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Jürgen Schönstein ist Diplom-Geograph (TU München, 1984) aus Berufung und Journalist von Beruf. Nach rund zwei Jahrzehnten als "fester" Korrespondent für deutsche Publikationen in New York, arbeitet er nun als freier Journalist in Cambridge, Massachusetts - und wird damit auch weiterhin ein besonders waches Auge auf alles Neue aus Wissenschaft, Forschung und Technik halten. Daneben bringt er als Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) den Studenten das Schreiben bei.

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27.01.09 · 17:31 Uhr

Auf dem falschen Fuß erwischt

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Kein Aufreger, eher amüsant: Fast die Hälfte aller Darstellungen von Vierbeinern in Museen und Fachbüchern zeigt sie in inkorrekten Schrittpositionen. Macht sicher nicht viel aus, da dem Laien die Fehler sowieso kaum auffallen würden (da nehme ich mich selbst als anekdotisches Beispiel: Ich habe inzwischen Hunderte von Stunden vor den Dioramen im American Museum of Natural History in New York verbracht und nicht ein einziges Mal auf die Schrittpositionen der ausgestellten Tiere geachtet), und der Fachmann genug Möglichkeiten haben dürfte, die Bewegungsabläufe am lebenden Objekt zu studieren und daher nicht auf diese Illustrationen/Repräsentationen als Anschauungsmaterial angewiesen ist. Aber nachdenklich stimmt es doch, was eine Gruppe ungarischer Forscher bei ihrer Analyse von mehr als 300 Exponaten heraus gefunden und in der aktuellen Ausgabe von Current Biology publiziert hat. Da es ja etwa den gleichen Aufwand erfordert, die Positionen korrekt oder inkorrekt darzustellen, andererseits heute genug Möglichkeiten bestehen, diese Positionen zu dokumentieren (was zu Zeiten von Eadweard Muybridge sicher noch anders war) weist es doch auf ein gewisses Maß an Schlampigkeit hin. (Via New York Times)

 

Autor: Jürgen Schönstein· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (1)

Kommentar-Direktlink Nico· 28.01.09 · 11:11 Uhr

Als Schachspieler kenne ich das Problem. Es gibt zwei Möglichkeiten, wierum man ein Schachbrett drehen kann (linke untere Ecke weiß oder schwarz), und erstaunlicherweise macht die Werbebranche es öfter falsch als richtig. Von bestenfalls unrealistischen, schlimmstenfalls unmöglichen Stellungen aufm Brett ganz zu schweigen.

Wenn man bedenkt, dass Werbung mit Schachmotiven hauptsächlich von der Finanzbranche vewendet wird, hätte man die Finanzkrise wohl vorhertsehen können...

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