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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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08.02.12 · 18:11 Uhr
Gibt es zu wenig islamische Terroristen?
Kategorie: Politik · Kommentare: 21
Könnte man meinen, wenn man The Missing Martyrs: Why There Are So Few Muslim Terrorists von Charles Kurzman vorsätzlich falsch interpetiert. Worum es darin geht, lassen wir ihn doch am besten gleich selbst erklären:
The Missing Martyrs promotional video from Charles Kurzman on Vimeo.
Fassen wir also zusammen: Wenn man die (Bürger)Kriegsherde Afghanistan, Irak und Pakistan mal herausrechnet, dann sind Terroranschläge weltweit auf einem Niveau wie seit 40 Jahren nicht mehr. Und angesichts der immer wieder geäußerten Behauptungen, dass der Islam - mit dem ich absolut nichts am Hut habe, da ich Religionen generell und doktrinäre Religionen im besonderen aus tiefster Überzeugung ablehne - eine intrinsische Neigung zum Terrorismus habe, stellt sich ganz konsequent Kurzmans Titelfrage, die er in einem aktuellen Reportfuer das Triangle Center on Terrorism and Homeland Security noch einmal aufgegriffen hat - wo denn all die zu erwartenden Terroristen geblieben sind.
In den USA liegt die Zahl von Moslems, die seit 2001 wegen geplanter oder verübter terroristischer Anschläge verhaftet wurden, etwa bei 20 pro Jahr. Das sind, ganz unbestreitbar, 20 zuviel - aber eben nicht jene Zahlen, die in der Folge des 11. September 2001 erwartet wurden:
"FBI investigations have revealed militant Islamics in the US. We strongly suspect that several hundred of these extremists are linked to al-Qaeda." FBI-Direktor Robert Mueller in einem Statement vor dem Geheimdienst-Ausschuss des US-Senats, am 11. Februar 2003
Hinzu kommt, dass etwa 40 Prozent der verhafteten Terroristen konvertierte US-Amerikaner sind; ob und in welchen Fällen die Gewaltbereitschaft hier die Folge oder die Ursache der Konversion war, ist anhand der Daten nicht zu beantworten. Aber eine Vergleichszahl sollte man doch mal ins Spiel bringen: Von den rund zwei Millionen in den USA lebenden Moslems wurden im vergangenen Jahr 20 wegen terroristischer Absichten (ausgeführt wurde lediglich eine Aktion, bei der allerdings niemand verletzt wurde) verhaftet - das
Autor: Jürgen Schönstein· 21 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (21)
Klingt nach einer weiteren Folge aus der beliebten Reihe:
"Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest".
Und so wird auch dieses Faktum keinen Einfluss auf die politische Entscheidungsfindung haben.
Als kleine Anmerkung zum "Kampf gegen den Terror" noch dieses:
In einer Meldung von vor ca. 2-3 Monaten beschwerten sich die Mexikaner mal ganz explizit über die lausigen Waffengesetze in Texas, da es dort für die Drogenkartelle wohl keine Schwierigkeiten darstellt(e) sich mit Sturmgewehren preisgünstig einzudecken...
Ist doch klar oder? Bush hat die Welt gerettet, indem er den ganzen Terroristen eine Art Terror-Disneyland(Irak etc.) für ihre geliebten Aktivitäten zur Verfügung gestellt hat. Wir haben alle nur nicht verstanden, wie weise dieser Mann gehandelt hat. Und es würde mich wundern, wenn im amerikanischen Wahlkampf nicht wenigstens einer der üblichen Verdächtigen diese Sichtweise propagiert.
Das Schlimme ist halt nur, dass sie wahrscheinlich von Vielen geglaubt werden wird.
@Nils: Der Sumpf mit den Sturmgewehren in Mexiko ist noch viel, viel tiefer:
https://blog.fefe.de/?ts=b38a9bb6
https://blog.fefe.de/?ts=b01fcc64
@jitpleecheep
Danke für den Hinweis.
Der Umgang der US-Regierungen mit dem Thema Drogen/Terror ist wirklich faszinierend.
Klingt verdächtig nach einer staatlichen Borderline-Störung.
Dr. Webbaer·
08.02.12 · 21:02 Uhr
Tja, wo sind sie denn?, aber ein bisschen was los mit moslemischen Terroristen ist ja immer: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Islamic_terrorist_attacksSicherlich profitiert man allgemein davon, dass der Islam nicht gerade technikaffin ist, zudem haben auch die allgemeinen Überwachungsmaßnahmen - keinesfalls zur Freude aller - drastisch zugenommen in den letzten 10 Jahren und, last but not least, ist die dem Islam innewohnende Aggressivität auch "auto", d.h. man folgt dem Dhijad und anderen islamischen Konzepten gerne auch innerfamiliär und schariatisch.
HTH
Dr. Webbaer
Ich sehe die Hauptschuld hier bei den Medien.
Es gibt sehr viele Leute die der Ansicht sind, heute ist alles schlechter als fürher (Ok die gabs früher auch schon, nur werden es meiner Ansicht nach immer mehr (Kehr was ne Ironie in der Aussage =) ))
Die Meldungen werden immer apokalyptischer (bspw. alles was mit Jugendlichen zu tun hat) Ohne das es wirklich schlimmer wird.
Dazu haben die Medien eine immer stärkere Präsenz im Leben. Während man früher von einem Terroranschlag abends in den Nachrichten etwas gesehen hat oder am nächsten Tag in der Zeitung gelesen hat, beschäftigt uns so etwas jetzt wochenlang von morgens bis abends. Extremereignisse erscheinen dadurch viel häfiger, während andere Schlimme Sachen (Morde zum Beispiel) kaum noch Auflage erzielen.
Auch kann man durch die vielen Berichte sich immer schön seine Feindbilder rauspicken.
Eine "lustige" Frage die ich mir gerade Stelle, wie würden die Menschen jetzt eigendlich reagieren wenn die Welt wirklich am Abgrund stände? (Zum Beispiel während des kalten Krieges)
20 Fälle bei 2 Millionen betrachteten Personen sind 1 Fall pro 100000... Just trolling.
Dr. Webbaer·
09.02.12 · 00:02 Uhr
Man würde allgemein oder öffentlich bis zuletzt, bis zum Knall, wenig merken. - Schauen'S was 1939 voranging und was der Kuba-Krise voranging...@Max
Hinweise auf sachliche Fehler sind kein trolling, sondern willkommen.
Nun ja, dass die ganze Teror Panik ja nur dazu dient Menschen besser überwachen zu können liegt ja auf der Hand und in den 'passenden Ländern' sehe ich das ja auch ein. Ich frage mir nur immer warum gerade in europäischen Ländern hier von den Politikern so massiv Druck gemacht wird zu noch stärkerer Überwachung ?
Ist das eine Art Aphrodisiakum für Politiker ? So wie es Firmen scheinbar erregt wieder mal 1000 Menschen gekündigt zu haben um eine virtuelle Zahl zu erhöhen ?
Dr. Webbaer·
09.02.12 · 10:07 Uhr
Zum einen kontroliieren Politiker nun einmal gerne, man spricht nicht umsonst von Bürokratisten und Etatisten, die sich in der Politik gerne festsetzen; dazu kommt dann in der Tat noch die (aus deutscher föderalistischer Sicht) vglw. neue Dreischichtigkeit, mit der sich noch mehr i.p. Kontrolle herausholen lässt.Dem Blog-Artikel noch in einem wichtigen Punkt widersprechend: Es ist egal wie viele Opfer es bspw. im Straßenverkehr oder bei Haushaltsunfällen gibt, Terror hat eine besondere Qualität und ist bereits in geringen Dosen staatsgefährdend - man vergleich bspw. auch mit den Morden der RAF (ca. 30 bei ebenso vielen Tätern). Hier wird gerne verharmlost, man stelle sich vergleichend eine Hundertschaft zu allem entschlossenen islamisch Motivierter vor - die Gefährder sind zahlenmäßig schon längst da und bedürfen nur eines Zeichens, bspw. eines angegriffenen Irans.
MFG
Dr. Webbaer
Alle Priester von jedweder Religion haben es schon vor mehreren tausend Jahren gewußt : je mehr Angst ein Mensch hat, desto leichter ist er zu regieren. Also erfand man mit viel Phantasie und Liebe zu Detail jede Menge Gottheiten, die Fürchterliches versprachen, wenn man nicht........
Es ist da nicht weiter überraschend, dass dann auch irgendwann die Politik (Kaiser, Könige, Präsidenten etc.) sich dieses äußerst wirkungsvollen Prinzips annahmen.
Götter durften sie nicht neu erfinden, dann gabs Zores mit den Priestern, aber Terroristen sind fast genau so gut. Aus lauter Angst, durch einen Terrorakt zu sterben, lassen sich die Menschen wesentlich mehr gefallen, als jede Schafherde von dem Hirten. Also, unbstimmte Ängste erzeugen, Abhilfe versprechen und dann nicht die Terroristen (zu anstrengend), sondern die Bevölkerung drangsalieren. Und die dankt es noch. Und die fremden Terroristen sind allemal die terroristerischen, die eigenen, z.B. die Döner-Mörder oder die RAF, gehören ja fast zur Familie.
Falsche Sicherheit gegen Menschen- und Bürgerrechte - kein schlechter Tausch für unsere Politiker und Geheimdienste.
@Dr. Webbaer
Das ist zwar prinzipiell richtig, man kann Terrorismus nicht gegen Naturkatastrophen oder Flugzeugkatastrophe oder Eisenbahnunglücke aufrechnen. Aber die RAF war ja, nach Ihrer Rechnung ziemlich ineffektiv, die 3 zwickauer Neonazis haben mindestens 10 Morde auf dem Konto, der Irre Norweger, ein Einzeltäter, 77 Tote (Quelle für Todesopfer Wikipedia). Die Morde der Zwickauer empören zwar viele Menschen, den Staat beunruhigen sie in keiner Weise. Den Staat beunruhigt es auch in keiner Weise, wenn ein Polizist (zum Glück ein Stasi-Agent) kaltblütig einen Menschen erschießt, und seine Kollegen durch Falschaussagen den Mord decken. Der Staat fantasiert lieber von Hundertschaften zu allem entschlossener Islamisten, die nur auf ein Signal zum Losschlagen warten. Aber, lieber Dr. Webbaer, verraten Sie doch mal, woher Sie die Kenntniss von diesen islamistischen, zu allem entschlossenen Hundertschaften haben? Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle gerne entgegen, und die Leser des Scienceblogs.
Zum real-existierenden Terrorismus gibt es hier einen unverblümten Kommentar:
Der Kommentar in den Tagesthemen vom 18.01.2012
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=bpZ_-rHaTIw
Dr. Webbaer·
11.02.12 · 00:54 Uhr
Scotty, der Impact dieser vielleicht 30 Morde der RAF war immens, die Taten waren hocheffizient, hegen Sie diesbezüglich Zweifel?Zur Info bzgl. der Gefahrenlage noch:
-> http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_islamismus/zahlen_und_fakten_islamismus/zafais_1_islamistisches_personenpotenzial.html ("Potential")
-> http://www.welt.de/politik/deutschland/article13430700/Dutzende-Terrorverdaechtige-in-deutschen-Grossstaedten.html ("Gefährder")
MFG
Dr. Webbaer (dem irgendwie der Tonfall nicht gefiel, lol)
"Scotty, der Impact dieser vielleicht 30 Morde der RAF war immens, die Taten waren hocheffizient, hegen Sie diesbezüglich Zweifel?"
Nein, das stimmt. Und ohne sie rechtfertigen zu wollen: Die Morde der Zweickauer Zelle hatten erst ein Echo, als man wusste, dass es terroristische Morde waren - vorher haben sie niemanden interessiert.
Hier kommt es tatsächlich weniger auf Effizienz an, sondern auf den verbreitetenden Terror (ja das sagt das Wort schon) und das hängt eben auch von den Medien ab. Und die übertreiben dann auch wieder gerne die Gefahr, wenn gerade nichts los ist (von Verkehrs- oder Grippetoten in Deutschland will ja auch niemand was lesen). Insofern haben sie beide (Webbär und Scotty) ein bisschen recht...
Umgekehrt ist die Zahl der Terroristen aber nicht zuletzt auch deswegen gesunken, weil eben aktiv was dagegen getan wird: Nicht nur ist die Exekution eines Terroranschlages schwieriger geworden, auch die Organisation und ich behaupte sogar die Radikalisierung, eben weil mehr darauf geachtet wird.
(Wenn in den betroffenden Gebieten im Rahmen der Zwickauer Zelle ein entsprechendes Umdenkenbezüglich der Neonazis einsetzen würde, wäre das durchaus zu begrüßen).
@Webbaer
Das liegt auch an der persönlichen Risikoeinschätzung, die regelmäßig nicht mit den (Risiko-)Statistiken korreliert und auch in der persönlichen Selbstüberschätzung, da man ja schließlich ein ausgezeichneter Fahrer bzw. 'Heimwerkler' ist; das ist auch ein Grund für Flugangst, weil man im Flieger Gefahrensituationen nicht selbst meistern kann.
@peer bringt es gut auf den Punkt:
Interessiert haben sie zwar schon, man wusste schließlich um den Zusammenhang und jeder (Einzel-)Mord löst bereits eine sehr hohe Polizeiaktivität aus. Für die Mordserie war die Soko Bosporus zuständig, die tausende von Asservaten einsammelte, die jetzt noch einmal untersucht werden. Bei den Morden fehlte jedoch das gemeinsame Motiv; der terroristische Hintergrund schloss sich quasi selbst aus, da jegliches Bekenntnis fehlte; Terror verbreitet nur Schrecken, wenn er evident ist.
Für die Presse waren die Morde bestenfalls unter dem Aspekt interessant, dass eine Serie vorlag. Aber da weder Sex im Spiel war, noch Promis bzw. Kinder die Opfer waren und der zeitliche Abstand der Taten sehr groß war, war die Berichterstattung unter ferner liefen. Woran man auch mal wieder sieht, dass ein politisch motivierter Mord ein ganz anderes Medienecho auslöst, als z.B. ein 'banaler' Raubmord.
Kurz zusammengefasst: Im Bewusstsein ist eingeprägt, dass ein Terroranschlag jeden zu jeder Zeit treffen, sich man aber vor anderen (Todes-)gefahren einigermaßen schützen kann.
Dr. Webbaer·
11.02.12 · 13:23 Uhr
Der Webbaer ergänzt gerne, dass auch bestimmte Verbrechensserien eine Terror-Komponente haben - ist aber ganz bei Ihnen, wenn Sie Terror-ismus ('Bestrafe einen, erziehe hundert.' - Mao) so beschreiben, wie Sie es tun.Darum gehen ihm die in diesem Zusammenhang ständig erfolgenden Hinweise auf Verkehrstote oder auf die Opfer von Haushaltsunfällen auf die Nerven. Seit der RAF-Zeit ist der Terrorismus eigentlich recht gut verstanden. Damals mussten bestimmte Politiker wie bestimmte Wohlhabende wie bestimmte Personenschützer/Polizisten/Juristen Angst um ihr Leben bzw. das ihrer Angehörigen haben, was natürlich auch im Geschäftlichen wie in der Politik und Justiz immer wieder zu persönlichen Fragestellungen führte wie bspw. 'Willst Du das jetzt machen, diesen Job?' oder 'Soll ich das jetzt sagen (und mich so auf die Abschussliste stellen)?'
MFG
Dr. Webbaer
@Dr. Webbaer
Für den Tonfall möchte ich mich entschuldigen. Und meine Überlegung, dass das die RAF nicht besonders effektiv war, weil sie mit 30 Leuten in ein paar Jahren "nur" 30 Opfer produzierte, führt natürlich ins Leere, da es nicht die Absicht der RAF war, möglichst viele Zufallsopfer zu töten. Das ihre einzelnen Taten effektiv geplant und und ausgeführt wurden, braucht wohl keine Diskussion.Wie gefährdet ein freiheitlich-demokratischer Staat durch Terrorismus ist, hängt aber zu einem guten Teil von dessen Bürgern ab, und die deutschen Bürger kennen ja, überspitzt ausgedrückt, nur zwei Gemütszustände, wenn schon nicht Angst, dann zumindest Hysterie.
zurückzukommen, Ihr Link zu Verfassungschutz gibt m.E. dazu eigentlich nichts her. Der andere Link, "http://www.welt.de/politik/deutschland/article13430700/Dutzende-Terrorverdaechtige-in-deutschen-Grossstaedten.html ("Gefährder")" ist schon interessanter. Rund 130 (Islamistische) Terror-verdächtige. Das klingt schlimm. Aber gegen (einer Straftat) Verdächtige ermittelt die Staatsanwaltschaft, sie können auch in U-Haft genommen werden, wenn das notwendig erscheint. Die Terror-verdächtigen des Boulevard-Journalismus sind also keiner Straftat verdächtig, sondern im amtsdeutschen Behörden-Neusprech "Gefährder". Laut http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2008/Gefaehrder.pdf "Ein Gefährder ist eine Person, bei der bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere solche im Sinne des § 100a der Strafprozessordnung (StPO), begehen wird."Um aber auf
Bekanntlich sind Prognosen problematisch, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Würde das Satzende "begehen könnte" lauten, wäre das noch seriös, aber es würde nicht bedrohlich genug klingen. Was übrigens jeder noch so verschnarchte Geheimdienst bestens beherrscht, ist die Legendenbildung, sie ist die halbe Pension. Und wenn irgendwo der Eindruck entsteht, es gäbe
in Deutschland 128 islamische Terroristen, die mit der MP unter der Matratze und dem Sprengstoff im Tiefkühlfach auf das Zeichen zum Losschlagen warten, so ist das vielleicht von den Schlapphüten und deren obersten Dienstherren nicht unerwünscht.
Aber letzlich ist der Begriff des "Gefährders" die Antwort auf die Frage: Gibt es zu wenig islamische Terroristen? Davon muss man eben ablenken.
Dr. Webbaer·
11.02.12 · 23:47 Uhr
Das kann man psoitiv beantworten, trotz http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Islamic_terrorist_attacks und 'Islamisten gehen davon aus, dass mit Koran und Scharia (islamisches Rechtssystem) eine alle Lebensbereiche regelnde göttliche Ordnung vorgegeben ist, die alle anders geprägten Ordnungssysteme ersetzen soll. In dieser "islamischen Ordnung" könne jede Staatsgewalt ausschließlich von Gott und seinem im Koran offenbarten Willen, nicht aber vom Willen des Volkes abgeleitet werden. Demokratische Grundprinzipien wie die Volkssouveränität, das Mehrparteiensystem oder das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition sind hiermit unvereinbar.'Da müsste in der Tat mehr zu erwarten sein bei 40k Potential alleine in D. Allerdings lebt sich der Islam in der Regel erst in eigenen Systemen optimal aus, dennoch: hier sind einige überrascht, Technikferne und Überwachung reichen hier als Erklärung nicht ganz aus. - Wie sich der Islam entwickeln wird, wird vermutlich aber der sog. Arabische Frühling zeigen, entstehen hier "Gotteststaaten" mit der üblichen Terrorkomponente, ist die Antwort gegeben. Schaun mer mal.
MFG
Dr. Webbaer
* und die Folgen der absehbaren Konditionierung genozidaler Iranischer Drohungen durch Israel (wobei es auch noch andere beachtenswerte Entwicklungen gibt: Türkei, Pakistan-Indien, Schwarzafrika - eigentlich ist an vielen Stellen die Hölle los)