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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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16.02.11 · 05:33 Uhr
Eine Frage der Intelligenz, mein lieber Watson
Kategorie: Technik · Kommentare: 19
So, nun habe ich tatsächlich die zweite Folge des Jeopardy-Wettbewerbs Mensch-gegen-Computer angeschaut, und nach der liegt der Blechdenker Watson tatsächlich so weit vorne, dass er aller Voraussicht nach gewinnen wird. Was, wie ich schon in meinem ersten Posting schrieb, ja auch mit großer Plausibilität zu erwarten war. Womit die Leistung der Ingenieure nicht geschmälert werden soll: Die Geschwindigkeit und Treffergenauigkeit, mit der das System nicht nur die gelegentlich verklausulierten Fragen beantwortet (dankenswerter Weise werden immer Watsons drei Top-Antwortmöglichkeiten nebst ihrer erwarteten Trefferwahrscheinlichkeiten eingeblendet - oft liegt sie bei über 90 Prozent) und dann wieder in eine gesprochene Antwort umsetzt, die natürlich als Frage formuliert sein muss - all das ist schon bewundernswert. Aber ist Watson deswegen schon "intelligent"?
Nun, wenn man dabei "Intelligence" - wie im Englischen durchaus üblich - rein im (nachrichtendienstlichen) Sinn von Informationssammlung und -Auswertung versteht, dann in jedem Fall. Doch dies ist eine sehr eingeschränkte Bedeutung des Begriffs, und wird, vor allem in der Verbindung "military Intelligence", oft als Oxymoron belacht. Nach dem etwas schwammigen, aber intuitiv als "mehr als nur Wissen" verstandenen Intelligenzbegriff wäre Watson hingegen eher ein Idiot Savant. Denn tatsächlich ist die Begabung dieses Computersystems sehr spezialisiert: Es kann sehr schnell aus den Schlüsselwörtern der Frage auf eine (stochastisch) relevante Antwort kommen - und ist darin vermutlich besser als mancher Mensch, der sich oft über den Sinn der Frage zu viele Gedanken macht, ehe er über die Antwort nachdenkt. Aber eine Bedeutung hat diese Antwort für ihn nicht. Er bevorzugt Antworten nicht, weil sie für ihn einen Sinn ergeben, sondern weil sie mit größter Wahrscheinlichkeit alle Vorgaben der Frage erfüllen.
In dieser Hinsicht ist Watson etwa ebenso schlau wie sein schachspielender Vetter Deep Blue, ebenfalls von IBM. "Neunzig Prozent seiner Züge sind Müll", hatte mir Joseph Hoane vom Deep-Blue-Entwicklungsteam am Rande des Kasparow-Duells im Mai 1997 verraten:
"Wenn ich den Computer fragen könnte, warum er einen Zug gemacht hat und eine sinnvolle Antwort bekäme, dann wäre er intelligent - aber er ist halt nur ein Rechenwerkzeug. Was uns vom Computer unterscheidet: Wir genießen das Spiel, er nicht."
Autor: Jürgen Schönstein· 19 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (19)
Dr. Webbaer·
16.02.11 · 05:30 Uhr
Ein schachspielender Computer kann "sagen" warum er einen Zug gemacht hat, mittlerweile gibt es Programme mit pädagogischer Funktion. Ein dementsprechendes Programm wäre also - wie Watson - intelligent. - Wobei hier vorausgesetzt wird, dass Watson (in einem "Debug-Mode" bspw.) präzise Angaben über seine Entscheidungsfindung machen kann. - Wenn man auf diese Angaben noch eine sprachliche Schicht fürs Humankapital ziehen würde, sowas geht mittlerweile, dann wäre das allgemeinverständlich. Intelligent im Sinne von verständig sind diese Produkte der KI also, wie der Namen schon sagt; das, was fehlt sind die Eigenschaften von sich reproduzierenden Biorobotern (Grüße an den Mitkommentator, den lustigen Robot an dieser Stelle! :).Zu den "90 Prozent der Züge sind Müll." vielleicht noch: Herausgekommen ist bei der Entwicklung von KI im Kontext Schach u.a. auch, dass der Mensch (vs Bär) Schach nur grob näherungsweise versteht und seine Züge zu "90 Prozent Müll sind" (etwas hart formuliert, aber im Jargon bleibend). Mittlerweile kann ein armbanduhrgroßer Computer jeden Schach-Weltmeister schlagen. :(
Überhaupt kann oder könnte dem einen oder anderen klar werden, dass das Humankapital in vielen Fragen nur an der Oberfläche kratzt und trial&error-mäßig in gemeinsam den Erfolg robbt. Was nicht schlecht ist. - Über das Wesen der "richtigen Intelligenz" darf philosophiert werden; vielleicht benötigt es gegeneinander antretende sich verändernde und reproduzierende "unscharfe" Algorithmen in eigenen Welten, die von außen beobachtet werden können?!
MFG
Dr. Webbaer
Jürgen Schönstein schrieb:
> [Watsons] MIT-Vordenker START jedenfalls gab sich, als ich ihn fragte, was man unter Intelligenz versteht, ziemlich konsterniert
Welche Beschreibung würde wohl Alex Trebek formulieren, zu der die Antwort (in Form einer Frage) "What is intelligence?" passen sollte?
Und welcher namhafte Schauspieler würde in diesem Zusammenhang wohl auf die schottische Abstammung von Thomas J. Watson Sr. hinweisen?
...
Ich lese gerade, dass es unentschieden ausgegengen ist.
Es kommt bei Wissensfragen auch darauf an, was man dem Computer alles für Daten in den Speicher gepackt hat. Unter anderem soll Watson nicht gewusst haben, wer Voldemort ist. Hat der nicht die gesammte Wikipedia Enzyklopädie in seinem Speicher?
Dr. Webbaer·
16.02.11 · 10:33 Uhr
Der kann ja nicht lesen. :)Nein, im Ernst: Die (auch: Web-)Daten müssen speziell aufbereitet sein, damit sie mascheinenverständlich werden. "Maschinenverständlich" heißt hier einem maschinenseitig implementierten Datenmodell entsprechend. "Verstehen" tun Maschinen nichts, man muss aber auch nichts verstehen um intelligent sein zu können.
Implementiert kann so etwas webbasiert bspw. über RDFs erfolgen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Resource_Description_Framework
Auch der Internetdienst Wolfram Alpha arbeitet dementsprechend (schlecht):
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Alpha
HTH
Dr. Webbaer
@Webbaer:
Sorry, nein, aber ein Computer kann nicht erklären warum ein Zug gut ist oder nicht. Maximal Spielern auf sehr niedrigem Niveau, weil er die taktischen Finessen zeigen kann.
Aber ein Computer "versteht" nicht worum es geht. Er weist einfach jeder Stellung einen Zahlenwert zu. Oh, er ist fantastisch in taktischen Stellungen, aber in positionellen Stellungen schiebt er oft nur die Hölzchen hin und her ohne Fortschritte machen zu können, denn es gibt keinen Zug, der Material gewinnt.
Siehe z.B. http://livechess.chessdom.com/site/ TCEC S1 Elite Match, Partie 12
Die vermutlich zur Zeit stärksten existierenden Progamme beim fröhlichen rumschieben von Steinchen.
Oder Nakamura - Rybka
http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1497429
Nakamura macht die Stellung dicht und schiebt dann die Steinchen hin und her, bis sich der Computer selber umbringt.
Ich z.B. bin am Wochenende mit Freunden gesessen und wir haben für eine Fernpartie einen Gewinnplan entwickelt. Der Computer war dabei nur wenig Hilfe. Erst nach mehreren strategischen Zügen konnte der Computer erkennen, was vorging (und wir haben keinen Taschenrechner verwendet). Selbstverständlich sitzt auf der anderen Seite auch ein Mensch und mal sehen ob er den Plan rechtzeitig erkennt. Wenn er sich auf den Computer verlässt, verliert er.
Ein armbandgroßer Computer kann übrigens noch nicht jeden Schachmeister schlagen. Ok, /kann/ sicher. Ein Spieler mit Meistergrad (2300+) sollte sich gegen ein Handy immer noch recht gut schlagen.
Um den Niveauunterschied, Spieler mit 2300 und Top Ten zu betonen: Die Top Ten (2750+) hat eine Gewinnerwartung von gut 80% gegen einen "normalen" Großmeister mit 2500.
Auf kräftigen Kisten haben Schachprogramme heute 3200+ Elo und damit haben auch die Top Ten ein Problem (wobei sie vermutlich die meisten Partien remis halten können, trotz allem). Der Mensch kann seine Strategie anpassen und versuchen dem Rechner die Zähne zu ziehen. Es ist sehr schwer gegen jemand zu gewinnen, der nur Remis spielen will.
Ok, jetzt habe ich die Stelle selbst gesehen. Und dabei ist es nicht so, dass Watson nicht gewusst hat, wer Voldemort ist. Die Antwort, auf die eine Frage zu stellen war lautete:
"His victims include Charity Burbage, Mad Eye Moody & Severus Snape; he'd be easier to catch if you'd just name him!"
Und Watson hat für die Frage "Wer ist Harry Potter?" ein Konfidenzniveau von 37% berechnet und für die Frage "Wer ist Voldemort" einen Wert von 20%. Damit lag das Konfidenzniveau unter seinem Schwellenwert, ab dem er den Buzzer betätigt.
Die Schwierigkeit lag also darin, das der Begriff Harry Potter in seinen Quellen zu dieser Antwort wesentlich häufiger vorkam.
Meine Zeitungsquelle war also nicht kanz korrekt. Watson kannte sehr wohl Lord Voldemort!
Die Frage die sich natürlich stellt ist, was kann Watson nach seiner Jeopardy-Karriere machen? IBM will ja die Watson Software Großkonzernen anbieten.
Christoph schrieb (16.02.11 · 11:03 Uhr):
> Aber ein Computer "versteht" nicht worum es geht. Er weist einfach jeder Stellung einen Zahlenwert zu.
Sicher: jeder Spieler (Computer oder nicht) steht vor dem Nadelöhr, sich jeweils auf den einen nächsten, vermeintlich besten Zug festlegen zu müssen; also die (in einem bestimmten Maße) höchstwertige erreichbare Stellung zu ermitteln.
Aber ist es für Computer wirklich so unerhört schwierig und/oder unnütz, für Einzelfiguren oder Figurengrüppchen bestimmte "strategische" bzw. "positionelle" Rollen zu benennen und über einige Züge hinweg zu verfolgen, ob und wie sie diese Rollen ausüben --
und daraus wiederum zu lernen, welche Rollen sich wie und mit welchem Erfolg aus der Zugfolge ergeben?
Schachbücher bzw. -kommentare (für Menschen) sind doch voll von solchen Bemerkungen: "der Bauer kämpft sich durch", "die Türme unterstützen sich", "der König geht auf Wanderschaft" usw.;
und daraus ergeben sich auch Bezüge dafür "worum es bei einem bestimmten Zug ging".
@Christoph
Lassen Sie sich mal pädagogisch von einem Schachprogramm in Textform beraten, dann können Sie vielleicht bessere Einsichten zur Qualität dieser Beratung erkennen. Übrigens ist das Erklären von Schachzügen nicht einfach, auch sehr gute Spieler wissen oft nicht genau, warum sie einen bestimmten Zug gewählt haben.
Die "armbanduhrgroßen" Schachcomputer, die "jeden Weltmeister schlagen können", gibt es schon. Viel CPU-Leistung und viel RAM ist hier nicht erforderlich. Müsste mal entsprechend recherchieren, Interesse? Schachspieler? Brauchen Sie eine Stimulanz? ;-)
Mit der Texterkennung und dem Textverständnis durch KI ist es nicht weit her. Es wird halt geraten, es werden Wörter gezählt und Verweise geprüft. Und dann gibts ein "Konfidenzniveau" - einer der letzten Blogeinträge geht in diese Richtung, Inhalt: Studie behauptet, dass die Information eines Wortes deren Länge primär bestimmt, also je mehr Info, desto länger" - vielleicht von Interesse...
MFG
Dr. Webbaer
@Frank:
>Aber ist es für Computer wirklich so unerhört schwierig und/oder unnütz, für Einzelfiguren oder Figurengrüppchen bestimmte "strategische" bzw. "positionelle" Rollen zu benennen
Ja, ist es. Computer sind vor allem deswegen so stark, weil sie taktisch so stark sind.
Menschen machen regelmäßig Fehler, die sich sofort direkt ausnutzen lassen. Taktik ist ein sehr wichtiges Element. Taktische Fehler von starken Rechnern sind heute praktisch ausgeschlossen.
>Schachbücher bzw. -kommentare (für Menschen) sind doch voll von solchen Bemerkungen: "der Bauer kämpft sich durch", "die Türme unterstützen sich", "der König geht auf Wanderschaft" usw.;
Sorry, aber das ist Blafasel. Was ist das Ziel der Wanderschaft des Königs? Wohin? Und warum? Das hört sich mehr nach den Kommentaren an, die Chessbase/Fritz abgibt.
Die Frage ist, warum mache ich einen konkreten Zug? Wenn ich konkret Material gewinne, eine konkrete Falle stelle, ist das natürlich leicht zu beantworten. Sehr oft dreht sich der Kampf um die Kontrolle wichtiger Schlüsselfelder, die Verbesserung der Wirkungskraft der eigenen Figuren und die Einschnürung des Gegners. Die Frage, wohin die Figuren warum gehören, kann ein Computer nicht beantworten.
@Webbaer:
Ich lasse meine Partien jedes Wochenende von meinem Rechner nachbewerten (der übrigens mit mir den Boden aufwischt, keine Frage, bin ein mittelmäßiger Amateur mit ca. 2300 Elo). Taktische Fehler findet er fast immer. Strategisch bringt es mir trotzdem nichts.
Was die Abschätzung angeht:
Der Rechner beim letzten großen Weltmeister - Computer Match hatte 4 Cores mit 3 GHz. Die zweite Partie hat Kramnik in ausgeglichener Stellung einzügig(!) eingestellt und musste in der letzten Partie auf Teufel komm raus auf Gewinn spielen und verlor.
Das Match war knapper, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Ein heutiges, schnelles Handy hat ca. 1 GHz und einen Bruchteil vom RAM. Neuere Chips haben sicher etwas mehr.
Ich nehme übrigens an, in Ihrer Einschätzung sind Stromversorgung und Kühlung unberücksichtigt, es wird nur die CPU + Ram betrachtet?
Der Focus titelt dazu z.B. "Supercomputer: „Watson“ düpiert die Menschheit".
Was für ein Blödsinn! Ein Programm auch eines Supercomputers ist vor allem ein Elaborat aus dem Wissen einer mehr oder minder großen Gruppe von Menschen. Bei einer koordiniert und konzentriert zusammenarbeitenden Gruppe von Menschen wundern wir uns normalerweise nicht, wenn diese Gruppe mehr erreicht als ein Einzelner, oder ein Ziel schneller erreicht wird. Ein Supercomputer mag seine Informationen intern viel schneller erreichen als jede Menschengruppe, eine solche hat dafür aber immer noch das viel größere Maß an Krativität. Wie auch immer ein Vergleich im Einzelfall ablaufen würde, es ist extrem plausibel, dass ein Supercomputer als eine Art Stellvertreter für eine Gruppe von Spielern besser im Ergebnis ist als der einzelne Spieler. Düpiert wäre die Menscheit mittlerweile eher, wenn es menschlichen Ingenieuren nicht gelingen sollte einen speziellen Teil des menschlichen Wissens sehr zielgerichtet in einem Maschinensystem verfügbar zu machen.
Ah, Korrektur: ein Computer mag seine Informationen intern viel schneller "verarbeiten" als...
Christoph schrieb (16.02.11 · 13:55 Uhr)
> Ja, ist es. [D.h. für Computer wirklich so unerhört schwierig und/oder unnütz, für Einzelfiguren oder Figurengrüppchen bestimmte "strategische" bzw. "positionelle" Rollen zu benennen]
Na, dann ist das wohl so.
Zumindest scheint mir das ein einigermaßen definiertes Problem.
> Wanderschaft des Königs?
Vgl. http://www.welt.de/wams_print/article1575492/Unglaublicher_Koenig.html
Klar. Der Mensch verliert, ist gekränkt und muss sich nun sein Ego wieder aufbauen.
Sowohl den Schachweltmeister zu schlagen erfordert hohe Intelligenz als auch bei Jeopardy gegen die besten Menschen zu bestehen erfordert hohe Intelligenz.
Solange es etwas gibt, was der Mensch besser kann als der Computer, werden Menschen nur darin Ihren "eigentlichen" Wert sehen und all die Fähigkeiten geringschätzen, die der Computer auch kann.
Die Ecken, in denen sich der Mensch zurückziehen kann, um sein Ego zu retten, werden immer weniger.
Es spielt keine Rolle, was im Computer passiert. Wichtig ist, wie er sich verhält.
Und es sieht so aus, als ob er schneller und besser ist in vielen Dingen.
Im Vergleich zur biologischen Evolution schreitet der Computer mit millionenfach schnellerer Geschwindigkeit voran. Allein das ist schon bewundernswert.
Am Ende wird Watson verlieren:
http://www.calamitiesofnature.com/archive/?c=493
Zum Thema Computer, hier etwas sehenswertes: http://www.youtube.com/watch?v=cC3VT8wYd3c
Das Problem einen Zug als strategisch wertvoll oder eben nicht einzustufen ist nicht trivial. Im Prinzip fängt es schon damit an, ob man eine aggressive oder defensive Strategie wählt. Ein Zug mag im Angriffssinne wertvoll sein, im Defensivsinne "falsch" und umgekehrt. Zu Erkennen, wann welche Strategie gewählt werden sollte ist extrem schwierig.
Bei vielen Partien und der nachfolgenden Analyse mit dem Gegner habe ich festgestellt, dass wir die Stellung verschieden einschätzten.
Das Königswanderungsbeispiel ist sehr hübsch. Eine sehr taktische Partie, in der ein Computer bei der Analyse brillieren kann. In solchen Stellungen werden sogar sehr starke Menschen von mittelmäßigen Rechnern niedergemäht.
Als Mensch versucht man gegen den Computer in geschlossene Stellungen ohne taktische Drohungen abzuwickeln. Heißt, ein Mensch tut gut daran gegen einen Computer anders zu spielen als gegen einen Menschen. Computer kennen diesen Unterschied nicht. Dort laufen ihre Algorithmen ins Leere. Wenn es nur feine Unterschiede zwischen den Positionen gibt, fehlt den Maschinen das Entscheidungskriterium