Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) zusammen und wird bereits im embryonalen Entwicklungsstadium der Schnecke gebildet. Wenn die Schnecke schlüpft steht ihr bereits ein winziges Gehäuse (Experten sprechen von "Protoconch") zur Verfügung.

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Autor: Marc Scheloske· 23.11.09 · 12:00 Uhr· 0 Kommentare

19. November 2009

Warum kann man die Atomkerne, die sich antriebslos bewegen, nicht als Energiequelle für unsere Welt nutzen?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Sunny antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Antriebslose Bewegung kann nur heißen, dass eine Kraft auf den Atomkern ausgeübt wurde und er sich jetzt im Vakuum befindet, frei von der Möglichkeit, durch Stöße mit anderen Teilchen in seiner Bewegung gestört zu werden. Unter diesen Umständen bewegt er sich nach den Newtonschen Gesetzen gleichförmig und geradlinig.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 19.11.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

12. November 2009

Ist unser Wissen im Traum größer als bei wachem Bewusstsein?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von S. Bailer antwortet Marc Scheloske:

Die Erfahrung, dass man sich selbst im Traum überrascht, hat wohl jeder schon einmal gemacht. Man erwacht und stellt fest, dass man eben im Traum irgendeine Information parat hatte, von der man (im wachen Zustand) gar nicht ahnte, jemals davon gehört zu haben.

Die Schlußfolgerung, dass unser Wissen im Traum größer und umfassender wäre, als bei wachem Bewusstsein, ist allerdings sicher nicht korrekt. Dazu müssen wir uns kurz vergegenwärtigen, was wir in diesem Zusammenhang überhaupt unter Wissen verstehen wollen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.11.09 · 11:45 Uhr· 0 Kommentare

09. November 2009

Warum weinen Tiere nicht?

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Sara antwortet Marc Scheloske:

Auch wenn die Krokodilstränen sprichwörtlich geworden sind - Tiere weinen nicht, wenigstens nicht aus Schmerz oder Trauer. Emotionale Tränen sind eine ausschließlich menschliche Eigenschaft.

Wobei man natürlich unterscheiden muß. Träne ist nicht gleich Träne. Denn rein physiologisch gesehen können natürlich auch andere Säugetiere "weinen", denn sie besitzen schließlich einen Tränenapparat, der zunächst einmal das Austrocknen des Auges verhindert. Und wenn ein Fremdkörper ins Auge gelangt, dann wird dieser mit Hilfe von Tränenflüssigkeit ausgespült. Diese reflektorischen Tränen - wie die Fachleute sagen - kennen wir ebenso vom Zwiebelschneiden oder bei Allergien.

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Autor: Marc Scheloske· 09.11.09 · 11:00 Uhr· 2 Kommentare

05. November 2009

Welches berühmte Gas gibt es auf dem Mond?

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Olga Wieser antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Die Erde ist von einer Hülle aus verschiedenen Gasen (hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff) umgeben. Der Mond ist ein Himmelskörper ohne solch eine Atmosphäre. Seine Masse ist zu gering, um die Gasatome festzuhalten. Die wenigen Teilchen, die der Mond bedingt festhalten kann, stammen vom Sonnenwind; dabei handelt es sich hauptsächlich um Helium, Wasserstoff, Neon und Argon.

"Gas", so wie wir es von der Erde typischerweise kennen, gibt es auf dem Mond also nicht. Aber Gas kann auch in anderer Form vorliegen - dazu gehört das Isotop Helium-3.

Und das ist tatsächlich "berühmt" und auf dem Mond vorhanden. Helium-3 ensteht in der Sonne und gelangt mit dem Sonnenwind ins Weltall. Die Atmosphäre der Erde schirmt uns aber vor dem Sonnenwind ab und das Helium-3 erreicht uns nicht.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.11.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

02. November 2009

Warum legt man die Mond-Umlaufbahn eines Satelliten nicht so, dass sie ganz knapp über ein interessantes Objekt verläuft?

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Rob Fürst antwortet Dipl.-Ing. Hannes Griebel, Raumfahr-Ingenieur am Europäischen Weltraum Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA:

In der Tat macht man das fast so: Nicht wenige Meter über der Oberfläche, aber immerhin mehrere Kilometer. LRO hat eine Bahnhöhe von ca. 50km, das ist auf der Erde gerade einmal der halbe Weg in den Weltraum (der per Definition bei 100km beginnt).

Darunter werden Missionen aber zunehmend schwieriger, und hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:

- Die Geschwindigkeit ist sehr hoch. In direkter Antwort auf die Frage nach der Kamera-Geschwindigkeit: ca. 1.7km/s beträgt die Fluggeschwindigkeit in einer niedrigen Mondumlaufbahn. Das bedeutet 17m in einer 1/100stel Sekunde! Will man nun ein Objekt in unmittelbarer Nähe photographieren, muss nicht nur der Camera-Chip (oder der Bild-Scanner, auch das gibt es) schnell genug sein, es muss auch der Computer das Bild genau zum rechten Zeitpunkt machen. Den wiederum muss man genau im Voraus bestimmen, und natürlich die Reaktionszeit des Systems kennen. Würde das Bild in diesem Szenario nur eine Sekunde zu spät aufgenommen (z.B. wegen einer geringen Ungenauigkeit in der Bahnbestimmung), läge das Objekt bereits weit hinter einem.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 02.11.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

29. Oktober 2009

Wie entsteht ein Ohrwurm?

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Forscherlein antwortet Marc Scheloske:

Ohrwürmer sind ziemlich hartnäckige Biester. Wenn sie sich erst einmal festgesetzt haben, dann wird man sie häufig nur schwer wieder los. Die Ohrwurmforschung - es gibt tatsächlich Psychologen und Neurowissenschaftler, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen - hat jedenfalls herausgefunden, dass eigentlich alle Menschen für dieses Phänomen anfällig sind. In Befragungen geben mehr als 95% zur Auskunft, dass sich bei Ihnen von Zeit zu Zeit eine Melodie im Kopf festsetzt, die dort in einer Endlosschleife abgespielt wird.

Doch wie kommt der Ohrwurm dahin? Was zeichnet ihn aus? Wer ist besonders anfällig für diesen auditiven Plagegeist? Die Ohrwurmforschung hat noch viele offene Fragen zu beantworten. Klar ist, dass eigentlich jedes Musikstück ein Ohrwurmpotential hat.

Besonders chancenreich sind allerdings Lieder, die eine simple Grundstruktur aufweisen und idealerweise eingängige, sich häufig wiederholende Textpassagen und Rhythmen haben. Und je näher ein Musikstück an den (kulturell geprägten) musikalischen Konventionen dran ist, desto besser. Wenn mit einem Lied noch bestimmte Emotionen verbunden sind, dann ist die Ohrwurmgefahr besonders hoch. (Manchmal genügt nämlich schon die Erinnerung an eine bestimmte Situation und schon ist der Ohrwurm präsent.)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 29.10.09 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare

26. Oktober 2009

Wieso heißen die kleinen Bäume im Hochwald Oskar?

Kategorie: Umwelt

Beate ergänzt ihre Forschungsfrage mit dem Zusatz: Gibt es einen Zusammenhang mit Oskar aus der "Blechtrommel"?

Hier die Antwort von Marc Scheloske:

Ein sogenanntes "Oskar-Syndrom" gibt es tatsächlich. Man könnte vielleicht vermuten, dass damit das Verhalten eines saarländischen Politikers beschrieben wird, aber dem ist nicht so. Als Oskar-Syndrom bezeichnen Forstexperten eine frühe Stagnation des Baumwachstums.

Dafür gibt es mehrere Gründe: manchmal ist das Wild dafür verantwortlich, dass Bäume kein altersgemäßes Wachstum zeigen. Dann nämlich, wenn durch Wildbiss die Triebe immer wieder eingekürzt werden. Durch diese Schädigung gibt es Bäume, die zwar zwanzig Jahre alt, aber kaum einen Meter hoch sind.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 26.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

22. Oktober 2009

Was sind Leptonen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Christoph Haje antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Leptonen sind eine Klasse von Elementarteilchen, deren berühmtester Vertreter das Elektron ist. Es gibt sechs Leptonen in drei Generationen. Die erste Generation bildet das bekannte Elektron und das Elektron-Neutrino. Neutrinos sind besonders leichte Teilchen, die fast nie mit Materie reagieren da sie nur über die Schwache Kraft wechselwirken. Die schwereren Generatioen bilden das Myon und das Tau, und ihre jeweiligen Neutrinos. Das Myon und Tau sind nicht stabil und zerfallen in leichtere Teilchen, z.B. das Myon in Elektron und zwei Neutrinos.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 22.10.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

19. Oktober 2009

Kann man auf dem Mount Everest Eier kochen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 14

Nina und Britta ergänzen ihre Forschungsfrage mit dem Zusatz: Obwohl die Gerinnungstemperatur von Ovalbumin über der Siedetemperatur von H2O in dieser Höhe liegt. Hier die Antwort von Marc Scheloske:

Es ist tatsächlich so, dass der erfolgreiche Bergsteiger auf dem Gipfel des Mount Everest auf ein frisch hartgekochtes Ei verzichten muß. Durch den geringen Luftdruck in Höhen über 8000 Meter (etwa 0,3 bar auf dem Everest-Gipfel) liegt nämlich der Siedepunkt des Wassers ebenfalls deutlich niedriger als auf Meereshöhe. Bereits bei rund 70°C beginnt Wasser unter diesen Bedingungen zu kochen.

Für die Eierzubereitung hat das folgende Konsequenzen: das Eiweiß (und das ist die entscheidende Komponente in diesem Fall) besteht zu einem Großteil aus Wasser und zu rund 10% aus Proteinen. Das sind vor allem das Conalbumin und das Ovalbumin. Das Conalbumin beginnt bei etwa 61,5°C zu gerinnen, beim Ovalbumin liegt diese Schwelle allerdings bei 84,5°C. Erst ab dieser Temperatur setzt die Denaturierung der langen Eiweißmoleküle ein.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 19.10.09 · 11:00 Uhr· 14 Kommentare

15. Oktober 2009

Warum fliegen die Mücken überhaupt zum Licht?

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 1

Auf eine Forschungsfrage von Marius Flörchinger antwortet Marc Scheloske:

Die Tatsache, dass viele Insekten (v.a. Nachtfalter) geradezu magisch von künstlichen Lichtquellen angezogen werden, hat sich ja längst im Sprachgebrauch niedergeschlagen. Warum die Motten aber das Licht umkreisen, ist nicht zweifelsfrei geklärt.

Die meisten Fachleute sehen die Ursache jedoch in einer simplen, aber tragischen Verwechslung bzw. Irreführung der nachtaktiven Insekten. Denn von Natur orientieren sich die Nachtfalter und andere Insekten am nächtlichen Mondlicht. Der Mond dient ihnen in gewisser Weise als Kompass. Und die Position des Mondes bleibt eben weitgehend stabil, so dass die Falter (um etwa geradeaus zu fliegen) immer einen konstanten Winkel zu dieser Lichtquelle einhalten.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 15.10.09 · 11:00 Uhr· 1 Kommentar

12. Oktober 2009

Können Teilchen in einem Medium wie z.B. Wasser, in dem die Lichtgeschwindigkeit reduziert ist, diese überschreiten? Welche Auswirkungen hat dies?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Constantin Cristof antwortet der Physiker und ScienceBlogger Dr. Joerg Rings:

Ja, das können sie. Unerreichbar ist lediglich die Vakuumgeschwindigkeit des Lichts. Tritt ein Teilchen in ein Medium ein, mit einer Geschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit in diesem Medium, so kommt es zu einem Effekt ähnlich dem Überschnallknall bei Kampfflugzeugen.

Es wird eine kegelförmige Lichtwellenfront ausgesandt, dies bezeichnet man als den Cerenkov-Effekt.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 12.10.09 · 11:00 Uhr· 8 Kommentare

08. Oktober 2009

Warum sehen Dinge, die sehr weit weg sind, sehr klein aus (wie z.B. Sterne)?

Kategorie: Naturwissenschaften

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von A. Wellmann antwortet ScienceBlogger Dr. Florian Freistetter:

Entfernte Gegenstände erscheinen uns deswegen kleiner, weil sie unter einem kleineren Gesichtswinkel erscheinen. Der Gesichtswinkel ist der Winkel, der zwischen zwei Lichtstrahlen liegt, die von den gegenüberliegenden Enden eines Gegenstandes zum Auge führen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 08.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

05. Oktober 2009

Inwiefern prägt die Muttersprache das Gehör? Oder: Hören Menschen unterschiedlicher Muttersprachen jeweils eine "andere" Musik?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin

Auf eine Forschungsfrage von Carolin Krahn mit der Zusatzbemerkung: "Die Frage ist nicht auf verschiedene Musikstile oder individuellen "Geschmack" ausgerichtet, sondern auf den Zusammenhang zwischen "Gehörbildung" und (Fremd-) Sprache(n)" antwortet Marc Scheloske:

Jüngere Untersuchungen zeigen recht deutlich, dass die Muttersprache bzw. dass das Aufwachsen in bestimmten Kulturkreisen unser Gehör prägt. Das ist eigentlich auch wenig erstaunlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Bedeutung der Spracherwerb für den Säugling hat und wie zentral für die Entwicklung die sprachliche Kommunikation und das Erlernen der Muttersprache ist.

Und Sprachen unterscheiden sich eben ganz erheblich. Das beginnt bei der Anzahl der verschiedenen Laute, die innerhalb einer Sprache gebraucht werden. (Die Zahl der Phoneme reicht von 13 Phonemen beim Hawaiischen bis zu über 100 Phonemen bei anderen Sprachen.) Noch wichtiger ist aber sicherlich der Unterschied hinsichtlich der Tonalität der Sprachen.

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 05.10.09 · 11:00 Uhr· 0 Kommentare

01. Oktober 2009

Realisieren zweisprachige Personen beim Sprechen unterschiedliche Aspekte ihrer Persönlichkeit und ihres Erlebens?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Auf eine Forschungsfrage von Birke antwortet Marc Scheloske:

Eine sehr kurze, aber sicher nicht zufriedenstellende Antwort könnte lauten: Es kommt darauf an.

Zunächst fällt aber auf, dass bereits in der Frage implizit die Bedeutung von Sprache für die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung vorausgesetzt wird. Diese Sichtweise befindet sich damit in bester (sprach-)philosophischer Tradition. Es ist ganz egal, ob wir hier George Herbert Mead herausgreifen, für den Sprache ein wesentlicher Aspekt der Identitätskonstitution war. Oder uns an Ludwig Wittgenstein erinnern, für den Sprache nicht weniger als der Ausdruck einer Lebensform war und der unmißverständlich zum Ausdruck brachte: „Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt"

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 01.10.09 · 12:15 Uhr· 1 Kommentar

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