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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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13.12.11 · 17:30 Uhr

"Zeitlupe" schaut dem Licht beim Laufen zu

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 10

Ist schon faszinierend: Wissenschaftler am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (meinTeilzeit-Arbeitgeber - falls jemand daraus einen Interessenkonflikt ablesen sollte) haben eine Kamera entwickelt, die mit einer Belichtungszeit von 1,71 Pikosekunden (1 Pikosekunde = 10-12 Sekunden, also eine Tausendstel Nanosekunde oder Billionstel Sekunde) so schnell ist, dass sie einen ultrakurzen Lichtimpuls auf seinem Weg durch, beispielsweise, eine Colaflasche einfangen kann:

 

Autor: Jürgen Schönstein· 10 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (10)

Kommentar-Direktlink BreitSide· 13.12.11 · 19:08 Uhr

Irre!

Kommentar-Direktlink maxfoxim· 13.12.11 · 20:08 Uhr

Das ist doch ein ähnlicher Effekt wie bei Stropskoplicht, oder?

Kommentar-Direktlink MisterX· 13.12.11 · 23:01 Uhr

Oha, erst hab ich gedacht: "toll, und was soll daran jetzt so gut sein? das kann ich doch zuhause mit meiner Taschenlampe nachmachen" und dann kam der Inder...

Kommentar-Direktlink a+· 13.12.11 · 23:38 Uhr

What the f.... ?! Volumetric scattering of light? Alter Verwalter, das wird heiter.

Übrigens nett, den rheinisch-deutschen und den indischen Akzent so krass kontrastiert zu haben. Wo kommt Velten her? War der vorher mal am DLR in Porz? Kommt mir so bekannt vor... Oder war er in Jülich?

Kommentar-Direktlink Theres· 14.12.11 · 00:39 Uhr

Oh,... das gibt es doch gar nicht! Wow, hinreißend und Photons gucken ...! Tolles Video.
@a+
Velten ist ein Ort bei Berlin, dachte ich eigentlich, aber dieser Nachname kommt im Bonner Raum oft vor. Die Dialekte sind echt niedlich.

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 14.12.11 · 01:43 Uhr

@maxfoxim
Nee, mit Stroboskopeffekten hat dies nichts zu tun. Was Du da durch die Flasche blitzen siehst, ist ein ultrakurzer Lichtstrahl. Du musst bedenken: In einer Nanosekunde legt das Licht gerade mal etwa 30 Zentimeter zurück; dieser Puls ist noch ein gutes Stück schneller, der Strahl - das "abgeschnittene Stück Licht", wenn man so will - entsprechend noch kürzer. Und die Kamera macht in einer Nanosekunde mehr als 500 Aufnahmen! Was Du hier siehst, ist Lichtgeschwindigkeit, mit "Zeitlupe" so verlangsamt, dass Du dem Licht, wie meine Überschrift schon sagt, beim Laufen zuschauen kannst.

Kommentar-Direktlink rolak· 14.12.11 · 06:52 Uhr

Na ja, mit dem Stroboskop in einer Disco gemeinsam hat es ja die Verwandlung einer (mehr oder weniger) stetigen Bewegung in einzelne, zeitlich getrennte Zwischenbilder. Das war es aber auch schon.
Denn im Gegensatz zum Blitzeabend wird hier selbstverständlich nichts extern beleuchtet, sondern eine Phasenfotografie unternommen wie weiland von Muybridge.
Und ebenso selbstverständlich wird auch nicht ein Photon auf dem Weg nach Tipperary beob­ach­tet, sondern das Streulicht eines Impulses eingefangen.

Kommentar-Direktlink maxfoxim· 14.12.11 · 12:17 Uhr

@ Jürgen. Okay, danke für die Antwort. Hätte ja aber auch sein können, dass man Lichtpulse benutzt und die Fotos immer etwas außer Phase fotografiert. Würde ja dann eigentlich so ähnlich aussehen, oder?

Aber echt krass, dass es auch "so" klappt.

Kommentar-Direktlink Karl Mistelberger· 15.12.11 · 17:26 Uhr

> Nee, mit Stroboskopeffekten hat dies nichts zu tun.

Richtig, es handelt sich um eine Schmierbildkamera: http://de.wikipedia.org/wiki/Streak-Kamera

Kommentar-Direktlink gast· 18.12.11 · 11:28 Uhr

Haha, der erste Sprecher spricht wie Raj von "The Big Bang Theory"

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