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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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24.12.11 · 05:10 Uhr
Der Weihnachtsmann unter NORAD-Beobachtung
Kategorie: Kultur · Kommentare: 2
Was den US-Zeitungen der alljährlich veröffentlichte Briefwechsel zwischen Virginia und der längst eingestellten New York Sun ist, wird in meinem Blog dieser Artikel über den Weihnachtsmann und dem North American Aerospace Defense Command NORAD sein - getreu dem Motto "Alle Jahre wieder":
Angeblich durch einen Zufall wurde mehr als einem halben Jahrhundert das US-Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando NORAD dazu inspiriert, den Weihnachtsmann auf seinem Schlittenflug zu orten*. Und wenn das Militär schon mal einen Sinn von Humor (oder sogar Sensilbilität gegenüber kindlichen Gefühlen) zeigt, dann sollte man das auch honorieren. Zum Beispiel mit dem Hinweis auf die entsprechende NORAD-Seite, die "das schnellste Ding auf der Erde" verfolgt und die es sogar in deutscher Sprache gibt (die Computerspiele, mit denen sich die Kinder oder Erwachsenen die Wartezeit verkürzen sollen, sind allerdings in englischer Sprache).
Und dort wird sogar eine - natürlich nicht ernst gemeinte, aber auch nicht ganz unseriöse - Antwort darauf gegeben, wie es dieser Weihnachtsmann schafft, alle Kinder der Welt in einer einzigen Nacht zu beliefern:
die Tatsache, dass der Weihnachtsmann schon seit mindestens 16 Jahrhunderten lebt, ohne zu altern, ist unser deutlichster Hinweis darauf, dass für ihn nicht dieselbe Zeitrechnung gilt wie für uns. Seine Reise scheint für uns nur 24 Stunden zu dauern, aber in der Zeitrechnung des Weihnachtsmanns dauert sie vermutlich mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate, wenn wir das in unsere normale Zeit umrechnen.Der Weihnachtsmann möchte sich für seine wichtige Aufgabe Zeit nehmen und sich beim Verteilen der Geschenke und dem Verbreiten der Weihnachtsstimmung nicht so abhetzen. Daher ist die einzige logische Erklärung die, dass für den Weihnachtsmann ein anderes Raum-Zeit-Kontinuum existiert als für uns.
*Was kein Versuch sein soll, hier die Existenz des Weihnachtsmannes in irgend einer Form wissenschaftlich zu begründen. Wer Kinder hat, wird das verstehen. Wer nicht, dem sei eingangs erwähnter, klassisch gewordener Zeitungsartikel als Lektüre zu empfehlen: "Yes, Virginia, there is a Santa Claus". Frohe Weihnachten, oder was auch immer man als Jahresend-Festlichkeit begehen möchte!
Autor: Jürgen Schönstein· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (2)
wäre schön wenn die deutsche Luftwaffe auch mal diesen Sinn für Humor hätte :)
Dr. Weihnachtswebbaer·
25.12.11 · 11:10 Uhr
http://www.northcom.mil/news/2009/032309.htmlSchöne Weihnachtstage!
Wwb