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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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15.07.10 · 13:03 Uhr

J.R. Ewing - Solar-Unternehmer ...?

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 9

"Dallas" war zwar vorgestern, aber nur, falls sich a) noch jemand daran erinnert und b) angesichts der Ölkatastrophe im Golf und den auch sonst ziemlich umweltschädichen Folgen einer zugegebener Maßen Öl-süchtigen Gesellschaft den Serienbösewicht J.R. Ewing auch heute noch verdammen möchte: Er hat sich vom bohrenden Paulus zum solaren Saulus gewandelt. In einem neuen Werbespot, denn der J.R.-Darsteller Larry Hagman für den deutschen Solarzellen-Hersteller SolarWorld (der sich aber ansonsten hier sehr amerikanisch gibt) unter der Regie von Sönke Wortmann gedreht hat, nimmt "J.R."nimmt noch einmal seine Alte Rolle (und den breitkrempigen Hut) auf - aber diesmal wirbt er für die Solarzellen auf seinem Dach. "Das Öl floss, genauso wie das Geld", erklärt er in seiner knurrenden Originalstimme. "Zu dreckig. Ich hab's vor Jahren aufgegeben." Sein neues Motto ist "Shine, Baby, shine" - eine Persiflage auf Sarah Palins ölfördernde Devise "Drill, Baby, drill".

JR-Solar.jpgKlar, für Geld tun Schauspieler (fast) alles, und bestimmt hat Hagman sich für den Spot - der auf der US-Webseite läuft - einfach nur anheuern lassen. Oder? Im Gegenteil: Hagman hatte die Idee und schrieb am Script mit, er sitzt im Aufsichtsrat der Nonprofit-Organisation Solar-Electric Light Fund - und er ist selbst ein "Solarunternehmer", wie er der New York Times verrät; Auf seiner Farm in Ojai, Kalifornien, habe er bereits vor Jahren eine 94-KW-Solaranlage installiert, die als die größte private Anlage ihrer Art (d.h. als Teil eines Wohnhauses) der Welt gelte.

 

Autor: Jürgen Schönstein· 9 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (9)

Kommentar-Direktlink danker· 15.07.10 · 14:27 Uhr

Er hat sich vom bohrenden Paulus zum solaren Saulus gewandelt.
Eigentlich müsste es andersrum lauten, sprich vom Saulus zum Paulus werden. Es sei den hier soll gemeint sein das J.R. vom freundlichen Öl-Unternehmer zum phösen Solar Schurken wurde.

Kommentar-Direktlink Axel· 15.07.10 · 14:40 Uhr

Nun ja, Larry Hagman hat der Süddeutschen schon 2002 ein Interview gegeben in dem man sehen konnte, dass er so gar nicht dem Klischee entspricht, dass er sich durch Dallas "erspielt" hat:
http://sweet_weed.tripod.com/data_base/html/larry_hagman.html

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 15.07.10 · 15:25 Uhr

@danker

Eigentlich müsste es andersrum lauten, sprich vom Saulus zum Paulus werden. Es sei den hier soll gemeint sein das J.R. vom freundlichen Öl-Unternehmer zum phösen Solar Schurken wurde.
Wieso, war Paul wirklich freundlich und Saul "pöhse"? Kommt sicher auf den Standpunkt an ;-) Nein, mehr als das Vergnügen, ein abgenudeltes Klischee mal anders herum zu benutzen, war hier nicht im Spiel.

Kommentar-Direktlink rolak· 15.07.10 · 16:35 Uhr

Schön, wieder mal das {dreckige} Lachen zu hören - aber bitte, spendier dem 'Geld' doch das d, ohne es wirkt der Spruch leicht derangiert...

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 15.07.10 · 16:54 Uhr

@rolak

spendier dem 'Geld' doch das d
Ist korrigiert. Danke fürs Korrekturlesen :-D

Kommentar-Direktlink Anhaltiner· 15.07.10 · 18:39 Uhr

Ich bin extra von Pilatus zu Pontius gerannt um nun zu wissen das Paulus von Tarsus wohl beide Namen trug. (Paulus hebr. Saulus griech.)

Kommentar-Direktlink kommentarabo· 16.07.10 · 00:50 Uhr

...

Kommentar-Direktlink Anika· 16.07.10 · 09:07 Uhr

Na das hat doch malwas - gefällt mir besser als die Werbung hierzulande mit Herrn Podolski...

Kommentar-Direktlink Hans Brandl· 17.07.10 · 09:59 Uhr

Wieviel Subventionen wird eigentlich in Kalifornien für die KWh Photovoltaik gezahlt?
In Deutschland würde er für den Strom aus seiner Anlage ca. 50.000 Euro pro Jahr bekommen.

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