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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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24.01.09 · 00:46 Uhr

"Was ist schon ein Name?"

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 11

... fragt sich Shakespeares Julia. Schließlich röche eine Rose doch ebenso süß, auch wenn sie anders hieße. Diesen Satz müssen sich die Einwohner mehrerer britische Städte wohl täglich vorsagen, wenn sie irgendwo ihre Adressen ausfüllen müssen. In der Freitagsausgabe der New York Times berichtet die London-Korrespondentin Sarah Lyall über ein paar ziemlich schräge Ortsnamen. Diese Karte allein fand ich schon zum Wiehern: 0123-for-webCRAPSTONEmap.jpg(Falls sich jemand wundert, was dieses Thema hier soll: Geograph + Karte = hinreichende Rechtfertigung, dieses Thema in einen Scienceblog zu schmuggeln. Alles klar?)

Aber ehe wir auf fremde Länder zeigen, schaun wir doch mal auf unsere eigene, deutsche Landkarte:96787137_e6555db9cc.jpg Gefunden via Waltzing Broomhilda, und vorsichtshalber per Stichprobe auf einer "echten" Deutschlandkarte nachgecheckt - ich will ja schließlich keine Unanständigkeiten verbreiten, sondern nur geographische Fakten darlegen ...

 

Autor: Jürgen Schönstein· 11 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (11)

Kommentar-Direktlink Padin· 24.01.09 · 02:06 Uhr

Dann gibt es noch "Poppenweiler" als Ortsteil von Ludwigsburg und dann kenne ich noch "Linsengericht", das müsste irgendwo in Hessen sein ;)

Auf der Karte ist "Schlangen": also, wenn man in der Nähe groß wird, merkt man gar nicht mehr, wie seltsam sowas klingt :D

Kommentar-Direktlink florian· 24.01.09 · 11:20 Uhr

Die Ortstafel der Gemeinde Fucking in Österreich ist mittlerweile vermutlich die bestgesichertste Ortstafel der Welt ;) Ich glaube, so oft wie die wurde keine andere geklaut.

Kommentar-Direktlink kamenin· 24.01.09 · 13:56 Uhr

Und das aufgeführte Wixhausen ist dazu noch ein Stadtteil von Darmstadt...
Das klingt so unappetitlich, dass sich auf ihrer Wikipedia-Seite die Gesellschaft für Schwerionenforschung sogar ausdrücklich davor verwehrt, in Wixhausen zu liegen ;-)

Kommentar-Direktlink buchstaeblich· 26.01.09 · 16:40 Uhr

Wer glaubt, Tittenkofen müsse eine Amüsiermeile in Berlin sein, irrt.
Amüsant ist bestenfalls die Kabarattistin, die im bayrischen Tittenkofen geboren ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Gruber

Kommentar-Direktlink Ludmila· 26.01.09 · 19:34 Uhr

Den Venusberg gibt es auch als Stadtteil in Bonn. Da steht die Uniklinik drauf und ja ich meine auch die Frauenabteilung ;-)

Author Profile Page Jürgen Schönstein· 26.01.09 · 21:21 Uhr

Tja, Ortsnamen sind schon ein interessantes Feld. Und sogar ein legitimes Forschungsgebiet, wie ich spätestens seit diesen Artikel in der WELT vom 20. Juli 1995 (aber eigentlich schon seit meinem Studium) weiß. Inhaltlich mag hier zwar manches nicht mehr auf dem neuesten Stand sein (ich hab' seitdem nicht mehr nachrecherchiert), aber er zeigt doch auch so, dass man aus Orts- und Flurnamen auch heute noch eine ganze Menge lernen kann.

Kommentar-Direktlink Christian· 27.01.09 · 20:36 Uhr

Noch ein Zusatz: Hodenhagen ist dem einschlägigen Niedersachsen ja nu bekannt, weil da irgendwas ist (ich fand den Namen auch immer schon lustiger als das, was da ist - ein Tierpark oder so?). Wenn auf der Karte Adolfshausen aufgeführt ist, dann wundert mich, dass Adolphsdorf dort fehlt - liegt im Teufelsmoor, wurde soweit ich weiß in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründet, und hat damit tatsächlich was mit dem Gröfaz Adi zu tun.

Kommentar-Direktlink Anhaltiner· 27.01.09 · 22:14 Uhr

und Amerika liegt in Sachsen (falls jemand auswandern will aber die weite Reise scheut

Kommentar-Direktlink Inge· 28.09.09 · 08:32 Uhr

Ha ha ha! Gut gemacht! Ich wusste gar nicht, dass die lustigen Namen so viele sind! Natürlich die heutigen Einwohner von diesen Orten finden das nicht so lustig. :)

Kommentar-Direktlink BreitSide· 17.02.11 · 23:53 Uhr

Na, da fehlt ja noch Einiges:

- Schlitz am Vogelsberg,
- Sterbfritz zwischen Spessart und Rhön,
- Muggensturm bei Karlsruhe,
- Gauangelloch bei Heidelberg,
- Gaildorf bei Schwäbisch Hall,
- Geilenkirchen im westlichen NRW,
- Strahlungen an der Saale.

Und dann gibt es noch Wiechs bei Lörrach, dessen Einwohner darauf bestehen, "Bürger von Wiechs" und nicht anders genannt zu werden (ähnlich wie die Einwohner von Schlitz)...

Kommentar-Direktlink BreitSide· 18.02.11 · 00:03 Uhr

Und noch Hähnlein bei Alsbach im Hessischen.

In Fucking machen sie jetzt auch Bier. Ein Helles. Na, wie heißt das wohl?

Richtig, FUCKING HELL!

Der Name sollte sogar verboten werden wg Anstößigkeit oder so. Hat aber nicht funktioniert.

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