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Martin Bäker ist Physiker.
Er hat in Hamburg studiert und über die Simulation von Elementarteilchenprozessen promoviert. Seit 1996 erforscht er an der TU Braunschweig das mechanische Verhalten moderner Werkstoffe.
Wie Cäsar über sich in der dritten Person zu schreiben, findet er ein wenig seltsam.
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05.11.11 · 11:20 Uhr
QFT für alle: Wie tief ist die Dirac-See?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 26
Und die Verwirrung wird all jene verwirren, die nicht wissen, mmhh... und niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknüpft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, das durch die Verknüpfung verknüpft ist. Und zu der Zeit soll ein Freund seines Freundes Hammer verlieren. Und die Jungen sollen nicht wissen, wo die Dinge, die jene Väter erst um acht Uhr am vorhergehenden Abend dort hingelegt hatten, kurz vor Glockenschlag...Am Ende des letzten Teils waren wir über eine seltsame Begriffsverwirrung gestolpert - Wir haben eine Wellengleichung gefunden, die aus der klassischen Physik kam, aber auch für Quantentheorien verwendet wurde. Haben wir es nun mit klassischen Feldern zu tun oder mit quantenmechanischen Wellen? Oder mit beidem?
Verwirrend oder?
Dies ist tatsächlich eine der zahlreichen Verwirr-Quellen in der Quantenfeldtheorie. Die Klein-Gordon-Gleichung für unser φ sieht ganz ähnlich aus wie die Schrödingergleichung für die Wellenfunktion ψ (Wenn ihr nicht wisst, was das ist: Erklär ich gleich). Ursprünglich hat man die beiden Gleichungen auch ganz ähnlich behandelt, aber tatsächlich sind es - so wie wir sie hier verwenden - zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Bevor ich das noch etwas ausführlicher erkläre, muss ich wohl ein paar Worte zur Wellenfunktion verlieren - in unserer Pfadintegralformulierung gab es so ein Gebilde ja gar nicht.
Die Wellenfunktion
Implizit gibt es sie aber schon. Wir hatten ja gesehen, dass wir - für eine bestimmte Situation wie den Doppelspalt - die Amplitude (also die kleinen Pfeile) dafür ausrechnen können, das Elektron am Ort x zu finden. (Und die Wahrscheinlichkeit war das Quadrat der Amplitude.) Diese Größe hatte ich z.B. A(Q,x) genannt - die Wahrscheinlichkeitsamplitude dafür, dass das Elektron von der Quelle Q am Ort x ankommt (und zwar auch zu einer bestimmten Zeit, die steckte in unseren Pfaden ja immer mit drin).
Stellt euch nun vor, dass ihr ganz sicher wisst, dass das Elektron die Quelle Q zu einer bestimmten Zeit t0 verlässt. Dann könnt ihr A(Q,x) für alle späteren Zeitpunkte mit unserer Pfadintegralmethode ausrechnen. Weil ihr sicher wisst, dass das Elektron bei Q angefangen hat, könnt ihr dafür auch einfach A(x) schreiben - ihr wisst, dass das die Amplitude dafür ist, das Elektron bei x zu finden, denn eine andere Möglichkeit, dorthin zu gelangen, hatte es ja nicht - es musste ja bei Q starten.
Wenn ich nun für alle denkbaren Orte x die Größe A(x) zu einer Zeit kenne, dann weiß ich alles, was es über das Elektron zu wissen gibt. Es gibt eine Gleichung, mit der ich ausrechnen kann, wie groß die Amplitude an jedem Ort zu einem späteren Zeitpunkt ist. Kenne ich also die Amplitude A(x) zu einer Zeit t, kann ich sie zu einer späteren Zeit t' berechnen.
Schrödinger hat genau diese Gleichung aufgestellt (allerdings nicht mit Pfadintegralen, sondern durch geschicktes Raten) - die Schrödingergleichung. Die Amplitude A(x,t) wird Wellenfunktion genannt und bekommt ein schickes ψ als Formelzeichen: ψ(x,t).
Feld oder Wellenfunktion?
Die Klein-Gordon-Gleichung habe ich hier für ein klassisches Feld φ hergeleitet, also eine Größe, die schon klassisch an jedem Raumzeitpunkt definiert ist. ψ ist dagegen die Wellenfunktion für ein quantenmechanisch beschriebenes Teilchen, das klassisch an einem Ort lokalisiert wäre.
Ein klassisches Teilchen ist hier dadurch beschrieben, dass ich seinen Ort zu jeder Zeit kenne, mathematisch geschrieben als x(t). In der Quantenmechanik hat das Teilchen aber keinen bestimmten Ort mehr, sondern nur noch eine Wahrscheinlichkeitsamplitude dafür, an einem bestimmten Ort zu sein: ψ(x,t).
Unser klassisches Feld φ an einem bestimmten Punkt x hat zu jedem Zeitpunkt einen bestimmten Wert φ(x,t). Wenn ich das Feld φ(x,t) genauso behandle wie eben die Fuktion x(t), dann müsste ich also an jedem Raumpunkt eine eigene "Wellenfunktion" ψ(φ(x), t) angeben,
die die Wahrscheinlichkeitsamplitude dafür angibt, dass das Feld φ am Ort x zur Zeit t den Wert φ(x) hat. Das macht man in dieser Form so gut wie nie, weil der Formalismus mit Pfadintegralen (oder der sogenannte kanonische Formalismus) einfacher ist.
Diese Verwirrung war in den 1920er Jahren auch bei den Physikern vorhanden - man versuchte zunächst, einfach eine Gleichung nach Art der Schrödingergleichung zu finden, die nur eben mit der Relativitätstheorie zusammenpasste. Die Klein-Gordon-Gleichung würde man dann entsprechend interpretieren, mit φ als einer Wellenfunktion, die also die Wahrscheinlichkeitsamplitude angibt. Dirac stellte eine ähnliche Gleichung (die Dirac-Gleichung) für das Elektron auf - diese Gleichung enthält eine Funktion ψ, die ganz ähnlich zur Wellenfunktion in der "normalen" Quantenmechanik ist. (Zur Dirac-Gleichung sage ich später noch etwas.)
Es zeigte sich aber bald, dass diese Vorgehensweise mit Schwierigkeiten verbunden ist. Heute können wir diese Schwierigkeiten leicht verstehen: Wenn die kinetische (also die Bewegungs-) Energie eines Teilchens groß genug ist, dann können Teilchen-Antiteilchen-Paare erzeugt werden. Beispielsweise können zwei Pionen - eine spezielle Sorte von Elementarteilchen, die man mit der Klein-Gordon-Gleichung beschreiben kann - zusammenprallen, wobei am Ende vier Pionen herauskommen. (Das geht, weil - neutrale - Pionen ihre eigenen Antiteilchen sind.1) Deshalb ist es nicht möglich, eine relativistische Gleichung aufzustellen, die nur ein einziges Teilchen beschreibt.
1Und das wiederum ist leicht einzusehen, weil sie aus einem Quark und einem Antiquark bestehen, aber das führt jetzt wirklich zu weit vom Thema ab. Vielleicht schreibe ich ja irgendwann nochmal was zum Teilchenzoo.
Stattdessen machte man den Übergang zu einer Feldtheorie, bei der die Zahl der Teilchen in der Lösung nicht konstant sein muss (wie das passiert, sehen wir noch). Diese Feldtheorie in ihrer einfachsten Form verwendet jetzt wieder die Klein-Gordon-Gleichung, diesmal aber als klassische Feldgleichung, die dann erst "quantisiert" werden muss. Das Feld φ beschreibt jetzt also keine Wellenfunktion mehr, sondern ein "klassisches" Elementarteilchenfeld. (Man kann sich vorstellen, dass φ - genauer gesagt φ2 - klassisch gesehen die Intensität (oder die Energie, das kommt aufs selbe raus) im Feld darstellt.) Den Übergang zur Quantenmechanik machen wir dann mit dem - geeignet angepassten - Pfadintegral. (Alternativ kann man auch die sogenannte "kanonische" Quantisierung verwenden - die ist aber nicht so anschaulich.)
Leider wird diese "Uminterpretation" von Wellenfunktion zu echtem Feld in vielen Büchern nicht sauber erklärt, was zumindest bei mir auch immer zu endloser Verwirrung geführt hat - deswegen habe ich das hier ja auch die "erste Verwirrung der QFT genannt". Wenn Feldgleichungen (insbesondere die für das elektromagnetische Feld) quantenmechanisch behandelt werden, spricht man manchmal auch von "zweiter Quantisierung" - eine Bezeichnung, die ich auch immer extrem verwirrend fand, denn es klingt eben so, als würde man erst die klassische Physik quantisieren und eine Quantenmechanik mit einer Wellenfunktion haben, und die dann nochmal quantisieren, um zur Quantenfeldtheorie zu kommen. So ist es aber nicht, quantisiert wird nur einmal, aber eben ein Feld und nicht ein Teilchen. (Ja, ich weiß, ich habe noch nicht genau erklärt, wie man denn nun die Feldtheorie quantisiert und Pfadintegrale berechnet - aber die Serie ist ja auch noch nicht zu Ende.)
Wie tief ist die Dirac-See?
Diese Verwirrung ist auch verantwortlich für die Erfindung der berühmten Dirac-See, die ein Beispiel dafür ist, dass man mit fehlerhaften Konzepten trotzdem richtige Vorhersagen machen kann. (Was uns allen zur Warnung dienen soll - nur weil eine Vorhersage eintrifft, heißt das nicht, dass unsere Theorie vollkommen stimmt, selbst wenn es eine spektakuläre Vorhersage ist.)
In den Zwanziger Jahren versuchte man wie gesagt, das ψ in der Diracgleichung so zu behandeln wie die Wellenfunktion in der Quantenmechanik.
Als Dirac seine Gleichung für das Elektron aufstellte, stellte er fest, dass diese Gleichung mathematisch nur funktioniert, wenn die "Wellenfunktion" an jedem Ort nicht bloß eine Zahl ist, sondern gleich durch vier Zahlen gekennzeichnet wird. Er konnte zeigen, dass sich das letztlich mit dem "Spin" (dem Eigendrehimpuls - eine Größe, zu der ich irgendwann sicher auch mal was schreiben muss) des Elektrons in Verbindung bringen lässt. Das sprach natürlich sehr für seine Gleichung: Der Spin purzelte quasi "von selbst" aus der Gleichung heraus, ohne dass Dirac zusätzliche Annahmen machen musste. Damit konnte er gleich noch ein paar experimentelle Ergebnisse erklären, die man bisher nicht verstanden hatte. Das überzeugte Dirac davon, dass seine Gleichung nicht so ganz falsch sein könnte.
So weit, so gut. Leider gab es ein kleines Problem: Wenn man Lösungen der Gleichung berechnete, ergaben sich Wellen - das war gut. Leider gab es immer auch welche mit negativer Energie, und zwar mit beliebigen Werten - das war nicht so gut. Eigentlich müsste ein Elektron sich doch früher oder später in den Grundzustand begeben, also in den Zustand niedrigster Energie. Den gab es nur nicht, die Energien waren nach unten unbegrenzt und das Elektron müsste also unendlich viel Energie verlieren können und dabei Zustände immer niedrigerer Energie annehmen.
Das wiederum passte nicht zur Beobachtung - Elektronen im Wasserstoffatom bleiben in einem wohldefinierten Zustand und verlieren nicht immer mehr und mehr Energie.
Schade - denn die Dirac-Gleichung war erstens schön, zweitens einigermaßen einfach und machte drittens die schöne Vorhersage des Spins und einiger Experimente. Und so beschloss Dirac, nach einer Lösung des Problems zu suchen, die die Gleichung unangetastet ließ. Und genial wie er war, fand er auch ziemlich schnell eine.
Elektronen gehorchen dem berühmten Pauli-Prinzip: Es können nie zwei Elektronen im selben Zustand sein. Jeder Zustand hat also nur Platz für ein Elektron. Wenn die ganzen Zustände mit negativer Energie alle mit Elektronen besetzt wären, dann könnte ein Elektron, das irgendwo herumfliegt, nicht in diese Zustände hineingeraten, weil sie schon belegt sind, genauso wie ein Elektron in der äußeren Elektronenschale eines Kohlenstoffatoms nicht in die innere Schale hineinkann, weil dort schon zwei Elektronen sitzen. (Das habt ihr, wenn ihr einen einigermaßen brauchbaren Chemie-Unterricht hattet, vermutlich mal in der Schule gelernt.)
Dirac postulierte also eine "See" (eigentlich sollte man "Dirac sea" wohl eher mit "Dirac-Meer" übersetzen- viele schreiben auch ganz verkehrt "der Dirac-See") aus unendlich vielen Elektronen, die die ganzen Zustände mit negativer Energie besetzt halten. Wir merken davon nichts, weil diese Elektronen überall sind (und auch überall gleich) und so einen gleichmäßigen Hintergrund bilden.
So kann man sich das bildlich vorstellen:

Nach oben ist hier die Energie aufgetragen. Unten in blau sind die Zustände mit negativer Energie, die (fast) alle besetzt sind.
Aus dieser Idee ergibt sich eine spannende Schlussfolgerung: Trifft man eins der Elektronen in der See (also unten im blauen Teil) mit einem Photon mit genügend hoher Energie, so würde es in einen Zustand mit positiver Energie übergehen können (Pfeil links im Bild). Man würde also ein Elektron "erzeugen" (so würde es zumindest aussehen). Da, wo das Elektron aus der See herausgeschlagen wurde, würde jetzt aber auffallen, dass ein Elektron fehlt (so wie man auch eine Luftblase im Wasser deutlich bemerkt). Diese Fehlstelle würde sich als positive elektrische Ladung bemerkbar machen (weil eben eine negative elektrische Ladung in der See fehlt) und würde sich verhalten wie ein Elektron mit positiver elektrischer Ladung. In diese Fehlstelle könnte ein anderes Elektron wieder hineinstürzen (denn sie ist ja nichts als ein unbesetzter Zustand), so dass sich Fehlstelle und Elektron gegenseitig vernichten würden. Die Energie würde dabei wieder als Photon freigesetzt.
So wurde die Idee des "Antiteilchens" geboren - ein Antiteilchen ist nach diesem Konzept eine Fehlstelle in der Diracsee. Sie benimmt sich wie ein Elektron mit einer positiven Ladung, und wenn sie auf ein Elektron trifft, dann vernichten sich beide. Wenige Jahre später wurde das Antiteilchen des Elektrons, das Positron, mit genau diesen Eigenschaften auch tatsächlich nachgewiesen. Triumph für die Dirac-See!
So findet man das Konzept in vielen Büchern erklärt. Diracs großer Triumph wird deutlich hervorgehoben. Und dann geht es weiter mit Teilchen-Antiteilchen-Paaren und (wenn man die Fachbücher liest) mit dem Formalismus der Quantenfeldtheorie, mit anderen Teilchen und so weiter. Auf die Dirac-See wird meist nicht weiter eingegangen, das Konzept hängt ein bisschen in der Luft.
Heutzutage verwendet man die Diracgleichung ja, wie bereits erklärt, anders als Dirac es tat: wir betreiben echte Quantenfeldtheorie. Die Größe ψ entspricht unserem φ, also einem "klassischen" Feld, das dann zum Beispiel mit Hilfe des Pfadintegrals (wie das genau geht, sehen wir noch) quantenmechanisch behandelt werden kann. Die Lösungen mit "negativer Energie" lassen sich dann direkt mit Anregungen des Feldes identifizieren, und zwar desjenigen Teils des Feldes, der die Antiteilchen (also die Positronen) beschreibt, und diese Antiteilchen haben auch positive Energien, so wie es sich gehört. Mit anderen Worten: Die Lösungen negativer Energie gibt es in einer echten Quantenfeldtheorie des Elektrons nicht - sie tauchen nur in der vereinfachten Dirac-Gleichungs-Variante auf, wenn man das ψ wie eine Wellenfunktion versteht.
Die wenigsten Bücher (lobenswerte Ausnahmen sind die von Weinberg und Zee) sagen explizit dazu, dass das Konzept der Diracsee längst überholt ist und heutzutage keine Bedeutung mehr hat. Wie wir gesehen haben, entstand es daraus, dass Dirac seine Gleichung als Wellengleichung für ein Teilchen, ähnlich wie die Schrödingergleichung, interpretieren wollte. In der Quantenfeldtheorie wird es nicht mehr gebraucht. Aus irgendeinem Grund steht das in den meisten Büchern nicht explizit drin - man kann es sich zwar irgendwie denken, weil das Konzept nie wieder auftaucht, aber verwirrend ist es doch.
Also: Die Dirac-See ist abgeschafft.
Autor: MartinB· 26 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (26)
Ich gebe mir Mühe, Martin.....ich denke, dass ich es nur in Bruchteilen verstehe liegt nicht an deiner Erklärung(die mich durchaus erreicht), sondern an meinem mangelhaften Basiswissen in diesem speziellen Bereich. Das auch als Rückmeldung zu deiner Frage im vorletzten Post.
Guter Artikel als Einführung in die QT. Allerdings vermischen sich teilweise die populärwissenschaftlichen und die "echt" wissenschaftlichen Beschreibungen. Ich weiss es wird schwer sein das zu trennen, aber so leiden irgendwie beide Seiten ein bisschen darunter. Ansonsten hoffe ich das ich nicht der einzige bin der bis hierher folgen konnte. ;)
@Johannes
Diese Vermischung ist aber letztlich, was ich anstrebe - weil ich immer Schwierigkeiten hatte, populäre Darstellungen wie die von Feynman mit echten Fachbüchern in Einklang zu bringen.
@Cydonia
Eigentlich war ja meine Hoffnung, dass es gar nicht so viel Basiswissen braucht, um dem hier zu folgen. Wenn du irgendwo festmachen kannst, was fehlt, schreib nen Kommentar, dann schaue ich mal, ob ich das noch besser kann.
wie immer ein schöner Beitrag, aber warum schreibst du immer "die Dirac See" und nicht "der"? Hast du mehrfach gedschrieben, deswegen habe ich einen Vertipper mal ausgeschloßen.
Mal ne kompliziertere Frage: Könnte es vielleicht einen Zusammenhang geben, mit der negativen Energie die die Astronomen für ihre Theorien brauchen und dem Dirac See? Wenn ich mal was fantasieren darf: Vielleicht sind es Schwingungen bzw Rauschen am Rand des Diracs Sees das diese negative Energie im Weltall erklären könnte.
Tach maxfoxim, das 'die' liegt daran, daß es 'Dirac sea' und nicht 'Dirac lake' heißt. Du weißt schon: ..Seemannsbraut ist die See...
@maxfoxim
Nein, die Dirac-See ist ja abgeschafft...
Und was das "die" angeht, hat rolak recht; stand ja auch in der Klammer oben "eigentlich sollte man "Dirac sea" wohl eher mit "Dirac-Meer" übersetzen- viele schreiben auch ganz verkehrt "der Dirac-See""
Tatsächlich kommt sogar in erstaunlich vielen deutschne Lehrbücher "der" Dirac-See vor.
In der wiki übrigens auch.
Da sieht man mal, was so ein false friend anrichten kann.
@MartinB
"Eigentlich war ja meine Hoffnung, dass es gar nicht so viel Basiswissen braucht, um dem hier zu folgen"
Hm, also ich gestehe, dass ich ein bisschen aufgegeben habe, obwohl ich noch mitlese und mir ebenso wie cydonia "Mühe" gebe. Ich verorte allerdings mein eigenes Manko in der Mathematik und bin deshalb der Ansicht, dass ich da Nachholbedarf habe. Auch wollte ich noch die acht Folgen Deiner Schrödinger-Artikel mal richtig "durcharbeiten", weil ich immer denke, dass mir noch etwas Grundsätzliches fehlt (bin aber bisher noch nicht dazu gekommen).
Zur Zeit lese ich das Buch "Das Quantenuniversum" von Tony Hey und Patrick Walters. Und dem kann ich ganz gut folgen - bis jetzt jedenfalls...
Und die Tatzen des Tieres werden groß sein und schwarz, und seine Augen werden rot sein vor Blut lebender Kreaturen. Ich sage euch: ganz Babylon wird sich erheben und eine dreiköpfige Schlange. Und es wird im ganzen Land ein scheuern und schleifen, ein reiben und schubbern von aneinanderklebenden Teilen geben. Diese Teile werden wieder auseinanderfallen..
2.Prediger:
...Neun Kriege. Nicht zwei oder drei oder fünf, es werden neun sein. Und das Schwert wird schwingen über allen elenden Sündern, und das ist genau das was sie sind, Herr. Und das Horn soll auf dem Haupt sein, und es hat neun Spitzen. Und das Schwert wird alles enthaupten: zack und zack und zack... und Dirac...
@ WolfgangK und generell an alle
Das Buch " Das Quantenuniversum" kann ich wirklich allen sehr empfehlen. Ist eines der besten Bücher für eine Einleitung in die Quantenmechanik. So gut wie keine Formeln und sehr gut geschrieben.
http://www.amazon.de/Quantenuniversum-Die-Welt-Wellen-Teilchen/dp/3827403154/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1320504042&sr=8-1
PS: @ Martin
Schon mal dran gedacht, deine "QFT für Anfänger" Einträge danach als Buch rauszubringen? ;)
Selig sind die, die ihres Nachbarn Oxen flüssig machen, denn die sollen ihr Würfelzeug erben. Und gegeben werden soll ihnen, also einem jedem von ihnen, gegeben,
jedem von ihnen... soll gegeben werden.
@Wolfgang&cydonia
Dass es an der Mathematik liegen soll, mag ich ja kaum glauben - es werden doch nur Pfeile gedreht und aneinandergehängt. Ich vermute eher, dass es die ja doch ziemlich vielen neuen Konzepte sind - als Physikstudi bekommt man ja Falder erst mal klassisch erklärt, dann Wellenfunktionen mehrfach usw., während ich die Sachen immer nur einmal erkläre.
Vermutlich müsst ihr die Sachen mehrfach lesen und kommt jedesmal etwas weiter - so ging es mir als Teenager mit dem Buch "Zaubergarten der Mathematik", das ich immer nur in den Ferien lesen konnte: jedes mal kam ich ein Stückchen weiter im Verstehen.
@maxfoxim
Wenn du mir nen Verleger suchst, gern :-)
@Wolfgang/cydonia
Und wie gesagt, wenn ihr mir verratet, wo es hakt, schiebe ich gern noch was nach.
@ martin
tse.. felder.. erklär doch alles mit dem viel natürlicheren konzept: schnitte im tensorbündel ;)
@niels
ich kann die wikipedia da schon verstehen, die politik ist wissen von reputablen quellen abzubilden und zzt ist es leider so dass die überwiegende aktuelle qt/qft-literatur auf deutsch das ding "den dirac see" nennt, wikipedia ist kein korrektor oder sprachbewahrer sondern nur abbilder und zusammenträger
@perk
"schnitte im tensorbündel"
Dafür empfehle ich "Road to Reality" - Penrose's Idee, man bräuchte um das Buch zu verstehen, nur die 4 Grundrechenarten, ist noch etwa 3 Größenordnungen realitätsfremder als wenn ich das hier annehme :-)
Was "Der Dirac-See" angeht, ja das hat sich wohl ziemlich durchgesetzt, seufz.
@MartinB
Ehrlich gesagt kann ich nicht einmal sagen, wo oder warum es hakt. An Deinen Artikeln liegt es gefühlsmäßig eher nicht. Vielleicht sind einfach noch vorhandene Denkbarrieren (wie bei dem Tarnkappen-Artikel) vorhanden. Wenn Du also was nachschieben willst: gib mir Hirn ;-)
@Wolfgang
Wie gesagt, ich vermute, es sind einfach die vielen neuen Konzepte, die ich ja immer nur kurz einführe (während Studis dann erst mal 10 AUfgaben zum Rechnen bekommen, um sich dran zu gewöhnen).
"Die Größe ψ entspricht unserem φ, also einem "klassischen" Feld, ... Die Lösungen negativer Energie ... tauchen nur in der vereinfachten Dirac-Gleichungs-Variante auf, wenn man das ψ wie eine Wellenfunktion versteht."
Interessant. Problematisch ist das Du dem Feld eine sehr handfeste Rolle einraeumst (φ therefore ψ) obwohl man behaupten koennte das es ja nur die Wahrscheinlichkeit Interaktionen zu haben ist (ψ therefore φ). Also, zumindest war das immer mein fauler Kurzschluss, obwohl ich befuerchte Du wirst mir vorwerfen das ich das dann ja genuso fuer das Teilchen machen sollte wenn ich denn das Feld so arg diskriminiere.
@Sascha
Ist sicher eine Frage, wie herum man denkt: Sehe ich die Quantentheorie als Erweiterung der klassischen oder die klassische als Spezialfall der Quantentheorie.
Im Pfadintegral bietet sich der erste Weg an: Das Elektron geht alle Wege gleichzeitig, aber für jeden davon berechne ich ganz klassich die Wirkung. Und entsprechend interpretiere ich auch die QFT so herum. Für die Gegenrichtung bietet sich meiner Ansicht nach eher die kanonische Quantisierung an, mit Auf- und Absteigeoperatoren.
Ich lese auch regelmäßig und gerne diese Serie. Wenn es bei mir irgendwo harkt, dann meistens im Zusammenhang mit der traditionellen Physik. Dummerweise hilft googeln hier seltene weite, da die Eklärungen meistens wiede neue Fragen und unklarheiten aufwerfen.
Ein Blick in mein altes Physikschulbuch hilft aber meistens weite.
greatz Johannes.
@Johannes
Ansonsten einfach ne Frage in die Kommentare schreiben.
" Vermutlich müsst ihr die Sachen mehrfach lesen und kommt jedesmal etwas weiter ..."
Pierre Basieux empfielt für kompliziertere (mathematische) Sachen, mindestens 5 X die Geduld fürs nochmals durchdenken aufzubringen ....wenn ich's nach dem 4.X immer noch nicht verstanden habe, höre ich vorläufig auf und denke mir hoffnungsvoll, dass es dann beim nächsten Mal .... :-)
...sonst gehts mir auch so : ich möchte vor dem Blog-Fragen noch früheres von MB durchlesen....und komm dann auch nicht dazu, weil... :-)
....und möchte überhaupt sagen: SUPERGIGADANKE lieber MB für den schönen Start mit dieser Serie in den BlogPhysikHerbst-Winter :-)))) !!!!!!
@MichiS
Danke für die Blumen :-))
Deine Ausrufezeichen sind ja schon eins-elf-verdächtig.
@MartinB ich verarbeite noch, diesen Teil, da kommt schon der nächste um die Ecke. Nicht, dass ich mich beklagen will. Das ist eine super interessante und auch für mich verständliche Serie. Vielleicht kannst du die Teile durchnummerieren. Das ist für mich einfacher und ich denke für den ein oder anderen, besonders Späteinsteiger, ebenfalls.
@roel
Als besonderen Service gibt es ja oben auf meiner Seite die "Artikelserien" - da sind sie dann alle schön übersictlich aufgereiht (den neusten muss ich wohl noch einbauen).
@MartinB das habe ich bisher noch nicht bemerkt. Danke für den Hinweis.