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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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Archiv April 2009

30. April 2009

Grippeforschung braucht manchmal einen langen Atem

Kategorie: Medizin

Sind's nun mehr als 2500 Schweinegrippe-Fälle weltweit, oder doch nur 148, wie die WHO am Mittwoch meldete? Starben mehr als 150 Mexikaner, oder - ebenfalls laut WHO nur sieben? Dass die ersten Antworten oft nicht die richtigen sind, haben wir ja schon in der Vergangenheit lernen müssen. Und dass man sich damit fast ein Jahrhundert lang beschäftigen kann, zeigt ein Paper des staatlichen französischen Gesundheitsforschungsinstituts INSERM, das in der aktuellen Ausgabe von Influenza and other Respiratory Viruses, dem Fachblatt der International Society for Influenza and other Respiratory Virus Diseases, erschienen ist und das - 90 Jahre nach dem Ende der Spanischen Grippe-Pandemie - nun zu belegen versucht, dass das verantwortliche Virus vermutlich gar nicht aus Europa stammte. Womit ich nur sagen will: Schnelle Antworten auf Herkunft, Ausbreitung und Opferzahlen sind wohl nicht zu erwarten, wenn's um die Grippe geht.



Autor: Jürgen Schönstein· 30.04.09 · 16:03 Uhr· 0 Kommentare

29. April 2009

Harry Potter im Wissenschaftsmuseum

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Dass Wissenschaft ein weites Feld abdecken kann (und sich manchmal in akademische Randbereiche begibt, wo der Begriff des Wissenschaftlichen schon ein hohes Maß an Elastizität zeigen muss), gehört vermutlich sogar zu den Stärken der Disziplin. Aber ich würde mal schätzen, dass Zauberei a la Harry Potter selbst bei großzügigsten Interpretationen aller Erkenntnistheorien nicht mehr innerhalb der Grenzen liegt, was Wissenschaft umschreibt. Was tun also Harry-Potter-Exponate in einem Wissenschaftsmuseum, genauer gesagt, dem Chicago Museum of Science & Technology?

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Autor: Jürgen Schönstein· 29.04.09 · 18:04 Uhr· 1 Kommentar

Stadtneurotiker sind gesund

Kategorie: Medizin

Und das ist transitiv gemeint - sie sind nicht gesund wie ein Fisch im Wasser, sondern so gesund wie eine Aspirintablette für Menschen mit Herzkreislaufproblemen. Witzig: Genau mit dieser Aspirintablette hat der Psychologieprofessor Brent Roberts von der University of Illinois in Urbana-Champaign den Gesundheitsvorteil beschrieben, den sich eine über 50-jährige Frau dadurch verschafft, dass sie mit einem gewissenhaften Neurotiker verheiratet ist. Für Männer hat die Ehelichung eine gewissenhaften Neurotikerin hingegen - leider - keinen gesundheitlichen Effekt.

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Autor: Jürgen Schönstein· 29.04.09 · 06:40 Uhr· 0 Kommentare

28. April 2009

Mehr Geld für US-Forschung

Kategorie: Politik

Eigentlich müsste in Zeiten wie diesen (ein bisschen Eigenwerbung, sorry!) ja ein Fragezeichen hinter meiner Überschrift stehen - dass Wissenschaft als erstes zu spüren bekommt, wenn Staatsgelder knapp werden, zeigt nichts besser als die wenig bekannte Tatsache, dass die US-Regierung auf Drängen der republikanischen Opposition insgesamt fast 900 Milliarden Dollar aus ihren Wirtschaftsförderungspaket gestrichen hatte, die für die Bekämpfung von Epidemien - die ja auch schwere wirtschaftliche Folgen haben kann, wie Kanada beispielsweise nach dem SARS-Debakel erleben musste - vorgesehen waren. Angesichts der akuten Schweinegrippe-Sorgen sicher eine der dümmsten politischen Entscheidungen unserer Tage. Doch Barack Obama hat der National Academy of Sciences am Montag zugesichert, dass die USA künftig mindestens drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Technik stecken will. Beim derzeitigen Stand wären dies knapp 430 Milliarden Dollar jährlich.

Konkret will er die Budgets staatlicher Forschungsinstitutionen, wie etwa der National Science Foundation, des Office of Science im US-Energieministerium und des National Institute of Standards and Technology (NIST) im Lauf der nächsten zehn Jahre verdoppeln sowie den Aufbau einer neuen Forschungsagentur im Energieministerium vorantreiben. Die Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E) war vor knapp zwei Jahren per Senatsbeschluss genehmigt worden; sie soll, vergleichbar der militärischen Forschungsagentur DARPA, Initiativen und Ideen im Zusammenhang mit der Energieversorung fördern. Die vorgesehenen 4,9 Milliarden Dollar für den jährlichen ARPA-E-Haushalt waren von der Bush-Regierung - die sich gegen das Projekt gesträubt hatte - jedoch nicht freigegeben worden.


Autor: Jürgen Schönstein· 28.04.09 · 21:53 Uhr· 0 Kommentare

Gehen oder rennen im Regen?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Das nächste Frühlingsgewitter ist ja nur eine Frage der Zeit, und dann werden viele vom Wolkenbruch Überraschte wieder vor der alten Frage stehen: Ist es besser, zum nächsten Unterschlupf zu rennen und dabei - subjektiv zumindest - den Regen noch härter auf Leib und Gesicht prasseln zu lassen, oder besser doch gemessenen Schritts, gewissermaßen dem Regen ausweichend, einen Unterstand aufzusuchen? Meine Logik sagte mir immer, dass das Rennen eigentlich die bessere Strategie sein müsste (nach dem Prinzip, dass dadurch der Aufenthalt im Regen ja verkürzt wird) - aber andererseits könnte man argumentieren, dass vor allem bei Windstille und damit senkrecht herabfallendem Regen der Vorteil des gemäßigten Schreitens darin besteht, dass man den Tropfen eine geringere Aufprallfläche (im Idealfall nur Kopf, Schultern und natürlich die Füße) bietet, während beim Rennen die ganze Körper-Vorderfläche zum Zielgebiet wird.

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Autor: Jürgen Schönstein· 28.04.09 · 08:16 Uhr· 8 Kommentare

25. April 2009

Die Ohren wissen, wie fit man ist

Kategorie: Naturwissenschaften

Wer gut in Form ist, hört seine Umwelt anders als ein Schlaffi. Getestet (und mit einem Korrelationskoeffizienten r=-0,41 belegt) wurde dies von John Neuhoff, Psychologe mit einem Forschungsschwerpunkt akustische Wahrnehmung am College of Wooster in Ohio. Das Paper "Strength and cardivascular fitness predict time-to-arrival perception of looming sounds" wird er auf der Jahrestagung der Acoustical Society of America im Mai in Portland, Oregon präsentieren; worum es geht, konnte man sich aus den Programminformationen schon zusammen klauben: Neuhoff und seine Stundentinnen Katherine L. Long und Rebecca C. Worthington haben untersucht, ob es einen Zusammenhang mit der Wahrnehmung eines sich nähernden Geräusches und körperlichen Eigenschaften gibt (die Testpersonen mussten mit verbundenen Augen einen Knopf drücken, wenn sie dachten, die Quelle des Tons sei unmittelbar vor ihnen). Und das Resultat ist, dass Personen mit robusteren Herkreislauf-Werten und/oder ausgeprägterer Oberkörper-Muskulatur diese Geräusch deutlich näher kommen ließen als die "Schlaffis". Ist ja auch praktisch und evolutionsbiologisch sinnvoll: Wer schlechter in Form ist, der braucht einen größeren Sicherheitsabstand, um auszuweichen.


Autor: Jürgen Schönstein· 25.04.09 · 09:05 Uhr· 0 Kommentare

24. April 2009

Treibhauseffekt: Selbst die Leugner wussten Bescheid

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 5

"Die wissenschaftliche Basis für den Treibhauseffekt und die potenziellen Auswirkungen von Treibhausgasen wie CO2 auf das Klima sind gut etabliert und können nicht verneint werden." Dies schrieb nicht etwa einer der so genannten "Klimawarner", also jener Wissenschaftler, die vor den negativen Folgen des ungebremsten Kohlendioxid-Ausstoßes - vor allem aus fossilen Brennestoffen - warnen, sondern die Experten der Global Climate Coalition, also jenes Industrie-Interessenverbandes, der die 90-er Jahre hindurch Medien und Politiker mit scheinbar wissenschaftlichen Argumenten bomardierte, die eben jenen Treibhauseffekt bestreiten sollten. Das Zitat stammt aus einem internen Bericht, den die wissenschaftlichen und technischen Berater 1995 and an die Global Climate Coalition geschickt hatten. Alles Weitere spricht eigentlich schon für ist und ist nachzulesen in einem Artikel, der heute auf der Titelseite der New York Times erschien. Da will ich mich nicht mit fremden Federn schmücken ...


Autor: Jürgen Schönstein· 24.04.09 · 15:54 Uhr· 5 Kommentare

Exilanten sind kreativer

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 1

So steht's jedenfalls in einem Artikel, der in der aktuellen Ausgabe des Journal of Personality and Social Psychology der American Psychological Association erscheint (den Volltext findet man hier). Durch Auslandsreisen alleine ist dieser Effekt übrigens nicht zu erzielen - man muss schon eine Zeitlang in der Fremde gelebt haben. Verfasser des Papers sind William Maddux, Professor an der internationalen Wirtschafts-Hochschule INSEAD, und Adam Galinsky, Professor an der Kellogg School of Management.

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Autor: Jürgen Schönstein· 24.04.09 · 04:53 Uhr· 1 Kommentar

Rechts oder links herum nach Leben suchen

Kategorie: Naturwissenschaften

Über diese Meldung bin ich weniger wegen ihrer Inhalte - da befinde ich mich weit außerhalb meiner fachlichen Komfort-Zone - als eher wegen ihrer Quelle gestolpert: Mitarbeiter der staatlichen US-Normenbehörde National Institute of Standards and Technology (die das Pendant zu unserem Deutschen Institut für Normen, kurz DIN, ist), haben eine Methode entwickelt, von der sie sich größere Erfolge bei der Suche nach außerirdischem Leben - nein, damit ist nicht die Besatzung der Internationalen Raumstation gemeint, die rein semantisch ja in diese Kategorie fallen müsste - versprechen. Dies ist ja eher die Domäne meiner Scienceblogger-Kollegen Ludmila Carone und Florian Freistetter ...

Im Kern "dreht" (Wortspiel ist ganz unbeabsichtigt) es sich dabei um die Tatsache, dass ansonsten chemisch gleich aufgebaute Moleküle einen unterschiedlichen "Drehsinn" (Chiralität nennt man das wohl) haben können, der sich bei der Reflexion in einer charakteristischen und messbaren zirkularen Polarisation erkennen lässt. Und bestimmte lebensnotwendige Moleküle, wie etwa die Amniosäuren, zeichnen sich eben durch eine charakteristische zirkulare Polarisation - eine Rechts- oder Linkshändigkeit, wenn man so will - aus, die sich auch auf große Distanzen messen lässt.

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Autor: Jürgen Schönstein· 24.04.09 · 02:47 Uhr· 0 Kommentare

21. April 2009

Grüner mit Wohlstand?

Kategorie: Umwelt

Bin als erstes nach meiner Rückkehr aus dem ökotouristischen (aber durchaus auch entwicklunsländlichen) Costa Rica über diesen Artikel aus der New York Times gestolpert, in dem John Tierney sich der These widersetzt, die seit den 70-er Jahren vertreten wird - und vom US-Biologen Paul R. Ehrlich (Autor von "Die Bevölkerungsbombe") und dem Harvard-Physiker John P. Holdren (inzwischen Obamas Wissenschaftsberater) auf die Formel I=PAT gebracht wurdee - dass der Umweltschaden (Impact) gleich dem Produkt aus Population, Wohlstand (Affluence und Technologie sei und daher eine "grüne" Revolution nötig sei, um die ökologische Katastrophe zu verhindern. Weil bei normalem Verlauf der Dinge halt weder Wohlstand, noch Bevölkerungswachstum oder technologischer Fortschritt aufzuhalten sind. Tierneys These ist, dass steigender Wohlstand und bessere Technologie auch von alleine (??) zu einem "grüneren" Lebensstil führe, und belegt dies mit den Entwicklungen, die wir ja allenthaben um uns herum sehen.

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Autor: Jürgen Schönstein· 21.04.09 · 22:15 Uhr· 0 Kommentare

09. April 2009

Biokraftstoffe und Entwicklungspotenziale

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 4

Es liegt schon ein paar Monate zurück, dass ich hier über Biosprit geschrieben habe - und, wie ich im Rückblick zugeben muss, damit geistig in den Kuhfladen getreten bin, den eine indische Bauersfrau getrocknet zum Befeuern ihres Herdes verwenden könnte. Natürlich ist Biosprit, so wie wir ihn hier verstehen, ein fragliches Produkt, da es aus speziell angebauten Ölpflanzen gewonnen wird, die agrarische Flächen einer anderen, essentielleren Nutzung, z.B. zur Nahrungsversorgung, entziehen. Aber Biokraftstoff ist halt nicht nur Biodiesel - auch das im Wald gesammelte Brennholz, der bereits erwähnte Kuhfladen und eine ganze Reihe biologischer Haupt- und Nebenprodukte (Sägewerksabfälle ebenso wie Methan aus ländlichen Biogasanlagen wären hier schon mal zu nennen) fallen unter diese Kategorie. Für mehr als zwei Milliarden Menschen, also ein Drittel der Weltbevölkerung, ist das Verheizen von Biomasse die vitale Grundlage ihrer Energieversorgung; 1,6 Milliarden leben abseits jeglicher Stromversorgung.

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Autor: Jürgen Schönstein· 09.04.09 · 08:29 Uhr· 4 Kommentare

08. April 2009

Liebe auf den ersten (Facettenaugen-)Blick

Kategorie: Naturwissenschaften

Darauf, dass sich in den Aussagen "Strain-Dependent Differences in Several Reproductive Traits" und "Early Postmating Transcriptome Changes in Female Drosophila melanogaster" irgendwo die genetische Antwort auf die alte Menschheits-Frage nach der Existenx von Liebe auf den ersten Blick verbirgt, wäre ich ohne Übersetzung nicht gekommen. Aber das ist offenbar der Tenor dieses Artikels, der unter der Federführung der Cornell-Professorin Mariana Wolfner geschrieben und in der aktuellen Ausgabe des Journals Genetics veröffentlicht wurde.

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Autor: Jürgen Schönstein· 08.04.09 · 17:37 Uhr· 0 Kommentare

Neil Young - On the Road mit musikalischem Biosprit

Kategorie: Kultur·Umwelt

Endlich mal wieder was, über das man, wie es so schön heißt, "trefflich" streiten kann: Geschmack. Musikgeschmack, um genau zu sein. Neil Young hat sein neues Album rausgebracht, Fork in the Road. Inspiriert ist es von aktueller US-Politik, aber auch von seinem Roadtrip in einem umgebauten alten Lincoln Continental, der zum Energiesparmodell aufgerüstet werden sollte. Ich habe nur mal in den ein oder anderen Track bisher reingehört und werde mich daher noch einer Kritik enthalten, aber wer sich den Titelsong "Fork in the Road" anhört, wird vielleicht verstehen, warum der Kritiker der New Yorker Zeitung Daily News dazu meint, dass "viele Riffs so klingen, als seien sie auf dem Weg zu einem ZZ-Top-Album vom Truck gefallen":
Neil Young - Fork In The Road

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Autor: Jürgen Schönstein· 08.04.09 · 05:02 Uhr· 0 Kommentare

06. April 2009

Stress-Bewältigung hilft Prostatatpatienten

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 7

Dass mich der Teufel reitet (keine Sorge, das ist nur ein Sprachbild - ich glaube nicht an diesen Bibelspuk), ausgerechnet nach "East meets West" (das in die Nähe von Schlangenölverkäufern, Scientology und Kadaver-Salben gestellt wurde) gleich wieder über ein Paper von Prof. Dr. Lorenzo Cohen vom M.D. Anderson Medical Center in Houston zu schreiben, weiß ich selbst. Aber andererseits finde ich den Titel seiner neuesten Studie "The Effects of a Pre-surgical Stress Management Intervention for Men with Prostate Cancer Undergoing Radical Prostatectomy" (ein Klick auf den Link lädt die Studie als pdf-Dokument runter), die in der aktuellen Ausgabe des Magazins Clinical Oncology veröffentlicht wurde, interessant genug, dass ich mal einen Blick reingeworfen habe. Und nö, weder Qigong noch tantrische Meditation, Akupunktur oder - was war's nochmal? ach ja; Schlangenöl! - kommen darin vor.

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Autor: Jürgen Schönstein· 06.04.09 · 22:23 Uhr· 7 Kommentare

04. April 2009

"Eine neue Ära des Aussterbens"

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 5

20090413_107.jpgDas ist der düstere Titel der Coverstory im aktuellen Time-Magazin. Ursache des Aussterbens ist der Klimawandel, Schauplatz des ökologischen Massakers die Insel Madagaskar. Keine Überraschungen, schließlich hatte ich sogar auf diesem Blog schon über Madagaskar und seine "Chronik eines angekündigten Aussterbens" geschrieben. Aber Bilder sagen halt manchmal mehr als tausend Worte (oder auch 2252, wie dieser Time-Artikel). Und die Schlussworte dieses Artikels sollten einem zumindest in den Ohren klingen:

"We live on a very special planet -- the only planet that we know has life," says Mittermeier*. "For me, conservation is ultimately a moral obligation and simply the right thing to do." That leaves us a choice. We can save life on this special planet, or be its unwitting executioner.
* Russell Mittermeier, Vorsitzender von Conservation International
Wer es nicht für nötig hält, das Leben auf der Erde zu erhalten, der wird unwissentlich zu seinem Henker ...


Autor: Jürgen Schönstein· 04.04.09 · 08:50 Uhr· 5 Kommentare

03. April 2009

Blend-a-Med gegen Aids?

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 2

Einen Versuch wäre es wohl wert: Ich lese gerade, dass auf der 87. Jahrestagung der International Association of Dental Research am Freitag Nachmittag ein Paper von Wissenschaftlern der Nihon University in Tokio präsentiert wurde, das einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischentzündungen und Aids entdeckt hat (dass ich solche Sachen überhaupt lese, liegt wohl daran, dass ich meine berufliche Laufbahn vor zweieinhalb Jahrzehnten in der Redaktion des Bayerischen Zahnärzteblattes begonnen habe). Natürlich ist die Sache komplexer - komplexer jedenfalls, als ich sie erklären könnte. Es geht wohl aber darum, dass das Bakterium Porphyromonas gingivalis, ein Erreger von Zahnfleischentzündungen, Buttersäure produziert, die wiederum die Wirkung von Histon-Deacetylase reduziert, einem Enzym, das irgendwie (die Fachleute wissen natürlich wie - nur ich bin da weit außerhalb meiner Komfortzone) die Transkription des HIV-1-Genoms bremst.

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Autor: Jürgen Schönstein· 03.04.09 · 21:30 Uhr· 2 Kommentare

"East meets West" in der Krebstherapie (Forts.)

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 51

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon angekündigt, dass ich mir heute mal anhören werde, was Professor Lorenzo Cohen vom M.D. Anderson Cancer Center zum Thema "Integration östlicher und komplementärer Medizin in die konventionelle medizinische Krebsbehandlung" zu sagen hat. Und ohne große Umschweife verrate ich hier gleich, dass ich das meiste, was mir dazu hinterher einfiel, doch lieber für mich behalten will - Skeptisches ebenso wie Zustimmendes.

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Autor: Jürgen Schönstein· 03.04.09 · 06:01 Uhr· 51 Kommentare

01. April 2009

Affenstark dank ein paar grauer Zellen weniger

Kategorie: Naturwissenschaften

Ha! Ich hatte es mir doch schon immer gedacht, spätestens seit ich als schmächtiger Teenager klimmzögerlich am Reck hing: Muskelschmalz muss irgendwie indirekt proportional zum Hirnschmalz sein. Und ein Paper, das in der Aprilausgabe von Current Anthropology erschienen ist, würde dieses Vorurteil - je mehr Muskeln, desto dumpfer - sogar bestätigen. Wenn man es nur nicht zu genau liest ...

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Autor: Jürgen Schönstein· 01.04.09 · 06:23 Uhr· 0 Kommentare

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