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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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12.11.10 · 16:55 Uhr

Video: So trinken Katzen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 5

Bisher glaubte man, dass Katzen ebenso wie Hunde trinken - indem sie ihre Zunge zu einem "Löffel" formen und damit dann die Flüssigkeit anheben. Aber beim genaueren Hinschauen mit Hochgeschwindgkeitsvideo haben Forscher am MIT, Virginia Tech und der Princeton University nun festgestellt, dass Katzen - egal, ob der heimische Stubentiger oder wilde Großkatzen - keineswegs ihre Getränke löffeln, sondern lediglich mit der Oberfläche ihrer Zunge eine kleine Flüssigkeitssäule hochziehen, die dann - dank der Trägheit - lange genug "stehen" bleibt, dass die Katze sie "aufessen" kann. Das klappt, da die Katzenzunge schneller lecken als die Schwerkraft die Flüssigkeitssäule kollabieren kann. Wer mehr dazu wissen will, kann es hier in der aktuellen Ausgabe von Science nachlesen und das folgende Video ansehen:

 

Autor: Jürgen Schönstein· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (5)

Kommentar-Direktlink geldi· 12.11.10 · 17:08 Uhr

Kann es sein das die Katzenzunge deshalb so rau ist ?
Es sollte zumidest helfen die Säule zu erzeugen.

Kommentar-Direktlink Threepoints...· 12.11.10 · 23:06 Uhr

Das die Zunge so rau ist, hat sicher einen Einfluß - aber richtig rau wird die erst weiter hinten auf der Zunge. An der Spitze eher weniger.

Ich dachte aber, dass sie ihre Zunge weiter ins Wasser (oder hie wohl milch) stecken.

Kommentar-Direktlink Christoph Moder· 12.11.10 · 23:17 Uhr

Dass eine Katze nicht "löffelt", sieht man schon, wenn man sie genau beobachtet. Da wird die Zunge definitiv nicht rund gemacht, dafür hätte die Katze auch gar keine Zeit bei der Leckfrequenz.

Das mit der Flüssigkeitssäule überzeugt mich aber auch nicht ganz. Laut Video ist das sehr ineffizient, die Flüssigkeitssäule erreicht kaum den Mund der Katze. Und das ist anscheinend Milch, also mit einer höheren Viskosität als Wasser, das die Katze ähnlich trinkt. Wie sieht es also bei Wasser aus? Taucht die Katze dort ihre Zunge tiefer ein und nutzt die raue Oberfläche? Bietet sich ja an, weil sie dort keinen "Milchbart" bekommt.

Kommentar-Direktlink derhanfi· 13.11.10 · 10:53 Uhr

Sehr informativ, nur wage ich es auch zu bezweifeln.
Im Video sieht es mir ganz danach aus, als würde die Katze sehr wenig Milch "abbekommen". So richtig geht die Flüßigkeitssäule ja wieder ins Gefäß über. Eher kann sie nur die "Reste" an der Zunge nutzen?!

Kommentar-Direktlink Franz_F· 15.11.10 · 13:43 Uhr

Also wenn die Kamera mal frei ist, dann könnte man die bei uns zuhause aufstellen. Ich hege nämlich die Theorie, dass unser Hund in unbeobachteten Momenten ganze Kuchen inhalieren kann.
Das wäre doch sicher auch ein recht interessantes Forschungsfeld.
Ob das jetzt aber nur unser Hund kann oder ob das Hunde spezifisch ist, müsste noch erhoben werden - Hat da wer ähnliche Erfahrungen?
Unser Hund ist ein ausgewachsener Schapendoe - Rüde.

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