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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.
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27. April 2010
Boobquake! Die Erde bebte ...
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Hmm ... vielleicht hatte der islamische Prediger Hodschat ol Islam Kazem Seddighi, doch recht, als er die Ursache für Erdbeben in zu leicht bekleideten Frauen vermutete. Für den Montag hatte die US-Bloggern Jennifer McCreight den Boobquake-Tag ausgerufen, an dem möglichst viele Frauen sich möglichst leicht bekleidet (naja, wenigstens mit einem etwas tieferen Ausschnitt als gewöhnlich) zeigen sollten. Und prompt bebte die Erde in Taiwan! Hah! Sorry, Hodschat, aber das beweist leider nichts. Wie Jen auf ihrem Blog vorrechnen kann, ist solch ein Erdbeben der Stärke 6,5 eher ein gewöhnliches Ereignis, das im Schnitt knapp alle drei Tage irgendwo auf der Welt passiert. Aber schön, dass wir mal drüber geredet haben ...
Autor: Jürgen Schönstein· 27.04.10 · 16:53 Uhr· 2 Kommentare
Studie: Prügelstrafe macht aggressiv
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 21
Ich kann von hier aus leider nicht beurteilen, ob die Affäre um den "watschenden" Ex-Bischof Mixa eine Debatte über körperliche Züchtigung in der Erziehung nach sich gezogen hat - aber ich weiß, dass zumindest in diversen Kommentaren das "Argument" auftauchte, dass Schläge damals üblich gewesen seien und überhaupt eine "Watsch'n" doch noch nie jemandem geschadet hätte ... Bleiben wir einfach mal bei Letzterem: Dazu gibt's eine passende Studie, die in der Mai-Ausgabe des US-Fachmagazins Pediatrics erscheinen wird (den Abstract findet man hier, eine erläuternde Pressemitteilung), die ganz einfach besagt, dass Kinder, die geschlagen werden, später zu größerer Aggression neigen.
Autor: Jürgen Schönstein· 27.04.10 · 07:00 Uhr· 21 Kommentare
Mein Ironiesensor ist durchgeglüht
Kategorie: Politik · Kommentare: 2
... als ich am Montag folgenden Kommentar eines namentlich nicht identifizierten Vatikan-Mitarbeiters zur "Memo-Affäre" gelesen habe, die zur Strafversetzung einiger Mitarbeiter im britischen Foreign Office geführt hatte:
One has to question whether the action taken is enough.Der Mann sollte mal diesem Wikipedia-Link zum Wörtchen "Chuzpe" folgen ...
Autor: Jürgen Schönstein· 27.04.10 · 03:48 Uhr· 2 Kommentare
23. April 2010
Schadenersatz für zweckentfremdete DNA
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Die Story lag noch aus der gestrigen New York Times auf meinem Tisch: Der Stamm der Havasupai, der im Grand Canyon lebt, hatte sich mit der Arizona State University darüber verkracht, wie genetisches Material, das ASU-Forscher vor einem jahrzehnt von rund 100 Stammesmitgliedern eingesammelt hatten, verwendet wurde. Eingesammelt wurde es zur Erforschung der überproportional hohen Diabetes-Anfälligkeit der Havasupai, doch die Proben wurden dann auch für weitere Studien verwendet, unter anderem über psychische Störungen und - für die Havasupai sicher das ärgerlichste - die geographische Herkunft des kleinen Volkes (worin die Wissenschaft der Stammesfolklore zu widersprechen scheint). Dieser "Missbrauch" kostete die Uni nun 700.000 Dollar an Abfindung für den Stamm, nicht eingerechent die 1,7 Millionen Dollar an Anwalts- und Verfahrenskosten.
Autor: Jürgen Schönstein· 23.04.10 · 07:00 Uhr· 5 Kommentare
22. April 2010
Wir geben unseren Meeren zu viel Saures
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 4
Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ich darüber schreibe, aber das liegt einfach daran, dass man es nicht oft genug wiederholen kann: Selbst wenn man einräumen würde, dass es bei der an sich klaren Konsenslage zu den Folgen unserer erhöhten CO2-Emissionen für das Klima noch Spielraum für Interpretationen gibt - an der Tatsache, dass dieses atmosphärische Kohlendioxid von den Meeren teilweise absorbiert wird und dort den pH-Wert verringert (will heißen: das Meerwasser saurer macht), ändert dies nichts. Und für die Korallen, die zum Aufbau ihrer Kalkskelette auf verfügbares Calciumcarbonat (Ca[CO3]) angewiesen sind, das wiederum empfindlich vom pH-Wert des Meerwassers abhängt, ist das ein sehr konkretes Risiko.
Autor: Jürgen Schönstein· 22.04.10 · 19:35 Uhr· 4 Kommentare
Harper's, Handys und ein heißes Eisen
Kategorie: Medizin · Kommentare: 15
Ich habe mir gerade die aktuelle Ausgabe des US-Magazins Harper's vorgenommen, das seine Coverstory dem Thema "Handys und Krebs" gewidmet hat. Und nein, keine Aufregung bitte: Obwohl die Story von dem Romanautor Nathaniel Rich geschrieben wurde, dürfte sie vieles, was meine Kollegen im Wissenschaftsjournalismus (mich uneingeschränkt eingerechnet) sonst abliefern, in den Schatten stellen. Denn erstens wird nicht nur auf Studien verwiesen, sondern diese werden auch per Fußnoten zitiert; zweitens macht er sich die Mühe, Quellen nötigenfalls nachzurecherchieren (und drittens hatte er, wie man aus einem Nebensatz erkennen kann, von der Harper's-Redaktion mehr als ein Jahr Zeit bekommen, die Story abzuliefern - das würde ich mir nicht mal im Traum zu wünschen wagen).
Das Stück, das dabei herauskommt, lässt zwar alle Argumente für einen Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Handy-Gebrauch und steigenden (?) Hirntumor-Raten zu Wort kommen, wägt sie aber stets gegen die wissenschaftlich solidesten Positionen ab, die zumeist klar diesen Zusammenhang negieren. Und Rich tut das in einer Weise, die Leute wie den Anti-Handy-Lobbyisten Lloyd Morgan keineswegs einfach als wissenschaftlich ignorante Spinner abtun, im Gegenteil: Morgan ist ein studierter Elektroigenieur, der selbst einen Gehirntumor überlebt hat. Sein Engagement wirkt hier ehrlich, er wird als zentrale Figur des Artikels mit respekt behandelt. Und wenn seine Bemühungen letztlich dazu führen könnten, dass mehr Geld für die Erforschung von Gehirntumoren bei Kindern - die auf dem Vormarsch zu sein scheinen, auch wenn dies epidemiologisch noch nicht vollends geklärt ist - ausgegeben wird, dann kann dies eigentlich nur im Interesse der Wissenschaft sein.
Autor: Jürgen Schönstein· 22.04.10 · 08:46 Uhr· 15 Kommentare
21. April 2010
Schön blöd ...
Kategorie: Kultur · Kommentare: 14
Erst mal ein Geständnis, das vermutlich eh' schon alles Nachfolgende perspektivisch erklärt: Mit mehr als einem halben Jahrhundert auf dem Buckel falle ich in der Marketing-Demoskopie in die Kategorie der alten Säcke. Und als unerschütterlich treuer Levi's-501-Träger gehöre ich sowieso nicht zur Zielgruppe der Marke Diesel. Aus diesem Grund habe ich es auch monatelang geschafft, die scheinbar allgegenwärtigen Werbeplakate mit dem Slogan "Be Stupid" zu ignorieren. Aber heute musste ich am Diesel-Laden an der Fifth Avenue vorbei gehen - und da prangte es wieder, meterhoch und eindeutig über meiner Hutschnur: Be Stupid.
Autor: Jürgen Schönstein· 21.04.10 · 06:38 Uhr· 14 Kommentare
Pinguinzählung per Satellit
Kategorie: Naturwissenschaften
Es ist offenbar leichter, Pinguine in der Antarktis zu zählen, als die exakte Bevölkerungszahl eines der am weitesten entwickelte Länder der Welt zu ermitteln: Während die US-Volkszählungsbehörde trotz gesetzlich vorgeschriebener Antwortpflicht auch vier Tage nach Abgabefrist bisher gerade mal 69 Prozent Rücklauf hat, sind die Forscher vom British Antarctic Survey recht zuversichtlich, dass sie bald eine ziemlich gute Vorstellung davon haben werden, wie viele Kaiserpinguin-Paare auf dem Eis zuhause sind. Und dank qualitativ hochwertiger Satelliten-Bilder müssen sie dazu nicht mal in die Kälte hinaus, wie das Wall Street Journal berichtet:
(Leider muss man bei diesem Video runde 15 Sekunden Werbung über sich ergehen lassen. Und ja, ich weiß, dass es sich bei den in diesem Video gezeigten Pinguinen um Adeliepinguine handelt.)
Autor: Jürgen Schönstein· 21.04.10 · 03:07 Uhr· 0 Kommentare
20. April 2010
"Man hat das Recht, sich klein zu fühlen"
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Dienstags lese ich die New York Times, wegen ihrer wöchentlichen Wissenschafts-Beilage, immer mit besonderem Interesse - und manchmal auch mit großem Vergnügen. Das aktuelle Interview mit dem CalTech-Physiker Sean Carroll ist zwar nur kurz, aber durchaus aufhellend. Zumindest für Nicht-Fachleute, wie mich.
Anlass ist sein neues Buch From Eternity to Here (ein Wortspiel mit dem Originaltitel des James-Jones-Bestsellers "Verdammt in alle Ewigkeit" = "From Here to Eternity"), in dem es um das Wesen der Zeit geht - und um die Frage, warum wir den Fluss der Zeit nicht umkehren und die Vergangenheit ändern können.
Autor: Jürgen Schönstein· 20.04.10 · 16:23 Uhr· 4 Kommentare
19. April 2010
Wie China und die USA die Welt retten wollen
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 2
In der aktuellen Ausgabe von Wired ist zwar nicht all zu viel im Detail darüber zu lesen, wie sich der US-Energieminister (und Nobelpreisträger) Steven Chu die politisch-praktische Seite seines Vorschlags vorstellt, aber zumindest in der Theorie ist es ganz interessant: Statt multilateraler Konferenzen und Abkommen, deren Durchsetzbarkeit spätestens seit der Klimakonferenz in Kopenhagen selbst den größten Optimisten zweifelhaft erscheinen dürfte, setzt Chu auf ein bilaterales Abkommen zwischen den beiden größten Umweltverschmutzer-Nationen: den USA und China.
Autor: Jürgen Schönstein· 19.04.10 · 22:05 Uhr· 2 Kommentare
Leichtgeschürzte Erdbeben-Ursachen?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Nebenan bei zoon politikon hat sich Ali ja ein paar Gedanken darüber gemacht, welche Rolle unsere Wahrnehmung bei der Einschätzung von Erdbeben spielt. Aber hier hat sich nun endlich (Achtung! Ironie!) jemand Gedanken gemacht, warum es überhaupt zu verheerenden Erdbeben kommt: Frauen mit zweifelhaftem Lebenswandel und leichter Bekleidung sind schuld, verkündete der iranische Geistliche Hodschat ol Islam Kazem Seddighi (kleines Foto rechts). Na, der muss es ja wissen ...
Auf der deutschsprachigen Website der Iranischen Rundfunkgesellschaft IRIB findet sich zwar der Link zu Seddighis jüngster (16.4.2010) Freitagspredigt - aber die Erdbeben auslösenden Frauen bleiben in dieser Zusammenfassung unerwähnt. Foto: IRIB
Autor: Jürgen Schönstein· 19.04.10 · 20:52 Uhr· 9 Kommentare
16. April 2010
Eine Bakterie, von Amts wegen
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik
Um ihre Individualität - auf die sie in ihrem föderalen Staatssystem sehr großen Wert legen - zu unterstreichen, führen US-Staaten neben Flaggen und Wappen noch eine ganze Menge "amtlicher" (d.h. per Parlamentsbeschluss als solche designierter) offizieller Symbole. New Yorks "offizieller" Vogel beispielsweise ist der Rotkehl-Hüttensänger (der hier Bluebird heißt), die offizielle Blume ist die Rose. Aber eine amtliche Bakterie, die gibt es bisher nur in Wisconsin: Ein entsprechender Gesetzesentwurf, der Lactococcus lactis zum offiziellen Bakterium des Käse-Staates macht, wurde am Mittwoch mit 56 gegen 41 Stimmen im Abgeordnetenhaus des US-Staates angenommen. Vermutlich der einzige US-Staat, in dem sich Politiker geschmeichelt fühlen dürfen, wenn man ihnen sagt, dass bei dem, womit sie sich beschäftigen, am Ende doch nur Käse rauskommt ...
Foto: Lactococcus lactis. UW Department of Bacteriology strain LcL325UW. Magnification 20000X. Scanning electron micrograph by Joseph A. Heintz, University of Wisconsin-Madison.
Autor: Jürgen Schönstein· 16.04.10 · 18:38 Uhr· 0 Kommentare
Ohne Worte ...
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Zumindest von mir. Die Sprechblasen im heutigen "Dilbert"-Cartoon sollte man allerdings schon lesen:
Eingebettet via Dilbert.com
Autor: Jürgen Schönstein· 16.04.10 · 17:50 Uhr· 4 Kommentare
15. April 2010
Deutsche Mathelehrer künftig nur Mittelmaß?
Kategorie: Politik · Kommentare: 3
Scheint so. Genauer gesagt: Die künftigen Mathelehrer - denn um die geht's in der aktuellen TEDS-Analyse (TEDS steht dabei für Teacher Education and Development Study), die am Donnerstag unter der Federführung der Michigan State University in Washington präsentiert wurde. In der Studie, deren Resultate hier nachzulesen sind, geht es zwar eigentlich um eine US-interne Kritik am international nur zweitklassigen Standard, hinsichtlich Fachkenntnissen und fachdidaktischer Ausbildung, der künftigen US-Mathelehrer (Grundschulen bis Mittelstufe). Aber dank des internationalen Vergleichs, in dem neben Ländern wie Taiwan, Singapur, Chile und Botswana auch Deutschland mit erfasst wurde, erlaubt sie auch einen Blick auf hiesige Verhältnisse. Ich gestehe, dass ich besagten Blick nur schnell über die Studie habe streifen lassen, und dass es vermutlich immer fraglich sein wird, ob ein solcher internationaler Vergleich überhaupt den jeweiligen ergionalen Besonderheiten gerecht werden kann. Aber sicher scheint: Wenn der Zustand in den USA lamentabel ist, dann gilt ein Gleiches auch für Deutschland - in den Resultaten liegen die deutschen Lehrfach-Studenten nämlich etwa auf dem gleichen Niveau (manchmal etwas besser, manchmal etwas schlechter, aber nie wirklich signifikant anders) als ihre amerikanischen Kollegen, wie die beiden nachstehenden Grafiken aus der Studie zeigen:

Autor: Jürgen Schönstein· 15.04.10 · 17:24 Uhr· 3 Kommentare
14. April 2010
"Einsteins Theorie gegen Herausforderer verteidigt"
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Bisher hatte ich ja immer geglaubt, mit so einer - scheinbar banalen - Schlagzeile könnte man selbst bei einer Provinzzeitung keinen Hund hinterm Ofen vorlocken. Wäre mir ebenso spannend vorgekommen wie eine Schlagzeile a la "Hund beißt Mann". Doch erstens weiß ich als Scienceblog-Mitleser inzwischen, dass sich an der Relativitätstheorie die nicht immer großen Geister scheiden können, und zweitens habe ich aus einer aktuellen Pressemitteilung des Chandra x-ray Center (an der Harvard-Universität) gelernt, dass es tatsächlich erst gemeinte und zu nehmende kosmologische Erklärungsversuche gibt, die als Alternativen zur Relativitätstheorie zu verstehen sind. Für die Fachleute sicher nichts Neues, aber für jemanden wie mich, der bei der Relativitätstheorie zugegebener Maßen die Grenzen dessen überschreitet, für das er auch nur marginal noch wissenschaftliche Kompetenz in sich finden würde, schon eine spannende Sache. Nur so viel kann ich aus der Pressemitteilung sagen: Einsteins Theorie wurde gegen die Mitbewerber (u.a. die so genannte f(R)-Gravity-Theorie zur Ausdehnung des Universums) getestet, und hat sich als die bessere erwiesen. Oder, um Fabian Schmidt zu zitieren, der am California Institute of Technology dieses spezielle Projekt leitet:
"If General Relativity were the heavyweight boxing champion, this other theory was hoping to be the upstart contender. Our work shows that the chances of its upsetting the champ are very slim."
Wenn die Allgemeine Relativitätstheorie der Schwergewichtsmeister im Boxen wäre, dann wäre diese andere Theorie ein hoffnungsvoller neuer Herausforderer gewesen. unsere Arbeit zeigt, dass ihre Chance, den Champion zu kippen, sehr klein sind.
Autor: Jürgen Schönstein· 14.04.10 · 20:37 Uhr· 4 Kommentare
13. April 2010
Wer weiß besser, wie ich mich fühle?
Kategorie: Medizin · Kommentare: 3
Wer kann am besten beurteilen, wie sehr jemand leidet - der Patient selbst, oder Ärzte und Pflegepersonal? Die Frage könnte - und wird - sich jeder stellen, der das Gefühl hatte, dass ihm der Arzt/die Krankenschwester nicht wirklich glaubt, wie schlecht es ihm doch geht. Dass sie durchaus berechtigt ist (und dass es eine Diskrepanz zwischen dem gibt, was Patienten und was Fachleute glauben), zeigt dieser Artikel im Science-Teil der heutigen Ausgabe der New York Times, der seinserseits durch einen Artikel im New England Journal of Medicine aufgeworfen wurde. Aber sie ist offenbar nicht leicht zu beantworten, denn zwischen den Einstufungen, die das Fachpersonal - hier ging es um Patienten in Krebs-Chemotherapie - und die Betroffenen selbst vornehmen, klaffen konsistent enorme Lücken, wie die nebenstehende Grafik aus dem NEJM-Artikel zeigt. Ein Klick hier öffnet eine größere Version der Grafik in einem neuen Fenster.
Autor: Jürgen Schönstein· 13.04.10 · 17:41 Uhr· 3 Kommentare
09. April 2010
Bewiesen: Es gibt eine Zeitmaschine!
Kategorie: Kultur · Kommentare: 14
Muss es einfach geben. Wie sonst ließe sich dieses aus einer anderen Zeit stammende Konzertprogramm erklären, das in diesem Sommer auf der Freiluftbühne am Strand von Jones Beach, New York, laufen wird?
Falls alle, die jünger als 40 (?) sind, Probleme haben, den Sinn dieses Posting zu erkennen: Hier sind ein paar "aufklärende" Wikipedia-Links (auf die jeweiligen Gründungsdaten achten!):
http://de.wikipedia.org/wiki/Jethro_Tull
http://de.wikipedia.org/wiki/Procol_Harum
http://de.wikipedia.org/wiki/Scorpions
http://de.wikipedia.org/wiki/Yes_(Band)
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Frampton
http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_(Band)
http://de.wikipedia.org/wiki/Doobie_Brothers
Oder einfach mal durch diese Tophits-Liste der 70-er Jahre(!) klicken
Autor: Jürgen Schönstein· 09.04.10 · 16:36 Uhr· 14 Kommentare
"A" wie "Apple" - aber auch wie "arrogant"
Kategorie: Technik · Kommentare: 37
Meckern, Pöbeln, Dampf ablassen - was man im Englischen komplett unter dem Wort "ranting" subsumieren kann - gehören ja zum Bloggen wie Pfiffe zum Fußball. Und darum werde ich mir heute mal das Recht nehmen, meinen Unmut über den Computerhersteller Apple abzulassen. Nichts gegen die Produkte der Firma: das neue iPad beispielsweise, das ich beruflich über die Osterfeiertage testen durfte, ist wunderschön anzusehen, funktioniert im Prinzip auch ganz gut - aber nur, wenn man den hohen Ansprüchen des Hauses Apple als User auch wirklich genügt. Und darum soll es hier mal gehen.
Ergebene Apple-Fans sollten ab hier wegklicken - sie ärgen sich sonst eh' nur.
Autor: Jürgen Schönstein· 09.04.10 · 06:35 Uhr· 37 Kommentare
01. April 2010
Anästhetische Praxis-Berieselung
Kategorie: Medizin · Kommentare: 2
Dass das Wartezimmer so überfüllt ist, dass ich mir einen Stehplatz auf dem Gang suchen muss - schlimm. Dass ich trotz eines rechtzeitig gebuchten Termins eine halbe Stunde warten muss, bis ich selbst "der Nächste, bitte!" sein darf - auch schlimm. Dass es für mich im Wartezimmer nur ein altes Golfmagazin als Lektüre gibt, da alle anderen Hefte hier auf Koreanisch sind - halb so schlimm, denn schließlich ist das bei einem Arzt in New Yorks Little Korea nicht anders zu erwarten. Doch dass ich hier die ganze Wartezeit lang hilflos einem Konzert-Video von Celine Dion ausgeliefert bin, das auf dem übergroßen Plasma-TV-Schirm läuft (selbstverständlich von LG) - das ist mehr als schlimm. Das ist Folter! Andererseits: Danach - und das muss man dieser bewusstseinsbetäubenden Praxis-Berieselung dann doch wieder zu gute halten - wirken die Impf-Spritzen, die mir die Ärztin gibt, geradezu wie eine Erfrischung.
Autor: Jürgen Schönstein· 01.04.10 · 14:21 Uhr· 2 Kommentare
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