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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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21.10.10 · 15:14 Uhr
Ein Grund, warum Klimawandel unmöglich ist
· Kommentare: 14
Wobei "Grund" und "unmöglich" bitte in Anführungszeichen zu setzen sind. Aber in dieser Unumwundenheit, wie sie folgendes Zitat aus der heutigen New York Times beschreibt, habe ich die Position eines (politisch aktiven!) "Klimaskeptikers" bisher noch selten gehört:
"It's a flat-out lie," Mr. Dennison said in an interview after the debate, adding that he had based his view on the preaching of Rush Limbaugh and the teaching of Scripture. "I read my Bible," Mr. Dennison said. "He made this earth for us to utilize."
"Es ist eine glatte Lüge", sagte Dennison in einem Interview nach der Debatte und fügte hinzu, dass er seine Sicht auf die Predigten von Rush Limbaugh und die Lehren der Bibel gestützt habe. "Ich habe meine Bibel gelesen", sagte Dennison. "ER hat die Welt geschaffen, damit wir sie uns nützlich machen."
Norman Dennison ist ein Mitbegründer der Corydon Tea Party in Indiana; die "Lüge" von der er spricht, ist das Statement des demokratischen Kongressabgeordneten Baron P. Hill, der Klimawandel sei "real, und der Mensch verursacht ihn. Das ist unbestreitbar. Und wir müssen etwas dagegen tun."
Autor: Jürgen Schönstein· 14 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (14)
Wobei Norman Dennison weniger bekannt ist als bspw. der "Webbaer" oder Jürgen Schönstein.
Woran nagt es bei Ihnen?
MFG
Wb
> Wobei Norman Dennison weniger bekannt ist als bspw. der "Webbaer"
und wie hat der Webbaer das festgestellt? Die Tiere des Waldes befragt ?
Naja im Vergleich zu den meisten Argumenten ist das doch richtig gut - "Klima ist komplex und deswegen kann man es nicht simulieren" oder "Wissenschaftler haben es erfunden um Fortschungsgelder zu bekommen" finde ich deutlich alberner.
Man muss zuerst genau überlegen was man sagen möchte. Natürlich findet ein Klimawandel statt. Es gab in der Geschichte der Erde keine Zeit wo sich das Klima nicht ständig geändert hat.
Die eigentliche Frage ist ob es menschengemachte Klimawandel gibt und besonders ob diese Wandel durch die CO2 Emissionen verursacht wurde.
Wenn jemand diese Frage so wie ich verneint, dann stellt sich automatisch die Frage warum wird dieses Thema so penetrant den Menschen von Unwisenschaftler, Politiker und Medien in den Bewusstseineingebrannt.
Wie immer hilft in so einer Situation sich an Cicero zu erinnern und Fragen „Cui bono?“
Warum ist dieser Zustand von Massenhypnose sowohl unter Unwissenschaftler als auch in den breiten Schichten der Gesellschaft entstanden?
So unglaublich wie das auch klingeln mag, die Massenhysterie der Klimaerwärmung ist in gewisser Hinsicht das Kind der Wiedervereinigung.
Durch die Wiedervereinigung hat sich nicht nur Deutschland verändert, es hat sich auch das globale Verhältnis der politischen Kräfte verschoben.
Aus einem bipolarem Welt des Kalten Krieges wurde eine monopolare Welt des Westens generiert mit dem USA als Hegemonialmacht.
Es war den Politikern auf der ganzen Welt damals klar, dass es nur wenige solche Augenblicke der Geschichte gibt wo sich von einem Tag auf den anderen die Welt so entstehend verändern kann.
Auch den Strategen der USA und dort herrschenden Schichten wurde bewusst, dass sie ihre Macht in diesem Moment in der Lage sind für Jahrzehnte vielleicht sogar Jahrhunderte zu konsolidieren. Einige haben schon wahrscheinlich vor „Imperium Americanum“ geträumt.
Militärisch war schon alles möglich, auch wirtschaftlich besonders durch die Kontrolle der Finanzmärkte war alles im Butter.
Wäre es nicht diese blöde Abhängigkeit der USA im Bereich der Energie.
Die vollständige Abhängigkeit der USA von den Lieferungen vom Öl aus dem Ausland war eine Achillesferse der amerikanischen Politik.
Eine kurze Unterbrechung der Lieferungen würde sofort die amerikanische Wirtschaft in die tiefe Krise stürzen.
Und genau damals vor 20 Jahren waren die strategischen Entscheidungen getroffen und ein Plan ausgearbeitet wie die USA in kürzesten Zeit auch in diesem Bereich die Übermacht in der Welt gewinnen könnten.
Der eigentliche Fundament dieser Strategie war die Preise für Öl auf dem Weltmarkt so hoch wie möglich zu halten
http://lh4.ggpht.com/juttutin/SCwNWo7h_SI/AAAAAAAAAHg/fFkyMAcsxAM/Oil%20Price%20Curves?imgmax=576
Das da zusätzlich noch Geld in die Taschen von damaligen Präsident spülte war nur ein angenehme Nebeneffekt.
Man musste aber alle zur Verfügung stehenden Mittel anwenden um diesen Ziel zu erreichen. Einige waren recht harmlos wie z.B. Charter von Supertanker die dann Monatelang auf dem offenen Meer warten mussten bis der Ölpreis die gewünschte Höhe erreicht hat, Die Anderen echt kriminell durch Kriege und provozieren von Ausschreitungen in den erdölproduzierenden Ländern.
In Westeuropa würde solche Strategie kontraproduktiv. Und hier haben sich die Strategen an die in der Krise stehende Umweltbewegung erinnert.
Den Ökos wurde der Part zugeschoben die Bevölkerung so lange psychologisch zu bearbeiten und zu verdummen, dass sie ohne Widerstand die horrenden Preise für Öl akzeptiert.
Eine extra Rolle hat man den Unwissenschaftlern geschrieben. Sie sollten eine Pseudowissenschaftliche Begründung erfinden um dem ganzen Schwindel ein Sägen der Wahrheit zu verpassen.
Und die Manipulation von Unwissenschaft ist wirklich ein Kinderspiel.
Erstens ist die Unwissenschaft durch die Mittelalterlichen Machtstrukturen bestens geeignet. Zweitens wird sie von nur Handvoll Menschen kontrolliert die entscheiden können was offiziell in den entsprechenden Zeitschriften erschienen sein darf und was nicht. Ein Paar gut platzierte Agenten reichen um die Forschung der Unwissenschaftler in die gewünschte Richtung zu lenken. Und da kam es CIA zu Gute, dass schon seit dem II Weltkrieg eine enge Verflechtung zwischen Physik und Geheimdiensten gabs und gibt’s. Man musste nicht lange suchen um solche „Physiker“ zu finden die bereit waren die entsprechenden propagandistischen Mittel zu liefern.
Diese Maßnahmen waren extrem erfolgreich und stabilisierten die Preise für Öl auf dem Level über ca. 30 $
Es war der Preis bei dem den Konzernen von Bush und Kochorten möglich war in die Anlagen zur Exploration von alternativen Gasquellen zu investieren ohne eigenes Geld zu riskieren. Für die Kosten der Infrastruktur sollten die Europäer und die Entwicklungsländer bezahlen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,723318,00.html
http://www.eid-aktuell.de/2009/07/28/exxonmobil-setzt-auf-nicht-konventionelles-gas-in-nordamerika-und-europa/
Den US- Strategen war klar, dass nur wenn man den Europäern (insbesondere den Deutschen) das schlechte Gewissen einredet, besteht die Möglichkeit dass sie auch diese Abzocke ohne Protest akzeptieren.
Und in der Tat, dass was die Deutschen bei anderen Völkern vermuten (das sie ein Gen zu viel haben) vermute ich bei den Deutschen auch nur umgekehrt. Ich würde behaupten, dass den Deutschen eindeutig ein Gen fehlt, und zwar ein der dafür sorgt dass ein Mensch ein gesundes Misstrauen gegenüber von falschen oder selbsternannten Autoritäten entwickelt.
Die USA waren aber nicht untätig um die falschen Spuren zu legen. Sogar die Verladungsterminale für flüssigen Erdgas wurden gebaut und eingemottet nur um in Ausland nicht den Eindruck zu erwecken dass hier ein falsche Spiel läuft. Inzwischen sind die alle in Betrieb und bereit mit dem US Erdgas die Weltmärkte zu überschwemmen.
Inzwischen haben einige erkannt, dass die CO2 Lüge extrem effektiv ist und ausßr der hohen Ölpreisen man auch an der Bereitschaft (besonders unter den Deutschen) für das Recht zu atmen zu bezahlen, verdienen kann.
Diese Zustand von Lügen Betrug und Abzocke haben wir hauptsächlich den Unwissenschaftlern zu verdanken. Weil sie seit Jahrzehnten gewohnt sind sich moralisch und intellektuell zu prostituieren ist aus der Unwissenschaft das geworden was sie ist, ein Puff.
"Wenn jemand diese Frage so wie ich verneint, dann stellt sich automatisch die Frage warum wird dieses Thema so penetrant den Menschen von Unwisenschaftler, Politiker und Medien in den Bewusstseineingebrannt."
Das ist das Beste, was ich seit langem gelesen habe.
1. Anthropogener Klimawandel ist ein herrschendes gesellschaftliches Thema.
2. Ich glaube, es gibt keinen anthropogenen Klimawandel.
3. Frage: Warum ist das dann so ein großes Thema, obwohl ich nicht dran glaube?
4. Schlussfolgerung: Da müssen irgendwelche Hintergrundmächte walten....
Hahahahahahahahaha!!!
@Ireneusz Cwirko
'Cui bono' ist in Kriminalfällen ein Argument, wenn auch ein recht schwaches Argument. Irgendwelche Handlungen können regelmäßig allen möglichen irgendwelchen Interessen dienen. Ein Motiv spielt bei Verbrechen schon eine Rolle, aber im Verhältnis zu der Aufklärung der Tatumstände, nur eine Zweitrangige.
'Cui bono' ist ein Pseudoargument, dass in erster Linie dazu dient, jeden gewünschnten Betroffenen als Täter zu markieren. Hat mit Kriminalistik bestenfalls perifer etwas zu tun.
Cicero ist seit rund 2000 Jahren tot. In den Kriminalwissenschaften hat sich seitdem schon etwas getan, auch wenn es nicht zu allen durchgedrungen ist.
@Ireneusz Cwirko
Der Rest des Beitrags ist übrigens von vergleichbarer Pseudo-Realität. Cui bono? Wohl zu Ihrem eigenen Nutzen.
Wb·
24.10.10 · 00:51 Uhr
Die Relevanz war immer schon ein gutes Argument.Wenn das so weiter geht mit Jürgen Schönstein, dann teilt der uns bald noch mit was sein Friseur über Schwule sagt - sofern das politisch inkorrekt irgendwie sein sollte.
OK, also schon mal ganz gut die beiden o.g. Kommentare, gerade auch zur beginnenden Weihnachtszeit mal nicht so konfrontativ vorzutragen - natürlich gibt Dr. Webbaer kommentarisch immer sein bestes, so wie sicherlich auch Herr Schönstein primärpublizistisch - wenn man das einmal so nennen darf, mit Verlaub, bei allem Respekt und so...
Es gilt wie so oft: Respekt vor dem Älteren ist ein Zeichen von Charakter.
MFG
Wb
PS: Apropos Relevanz, zum Folgeartikel darf sicherlich noch angemerkt werden, dass die Idee gut ist, sozusagen gu-ut, und dass jeder Suchmaschinenbetreiber eine halbwegs geeignete Logik vorstellen könnte, wäre er gefragt.
Wie glücklich man dann mit dem I-Factor wird, ist dann eine andere Sache.
> Naja im Vergleich zu den meisten Argumenten ist das doch richtig gut
Nee, das Argument ist ganz grosser Schrott. Selbst wenn Gott die Welt geschaffen hat, damit wir sie uns nützlich machen, ist das noch lange kein Freibrief, sie zu ruinieren. Und er wird wohl auch nicht vorbeikommen und die Schäden reparieren, die wir verursacht haben.
Das gleiche dämliche Argument hat vor langer Zeit die (ich glaub es war die ) RP gebracht, um KKWs zu rechtfertigen.
@WB
> Wenn das so weiter geht mit Jürgen Schönstein, dann teilt der uns bald noch mit was sein Friseur über Schwule sagt - sofern das politisch inkorrekt irgendwie sein sollte.
Was dagegen ?
> Es gab in der Geschichte der Erde keine Zeit wo sich das Klima nicht ständig geändert hat.
> Die eigentliche Frage ist ob es menschengemachte Klimawandel gibt und besonders ob diese Wandel durch die CO2 Emissionen verursacht wurde.
> Wenn jemand diese Frage so wie ich verneint, dann stellt sich automatisch die Frage warum wird dieses Thema so penetrant den Menschen von Unwisenschaftler, Politiker und Medien in den Bewusstsein eingebrannt.
Da muss man nicht lange überlegen und findet sofort ein Argument:
Climate reacts to whatever forces it to change at the time; humans are now the dominant forcing.
A common skeptic argument is that climate has changed naturally in the past, long before SUVs and coal-fired power plants, so therefore humans cannot be causing global warming now. Interestingly, the peer-reviewed research into past climate change comes to the opposite conclusion. To understand this, first you have to ask why climate has changed in the past. It doesn't happen by magic. Climate changes when it’s forced to change. When our planet suffers an energy imbalance and gains or loses heat, global temperature changes.
http://www.skepticalscience.com/climate-change-little-ice-age-medieval-warm-period.htm
@michael
Auf Ihre Frage zur Relevanz der Referenzpersonen ist der Webbaer noch nicht eingegangen, hier eine kleine Google-Battle:
http://www.googlebattle.com/?domain=%22Norman+Dennison%22&domain2=Webbaer&submit=Go!
http://www.googlebattle.com/?domain=%22Norman+Dennison%22&domain2=%22J%C3%BCrgen+Sch%C3%B6nstein%22&submit=Go!
So wirds bei dem einen oder anderen vielleicht klarer.
Beachten Sie vielleicht auch, dass der werte Kommentatorenkollege JR die "Relevanzargumentation" meinte mit seinem Lob, nicht die Aussage zur Sache (einer vollkommen irrelevanten Kraft - mag die nun recht haben oder auch nicht). IdT war dem Webbaer auch ganz egal, was Norman Dennison nun genau meinte. Aber es sollte eben, wenn man halbwegs ernst genommen werden will, nicht jeder zur Quellenarbeit taugen - nur weils gerade konveniert um eine missliebige politische Position herabzusetzen.
So war das auch gemeint mit Jürgen Schönsteins Frisör. Es ist eigentlich egal was der sagt, und der soll auch gar nicht persönlich herabgesetzt werden (auch wg. seiner Leistung), aber wer seinen Friseur zitiert, der wird ganz vermutlich auch, ..., der, ..., äh, lassen wir das mal an dieser Stelle...
Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage: Warum liest man sowas? Warum kritisiert man sowas überhaupt? Ist das nicht schon zuviel des Guten?
A: Korrekt, so ist es. Die Kritik diente nur dem allgemeinen Lernen, weniger der Sache. Gelesen wird hier bisher vom Webbaern, weil Herr Schönstein durchaus auch ganz Bemerkenswertes produzieren kann in seinem Blog.
MFG
Wb
Find ich super das eigenltich noch niemand auf Ireneusz Cwirkos "Argumentation" geantwortet hat - die Verschwörungs-Irren lässt man eh besser in Ruhe.
Ich finde es eigentlich Schade, dass ich an solche "Thorien" nicht glauben kann - wäre die Welt nicht super einfach wenn es immer ein paar Männer gibt die alles kontrollieren?
Find ich super das eigenltich noch niemand auf Ireneusz Cwirkos "Argumentation" geantwortet hat - die Verschwörungs-Irren lässt man eh besser in Ruhe.
Ich finde es eigentlich Schade, dass ich an solche "Thorien" nicht glauben kann - wäre die Welt nicht super einfach wenn es immer ein paar Männer gibt die alles kontrollieren?
@Nestiii: "...und des WebWurms..." hast Du noch vergessen:-)